Es ist: 22-11-2019, 08:04
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Könige der Prärie - 10. Teil
Beitrag #1 |

Könige der Prärie - 10. Teil
Die Sonne ging zwischen zwei Bergspitzen unter und färbte die weißen Felsen golden. Am Fuße der Berge lag der Fluss wie ein jadegrünes Band. Vorsichtig wie eine alte Frau ließ Katie sich auf einem Findling nieder, der so von Moos bewachsen war, dass man seine ursprüngliche helle Farbe nur noch erahnen konnte. Seitdem sie sich im Dorf der Apachen aufhielt, hatte sie dieses einzigartige Naturschauspiel schon oft beobachtet, doch jedes Mal war sie aufs Neue fasziniert. Katie seufzte leise. Glücklicherweise hatte sie sich die Rippen nach ihrem schweren Sturz nur geprellt und nicht gebrochen. Immer noch bereitete jede Bewegung Schmerzen und auch das Atmen fiel schwer. Vor allem die tiefen Atemzüge, doch war das nichts im Vergleich zu dem, was man gemeinhin Herzeleid nannte.
Bei dem Gedanken zog sie eine Grimasse und gleich drauf verzog sie schmerzhaft das Gesicht, als sie eine Bewegung zu unvorsichtig ausführte.
Sakima. Sie schmeckte den Namen regelrecht auf der Zunge nach. Seit ihrer letzten Begegnung war es ihr schier unmöglich ihn aus ihren Gedanken zu verbannen. Letzte Nacht hatte sie von ihm geträumt, genauso wie die Nacht davor. Von seinen selbst für Indianer ungewöhnlich tiefschwarzen Augen. In ihrem Traum war seine untere Gesichtshälfte blau bemalt. Er hob sie auf sein Pferd und…
Katie schüttelte den Kopf. Es war reiner Wahnsinn. Er hatte sie als Schutzschild gegen die Apachen missbraucht und die Klinge seines Messers an den Hals gedrückt. Unwillkürlich fasste sie mit der Hand an die Kehle. Trotzdem konnte sie nur an das Gefühl denken, als sein linker Arm ihren Körper umschlang. Er hielt sie so eng an sich gepresst, dass sie die Wärme seiner Haut spüren konnte.
Sie musste ihn einfach wiedersehen. Nur ein einziges Mal oder sie würde den Verstand verlieren. Er hätte ihr nichts zu Leide getan, das wusste sie. Selbst wenn die Apachen seinen Befehlen nicht nachgekommen wären. Er würde ihr niemals etwas antun. Glaubte sie zumindest.
„Katie“, Sinas Stimme riss sie aus ihren nostalgischen Träumen.
„Da bist du ja.“ Die Freundin ließ sich neben sie fallen. „Was machen deine Rippen?
„Denen geht’s vermutlich schon wieder viel besser als dir“, stellte Sina trocken fest.
Katies Miene verfinsterte sich. „Wie meinst du das?“
„Glätte mal dein gesträubtes Gefieder, mein Täubchen“, konterte die Freundin und strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr. „Ständig bist du mit deinen Gedanken woanders. Du isst kaum noch und wirst immer blasser. Dieser Lakotahäuptling, wie heißt er doch gleich noch mal? Sakima? Er scheint dir ja ganz schön im Kopf zu spuken.
„Woher weißt du …?“ Erschrocken schaute Katie sich um. Die Apachen wären mit Sicherheit nicht erfreut gewesen.
Beruhigend legte Sina ihr die Hand auf die Schulter. „Ich habe doch Augen im Kopf. Außerdem redest du im Schlaf.“
Katie ließ den Kopf sinken. Ihre Rippen protestierten sofort und so konnte sie zur Antwort nur ächzen.
„Wir können offen reden. Die sind alle bei dieser geheimen Besprechung.“ Sina verdrehte die Augen, um anzudeuten, dass diese Beratung nicht so geheim war.
„Yuma auch?“ Auf Katies Frage hin nickte Sina nur. Die beiden Mädchen waren von der Beratung ausgeschlossen. Lediglich die erfahrensten Krieger durften daran teilnehmen. Ursprünglich sollte auch Yuma nicht dabei sein, was die beiden Mädchen sehr wunderte. Trotz seiner erst siebzehn Jahre zählte Yuma bereits als Mann.
„Er hat seine letzte Prüfung nicht bestanden“, erklärte Katies Vater knapp und Katie war nicht entgangen, dass er nicht, „Noch nicht“, gesagt hatte.
Häuptling Taim, hatte sich nun wohl anders besonnen und Yuma Zugang zu dem erlauchten Kreis gewährt.
„Er wird uns später alles erzählen“, meinte Sina munter und kratzte mit einem dünnen Stöckchen sinnlose Figuren in die Erde.
„Er mag dich sehr“, lenkte Katie harmlos das Thema auf die Freundin. Fragen bezüglich Sakima waren ihr sehr unangenehm.
„Ja, er ist nett. Aber nichts für mich“, kam auch sofort die Antwort.
„Weil er von roter Hautfarbe ist? Denkst du nicht, dass Weiße und Indianer eine … eine…“ Katie stieg die Röte ins Gesicht. Sie suchte nach den richtigen Worten, die ihr im Hals zu stecken schienen.
Sina hörte auf, unsinnige Figuren in den Boden zu kratzen. „Hast du dich etwa verliebt?“, rief sie aus.
Schwerfällig erhob Katie sich und machte zwei Schritte an den Rand des Plateaus auf dem sie saßen. Die Tiefe war schwindelerregend. Im Licht der untergehenden Sonne schimmerte der Fluss wie flüssiges Gold.
„Verdammt ja. Ich glaube, ich habe mich in ihn verliebt.“ Endlich hatte sie die Worte ausgesprochen. Sie fühlte sich, als würde eine tonnenschwere Last von ihr genommen. Sogar die Rippen schmerzten weniger. Sina sah sie verblüfft an, doch sie ließ der Freundin gar keine Zeit, zu antworten. „Ich glaube, er empfindet das Selbe. Das habe ich bei unserer letzten Begegnung gemerkt. Es kann nicht anders sein.“
Sina trat zu der Freundin und lehnte den Kopf an die Schulter der unverletzten Seite. „Es darf aber nicht sein“, flüsterte sie leise.
Hoffnungslos sackte Katie in sich zusammen. „Ich weiß und darum versuche ich auch, ihn zu vergessen.“
„Aber es gelingt dir nicht“, stellte Sina fest. Traurig nickte ihre Freundin. „Deshalb habe ich beschlossen, ihn noch ein einziges Mal wiederzusehen. Ich muss einfach wissen, ob er genau so fühlt. Nur dann kann ich mich davon befreien.“
„Und wenn er es tut?“
Katie wandte sich um. Ungeachtet des pochenden Schmerzes in ihren Rippen, klammerte sie sich an die Freundin, als wäre sie der letzte Rettungsanker. „Ich weiß es nicht. Ich weiß es einfach nicht“, stammelte sie mit erstickter Stimme.
Yumas Dazukommen ersparte Sina eine Antwort. Er setzte sich auf einen der Findlinge. Katie entging nicht der Blick, mit dem der junge Apache ihre Freundin betrachtete, doch Sina schien ihn völlig zu ignorieren.
„Was ist denn jetzt bei dem geheimen Rat heraus gekommen?“, fragte sie stattdessen gerade heraus.
Yuma zögerte kurz und schaute die beiden Mädchen einen Moment lang prüfend an, doch er wusste, dass sie ihn niemals verraten würden.
„Die weißen Siedler, die wie Heuschrecken über uns kommen, brauchen Land. Sehr viel Land und sie begehren das Land der Apachen“, antwortete er nach kurzer Überlegung und einem langen Atemzug.
„Das können sie nicht so einfach“, platzte Sina das Erste, das ihr einfiel heraus.. Der Indianer nickte bedächtig. „Es gibt ein Papier auf dem der Große Weiße Vater in Washington bestätigt, dass die Apachen ihr Land behalten dürfen.“
„Und wo ist das Papier?“ Sina wurde ungeduldig und ging gereizt auf und ab, während Katie schweigend zuhörte.
„Es wurde gestohlen.“ Beschämt senkte Yuma den Blick.
„Man hat es dir gestohlen“, unterbrach Katie ihr Schweigen. Der Apache blieb die Antwort schuldig.
„Sei nicht zu hart zu ihm“, verteidigte Sina den Jungen und strafte ihre vorigen Worte Lügen. Die Freundin grinste nur wissend.
„Jetzt, da es geschehen ist, können wir lediglich noch Schadensbegrenzung betreiben.“ Sie wandte sich an Yuma. Ihre Hände lagen leicht auf den Knien des Jungen. „War das die Prüfung, die du nicht bestanden hast?“ Sie sprach in einem sanften Ton.
Yumas Wangen färbten sich dunkelrot als er nickte. „Zusammen mit dem Gold sollte ich das Papier in ein Geheimversteck bringen. Doch die Banditen haben es mir abgenommen.“ Die Worte seiner Schande kamen ihm nur schwer über die Lippen.
„Warum hast du nicht gesagt, dass die Kerle ein so wichtiges Dokument bei sich tragen?“ Sina stellte die Frage ohne jeglichen Vorwurf. „Verlangt dein Vater jetzt, dass du es wieder zurück bringst?“
Yuma schüttelte nur den Kopf. „Er hat wohl kein Vertrauen mehr zu mir.“ Die Worte waren bitter. Er sprach so leise, dass fast nur Sina, die unmittelbar vor ihm kniete, ihn verstand.
Liebevoll hob sie sein Kinn an. „Das kriegen wir wieder hin. Ich helfe dir.“ Sie schenkte ihm ein aufmunterndes Lächeln, dass sein Herz gleich ein paar Takte schneller schlagen ließ.
„In zwei Tagen will mein Vater zwölf seiner besten Krieger schicken, das Papier zu suchen“, wandte der Apache ein.
„Warum erst in zwei Tagen?“, wunderte sich Sina.
„Ist doch gleichgültig“, mischte Katie sich ein. „Wenn wir heute Nacht losreiten, haben wir einen großen Vorsprung. Die Kerle finden wir bestimmt.“
„Sie können überall sein“, entgegnete Yuma.
„Sicher“, stimmte Katie ihm zu. „Aber wir kennen ihre Gesichter und vielleicht kann uns auch dieser Dixon weiterhelfen.“
Sinas blitzende Augen wurden zur stummen Warnung. „Immerhin ist er uns noch einen Gefallen schuldig“, fuhr Katie gelassen fort.
„Dieses Bleichgesicht scheint ebenfalls ein Schurke zu sein“, antwortete Yuma grimmig und verschränkte die Arme vor der Brust. Dixon war nicht nur nicht sein Freund, weil er sie nach dem Zusammenstoß mit den Lakota allein gelassen hatte.
Katie zuckte nur mit den Achseln und zog augenblicklich eine schmerzerfüllte Grimasse. „Umso besser. Schurken kennen einander.“
„Du reitest nirgendwo hin, Schätzchen“, gab Sina auch sogleich ihre Meinung kund. „Nicht mit dieser Verletzung.“
„Ich kann reiten“, widersprach Katie mit Trotz in der Stimme. Der Apache erhob sich, nicht ohne wie zufällig Sinas blondes Haar zu berühren.
„Ich denke auch, du solltest hier im Dorf der Apachen bleiben.“
Böse schaute Katie den Indianer an.
„Wir sagen einfach, wir gehen auf die Jagd“, unterstützte Sina den Apachen. „Jeder im Stamm weiß, dass du nicht ausreichend gesund bist zum Jagen.“
„Soll ich dann etwa hier sitzen und Däumchen drehen?“, blaffte die Freundin zurück. Besänftigend legte Sina, die ebenfalls aufgestanden war, Katie die Hände auf die Schulter. „Jemand muss doch hier bleiben, als Rückversicherung, falls etwas schief geht.“
Katies steile Falte zwischen den Brauen verschwand. Sina war wie eine Schwester für sie. Lange konnte sie ihr nicht böse sein. „Wie lange wollt ihr weg bleiben?“ Mit Mühe spielte sie die Unversöhnliche.
„Spätestens wenn der Mond als Scheibe am Himmel steht, sind wir wieder zurück“, antwortete der Indianer an Sinas Stelle.
Katie schaute an den Himmel, wo der Mond die Hälfte seiner Rundung erreicht hatte. Indianer mussten sich immer so kompliziert ausdrücken. Konnten sie nicht einfach sagen „In spätestens zwei Wochen sind wir wieder da“?
In ihren Rippen pulsierte immer noch der Schmerz und im Geheimen war sie dankbar, nicht in den Sattel steigen und tagelang durch die Prärie reiten zu müssen.
„Also gut“, lenkte sie ein. „Ich bleibe also hier und halte die Stellung. Was aber sage ich, wenn ich gefragt werde?“
„Sag, dass wir zu den Bärenflüssen geritten sind“, instruierte Yuma sie. „Die liegen fast auf dem Weg nach Roswell.“
„Und ich werde mir diesen Dixon vorknöpfen“, schwor Sina. Etwas in ihrer Stimme ließ die Freundin aufhorchen.
Katie verbrachte ruhige Tage im Stamm der Apachen, aber auch einsame. Sina und Yuma waren hier ihre einzigen Freunde gewesen. Die anderen Apachen verhielten sich ihr gegenüber zwar freundlich, aber doch ein wenig distanziert, als wüssten sie nicht, wie sie mit dem rothaarigen Mädchen umzugehen hatten. Zu ihrem Vater bestand nach wie vor ein kühles Verhältnis. Er war ein vollkommen fremder Mensch für sie und Katie erkannte, dass sie ihren Vater nicht als Person vermisst hatte, sondern sich lediglich nach der Geborgenheit einer Familie sehnte. Sie versuchte mehr über ihre Mutter zu erfahren, doch bekam sie nur ausweichende Antworten. „Sie war wunderschön und ein so gütiger Mensch“, war alles, was sie von ihrem Vater erfuhr. Schließlich gab sie auf und die Konversation mit ihrem Vater beschränkte sich auf ein belangloses Minimum. Sie bekam ihn auch kaum zu Gesicht, da er stets mit den Angelegenheiten der Apachen beschäftigt war.
So verbrachte sie die Tage mit der Pflege Harlekins. Ihre Antwort, dass Sina und der Häuptlingssohn zu den Bärenflüssen aufgebrochen waren, hatte man ihr ohne weiteres abgenommen. Doch mit jedem Tag, an dem sie keine Nachricht von den beiden erhielt, wuchs die Ungeduld zusammen mit einer Ahnung, dass etwas Schreckliches geschehen sein musste.
 

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Beitrag #2 |

RE: Könige der Prärie - 10. Teil
Hallo Persi,

und weiter gehts!
Da hat Yuma ja ordentlich was versemmelt. Okay, er konnte nichts dafür, aber das ändert wohl nichts an den Folgen. Immerhin hat er Sina ein paar Tage für sich alleine, vielleicht verliebt sie sich endlich doch noch. Wäre ja schade, wenn er sich mit Dixon um sie kloppt und sie am Ende keinen von beiden will...

Wie die Landschaft sich im Sonnenuntergang verfärbt, hast du toll beschrieben. Das ist echtes Reise-Kopfkino.

(13-05-2017, 17:58)Persephone schrieb: und die Klinge seines Messers an den Hals gedrückt.
Seines? Ich dachte, es sei ihr Messer gewesen, das er geklaut ... also im Notfall ungefragt ausgeliehen hat:
Zitat:Blitzschnell packte Sakima die hinter ihm stehende Katie und riss ihr Messer aus dem Gürtel.
Aber es erscheint plausibel, dass Katie das alles gar nicht so schnell mitbekommen hatte.

(13-05-2017, 17:58)Persephone schrieb: Häuptling Taim, hatte sich nun wohl anders besonnen und Yuma Zugang zu dem erlauchten Kreis gewährt.
Das Komma gehört da meines Erachtens nicht hin.

(13-05-2017, 17:58)Persephone schrieb: „Ich glaube, er empfindet das Selbe.
"Dasselbe" schreibt man laut Duden zusammen: http://www.duden.de/rechtschreibung/derselbe

(13-05-2017, 17:58)Persephone schrieb: Sie schenkte ihm ein aufmunterndes Lächeln, dass sein Herz gleich ein paar Takte schneller schlagen ließ.
Dieses "das" braucht nur ein s. Icon_wink

(13-05-2017, 17:58)Persephone schrieb: „Immerhin ist er uns noch einen Gefallen schuldig“, fuhr Katie gelassen fort.
Äh, wirklich? Ich hab schon vergessen, wofür er ihnen einen Gefallen schuldet. Eigentlich hatte Dixon doch zweimal die Mädchen aus dem Schlamassel gezogen, erst mit dem Pferd für Sina, dann mit dem spontanen Einsatz bei den Banditen.

(13-05-2017, 17:58)Persephone schrieb: „Spätestens wenn der Mond als Scheibe am Himmel steht, sind wir wieder zurück“, antwortete der Indianer an Sinas Stelle.
Katie schaute an den Himmel, wo der Mond die Hälfte seiner Rundung erreicht hatte. Indianer mussten sich immer so kompliziert ausdrücken. Konnten sie nicht einfach sagen „In spätestens zwei Wochen sind wir wieder da“?

Mit Scheibe meint er den Vollmond, oder? Wenn der Mond jetzt halb voll ist, dann ist er in einer Woche voll. In zwei Wochen ist er wieder halb.
Sie werden also zurück sein, eine Woche bevor Katie - die sich verrechnet hat - überhaupt mit ihnen rechnet. Jetzt will ich wissen, ob sie in der Zeit etwas Dummes anstellt und die Rückkehrer mitten hinein platzen...

Gute Nacht
coco


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Beitrag #3 |

RE: Könige der Prärie - 10. Teil
Hallo Coco,

Zitat:Da hat Yuma ja ordentlich was versemmelt. Okay, er konnte nichts dafür, aber das ändert wohl nichts an den Folgen. Immerhin hat er Sina ein paar Tage für sich alleine, vielleicht verliebt sie sich endlich doch noch. Wäre ja schade, wenn er sich mit Dixon um sie kloppt und sie am Ende keinen von beiden will...
Sina hat einen ganz speziellen Geschmack bei den Männern... Aber Yuma ist schon ein Hübscher  Icon_cuinlove

Zitat:Seines? Ich dachte, es sei ihr Messer gewesen, das er geklaut ... also im Notfall ungefragt ausgeliehen hat:
Da habe ich nicht aufgepasst, wird zusammen mit den TippTeufeln verbessert. Komisch, ich bin noch mal drüber aber wohl doch nicht alles gefasst Icon_confused

Zitat:Mit Scheibe meint er den Vollmond, oder? Wenn der Mond jetzt halb voll ist, dann ist er in einer Woche voll. In zwei Wochen ist er wieder halb.

Sie werden also zurück sein, eine Woche bevor Katie - die sich verrechnet hat - überhaupt mit ihnen rechnet. Jetzt will ich wissen, ob sie in der Zeit etwas Dummes anstellt und die Rückkehrer mitten hinein platzen...
Bin am Überlegen ob ich diesen Fehler nicht wirklich so stehen lasse, weil so perfekt weiß Katie das im Zeitalter von Taschenuhren auch nicht. Naja, es wäre nicht Katie, wenn sie tatenlos sitzen bleibt. Icon_smile

Gutes Nächtle Persi

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Beitrag #4 |

RE: Könige der Prärie - 10. Teil
Hallo Persi,
 
und weiter zu Nr. 10. Icon_smile
 
Zitat:Er hob sie auf sein Pferd und…
 
Hier muss ein Leerzeichen vor die drei Auslassungspunkte, weil du Worte weglässt. Ohne Leerzeichen nur, wenn du ein Wort abbrichst.
 
Zitat:„Was machen deine Rippen?
„Denen geht’s vermutlich schon wieder viel besser als dir“,
 
Dir sind hier ein paar Anführungsstriche durcheinander geraten, du solltest sie mit dem Lasso einfangen und …
 
Zitat:Dieser Lakotahäuptling, wie heißt er doch gleich noch mal? Sakima? Er scheint dir ja ganz schön im Kopf zu spuken.
 
… dafür hier einsetzen. Icon_smile
 
Zitat:„Er hat seine letzte Prüfung nicht bestanden“, erklärte Katies Vater knapp und Katie war nicht entgangen, dass er nicht, „Noch nicht“, gesagt hatte.
 
Wo kommt Katies Vater plötzlich her? Wenn er das irgendwann mal gesagt hat, müsste es korrekt heißen: „hatte Katies Vater ihr erklärt“, dann hast du auch gleich die Dopplung von ihrem Namen weg.
 
Zitat:Fragen bezüglich Sakima waren ihr sehr unangenehm.
 
Echt? Hätte ich gar nicht bemerkt. Icon_lol  Sorry für den Witz, aber du könntest den Satz tatsächlich rauskürzen. Du erklärst vorher ja intensiv, wie Katie über Sakima denkt und man spürt deutlich wie sie Sinas Fragen ausweicht, nicht zuletzt mit ihrer Gegenfrage.
 
Zitat:Sina sah sie verblüfft an, doch sie ließ der Freundin gar keine Zeit, zu antworten.
 
Warum ist Sina hier verblüfft? Icon_confused Ich hatte eher den Eindruck, dass sie schon gespürt/geahnt/bemerkt hat, dass ihre Freundin verliebt ist, schließlich ist sie ja auch auf ihr merkwüdiges Verhalten aufmerksam geworden.
 
Zitat:„Sicher“, stimmte Katie ihm zu. „Aber wir kennen ihre Gesichter und vielleicht kann uns auch dieser Dixon weiterhelfen.“
Sinas blitzende Augen wurden zur stummen Warnung. „Immerhin ist er uns noch einen Gefallen schuldig“, fuhr Katie gelassen fort.
 
Puh, ich weiss nicht, wie sie auf Dixon kommt. Der ist ein unzuverlässiger Bandit, der ihnen einmal geholfen hat und dann spurlos verschwunden ist. Außerdem mag er die Indianer nicht und hilft ihnen allein schon deswegen ganz bestimmt nicht. Und warum meint sie überhaupt, dass er ihnen einen Gefallen schuldig ist? Sie haben in keinster Weise was für ihn getan.
 
Zitat:Katie schaute an den Himmel, wo der Mond die Hälfte seiner Rundung erreicht hatte. Indianer mussten sich immer so kompliziert ausdrücken. Konnten sie nicht einfach sagen „In spätestens zwei Wochen sind wir wieder da“?
 
Also genau genommen, kann Katie auch nicht wissen, wann zwei Wochen rum sind, oder? Ich wüsste nicht, dass sie einen Kalender dabei hat und kann sich somit auch nur nach der Sonne oder dem Mond richten, oder? Icon_confused
 
Zitat:Die anderen Apachen verhielten sich ihr gegenüber zwar freundlich, aber doch ein wenig distanziert, als wüssten sie nicht, wie sie mit dem rothaarigen Mädchen umzugehen hatten
 
Das hier sind so Informationen, die ich gerne schon früher gehabt hätte. Diese Distanziertheit und auch das Fremdartige untereinander. Eben das was die Mystik und den Zauber einer Indianergeschichte ausmacht.
 
Oh man, jetzt bricht das Kapitel wieder an einer spannenden Stelle ab. Icon_ugly  Gut und nachvollziehbar finde ich ja, wie Sina mit Yuma aufbricht, das zeigt, dass sie ihn mag. Wobei ich an dieser Stelle Dixon vielleicht gar nicht erwähnt hätte (sie haben ja auch keine Ahnung, wo er ist), sondern hätte ihn dann aus Zufall auf dem Weg wieder auftauchen lassen. Dann musst du auch nichts mehr einbauen, wie sich dieser geschuldete Gefallen ergeben hat. Falls du ihn vorerst gar nicht brauchst, würde es mir hier eigentlich auch genügen, wenn du es bei der "Wir suchen die Banditen, Yuma weiß, wo sie oft Lagern"-Sache belässt.
 
Auch gut finde ich, dass Katie wegen ihrer Verletzung nun allein zurückbleibt und sich jetzt tatsächlich einsam fühlt und wie du hier ein bisschen mehr ihr Verhältnis zu ihrem Vater zeigst. Das sind so Dinge (wie eben schon erwähnt) die ich gerne ein bisschen früher gewusst hätte, eben um mehr Atmosphäre in die Geschichte zu bekommen, besonders auch dieser Gegensatz zwischen den Weißen und den Indianern.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #5 |

RE: Könige der Prärie - 10. Teil
Hallo Lady, 

Vielen Dank für deine Ausdauer. Bisher habe ich 17 Kapitel veröffentlicht und das ist ungefähr die Hälfte. Also insgesamt sind es so 114 DIN A 4 Seiten  Write

Was Dixon angeht. Klar, wir wissen, er ist der Bösewicht. Aber die Mädels wissen das nicht. Er wirkt geheimnisvoll auf Sina, die sich seiner Aura nicht entziehen kann und Katie hält ihn einfach für ein A.... 
Er hat sich groß als Beschützer aufgespielt und lässt die Mädchen dann einfach mit dem Indianer allein, deswegen ist er ihnen etwas schuldig. 
Um bisschen zu spoilern. Der Dixon soll in der Geschichte eine literarische Wandlung durchmachen, aber ich glaube, das ist mir nur bedingt gelungen Smiley_frown Smiley_frown Smiley_frown Smiley_frown
Wäre lieb, wenn du einmal dein scharfes Auge drauf lassen könntest und mir deine ehrliche Meinung dazu sagst.  Icon_smile

Zitat:Auch gut finde ich, dass Katie wegen ihrer Verletzung nun allein zurückbleibt und sich jetzt tatsächlich einsam fühlt und wie du hier ein bisschen mehr ihr Verhältnis zu ihrem Vater zeigst. Das sind so Dinge (wie eben schon erwähnt) die ich gerne ein bisschen früher gewusst hätte, eben um mehr Atmosphäre in die Geschichte zu bekommen, besonders auch dieser Gegensatz zwischen den Weißen und den Indianern.
Meine Angst war, dass ich zu früh zu viel verrate, deswegen habe ich mich da bedeckt gehalten Icon_confusedaber ich glaube, ich weiß jetzt, wie ich das umbaue.

Hey, du hilfst mir wahnsinnig mit deiner konstruktiven Kritik und so schlecht, wie ich dachte, scheint mein Roman doch nicht zu sein. 
Den romantischen Kitsch möchte ich unbedingt drin lassen, denn darauf ist die Geschichte geschrieben und es ist auch mein Stil. Ansonsten werde ich deine Vorschläge berücksichtigen.

Liebe Grüße Persephone

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Beitrag #6 |

RE: Könige der Prärie - 10. Teil
Hier auch nochmal kurz:


Zitat:Aber die Mädels wissen das nicht. Er wirkt geheimnisvoll auf Sina, die sich seiner Aura nicht entziehen kann und Katie hält ihn einfach für ein A....

Ich glaube das Problem hier ist, dass ich denke, dass Sina weiss, dass er ein Bandit ist. Gerade die Szene, wo sie sich zum ersten Mal treffen. Da schreibst du ja expliziet, dass Sina bewusst wird, wie gefährlich es ist, alleine im wilden Westen zu sein. Und auch Dixons Kameraden, sind so eindeutige Bösewichte wie sonst keine. Deswegen glaube ich beim Lesen einfach nicht, dass Sina tatsächlich so naiv ist, dass sie glaubt er wäre ungefährlich. Insbesondere auch, weil du mehrmals erwähnst, wie erwachsen sie geworden ist. Ich denke du müsstest da diesen Zwiespalt deutlicher machen und auch, wie unterschieldich die beiden Mädels über ihn denken. Icon_wink


Zitat:Er hat sich groß als Beschützer aufgespielt und lässt die Mädchen dann einfach mit dem Indianer allein, deswegen ist er ihnen etwas schuldig.


Okay, hier ist aber mein Problem, das die Mädels durch die Indianer ja nicht in Gefahr sind. Es kann ihnen also egal sein kann, ob er sie begleitet oder nicht. Und auch mir ging es beim Lesen so: Yuma als Beschützer bei ihnen hat mir gereicht, damit ich mir keine Sorgen um sie machen musste. Icon_wink Es wäre was anderes, wenn sie durch seinen Weggang in Schwierigkeitn gekommen wären, aber so wahr es für mich eher eine Erleichterung das er weg ist. Icon_wink


Zitat:Wäre lieb, wenn du einmal dein scharfes Auge drauf lassen könntest und mir deine ehrliche Meinung dazu sagst.

Klar, behalte ihn gerne im Auge. Icon_fies

Grüße Lady

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