Es ist: 22-11-2019, 08:56
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Könige der Prärie - 14. Teil
Beitrag #1 |

Könige der Prärie - 14. Teil
Sakima lag auf seinem Lager und schlief. Von der Operation schien er nichts gespürt zu haben. Sogar seine Wangen hatten schon wieder etwas gesunde Farbe bekommen. Verstohlen berührte Katie sein Gesicht.
Er genas langsam und sie bot alles Wissen auf, das sie über die Heilkunst gelehrt wurde und das ihr hier in der Wildnis zur Verfügung stand. Doch so lange er sich in diesem komaähnlichen Zustand befand, konnte er nicht reiten. Seine Stammesbrüder wurden langsam nervös. Zu lange schon hielte sie sich an diesem Ort auf und mussten jederzeit die Rache der Soldaten im Fort fürchten.
Auch bestand die Gefahr, dass er vom Mohnblumensaft abhängig wurde, wenn er ihm zu lange verabreicht wurde.
„Könntest du mir einen Gefallen tun?“ Narbengesicht, der gerade mit seinen Stammesbrüdern eine hitzige Diskussion in seiner Muttersprache führte, wandte den Kopf, als ihn jemand an der Schulter berührte. Dieses weiße Mädchen mit dem flammenden Haar besaß sein Wohlwollen, auch wenn er dies nicht offen zeigte. Seine wahren Gefühle verbarg er lieber in seinem Innersten, hinter seinen zahlreichen Narben. Er nickte knapp.
„Der Häuptling schläft, so erholt sich sein Körper am besten. Das Fieber ist auch schon gesunken. Haltet doch bitte eine Auge auf ihn.“ Einer der Krieger fasste sich ans eigene Auge und tat so, als werfe er dies auf seinen Häuptling. Katie ignorierte den derben Scherz. „Ich möchte nur zum Fluss gehen und ein Bad nehmen.
Die beiden jüngeren Krieger zogen die Augenbrauen hoch, doch Narbengesichts strenger Blick gemahnte sie sofort zur Ordnung. Katie errötete.
„Geh nur, meine weiße Schwester“, gestattete ihr Narbengesicht.
Schnell rannte sie zum Fluss. An einer geschützten Stelle entledigte sie sich ihrer Kleidung und tauchte ins kühle Nass.
Von den Indianern würde ihr keiner folgen, wussten sie doch, wie sich zu benehmen hatten und brachten eine Frau nicht absichtlich in Verlegenheit. Katie ihrerseits hatte geschworen, nicht zu fliehen und diesen Eid würde sie unter keinen Umständen brechen.
Sie warf sich auf den Rücken und schloss die Augen. Allein im Wasser durfte sie sich kleine Träumereien erlauben. Sakima, Sie stellte sich vor, dass er zu ihrer Rettung geeilt war, dass er gespürt hatte, von ihm hing ihr Leben ab. Sie lachte laut auf. Es war reiner Zufall gewesen, dass die Indianer sie aus den Händen der Soldaten befreit hatten. Trotzdem. Immerhin hatten die Roten volle Kriegsbemalung getragen, die zu Katies Bedauern auch bei ihrem Geliebten jetzt vollständig abgewaschen war. Die kobaltblaue Farbe ließ ihn gefährlich aussehen. Ein Spiel mit dem Feuer, bei dem sie sich nur allzu leicht die Finger verbrennen konnte.
„Ein junger Gott“, murmelte sie zu sich selbst und war dankbar über das kalte Wasser, das weitere Gefühle einfrieren ließ. Unzüchtig hätten die Nonnen solche Gedanken geheißen und bei Gott, sie hätten Recht gehabt. Wohlige warme Schauer ließen ihren Körper in dem schäumenden Wasser erbeben. Katie tauchte unter. Sie musste die Gedanken auf etwas Anderes lenken. Streng genommen war sie eine Gefangene der Lakota. Sie blieb unter Wasser, bis Kälte und Sauerstoffmangel sie wieder an die Oberfläche trieben. Prustend kam sie wieder hoch, das Ufer im Rücken.
 
 
 
Das Tor in die ersehnet Freiheit öffnete sich. Erleichtert sah Sina die unbewachten Flügeltüren aufschwingen. Hinter ihr verschwammen die einzelnen Stimmen zu einem gewaltigen Donner, als würde eine riesige Kugel auf sie zurollen. Mit aller Kraft klammerte sie sich ans Sattelhorn. Silvers raumgreifende Galoppsprünge trugen sie sicher aus dem Fort hinaus. Zum ersten Mal hatte sie das Gefühl, eins mit ihrem Pferd zu sein.
Yuma schrie ihr etwas zu. Sein Apaloosa hielt kaum Schritt mit der schnellen Stute. Sina wagte einmal kurz den Kopf zu drehen und einen Blick hinter sich zu riskieren. Eine Bewegung, die fast aus dem Sattel katapultiert hätte. Halb hing sie auf dem Pferdehals und spürte jeden Galoppsprung als harten Stoß.
„Wo ist Katie?“, brüllte sie gegen den Lärm. Der Apache gab ihr ein Handzeichen, weiterzureiten.
„Wir müssen auf Katie warten“, schrie sie. Bedingt durch die unruhigen Bewegungen ihrer Reiterin verlangsamte Silver ihre Geschwindigkeit und der Apache konnte aufholen.
„Wir können jetzt nichts für sie tun“, rief er und packte im Vorbeireiten Silvers Zügel und zwang sie durch das rettende Tor.
Das schwere Tor schwang zu und sein Krachen klang wie ein menschliches Brüllen. Noch waren sie nicht in Sicherheit. Ein Trupp Soldaten würde sie mit Sicherheit verfolgen. Glücklicherweise hatte Katie ihnen gesagt, wo die Apachenkrieger auf sie warteten, auch wenn dieser Ausgang nicht in ihrem Sinne gewesen war.
Sie galoppierten weiter in hohem Tempo. Trotz des kühlen Morgens schäumten die Pferde.
Yuma warf einen Blick über die Schulter. Sie schienen die Soldaten abgehängt zu haben oder sie wurden nicht verfolgt. Allerdings  war auch Katie noch in dem Fort. Als Gefangene.
Im Schutz hoher Bäume, vor denen dichte Sträucher standen, zügelte der Indianer sein Pferd, schwang sich vom Rücken seines Reittieres und half einer völlig erschöpften und verzweifelten Sina aus dem Sattel. Sie lehnte den Kopf an die Schulter und begann, hemmungslos zu weinen.
Yuma hatte noch keinerlei Erfahrung mit Frauen. Sein junges Leben hatte er damit verbracht ein mutiger Jäger und tapferer Krieger zu werden. Er suchte noch seinen Platz im Stamm, aber natürlich wünschte er sich, dass sein Vater und seine Brüder stolz auf ihn waren. Eines Tages sollte er Taims Nachfolger sein. Für Mädchen oder gar die Liebe blieb da wenig Zeit, er hatte sich bisher auch noch keine Gedanken darüber gemacht. Obwohl es in seinem Stamm an hübschen jungen Mädchen, die ihm durchaus zugetan waren, nicht mangelte. Seine älteren Kameraden prahlten auch offen und gerne an den Lagefeuern mit ihren Eroberungen, doch bisher hatte es noch keine Frau vermocht, Yumas Herz zu öffnen.
Bis er Sina traf. Er erinnerte sich noch genau an ihre erste Begegnung. Wie ein Sonnenstrahl kam sie auf ihrer schimmernden Stute angeritten. Ihr Haar glänzte golden. Yuma hatte geglaubt, sie müsste die heilige weiße Frau sein, von der der Medizinmann so oft erzählte.
Sie musste es einfach sein, dessen war er sich sicher. Vor einem einfachen Mädchen wären die Banditen nicht so schnell geflohen. Auch sie mussten die besondere Macht gespürt haben.
Immer wenn er sie ansah, wenn sie lächelte, dann schlug sein Herz schneller. Er war zum Medizinmann gegangen, weil er glaubte, er leide an einer geheimnisvollen Krankheit. Der eigenartige Schmerz, der seine Brust zusammenzog, verschwand nicht. Im Gegenteil, fast mit jedem Tag wurde er stärker.
Still hörte der Medizinmann zu, was der Häuptlingssohn zu sagen hatte und lächelte dabei hintergründig. Fast war Yuma zornig geworden, denn der Alte nahm ihn offensichtlich nicht ernst und schien sich über sein Leiden lustig zu machen.
„Diese Krankheit kann ich nicht heilen, kleiner Bruder“, erwiderte der Medizinmann weise. So es dem Großen Geist gefällt, wird dich diese Krankheit ein ganzes Leben begleiten und stärker werden. Und genau das wünsche ich dir.“
Fassungslos starrte Yuma ihn an. Den Medizinmann kannte er schon sein ganzes Leben, war als Kind auf seinen Knien geritten. Der Alte hatte ihm seinen ersten Bogen geschenkt und das Reiten gelehrt. Jetzt wünschte er ihm eine qualvolle Krankheit? Ehe er den Respekt vergaß, den er ihm schuldete, sprang er auf und verabschiedete sich hastig. Er würde schon ein Heilmittel gegen diese Krankheit finden. So viel er in Erfahrung gebracht hatte, war Sinas Schwester, das Mädchen mit den Haaren wie Feuer, ebenfalls eine weise Schamanin. Die Weißen wussten doch so viel, vielleicht hatten sie eine Medizin gegen den pochenden Schmerz in seiner Brust.
Die Pein nahm wieder zu, je enger Sina sich an ihn schmiegte. Er spürte die Wärme ihrer Haut selbst durch die Kleidung. Ihr Atem kitzelte an seinem Hals und ließ ihn wohlig erschauern.
Ein Feuer entbrannte in seinen Lenden. Wie von selbst glitt seine Hand über Sinas weiches Haar, berührten seine brennenden Lippen ihre Stirn. Er sah in ihre tränenverschleierten Augen und plötzlich wusste er, was er tun musste.
Nur langsam kam Yuma wieder in die Wirklichkeit zurück. Seine Sinne schwankten zwischen Bewusstsein und dem tiefen Schleier der anderen Welt, in der er sich gerade befunden hatte.
Sina saß im weichen Moos, die Arme über die überkreuzten Beine geschlungen, das Kinn aufgestützt. Die Kleidung der beiden lag verstreut umher.
„Wir müssen Katie dort rausholen, Gleichgültig wie“, waren ihre ersten Worten, nachdem, was geschehen war.
Yuma brauchte einen Augenblick, um zu antworten. Die Eindrücke einer völlig neuen Erfahrung lagen schwer auf ihm.
Nun wusste er, von was seine Freunde immer sprachen. Er streckte die Hand aus, um Sina zu berühren, zog sie aber gleich wieder zurück. Er ahnte bereits, dass dies der falsche Augenblick war.
„Wir reiten zum Dorf der Apachen und holen Hilfe. Allein werden wir es nicht schaffen“, antwortete er mit belegter Stimme.
Energisch schüttelte Sina den Kopf. „Das dauert zu lange. Dann kann es schon viel zu spät sein. Die Soldaten im Fort können alles Mögliche mit ihr anstellen. Denk daran, warum du den Offizier geschlagen hast“, fügte sie warnend hinzu.
Sina sprang auf. Ein Sonnenstrahl glitt durch das dichte Gebüsch und ließ ihre weiße Haut erglühen. Die weiße Frau aus der Legende.
„Lass uns sofort losreiten“, forderte sie ihn auf.
Yuma erhob sich. Die angenehme Schwere verließ seinen Körper. „Zuerst müssen die Pferde ausruhen. Bis zum Dorf der Apachen ist es noch weit.“
Plötzlich hörte er dreimal den Schrei eines Raben. Hastig stieg er in seine Kleidung und bedeutete auch Sina, sich anzuziehen, bevor er den Ruf erwiderte.
„Das sind die Apachenkrieger“, rief er freudig erleichtert. Er packte Sina beim Arm und zog sie mit sich. Einige Schritte weiter traf er auf seine Stammesbrüder.
Als die Indianer am nächsten Morgen erwachten, war Sina fort. Ihr Weg führte sie Richtung Osten in die Stadt Roswell. Sie wollte nach Dixon suchen, von dem sie wusste, dass er dort immer wieder geschäftlich zu hatte. Welche Art von Geschäften das war, verriet er freilich nicht. Er war undurchsichtig und mochte seine Fehler haben, aber er war ihr zugetan, das hatte sie bei ihrer letzten Begegnung gespürt. Sicherlich würde er sie nicht im Stich lassen, wenn sie ihn um Hilfe bat. Trotz seines unversöhnlichen Hasses gegen die Indianer. Streng genommen war Katie ja eine Weiße und keine Indianerin. Sie trieb Silver an. Noch hatte sie Dixon nicht gefunden und die Zeit arbeitete gegen sie. Inständig hoffte sie, dass die Freundin noch am Leben war. Sobald Katie in Sicherheit war, wollte sie sich um das Papier für die Apachen und deren Rechte kümmern. Der Gerechtigkeit konnte auch Dixon gegenüber nicht die Augen verschließen.
Außerdem und das musste sie ehrlich eingestehen, freute sie sich, ihn wiederzusehen. Die intimen Stunden mit Yuma strich sie aus ihrem Gedächtnis, das war einfach nicht geschehen. Ihre Stute trabte leicht. Die Nachtruhe hatte sie wieder erfrischt und die Apachen war sie auch schnell losgeworden. Sie hatten wohl nicht geglaubt, dass ein kleines, weißes Mädchen sich so einfach davon schleichen konnte. Sina grinste und summte ein Liedchen. Sie war stolz auf sich. Stolz darauf zu handeln und nicht herumzusitzen und stundenlang Kriegsrat zu halten. Taten statt Worte, war ihre Devise.
Die Soldaten im Fort machten auch vor jungen Mädchen nicht Halt, wie sie am eigenen Leib beinahe hatte erfahren müssen und Katie hatte immerhin zwei ihrer Leute getötet.
Gegen Mittag rastete sie unter einem Baum. Als sie einen Trupp Indianer vorbeiziehen sah, verbarg sie sich mit ihrem Pferd hinter einem hohen, dichten Busch.
Es war etwa ein halbes Dutzend Krieger und Sina erkannte Katies heimliche Liebe Sakima. Sie zog eine Grimasse und überlegte, ob sie sich nicht bemerkbar machen sollte. Schließlich entschied sie sich dafür, doch lieber einem Weißen Katies Rettung anzuvertrauen.
Sie fürchtete die Unberechenbarkeit des Roten Mannes. Sakima konnte sich von der völligen Zerstörung des Forts bis zu Sinas Gefangennahme alles einfallen lassen und wer wusste, was er dann alles mit ihr anstellen wollte.
Nicht nur unter den Apachen hatte er den Ruf, unbarmherzig und grausam mit seinen Gegnern zu verfahren. Sina unterließ es also, nach ihm zu rufen und wartete, bis die Roten vorbeigeritten waren.
Eines musste man Katie aber lassen. Auf seinem stolzen Rapphengst sah der Häuptling der Lakota wirklich wie ein junger Gott aus.
 Um möglichst wenige Spuren zu hinterlassen, ritten die Indianer im Gänsemarsch hintereinander. Sina wartete, bis die Roten außer Sicht waren, und bestieg dann ihre Stute. Sie ritt in einem Bogen um Sakima und die Krieger, um kein Risiko einzugehen. Sie befand sich mitten Feindesland der Lakota, die den Stamm der Apachen und deren Freunde bis aufs Blut hassten.

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Beitrag #2 |

RE: Könige der Prärie - 14. Teil
Hallo Persephone,

sorry für de späte Reaktion, ich war erst gestresst und dann im Urlaub.

Erstmal zu Katie:

Zitat:Auch bestand die Gefahr, dass er vom Mohnblumensaft abhängig wurde, wenn er ihm zu lange verabreicht wurde.

Wie verabreicht sie ihm den Saft eigentlich, während er schläft? Man kann ihm ja nichts einfach in den Mund kippen, das läuft sonst in die Luftröhre. (Ich bin zwar keine Schamanin, würde ihn aber lieber die erste Dosis ausschlafen lassen und ihn dann aufs Pferd hieven.)

Nun zu Sina ... nein, lieber nicht. Sie startet ja gerade das Ü18-Kapitel.  Mrgreen Mir persönlich geht das etwas zu hastig; ich hätte die beiden erstmal bloß ausgiebig rumknutschen lassen. Aber gut, wir sind ja in der wilden Natur.
Also zu den Vertippern:

Zitat:Sakima, Sie stellte sich vor, dass

„Wir müssen Katie dort rausholen, Gleichgültig wie“

Hinterm Komma klein weiter.

Zitat:Das Tor in die ersehnet Freiheit

Zeichendreher: ersehnte

Zitat:Eine Bewegung, die fast aus dem Sattel katapultiert hätte.

Die wen katapultiert hätte? Hier fehlt grammatisch ein "sie", obwohl es inhaltlich klar ist. Deutsch ist ineffizient...

Zitat:„Diese Krankheit kann ich nicht heilen, kleiner Bruder“, erwiderte der Medizinmann weise. _"_So es dem Großen Geist gefällt,

Anführungszeichen Icon_wink

Zitat:dass er dort immer wieder geschäftlich zu hatte

zu tun

Zitat:Sie befand sich mitten Feindesland der Lakota

mitten im

LG
coco


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Beitrag #3 |

RE: Könige der Prärie - 14. Teil
Hallo Coco,

Momentan bin ich auch nicht so aktiv, wie das eigentlich sein sollte. Bin wohl einfach urlaubsreif  Icon_igitt

Zitat:Nun zu Sina ... nein, lieber nicht. Sie startet ja gerade das Ü18-Kapitel.  [Bild: mrgreen.gif] Mir persönlich geht das etwas zu hastig; ich hätte die beiden erstmal bloß ausgiebig rumknutschen lassen. Aber gut, wir sind ja in der wilden Natur.
Äh nö, sie heiratet ihn aus Berechnung und nicht aus Liebe. Obwohl ich mir das eher so vorstelle, dass sie so ein bisschen zwischen ihm und Yuma steht. Der kleine Häuptlingssohn wäre der Richtige für sie, Dixon ist der Kerl, den sie will.  Icon_smile

Diese blöden Vertipper ich habe echt die Schnauze voll  Icon_motz Icon_motz Icon_motz habe doch alles gecheckt vorher  Doh

Vielen Dank fürs tapfere Lesen

LG Persephone

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Beitrag #4 |

RE: Könige der Prärie - 14. Teil
Hallo Persi,
 
auf zu einem weiteren Abenteuer, vermutlich im Lakota Lager. Icon_wink
 
Zitat:Er genas langsam und sie bot alles Wissen auf, das sie über die Heilkunst gelehrt wurde und …
 
Ich denke es müsste heißen „gelehrt worden war“.
 
Zitat:Doch so lange er sich in diesem komaähnlichen Zustand befand, konnte er nicht reiten. Seine Stammesbrüder wurden langsam nervös.
 
Wieso basteln sie ihm nicht so eine Trage? Icon_confused Die kann man doch prima von einem Pferd ziehen lassen. Indianer sind doch so Bastelkünstler. Zumal es echt gefährlich für sie ist in der Nähe des Forts zu bleiben.
 
Zitat:„Ich möchte nur zum Fluss gehen und ein Bad nehmen.
 
Die Anführungszeichen sind wohl schon im Fluss davongeschwommen.
 
Zitat:Haltet doch bitte eine Auge auf ihn.“
 
Gut mein Saarländisch ist jetzt nicht so gut, Mrgreen bei uns würde man sagen „werft ein Augen auf ihn“ oder „behaltet ihn im Auge“. Aber ich finde beides bisschen Umgangssprachlich und da sich alle nicht in ihrer Muttersprache unterhalten, würde ich mal behaupten, dass man dann nicht so Redewendungen benutzt. Ich hätte also: „Passt auf ihn auf!“ oder so geschrieben.
 
Zitat:Sakima, Sie stellte sich vor, dass er zu ihrer Rettung geeilt war, dass er gespürt hatte, von ihm hing ihr Leben ab.
 
Ich würde hier ihre Gedanken kenntlich machen, also in Anführungszeichen, oder kursiv setzen. Weil so als Satz ergibt das irgendwie keinen Sinn. Icon_wink
 
Zitat:Das Tor in die ersehnet Freiheit öffnete sich.
 
ersehnte
 
Zitat:Eine Bewegung, die fast aus dem Sattel katapultiert hätte.
 
Die sie fast
 
Zitat:“, rief er und packte im Vorbeireiten Silvers Zügel und zwang sie durch das rettende Tor.
 
In meiner Vorstellung sind sie aber schon längst durch das Tor hindurch. Am Anfang des Absatzes schreibst du ja, dass das Tor aufgeht und sie losgaloppiert. Ich hatte mir das so vorgestellt, dass sie ja das Tor aufgedrückt haben und direkt davor gestanden haben müssen, was bedeutet, dass sie mit ein paar Galoppsprüngen hindurch sein müssten.
 
Zitat:Seine älteren Kameraden prahlten auch offen und gerne an den Lagefeuern mit ihren Eroberungen,
 
Lagerfeuern
 
Ich finde diesen ganzen Absatz, wo du über Yumas nicht vorhandene Erfahrung mit Mädchen sprichst irgendwie viel zu lang und  zu erklärend. Auch hier könntest du, wie im vorheringen Teil mit Katie und Sakima, einfach damit arbeiten, dass er sich in dieser Situation unbeholfen verhält. Also vielleicht nur vorsichtig Sina tröstet und nicht weiß, wie er den Arm um sie legen soll und so. Ich meine es ist ja völlig klar, dass er, besonders als Häuptlingssohn, mit anderen Dingen beschäftigt ist. Icon_wink
 
Zitat:Vor einem einfachen Mädchen wären die Banditen nicht so schnell geflohen. Auch sie mussten die besondere Macht gespürt haben.
 
Ja, die Macht ihres Gewehres, was sie auf die Banditen gerichtet hat. Icon_lol
 
Zitat:Er war zum Medizinmann gegangen, weil er glaubte, er leide an einer geheimnisvollen Krankheit.
 
Hier zum Beispiel hast du wunderbar in einer anschaulichen Szene gezeigt, dass er keine Ahnung von Mädchen hat. Pro Ich denke du kannst den Absatz oben deshalb gut weglassen.
 
Zitat:war Sinas Schwester, das Mädchen mit den Haaren wie Feuer, ebenfalls eine weise Schamanin. Die Weißen wussten doch so viel, vielleicht hatten sie eine Medizin gegen den pochenden Schmerz in seiner Brust.
 
Hier lässt du mich ein bisschen in der Luft hängen. Icon_panik Ich hätte zu gerne gelesen, wie Yuma mit Katie über seine Krankheit spricht. Kommt das noch? Wenn ja, ist das okay, wenn du das durch die aufgedröselte Rückblende so machst. Wenn nein, würde ich das dabei belassen, wie er das Schamanen Zelt verlässt.
 
Zitat:Er sah in ihre tränenverschleierten Augen und plötzlich wusste er, was er tun musste.
Nur langsam kam Yuma wieder in die Wirklichkeit zurück. Seine
 
Auch hier bitte wieder eine Leerzeile einschieben. Ich hab im ersten Moment gar nicht kapiert, dass die beiden jetzt das Ü18-Kapitel begonnen haben. Icon_wink Im Film hätte man jetzt eine schöne Überblende gehabt, aber hier geht das ja nicht. Mal abgesehen davon, dass ich es ziemlich heftig finde, dass sie sich da in die Büsche schlagen. Immerhin ist Katie, Sinas einzigste und beste Freundin, gerade in Lebensgefahr und sie sollten schleunigst zu ihrer Rettung eilen. Ein bisschen tröstliches rumknutschen wäre da vielleicht ein Mittelweg. Icon_wink  Auch wenn es im wilden Westen, wild zugeht, hatte ich bisher doch den Eindruck, dass Katie Sina wichtig ist.
 
Zitat:Die Kleidung der beiden lag verstreut umher.
 
Find ich übrigens super, als Hinweis, was da gerade passiert ist, wir aber nicht gesehen haben. Pro
 
Zitat:sie mit sich. Einige Schritte weiter traf er auf seine Stammesbrüder.
Als die Indianer am nächsten Morgen erwachten, war Sina fort. Ihr Weg führte sie Richtung
 
Leerzeile
 
Zitat:Die intimen Stunden mit Yuma strich sie aus ihrem Gedächtnis, das war einfach nicht geschehen.
 
Diese Abgebrühtheit habe ich ihr nicht zugetraut. Ich würde das abmildern mit: „versuchte sie vergessen“ oder so. Dann kannst du da auch wieder mit einem schönen Konflikt arbeiten, bei dem Sina zwischen Dixon und Yuma hin- und hergerissen ist. Wenn sie Yuma jetzt einfach vergisst, verschenkst du damit wieder Potenzial. Icon_wink
 
Zitat:Sie befand sich mitten Feindesland der Lakota, die den Stamm der Apachen und deren Freunde bis aufs Blut hassten.
 
Na, das wissen wir doch schon lange. Mrgreen
 
Ja, soweit so gut. Wirklich toll fand ich, wie Katie sich hier den Respekt von Narbengesicht erarbeitet hat. Sie hat zwar einen Bonus, weil sie ja ausgerechnet den Häuptling gerettet hat, aber ich finds toll, wie er erkennt, dass Katie das mit dem heilen wirklich gut kann. Pro  Dann der Teil mit Sina: Hier fand ich gut gemacht, wie sie dem Rettungstrupp der Lakota ausweicht und dabei keine Ahnung hat, dass diese gerade dabei sind Katie zu retten. Hier finde ich es übrigens nachvollziehbar, dass sie Dixon zu Hilfe rufen soll. Sie kennt ja sonst keinen und er ist eben ein „Macher“ ohne Kriegsrat und solche Sachen.  Icon_smile Ob jetzt das zwischen ihr und Yuma unbedingt so hat sein müssen, weiß ich nicht. Wie gesagt Katie schwebt gerade in Lebensgefahr, da hätte Knutschen auch gereicht. Wobei ich jetzt halt nicht abschätzen kann, wie sehr du noch die Bindung zwischen Yuma und Sina brauchst.
 
Bin wie immer gespannt, besonders darauf, was Dixon macht, wenn sie plötzlich um Hilfe bittet.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #5 |

RE: Könige der Prärie - 14. Teil
Hallo Lady, 

Entschuldige bitte für die späte Antwort, aber gestern hatte ich aus beruflichen Gründen wirklich überhaupt keine Zeit.  Icon_igitt und das soll keine dumme Ausrede sein. Dafür sitze ich hier und überarbeite fleißig  Pro Extra für dich ( und die anderen, die sich die Mühe gemacht haben, den Kram zu lesen und kommentieren  Icon_smile )

Zitat:Wieso basteln sie ihm nicht so eine Trage? [Bild: icon_confused.gif] Die kann man doch prima von einem Pferd ziehen lassen. Indianer sind doch so Bastelkünstler. Zumal es echt gefährlich für sie ist in der Nähe des Forts zu bleiben.
Er ist nicht transportfähig. Das sollte ich an dieser Stelle vielleicht erwähnen. Hast mich grade auf eine Idee gebracht. Danke  Icon_bussi

Zitat:Gut mein Saarländisch ist jetzt nicht so gut, [Bild: mrgreen.gif] bei uns würde man sagen „werft ein Augen auf ihn“ oder „behaltet ihn im Auge“. Aber ich finde beides bisschen Umgangssprachlich und da sich alle nicht in ihrer Muttersprache unterhalten, würde ich mal behaupten, dass man dann nicht so Redewendungen benutzt. Ich hätte also: „Passt auf ihn auf!“ oder so geschrieben.
Ja, meine Idee klingt echt doof  Icon_nosmile

Zitat:In meiner Vorstellung sind sie aber schon längst durch das Tor hindurch. Am Anfang des Absatzes schreibst du ja, dass das Tor aufgeht und sie losgaloppiert. Ich hatte mir das so vorgestellt, dass sie ja das Tor aufgedrückt haben und direkt davor gestanden haben müssen, was bedeutet, dass sie mit ein paar Galoppsprüngen hindurch sein müssten.
Das ist aus Sinas Sicht geschrieben

Zitat:Ich finde diesen ganzen Absatz, wo du über Yumas nicht vorhandene Erfahrung mit Mädchen sprichst irgendwie viel zu lang und  zu erklärend. Auch hier könntest du, wie im vorheringen Teil mit Katie und Sakima, einfach damit arbeiten, dass er sich in dieser Situation unbeholfen verhält. Also vielleicht nur vorsichtig Sina tröstet und nicht weiß, wie er den Arm um sie legen soll und so. Ich meine es ist ja völlig klar, dass er, besonders als Häuptlingssohn, mit anderen Dingen beschäftigt ist.
Denke ich nicht. Er sollte wenigstens verheiratet sein. Um diese Zeit waren Menschen einfach frühe erwachsen. Er ist sehr kindlich für sein Alter und ein besonders guter Krieger ist er auch nicht. Kleines Weichei halt  Icon_smile Ich habe versucht ihn von Sakima abzugrenzen. Die beiden haben ungefähr den gleichen Hintergrund, aber Sakima ist der strahlende Stern und Yuma der Versager.

Zitat:Hier lässt du mich ein bisschen in der Luft hängen. [Bild: icon_panik.gif] Ich hätte zu gerne gelesen, wie Yuma mit Katie über seine Krankheit spricht. Kommt das noch? Wenn ja, ist das okay, wenn du das durch die aufgedröselte Rückblende so machst. Wenn nein, würde ich das dabei belassen, wie er das Schamanen Zelt verlässt.

 
Er hat's dann gelassen. Diese Blöße gibt sich selbst Yuma nicht  Mrgreen

Zitat:Auch hier bitte wieder eine Leerzeile einschieben. Ich hab im ersten Moment gar nicht kapiert, dass die beiden jetzt das Ü18-Kapitel begonnen haben. [Bild: icon_wink.gif] Im Film hätte man jetzt eine schöne Überblende gehabt, aber hier geht das ja nicht. Mal abgesehen davon, dass ich es ziemlich heftig finde, dass sie sich da in die Büsche schlagen. Immerhin ist Katie, Sinas einzigste und beste Freundin, gerade in Lebensgefahr und sie sollten schleunigst zu ihrer Rettung eilen. Ein bisschen tröstliches rumknutschen wäre da vielleicht ein Mittelweg. [Bild: icon_wink.gif]  Auch wenn es im wilden Westen, wild zugeht, hatte ich bisher doch den Eindruck, dass Katie Sina wichtig ist.
Da muss ich noch ein bisschen feilen. Die beiden brauchen wirklich ein paar Stunden Ruhe, weil sie sonst die Rettung nicht schaffen werden. Sina schläft aus Verzweiflung mit Yuma. Es passiert einfach, während er sie eben aus Liebe liebt. Auch steht Sina etwas zwischen Dixon und Yuma. Sie fühlt sich etwas mehr zu Dixon hingezogen, aber der ist ja der Bösewicht, während Yuma ein guter Kerl ist und gesellschaftlich eher anerkannt wird (obwohl, zwei Rassen und das Mitte des 19. Jahrhunderts) Sie ist da etwas in der Zwickmühle. Also eigentlich passen beide nicht. 

Zitat:Ja, soweit so gut. Wirklich toll fand ich, wie Katie sich hier den Respekt von Narbengesicht erarbeitet hat. Sie hat zwar einen Bonus, weil sie ja ausgerechnet den Häuptling gerettet hat, aber ich finds toll, wie er erkennt, dass Katie das mit dem heilen wirklich gut kann.
Den Narbengesicht mag ich auch. Deswegen habe ich die Figur etwas stärker ausgearbeitet.

So liebe Lady. Vielen Dank für deine hilfreichen Tipps. Ich mach mich ans Überarbeiten, damit du übers Wochenende genug Lesestoff hast.  Icon_bussi

Liebe Grüße Persephone

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Beitrag #6 |

RE: Könige der Prärie - 14. Teil
Hey Persi,

Zitat:
Zitat:In meiner Vorstellung sind sie aber schon längst durch das Tor hindurch. Am Anfang des Absatzes schreibst du ja, dass das Tor aufgeht und sie losgaloppiert. Ich hatte mir das so vorgestellt, dass sie ja das Tor aufgedrückt haben und direkt davor gestanden haben müssen, was bedeutet, dass sie mit ein paar Galoppsprüngen hindurch sein müssten.

Das ist aus Sinas Sicht geschrieben

Ja logisch ist das aus Sinas Sicht geschrieben. Aber das ändert nix dran, dass ich denke, dass sie mit wenigen Schritten durch das Tor sein müsste. Icon_wink

Zitat:Er hat's dann gelassen. Diese Blöße gibt sich selbst Yuma nicht  [Bild: mrgreen.gif]

Dann schreib das doch noch in einem halben Satz hinzu, dann ist diese Rückblende abgeschlossen. Icon_wink

Liebe Grüße,
Lady

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