Es ist: 31-10-2020, 11:29
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Red und Maze (Teil 9)
Beitrag #1 |

Red und Maze (Teil 9)
Noch ein kleiner Teil ...

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Waves Worte hatten seinen Hass neu entzündet. So ein abgefuckter Hacker hatte bei Liz den Knopf gedrückt. Hatte das Programm geschrieben, das die Mädchen überwachte. Und entschieden, dass sie sterben musste. Die KI hatte ihn wissend angesehen und gesagt, dass Maze herausfinden konnte, wer der Wichser war. Der Wirehead hatte das Gesicht verzogen, wie unter Schmerzen, aber ihm letztlich die Info beschafft. Endlich hatte Red ein konkretes Ziel. Ihm war bewusst, dass Alterreal der wahre Feind war. Dass der Hacker nur ein kleiner Fisch war. Aber bei irgendeinem Arschloch musste er anfangen.
Es war ein schräges Gefühl, wieder in die Düsternis abzutauchen. Das Sprawl lag vor ihm wie ein Inferno aus endlosem Grau und Neonfunken. Red stieg aus der Verbindungsröhre und atmete die schwüle Luft. Spürte ein leichtes Brennen in der Lunge. War ihm früher nie aufgefallen. Aber die Luft im Kern war irgendwie besser.
Die Straßen vor ihm erstrahlten in kaltem Licht, überschattet von den Gebäuden höherer Ebenen. Die meisten Leute hielten die Köpfe gesenkt. Starrten auf ihre Telefone und Spielkonsolen. Oder wollten schlicht Ärger vermeiden. An einer Ecke sah er Lukas, einen von Sliders Kurieren. Hatte ihm früher oft Stoff geliefert. Red entschied, einen Bogen um ihn zu machen.
Er hatte bei Ming alles besorgt, was er für seinen kleinen Ausflug brauchte. Eine leichte Körperpanzerung, die unter seinen Klamotten unsichtbar blieb. Neue Munition für die Desert Eagle. Und Amphetamine, die richtig dosiert Konzentration und Reaktionsgeschwindigkeit erhöhten. Dieses Mal hatte er einen Plan.
„Willst du das echt durchziehen?“, knisterte Maze’ Stimme in seinem Headcom.
„Ich kann nicht anders.“ Er war kein Killer. Aber Liz‘ Tod hatte etwas in ihm zerbrochen.
Maze hatte den Namen des Hackers, der die Mädchen vergiftete, herausgefunden. Sogar ziemlich schnell. Keine Ahnung, wie er das gemacht hat. Scheinbar tötete Alterreal nicht alle, die davonliefen. Zumindest die nicht, die sie leicht wieder einfangen konnten. Oder die spezielle Stammkundschaft hatten. Da er Liz geholfen hatte, hatte man entschieden, sie auszuschalten. Zu viel Aufwand, sich mit einem durchgeknallten Bruder zu beschäftigen. Dachten wohl, die Sache hätte sich mit ihrem Tod erledigt. Hatten nicht damit gerechnet, dass Red irgendwann zurückschlagen würde. Die unterschätzen dich. Das ist dein Vorteil.
Weil er nicht wie Maze online sein und sich gleichzeitig in der Realität bewegen konnte, hatte sich Red eine Augmented-Reality-Linse besorgt. Passend für seine himmelgrauen Augen. Das Ding fiel kaum auf. Zeigte ihm die wichtigsten Daten an. Wie zum Beispiel die Adresse des Hackers. Inklusive kleiner Karte und einem Foto von einem blassen Typen mit Pferdeschwanz. Red war so auf die eingeblendeten Informationen konzentriert, dass die triste Vielfalt des Sprawls an den Rändern seiner Wahrnehmung verschwamm.  
Maze begleitete ihn über die öffentliche Kameraüberwachung. Navigierte ihn zu einem alten Plattenbau. Locker vierzig Stockwerke hoch. Im Erdgeschoss reihten sich kleine, schäbige Läden aneinander. Dazwischen wucherten farbenprächtige Graffiti die Betonwände empor. Manche sahen echt geil aus. Ein paar Jugendliche hinterließen gerade ihre Tags auf einem Schaufenster. Ein stämmiger Araber stürmte fluchend aus dem kleinen Copyshop und zückte sein Telefon.
Red musste grinsen, so normal kam ihm die Szene vor. „Bist du sicher, dass es hier ist?“, fragte er Maze.
In seinem Ohr knackte es. Dann hörte er den Wirehead plötzlich glasklar. „Vor einer halben Stunde war er zumindest noch in seiner Wohnung. Macht zwar gerade nichts, aber rausgegangen ist er nicht. Wahrscheinlich schläft er.“
„Na schön.“ Was hatte er erwartet? Viele Hacker versteckten sich in der Farblosigkeit des Sprawl. Auch Decan zog ein Leben in den Schatten vor. Dieser verdammte Penner. Die Typen waren sowieso permanent online und bekamen von dem Dreck, in dem sie hausten, nichts mit.
Red streichelte die Desert Eagle in der Innentasche seiner Jacke und betrat den Wohnkomplex. Maze lotste ihn durch das Labyrinth aus dreckigen Gängen zu Apartment 3517. Schimmel sprenkelte die feuchten Wände. Einzelne Leuchtstoffröhren spendeten fahles Licht. In den Ecken quiekte es ab und zu. Red ignorierte es. Die Aufzüge wirkten so alt, dass er überlegte, die fünfunddreißig Stockwerke zu laufen. Würde er mit den Amphetaminen im Blut locker schaffen. Aber dauerte ihm zu lange.
Er war heilfroh, als der Fahrstuhl ihn wieder ausspuckte. Ein fleckiger, dunkelblauer Teppich wies ihm den Weg. Vor mehreren Türen türmten sich Mülltüten, manche aufgeplatzt, als hätte man ihnen die Bäuche aufgeschlitzt, um nach wertvollen Innereien zu suchen. Red bereitete sich darauf vor, die elektronische Türsicherung zu knacken. Maze hatte ihm ein paar Codebrecher auf einem Stick mitgegeben. Wenn das nicht klappte, würde der Wirehead sich einklinken. Als Red jedoch vor Apartment 3517 stand, war die Tür offen.
„Scheiße.“
„Was ist los?“
„Entweder hält mir der Kerl die Tür auf oder da stimmt was nicht.“ Oder er hatte sich verpisst. Und dabei die Tür aus den Angeln gebrochen und die Elektronik zerstört. Unwahrscheinlich.
„Ich seh mir das an“, meinte Red und späte ins Innere der Wohnung. Ein dunkler Flur, in den fetzenhaft das kalte Licht von Monitoren fiel. Er stieg über Klamotten und lauschte in die eigenartige Stille, aufgebrochen von Lüfterrauschen. Mit der Desert Eagle im Anschlag betrat er das Wohnzimmer. Ein Chaos aus leeren Nudelpackungen, zertrümmerter Hardware und Kabeln, zwischen denen er den toten Hacker kaum erkannte.
Verfluchter Dreck. Jemand war ihm zuvorkommen. Red stieg über einen zerborstenen Plexiglastisch und betrachtete die blutüberströmte Gestalt auf dem Futon. Irgendein Wahnsinniger hatte den Kerl in ein Sieb verwandelt. Der Hacker war nicht die erste Leiche, die Red sah, aber er war so übel zerschossen worden, dass ihm schlecht wurde. Angewidert wandte er sich ab und rief Maze. „Der Typ ist hinüber.“ Er beschrieb ihm das Chaos.
„Sieht nach Alterreal aus“, meinte der Wirehead. „Ihre Killer sind auf Droge und übertreiben total.“
„Na super.“ Dass der Wichser tot war, sollte ihm Befriedigung verschaffen, aber ihm war einfach nur schlecht. Außerdem hatte er ein ungutes Gefühl. Warum killen die ihre eigenen Leute?
„Schau mal, ob du was Brauchbares findest“, bat Maze.
Red seufzte. Wie sollte er in diesem Durcheinander etwas finden? Mit seinen Stiefeln schob er vorsichtig den Müll auseinander und fand zwischen Plastiksplittern ein paar intakte Speicherchips und sogar eine Festplatte in einem zerkratzen, weißen Kunststoffgehäuse. Er suchte weiter. Vielleicht fand er noch ein paar Datenträger. Systematisch zerstört hatte den Kram niemand. Sah eher danach aus, als wäre jemand komplett ausgeflippt. Unter den Trümmern eines Regals fand er ein würfelförmiges, schwarzes Gehäuse. Vermutlich ein kleiner Server. Ein Seitenteil war abgeplatzt und gab den Blick auf bunten Kabelsalat und ein in zwei Teile gebrochenes Mainboard frei. Red fummelte in dem kaputten Gehäuse herum und zog zwei Festplatten aus ihren Steckplätzen. Er verstaute sie mit seinen anderen Fundstücken in den Seitentaschen seiner Lederjacke, als ein Klicken ihn herumfahren ließ.
Er blickte in den Lauf einer Waffe und wurde hart zurückgeworfen. Stürzte nach hinten und knallte gegen die Wand. Die Luft wurde aus seiner Lunge gepresst und in seinen Ohren klingelte es. Mehrere Kugeln fetzten in seine Brust und prallten an der Körperpanzerung ab. Ming hatte wieder einmal nicht zu viel versprochen. Außer ein paar blauen Flecken würde er keine Verletzungen davontragen, solange der Junkie ihm nichts ins Gesicht ballerte.
Keuchend richtete sich Red auf und duckte sich unter erneutem Kugelhagel weg. Sein Herz donnerte gegen seinen Brustkorb. Keine Zeit, sich den Freak anzusehen. Er zielte mit der Desert Eagle auf die schattige Gestalt in der Tür und drückte mehrmals ab. So wie der Typ zusammenzuckte, musste Red ihn getroffen haben. Aber er fiel nicht um. Im Gegenteil, der Kerl schoss weiter auf ihn. In der dreckigen Bude gab es keine Deckung. Also setzte Red auf die Panzerung und hoffte, dass der Idiot weiter so beschissen zielte. Mit aller Kraft, die er aufbringen konnte, warf er sich auf seinen Gegner. Riss ihn mit sich zu Boden. Sie rangen miteinander und der Penner biss ihm doch tatsächlich in die Hand.
Außer sich vor Wut verpasste ihm Red einen Schlag in die Fresse. Schlug sich dabei die Fingerknöchel blutig. Doch dann war Ruhe. Der Typ wimmerte und zitterte plötzlich erbärmlich. Red fischte die Waffe aus seiner krampfenden Hand und richtete sich auf. Betrachtete die am Boden liegende Gestalt. Hörte, wie der Kerl mit den Zähnen klapperte. Scheiße. Der war total überdosiert. Und jetzt kam der Zusammenbruch.
„Verdammt, Red, was ist bei dir los?“ Maze‘ Stimme klang leise und verzerrt. Red fasste an sein Ohr und fand nichts. Ihm musste das Headcom runtergefallen sein. Hektisch blickte er sich um, bemüht, den kollabierenden Junkie nicht aus den Augen zu lassen. Zwischen seinen Füßen fand er das kleine Gerät und heftete es wieder an sein Ohr. Zum Glück war er nicht drauf getreten. „Da hat jemand eine Abreibung gebraucht“, schnaufte er.
„Ein paar Schläger aus der Nachbarschaft haben beschlossen, nachzusehen, was los ist“, sagte Maze. „Mach, dass du wegkommst.“
Das lief ja phantastisch. Red blickte auf den zitternden Junkie, dessen Wimmern immer leiser wurde. Er hatte ihn mehrmals in die Brust getroffen und offenbar trug der kaputte Typ keine Panzerung. Sein T-Shirt glänzte dunkel und nass und Red war klar: Der ist im Arsch, auch wenn er es noch nicht weiß.
Draußen hörte er Schritte und Stimmen. „Nimm den Balkon“, schlug Maze vor. „Feuerleiter.“
Red stieg über den Müll hinweg. Ließ die beiden Toten hinter sich. Die Nachtluft schlug ihm warm und feucht entgegen. Ein Blick über das Metallgeländer offenbarte ihm, dass er springen musste, um die Feuerleiter zwei Wohnungen weiter zu erreichen. Was für eine bescheuerte Option. Aber wäre ja nicht das erste Mal. Er atmete tief durch, kletterte auf das Geländer und sprang auf den Balkon links unter ihm. Über ihm erklangen Rufe, doch er schaute nicht zurück. Wagte den nächsten Sprung und riss sich das Knie auf, als er unsanft abrollte.
„Wartet unten jemand auf mich?“, fragte Red.
„Bisher keiner zu sehen“, antwortete Maze.
Praktisch, wenn jemand anderes die Umgebung checkte. Red stieg auf die schmale Leiter. Die Metallsprossen und der Rückenschutz waren rostig. Hoffentlich hielt das alte Ding. Nach dem Gerangel mit dem Junkie war Red ziemlich im Arsch, doch die Drogen ließen seinen Körper wie eine Maschine weiterlaufen. Er hasste das amphetamininduzierte Herzrasen, aber mit dem Zeug im Blut fühlte er sich stärker. Schmerzen spürte er kaum. Noch nicht.   
Das letzte Stockwerk ließ er sich einfach fallen. Landete in der Hocke und sprang sofort wieder auf die Beine. Ein paar Mädels warfen ihm schräge Blicke zu. Widmeten sich aber schnell wieder ihren Telefonen. Erleichtert stellte Red fest, dass ihm sonst niemand Aufmerksamkeit schenkte. Er schaute kurz nach oben, aber keiner kam ihm hinterher. Ein Griff im die Taschen bestätigte ihm, dass die Datenträger okay waren. Zumindest war sein Ausflug nicht ganz umsonst gewesen.

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

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Beitrag #2 |

RE: Red und Maze (Teil 9)
Hallo Zack,

Ja, ich habe es echt verpennt, Teil 9 zu kommentieren.  Icon_nosmile Ich schiebe alles auf die Nachtschicht, auch wenn ich von Natur aus schusselig bin. Tut mir leid  Icon_nosmile

Zitat: Ihm war bewusst, dass Alterreal der wahre Feind war. 
Ist das nicht von Anfang an klar?  Icon_confused

Zitat: Da er Liz geholfen hatte, hatte man entschieden, sie auszuschalten. Zu viel Aufwand, sich mit einem durchgeknallten Bruder zu beschäftigen. Dachten wohl, die Sache hätte sich mit ihrem Tod erledigt. Hatten nicht damit gerechnet, dass Red irgendwann zurückschlagen würde. Die unterschätzen dich. Das ist dein Vorteil.
Liz ist ja dieser Sekte beigetreten. Das ist so weit klar und sie haben ihr eine Giftpille eingepflanzt, die online gestartet werden kann. Auch verstanden.
Aber die ganze Zeit habe ich Red als kleines Licht gesehen, der den Tod seiner Schwester rächen will. Ist er doch wichtiger für Alterreal?  Icon_confused 

Zitat:Sein T-Shirt glänzte dunkel und nass und Red war klar: Der ist im Arsch, auch wenn er es noch nicht weiß.
Böse  Icon_fies

Jetzt macht auch Teil 10 Sinn Icon_lol 


Viel zu meckern hatte ich nicht. Auf alle Fälle war es actionreich und spannend. 

Liebe Grüße Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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Beitrag #3 |

RE: Red und Maze (Teil 9)
Hey Persephone,

kann ja mal passieren, dass man was überliest oder vielleicht hätte es einfach nichts zu sagen gegeben, kann ja auch mal sein ^^ ... ich hab mich nur gewundert, weil du sonst bisher jeden Teil einzeln kommentiert hast.


Zitat:Ist das nicht von Anfang an klar?  [Bild: icon_confused.gif]

Ja, aber ich dachte, ich erwähn es hier nochmal, weil Red sich ja nun auf eine einzelne Person konzentriert ...


Zitat:Aber die ganze Zeit habe ich Red als kleines Licht gesehen, der den Tod seiner Schwester rächen will. Ist er doch wichtiger für Alterreal?  [Bild: icon_confused.gif]

Bisher nicht (er wird es, weil er Maze und vor allem Wave unterstützt), aber Liz war auch nicht wichtig und Angehörige, die Stress machen, sind lästig. Also bringen sie sie um, dann ist das Problem für die meisten erledigt ...

Viele Grüße

- Zack

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Beitrag #4 |

RE: Red und Maze (Teil 9)
Hey Zack,

Zeit für einen neuen Kommentar! Icon_smile


Zitat:Endlich hatte Red ein konkretes Ziel. Ihm war bewusst, dass Alterreal der wahre Feind war. Dass der Hacker nur ein kleiner Fisch war. Aber bei irgendeinem Arschloch musste er anfangen.
Interessant. Zieht das nicht zu viel Aufmerksamkeit auf das Trio (Quartett mit Page)? Ich hätte gedacht, dass die beste Taktik gegen eine so große Organisation es ist, möglichst mit einem einzigen, gut platzierten Hieb aus dem Nichts zuzuschlagen. Bin gespannt, wie sich das entwickelt.


Zitat:War ihm früher nie aufgefallen. Aber die Luft im Kern war irgendwie besser.
Hehe, da muss man doch direkt an Dieselfahrverbote denken. Icon_wink


Zitat:An einer Ecke sah er Lukas, einen von Sliders Kurieren. Hatte ihm früher oft Stoff geliefert. Red entschied, einen Bogen um ihn zu machen.
Erscheint sinnvoll - am Ende hat Red noch Schulden bei Slider oder so. :-D


Zitat:„Ich kann nicht anders.“ Er war kein Killer. Aber Liz‘ Tod hatte etwas in ihm zerbrochen.
Aber Wave möchte ihn zu einem machen?


Zitat:Red war so auf die eingeblendeten Informationen konzentriert, dass die triste Vielfalt des Sprawls an den Rändern seiner Wahrnehmung verschwamm.
Hoffentlich ist seine Wahrnehmung klar, wenn es gleich darauf ankommt!



Zitat:„Entweder hält mir der Kerl die Tür auf oder da stimmt was nicht.“ Oder er hatte sich verpisst. Und dabei die Tür aus den Angeln gebrochen und die Elektronik zerstört. Unwahrscheinlich.
Oh, oh ... Und du hast oben schon geschrieben, dass Maze die Daten überraschend einfach herausgefunden hat. Vielleicht ist das ein Köder, der von Alterreal gelegt wurde. Immerhin haben sie schon einmal nach Red gesucht und er ist nur dank Wave entkommen. Vielleicht haben sie erwartet, dass er irgendwann nach diesem Hacker sucht ...


Zitat:Ein Chaos aus leeren Nudelpackungen, zertrümmerter Hardware und Kabeln, zwischen denen er den toten Hacker kaum erkannte.
Oder natürlich, es gibt noch eine weitere Partei, die gegen Altereal vorgeht.


Zitat:„Sieht nach Alterreal aus“, meinte der Wirehead. „Ihre Killer sind auf Droge und übertreiben total.“
Ich würde die Aussage etwas abschwächen, also "Könnte Alterreal gewesen sein ...", denn die sind sicher nicht die einzige Organisation, die ihre Killer auf Droge setzt. Ich meine, Red ist auch voll mit Amphetaminen.
So wirkt es deshalb seltsam flapsig.


Zitat:Red seufzte. Wie sollte er in diesem Durcheinander etwas finden? Mit seinen Stiefeln schob er vorsichtig den Müll auseinander und fand zwischen Plastiksplittern ein paar intakte Speicherchips und sogar eine Festplatte in einem zerkratzen, weißen Kunststoffgehäuse.
Wenn es wirklich Alterreal gewesen wäre, dann hätten sie doch sicher alles vernichten lassen, ausgeflippte Killer hin oder her (notfalls schicken die danach sicher ein Aufräumkommando). Irgendwas ist hier doch faul.


Zitat:Er blickte in den Lauf einer Waffe und wurde hart zurückgeworfen.
Oder natürlich der Killer war bis gerade noch da und ist noch nicht fertig. Icon_ugly 


Zitat:Ming hatte wieder einmal nicht zu viel versprochen. Außer ein paar blauen Flecken würde er keine Verletzungen davontragen, solange der Junkie ihm nichts ins Gesicht ballerte.
Krasse Panzerung. Kugeln aus nächster Nähe abfangen, dass kann bisher noch keine leichte Körperpanzerung. Icon_wink


Zitat:So wie der Typ zusammenzuckte, musste Red ihn getroffen haben. Aber er fiel nicht um. Im Gegenteil, der Kerl schoss weiter auf ihn.
Vielleicht hat er eine eigene Körperpanzerung (oder es sind die Drogen). Oder es ist eine K.I. in künstlichem Körper.

Zitat:Praktisch, wenn jemand anderes die Umgebung checkte.
Das glaub ich! Was ist eigentlich mit der Augmentet Reality Linse? Hat die sich automatisch ausgeschaltet? Stört die gar nicht?



Diesmal ein etwas actionreicherer Teil. Hat mir ansich wieder sehr gut gefallen. Ich erwarte allerdings, dass es später noch eine Erklärung dafür gibt, warum der Killer da war. Und warum der so überdosiert war. Das kam mir als Leser alles irgendwie zu unprofessionell für Alterreal vor, aber vielleicht habe ich auch ein falsches Bild.
Außerdem muss ich gestehen, dass mir der Schusswechsel gegen Ende etwas zu cineastisch ist. Die schießen die ganze Zeit auf einander, ohne zu treffen (ok, es sind Drogen im Spiel, aber trotzdem). Statt mehreren Salven würde ich da vielleicht nur wenige, einzelne Schüsse draus machen.

Ansonsten bin ich aber schon gespannt, was sich auf dem Würfel verbirgt - ist vermutlich ja auch das, was den Hacker sein Leben gekostet hat.

Liebe Grüße und bis bald!
WW

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

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Beitrag #5 |

RE: Red und Maze (Teil 9)
Hey Weltenwanderer,

erstmal: schön, dass du weiter dabei bist, deine Kommentare sind sehr hilfreich Icon_smile

Zitat:Zieht das nicht zu viel Aufmerksamkeit auf das Trio (Quartett mit Phage)?

Nö, auch wenn Wave sicherllich ein gewisses Risiko in Kauf nimmt Icon_wink
Zitat:
Zitat: schrieb:„Ich kann nicht anders.“ Er war kein Killer. Aber Liz‘ Tod hatte etwas in ihm zerbrochen.
Aber Wave möchte ihn zu einem machen?

Mhm, ist vielleicht nicht richtig ausgedrückt, aber man könnte sagen, sie will sehen, ob Red kalt genug ist, jemanden zu töten und wie weit er geht ...


Zitat:Krasse Panzerung. Kugeln aus nächster Nähe abfangen, dass kann bisher noch keine leichte Körperpanzerung. [Bild: icon_wink.gif]

Ich spiele einfach mit dem Gedanken, dass Nanotechnologie das in einer fiktiven Zukunft leisten kann Mrgreen ... aber ganz schmerzfrei läuft es für Red nicht
Zitat:Was ist eigentlich mit der Augmentet Reality Linse? Hat die sich automatisch ausgeschaltet? Stört die gar nicht?

Mhm, stimmt, sollt erwähnen, dass das Ding nicht wirklich stört und die Infos leicht auszublenden sind ...


Zitat:Außerdem muss ich gestehen, dass mir der Schusswechsel gegen Ende etwas zu cineastisch ist. Die schießen die ganze Zeit auf einander, ohne zu treffen (ok, es sind Drogen im Spiel, aber trotzdem). Statt mehreren Salven würde ich da vielleicht nur wenige, einzelne Schüsse draus machen.

Eigentlich sind es nur ein paar Schüsse, kommt das echt so viel rüber? ^^ ... Und Red wird ja durchaus getroffen, wobei die Kugeln an seiner Panzerung abprallen. Und der Junkie wird auch getroffen, wobei ihn die Drogen noch etwas aufrecht halten, bevor er zusammenbricht ... Ich schau mir das nochmal an.

Viele Grüße

- Zack

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