Es ist: 17-04-2021, 21:22
Es ist: 17-04-2021, 21:22 Hallo, Gast! (Registrieren)


In der Hauptstadt
Beitrag #1 |

In der Hauptstadt
(Sinnloses Klagelied)

Landei, Landei,
in die Hauptstadt
eins, zwei, drei.
Ick Berliner, wer frisst mehr
mir kann keener, bitte sehr.
Wer sich umdreht oder lacht
Kriegt was drauf, bis dass es kracht
Hier ist Osten
Dort ist Westen
An die Wände sprüh’n die Besten,
denken die und schau’n nach Resten
Hier ist Westen
Dort ist Osten
alle wollen auch mal kosten
von den guten Sachen,
die es gibt.
Schwer für den, der unbeliebt!
Landei, Landei
In der Hauptstadt
Eins, zwei, drei
Biste weg vom Fenster
In der Hauptstadt gibt’s Gespenster
Ob im Westen oder Osten
Eier wollen alle kosten
Die vom Lande sind die Besten
Aus dem Osten und dem Westen

Erkennen wollen
ist der erste Schritt des Verstehens.
Zunächst im Selbstversuch!

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Beitrag #2 |

Klagelied?
Servus Helga,

das hört sich eher an wie eine Warnung.

Erst werden Schläge avisiert, dann biste weg vom Fenster und schließlich wird man unbeliebterweis auch noch von Gespenstern vernascht. Das Landei möchte ich sehen, das sich jetzt noch in die Hauptstadt wagt.

Wunderbar sinnentleert witzig. Ich mag diesen beschwingten Blödsinnn.

Darf ich bei dieser Gelegenheit den blödesten Witz der Welt anfügen? Ich mach's einfach, du hast mich schließlich dazu animiert.

Zitat:Treffen sich zwei Männer auf der Straße.

Sagt der eine: »Können Sie mir bitte sagen, wo die andere Straßenseite ist?«

Der Angesprochene denkt kurz nach und zeigt nach Gegenüber: »Na, dort!«

Gibt der so Beschiedene zurück: »Seltsam? Die anderen schicken mich immer hier rüber...«

Liebe Grüße


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Beitrag #3 |

RE: In der Hauptstadt
Hallo Porter,

schön, dass Du es gelesen hast und Dich amüsiertest. Deine Bezeichnung "beschwingter Blödsinn" ist auch ganz witzig. Nur ganz sinnentleert, wie Du glaubst, ist es eigentlich nicht.:P
Der Hintergrund ist die Misere Ost-West, aber auch Provinz-Großstadt.
Ich bin zwar auch einmal Berlinerin gewesen aber belächle die übergroße Klappe und Überheblichkeit gegenüber der Provinzbevölkerung, die so mancher (Groß)Städter an den Tag legt. Ähnliches bemerkt man zuweilen innerhalb der immer wieder gerne geschürten Ost-West-Problematik. Die aus dem Osten werden gerne als etwas zurückgeblieben (man muss ihnen die Welt erklären) gestempelt. Man erklärt auch sehr gerne die Landbevölkerung für zurückgeblieben, etwas debil halt. Das ist es, was ich mit meinen "Blödeleien" aufs Korn nahm. Zum Schluss aber vielleicht doch lieber Friede, Freude, Eierkuchen, denn die Landprodukte aus Ost und West mag selbst der Großstädter am liebsten.

Na ja, also im vermeintlichen Blödsinn steckt noch ein wenig Hirn.

Ich freue mich dennoch, wenns wenigstens zum Schmunzeln anregt.
Danke Dir sehr für Deinen doch positiven Kommentar.Icon_smile

Liebe Grüße
Helga

P.S. Ach, so...ich nannte es "sinnloses" Klagelied, weil es nichts hilft, denn die Hochnäsigkeit wird ewig währen. Leider!

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Beitrag #4 |

RE: In der Hauptstadt
Hallo Helga,

ich nehme das mit der Sinnentleertheit zurück und behaupte das Gegenteil :D

LG Porter


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Beitrag #5 |

RE: In der Hauptstadt
Oh, vielen Dank. Das freut mich sehr. :icon_danke_ATDE:

Viele grüße Helga

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Beitrag #6 |

RE: In der Hauptstadt
N'abend Helga -
kann Deine erläuterungen zum konflikt zwischen ost&west & stadt&land durchaus nachvollziehen; finde Deine aussage daher treffend.

Mir ist beim lesen aufgefallen, dass Du innerhalb des textes einen bruch hast, -also für mich ist es ein bruch!- den Du formal gesehen durch bestrophung für das gedicht nutzen könntest:

Hier ist Osten
Dort ist Westen
An die Wände sprüh’n die Besten,
denken die und schau’n nach Resten
Hier ist Westen
Dort ist Osten
alle wollen auch mal kosten
von den guten Sachen,
die es gibt.


ick denke mal, Du könntest diesen teil tatsächlich absetzen vom rest, damit auch das sich ins nachdenkliche abrollende ende in einer pause wiederfindet. Also vorher & nachher leerzeilen.
[Hach: übersehen, nimm "Schwer für den....unbeliebt" mit rein!]

Insgesamt finde auch ich Dein gedicht amüsant, ohne die ironie ganz zu überhören.

Grüße, poLet


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Beitrag #7 |

RE: In der Hauptstadt
Hallo poLet,

ja, klar kann man machen. Dieses Gedicht hatte ich einst irgendwo eingesendet und mir standen nur soundsoviele Zeilen zur Verfügung, somit habe ich alle Strophen zusammengenommen.
Danke, dass Dir auch die Ironie auffiel. Ja und amüsant, wird bei aller Ernstheit der Lage, die Ost-West-Kabbelei für mich auch immer bleiben, desgleichen die dämliche Denke der Städter oder Großstädter. Zum Glück habe ich nur furchtbar übertrieben...oder etwa nicht?

Viele Grüße
Helga

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