Es ist: 22-11-2019, 08:40
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Könige der Prärie - 24. Teil
Beitrag #1 |

Könige der Prärie - 24. Teil
Auf bloßen Pferderücken sitzend, nur durch Berührungen am Hals, kehrte Katie zum Stamm der Apachen zurück. Noch bevor Harlekin stand, sprang sie von seinem Rücken. Schon von weitem hörte sie das Gebrüll der beiden sich bekämpfenden Indianer.
Mit Faustschlägen bahnte sie sich einen Weg durch die eng zusammen stehende Menschenmenge. Sie traute kaum ihren Ohren. Nach drei Tagen im Todesschlaf, glaubte sie, ihre Sinne spielten einen üblen Streich und sie musste mit eigenen Augen sehen, was die Ohren ihr vortäuschten. Doch es war keine Einbildung. Sakima stand in Mitten des Kreises, das Messer fest in der Hand. Blut klebte an seinem Körper und seiner Hose. Blut hatte auch schon der ausgedörrte Boden gekostet.
Katie konnte nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es Sakimas Blut war oder das des Apachenhäuptlings. Beide waren damit über und über beschmiert und wiesen auch Verletzungen auf, die sie sich gegenseitig in ihrem sinnlosen Kampf zugefügt hatten. Doch das Wichtigste war: Sakima lebte. Er war nicht am Marterpfahl gestorben. Doch sollte er ihr bald erklären, warum er dieses Leben jetzt so leichtfertig aufs Spiel setzte.
Katie konnte ihr Glück kaum fassen, wenn dies ein Traum war, so wollte sie niemals wieder daraus erwachen.
Sie stieß einen hohen spitzen Schrei der Überraschung und der Freude aus. Sakima, der gerade Taim in die Knie zwang, die Messerklinge fest an die Kehle seines Gegners gepresst, wandte sich um. Sein Gesicht drückte Fassungslosigkeit aber auch einen Anflug freudiger Verwunderung aus. Für den Bruchteil einer Sekunde starrte er sie an, als sei sie eine Halluzination, dann machte er einen halben Schritt auf Katie zu. Sofort nutzte der Apache die nachlassende Aufmerksamkeit seines Rivalen zu seinem Vorteil aus. Er hob sein Messer, das ihm schon aus der Hand gefallen war, vom Boden auf und rammte es Sakima bis zum Schaft zwischen die Rippen.
Sakima schaffte noch zwei kurze, schwache Schritte, ehe zusammenbrach. Mit einem dumpfen Schrei rannte Katie zu ihm. Sie ließ sich an seiner Seite auf die Knie nieder in den Staub und umklammerte seine Hand.
Er lächelte schwach. „Meine Liebste“, flüsterte er und hob die blutige Hand, ihre Wange zu berühren. Kraftlos sank sein Arm nieder. Mit dem Blutstrom rann aus auch das Leben aus seinem Leib.
Katie küsste ihn zärtlich, spürte den metallischen Geschmack seines Blutes auf den Lippen. „Ich liebe dich.“
Ein sanftes Lächeln erhellte sein Gesicht. Noch einmal trat das Funkeln, das sie so sehr geliebt hatte, in die kohlschwarzen Augen, dann erlosch das Licht und er wurde schwer in ihren Armen.
Die Tränen, die sie so tapfer zurück gehalten hatten, brachen sich ihren Bann und sie sank schluchzend über dem Leichnam ihres Geliebten zusammen.
Rote wie Weiße waren ergriffen stehengeblieben und zollten ihrer Trauer Respekt.
Nach einer Weile, als keine Tränen mehr fließen wollten, löste Katie sich von dem toten Sakima. Sie kniete in einer Lache aus seinem Blut, das zu gerinnen begann. Sie stand auf und zog das Messer aus Sakimas erkaltetem Leib.
Langsam blickte sie auf. Ihr Gesicht glich einer steinernen Maske. „Mörder!“ Ihre Stimme war wie klirrendes Eis. Die Finger fest um den Griff des Messers geschlossen, ging sie Taim entgegen. Sie beschleunigte ihren Schritt. Die Klinge in tödlicher Absicht gegen den Häuptling erhoben.
Schüsse zerrissen die drückende Stille, die sich schwer über den Stamm der Apachen gelegt hatte. Getroffen taumelte Katie zurück. Auf ihrem Gesicht spiegelten sich Entsetzen und Verwunderung. Sie ging einige Schritte rückwärts. Ihr Fuß berührte etwas Weiches, sie verlor den Halt und fiel zu Boden. Mit ihren letzten Atemzügen erkannte sie ihren Mörder.  Sie wandte den Kopf. Das letzte, das sie sah, waren Sakimas geliebte Züge. Er lag da, ein Lächeln auf dem Gesicht und sah aus, als schliefe er.
 
Sina, die mit einem Aufschrei zusammen gebrochen war, erhob sich aus dem Staub. Sie wirkte seltsam gefasst, für jemanden, der gerade mit eigenen Augen die Ermordung der eigenen Schwester hatte ansehen müssen. Für einen kurzen, glücklichen Augenblick hatte sie geglaubt, Katie wieder bei sich zu haben. Hatte ihr Auftauchen als Halluzination gesehen und erst als die Schüsse fielen, musste sie feststellen, dass sie nicht träumte.
Sie stieß die ihr am nächsten stehende Person grob weg und rannte zu Katie, die blutüberströmt neben Sakima auf dem Boden lag. Sie fasste sie bei den Händen, lautlos liefen ihr Tränen über die Wangen.
Katie lächelte schwach. „Alles Gut, Liebes. Ich…ich bin bei ihm.“ Sie fasste nach Sakimas schlaffer Hand.
„Katie…nein“, Sina brach zusammen. Die Hand der Schwester strich ihr liebevoll das Haar aus dem Gesicht.
„Dixon muss jetzt auf dich aufpassen. Ich kann es nicht mehr.“ Sie wollte noch mehr sagen, doch der Tod verschloss ihre Lippen für immer.
Sina hob nahm Katies toten Körper in die Arme und wiegte sie wie ein Kind. Über ihre Schulter sah sie Tom. Er hielt immer noch den Revolver in der Hand, mit dem er die Tochter kaltblütig erschossen hatte.
Hass war ja bekanntlich ein Gefühl, doch für diesen Menschen empfand sie keine Gefühle mehr. Nur eine Mischung aus Verachtung und Mitleid, die nicht genügte, die Hand gegen ihn zu erheben. Er mochte mit der Schuld leben, die einzige Tochter getötet zu haben.
Nach einer Weile berührte Narbengesicht sie an der Schulter. Sie sah auf und neben dem Lakotakrieger stand ihr Ehemann. Sie ließ sich von Dixon auf die Füße stellen, dankbar für seine Nähe.
Wenn man die grässlichen Wunden nicht beachtete, sahen die beiden Toten aus, als schliefen sie eng umschlungen. Wenigstens im Tod waren sie vereint und das durfte ihnen niemand nehmen.
Dixon atmete scharf ein, als sie an Tom heran trat, doch mit einer Handbewegung gab sie ihm zu verstehen, dass sie nicht die Waffe gegen ihn erheben würde.
„Nicht die Klinge oder die Kugeln haben Katie und Sakima getötet“, erklärte sie in beinahe freundlichen Ton. Er schien langsam zu begreifen und sie freute sich über seinen Schmerz. „Euer grenzenloser Hass und eure Feindschaft haben die beiden ermordet. Doch wenigstens sind sie jetzt für immer vereint. Das könnt ihr ihnen nicht mehr nehmen.“
Taim war zusammen gebrochen und wurde von seinen Kriegern eiligst in sein Zelt gebracht. Bis zu seinem Tod sollte er sich davon nicht wieder erholen. Der Sieg über den jungen Lakotahäuptling hatte ihm nicht viel Ehre eingebracht. Er starb in hohem Alter, doch lebte er in einer eigenen Welt, zu der niemand Zugang fand.
Tom machte Miene, als wolle er etwas erwidern, doch Sina fiel ihm sofort ins Wort. Er ging zurück in seine Heimat, wo er völlig verarmt und einsam starb. Sein verwesender Leichnam wurde nur zufällig gefunden, niemand hatte ihn vermisst.
„Wagt es nicht, die beiden getrennt voneinander zu bestatten.“ Ihre Drohung war unmissverständlich. Sie nickte den Lakotakriegern kurz zu, die ihrem wortlosen Befehl widerspruchslos gehorchten und die beiden Toten auf die Pferde hoben.
Sina küsste jeden der beiden Verstorbenen auf die Stirn. „Macht’s gut ihr beiden“, flüsterte sie. „Da wo ihr jetzt seid, kann euch niemand mehr trennen. Wir werden uns wieder sehen.“
Sina schwang sich in den Sattel ihrer Stute. „Ich hoffe, dass ihr eines Tages Frieden schließen könnt und zukünftigen Generationen ein so herbes Los erspart“, sagte sie zu Tom gebeugt.
Dunkle Wolken zogen auf, Regen prasselte vom Himmel, als Sina für immer die Jagdgründe der Apachen verließ.
 
 

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Beitrag #2 |

RE: Könige der Prärie - 24. Teil
Huhu,
anscheinend der letzte Teil? Dann wolln wir mal.


Zitat:Auf bloßen Pferderücken sitzend, nur durch Berührungen am Hals, kehrte Katie zum Stamm der Apachen zurück.
Duch Berührungen am Hals kehrt sie zu den Apachen zurück? Irgendwo weiss man was gemeint ist, aber unklar ausgedrückt.

Harlekin heisst doch dein Pferd, wenn ich mich recht erinnere^^

Zitat:Mit Faustschlägen bahnte sie sich einen Weg durch die eng zusammen stehende Menschenmenge.
Die wird ja nciht gleich jeden KO schlagen, vlt besser mit den Ellebogen oder sowas...

Zitat:Nach drei Tagen im Todesschlaf, glaubte sie, ihre Sinne spielten einen üblen Streich und sie musste mit eigenen Augen sehen, was die Ohren ihr vortäuschten.
Entweder ihre Sinne spielen ihr einen Streich, oder sie muss sich mit eigenen Augen ansehen, was tatsächlich passiert, auch unsauber formuliert.

Zitat:Blut hatte auch schon der ausgedörrte Boden gekostet.
Wieder so eine Formulierung, die mir nicht so gefällt: Wie hats dem Boden denn geschmeckt?

Zitat:Katie konnte nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es Sakimas Blut war oder das des Apachenhäuptlings. Beide waren damit über und über beschmiert und wiesen auch Verletzungen auf,
Dann wird es mit zi9emlicher Bestimmtheit auch das Blut von Beiden gewesen sein...

Zitat:Doch sollte er ihr bald erklären, warum er dieses Leben jetzt so leichtfertig aufs Spiel setzte.
Das hört sich eher nach beleidigter Ehefrau an, Erklärungen sollten gerade nicht zur Debatte stehen, es geht jetzt um Leben und Tod...

Zitat:Katie konnte ihr Glück kaum fassen, wenn dies ein Traum war, so wollte sie niemals wieder daraus erwachen.
Wunderschöner Traum, in dem ihr Lover gerade blutverschmiert um sein Leben kämpft...

Das nun durch so eine dumme Unaufmerksamkeit Sakima stirbt ist natürlich absolut erlaubt und ich finde diese Ganze Szene gar nicht mal schlecht beschreiben.

Zitat:Nach einer Weile, als keine Tränen mehr fließen wollten,
Fast die selbe Formulierung hatte ich schon im letzten Teil, den ich kommentiert hatte, gelesen, anscheinend nutzt du sie zu oft...

Zitat:Sie stand auf und zog das Messer aus Sakimas erkaltetem Leib.
So schnell geht das wohl nicht mit dem Erkalten...

Zitat:Ihr Gesicht glich einer steinernen Maske. „Mörder!“
Vermute nicht, das man in so einem Fall von Mord reden sollte, aber zugegebenermassen bin ich nicht ausreichend in die Geschichte eingelesen um das richtig zu Beurteilen.

Zitat:Getroffen taumelte Katie zurück. Auf ihrem Gesicht spiegelten sich Entsetzen und Verwunderung.
Entsetzen und Verwunderung? Für mcih ne komische Reaktion, wenn man gerade erschossen wird...

Zitat:Ihr Fuß berührte etwas Weiches
Was dieses Weiche ist muss natürlich erklärt werden...

Zitat:Mit ihren letzten Atemzügen erkannte sie ihren Mörder.  Sie wandte den Kopf. Das letzte, das sie sah, waren Sakimas geliebte Züge. Er lag da, ein Lächeln auf dem Gesicht und sah aus, als schliefe er.
Ist das Letzte was sie sieht jetzt ihr Mörder oder Sakima... oder Sina, die sie ja auch noch gleich sehen wird, da musst du dich schon entscheiden^^

Zitat: Sina, die mit einem Aufschrei zusammen gebrochen war, erhob sich aus dem Staub. Sie wirkte seltsam gefasst,
Zusammengebrochen oder gefasse? Schliesst sich gewissermassen gegenseitig aus...

Zitat:Für einen kurzen, glücklichen Augenblick hatte sie geglaubt, Katie wieder bei sich zu haben. Hatte ihr Auftauchen als Halluzination gesehen und erst als die Schüsse fielen, musste sie feststellen, dass sie nicht träumte.
Hat sie jetzt geglaubt, Katie wieder bei sich zu haben oder das sie Halluzinationen hat? Haben mir eh was zu häufig Hallus, deine Charas, Hatte Katie ja auch gerade schon...

Zitat:Sina brach zusammen.
Sina bricht zusammen, steht wieder auf, ist gefasst, bricht wieer zusammen, ein bisschen schwankhaft das ganze...

Zitat:Sina hob nahm Katies toten Körper in die Arme und wiegte sie wie ein Kind.
Sina hat wohl immer brav ihr Müsli aufgegessen...

Zitat:Hass war ja bekanntlich ein Gefühl, doch für diesen Menschen empfand sie keine Gefühle mehr. Nur eine Mischung aus Verachtung und Mitleid,
Das Hass ein Gefühl ist, brauchst du nicht extra zu erwähnen. Ich würd eher sowas wie "sie empfand keine Gefühle, nicht einmal mehr Hass" schreiben. Und Mitleid muss sie ja nun auch nicht gleich mit ihm haben, vlt etwas zuviel des Guten...

Zitat:Wenigstens im Tod waren sie vereint und das durfte ihnen niemand nehmen.
das kann ihnen niemand nehmen...


Zitat:„Nicht die Klinge oder die Kugeln haben Katie und Sakima getötet“, erklärte sie in beinahe freundlichen Ton. Er schien langsam zu begreifen und sie freute sich über seinen Schmerz. „Euer grenzenloser Hass und eure Feindschaft haben die beiden ermordet.
Klinge und Kugeln, so will ichs mal ausdrücken, resultieren direkt aus Hass und Feindschaft, insofern ist da eine Unterscheidung hinfällig. Formulierungen wie "sie sind nicht an den Kugeln, sondern an gebrochenen Herzen gestorben" machen dagegen Sinn.

Zitat:Bis zu seinem Tod sollte er sich davon nicht wieder erholen.
Es ist nicht gesagt wovon. Klar, man weiss es schon, aber es muss auch gesagt werden. Wären ja auch nur 2 Wörter einzufügen. Abgesehen davon, heisst das bei seinem Tod ist er wieder gesund? Sicherlich ein gewisser Stilblütencharakter...

Zitat:Tom machte Miene, als wolle er etwas erwidern, doch Sina fiel ihm sofort ins Wort.
Anscheinden fiel sie ihm eben nicht ins Wort. Wär jetzt auch schon zu wissen, worum es da ging, sonst macht der Satz wenig Sinn...

Zitat:„Ich hoffe, dass ihr eines Tages Frieden schließen könnt und zukünftigen Generationen ein so herbes Los erspart“
Gerade ist doch die halbe Welt gestorben?!? "Herbes Los" ist ein zu schwacher Ausdruck.


Wieder dasselbe wie beim letzten mal: Alles son bisschen halbgar, irgendwo weiss man immer einigermassen worum es geht, aber in allem viel zu viele Ungereimtheiten.
Aber wie gesagt, hatte die (meissten) vorherigen Teile nicht gelesen, da kommentierts sich ja auch nciht so sauber, kannst ja gucken ob du damit was anfangen kannst...


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Beitrag #3 |

RE: Könige der Prärie - 24. Teil
Hallo Reddi,

Wohl gute Vorsätze gefasst, dass du für deine Verhältnisse fleißig kommentierst.  Icon_smile Wie schon vorher erwähnt, ist es sehr hilfreich, die vorhergehenden Kapitel zu lesen, damit man die Zusammenhänge besser versteht. 
Mein Ziel ist es auch, den Leser zum Mitdenken zu animieren und dass er zwischen den Zeilen liest, das ist mir bei dir leider nicht gelungen, wie ich anhand deiner Kommentare feststellen konnte.

Zitat:Wieder dasselbe wie beim letzten mal: Alles son bisschen halbgar, irgendwo weiss man immer einigermassen worum es geht, aber in allem viel zu viele Ungereimtheiten.
Nicht, wenn man richtig liest. 

Ich warte mal auf Kommentare von Lesern, die sich mit dem Text auseinandersetzen und dann sehen wir weiter.

Trotzdem Danke für die Mühe

Persephone

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Beitrag #4 |

RE: Könige der Prärie - 24. Teil
Alle meine Kritikpunkte beziehen sich aber auf einzelne Sätze und keine Gesamtzusammenhänge. Jetzt zu sagen, Du wartest lieber auf Kommentare von Lesern, die die ganze Geschichte gelesen haben ist für mich eigentlich nur eine Ausrede. Ich habe mich sehr wohl mit diesem Teil auseinandergesetzt. Wenn Du mir für die Mühen danken willst, tust Du das am besten indem du Einfach mal Stellung zu den einzelnen Punkten nimmst...


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Beitrag #5 |

RE: Könige der Prärie - 24. Teil
Hallo Persi,
 
auf zum letzten Teil. Bin echt gespannt, wie du das zu Ende führst. Icon_wink
 
Zitat:Auf bloßen Pferderücken sitzend, nur durch Berührungen am Hals,
 
Auf dem bloßen
 
Zitat:Mit Faustschlägen bahnte sie sich einen Weg durch die eng zusammen stehende Menschenmenge.
 
Bei „Faustschlägen“ muss ich an einen Boxkampf denken. „Mit den Ellbogen“ ist wohl eine passendere Formulierung.
 
Zitat:Doch sollte er ihr bald erklären, warum er dieses Leben jetzt so leichtfertig aufs Spiel setzte.
 
Den Satz mit dem „doch“ zu beginnen, finde ich nicht so geschickt, es liest sich irgendwie holprig. Überhaupt würde ich sie sich jetzt voll und ganz auf Sakima konzentrieren lassen.
 
Zitat:Sofort nutzte der Apache die nachlassende Aufmerksamkeit seines Rivalen zu seinem Vorteil aus
 
Hab ich‘s nicht gesagt? Icon_fies
 
Zitat:Mit dem Blutstrom rann aus auch das Leben aus seinem Leib.
 
Das erste „aus“ ist zuviel.
 
Zitat:Die Tränen, die sie so tapfer zurück gehalten hatten, brachen sich ihren Bann
 
Eigentlich kann ja von „tapfer zurück gehalten“ keine Rede sein. Das klingt, als hätte sie schon länger bei ihm gesessen. Ich würde das rauskürzen, es ist doch logisch, dass sie sofort losheult.
 
Zitat:und zog das Messer aus Sakimas erkaltetem Leib.
 
Ich bin ja keine Ärztin, aber beginnt der Körper echt so schnell zu erkalten? Zumal es ja noch ein heißer Tag ist, wenn ich das richtig in Erinnerung hatte. Auch bin ich mir nicht sicher, wie schnell so eine Blutlache gerinnt. Klar, bei kleinen Verletzungen geht das schnell, aber eine große Lache? Icon_confused
 
Zitat:Mörder.  Sie wandte den Kopf.
 
Leerzeichen zuviel.
 
Zitat:Hatte ihr Auftauchen als Halluzination gesehen und
 
Das „gesehen“ gefällt mir hier nicht so. Vielleicht: Hielt ihr Auftauchen für eine Halluzination …
 
Zitat:Sie wollte noch mehr sagen, doch der Tod verschloss ihre Lippen für immer.
 
Da hast du etwas schreckliches schön formuliert. Icon_cuinlove
 
Zitat:Sina hob nahm Katies toten Körper in die Arme
 
Das „hob“ ist zuviel.
 
Zitat:Bis zu seinem Tod sollte er sich davon nicht wieder erholen.
 
Wie soll ich das verstehen? Icon_confused  Das er wegen dem ganzen Drama den Verstand verloren hat? Das müsstest du aber irgendwie erklären. Immerhin ist er ein gestandener Indianerkrieger und Häuptling, er hat wahrscheinlich schon mehrere Kriege oder Schlachten geschlagen. Weshalb also wirft ihn der Tod seines Todsfeindes (!) und der eines weißen Mädchens so aus der Bahn? Ich würde ja gerne glauben, dass es wegen Katie ist, aber er kennt sie zu wenig. Es wäre geschickter, wenn du das mit seinem Geisteszustand vielleicht weg lässt. Vielleicht entwickelt er eine noch eine Art Gram wegen Yumas Tod und ist deshalb nie wieder fröhlich, oder sowas in der Art.
 
Zitat:doch Sina fiel ihm sofort ins Wort. Er ging zurück in seine Heimat, wo er völlig verarmt und einsam starb.
 
Ich habe ja verstanden, das du hier für jeden noch das Lebensende beschreiben willst, aber es ist hier vielleicht unglücklich eingeschoben. Denn hier will ich sofort wissen, was Sina sagt. Vielleicht einfach die Sätze anders anordnen.
 
Zitat:„Ich hoffe, dass ihr eines Tages Frieden schließen könnt und zukünftigen Generationen ein so herbes Los erspart“, sagte sie zu Tom gebeugt.
 
Sie spricht hier doch die Indianer an, oder? Warum sagst sie das dann zu Tom?
 
Also ist es nun wirklich zu Ende. Schade irgendwie, ich mochte sie alle so gern. Und ja ich wäre mit Dixon durchgebrannt, wenn er mich abgeholt hätte. Icon_cuinlove
 
Ja, ich versuch nochmal was insgesamt zu sagen, dass macht ja am Ende eigentlich Sinn. Was dir gut gelungen ist, die ganze Geschichte nach und nach aufzubauen. Also das wir erstmal verfolgen, wie sie das Schiff betreten, sich kennenlernen und dann langsam zwischen die Fronten des Indianerkrieges geraten. Das es dann am Ende nicht alles in Friede und Freude endet ist tragisch, aber das gefällt mir besser, als wenn alles zu kitschig geendet hätte. Mrgreen
 
Wo ich noch ein bisschen in der Luft hänge ist, was denn jetzt mit Dixon und seinen Plänen an das Indianerland zu kommen wird. Bei Tom und Taim zeigst du ein bisschen wie es weitergeht, aber bei Dixon und Sina nicht. Deswegen wirkt das Ende so halb offen. Also entweder fügst du zu ihnen auch noch was ein (vielleicht sogar noch eine kleine Szene in der Zukunft) oder du lässt das auch bei Tom und Taim weg, sodass es ein komplett offenes Ende ist. Icon_wink
 
Ich glaub die größten Baustellen, die du noch hast ist einmal das mit dem Kloster, wo du unbedingt ein Internat draus machen musst und das du die Heirat von Sina und Dixon noch einfügen musst. Ansonsten hab ich ja eigentlich nichts dramatisches gefunden. Ich denke vieles hättest du auch selbst entdeckt, wenn du die Geschichte nicht ganz so schnell eingestellt hättest. Aber ich weiß genau, wie es sich im Eifer des Gefechtes so anfühlt, wenn man zu Ende geschrieben hat, dann will man es auch der ganzen Welt zeigen.  Icon_ugly
 
Das Lesen und Kommentieren hat mir sehr viel Spaß gemacht, die Mädels und Jungs wachsen einem (fast) sofort ans Herz und es ist auch richtig spannend gewesen. Ich bin immernoch ganz neidisch, dass du es hier echt auf Romanlänge gebracht hast und alles unbeirrt durchgezogen hast.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #6 |

RE: Könige der Prärie - 24. Teil
Hallo Lady, 

Jetzt haben wir es zu Ende geführt. Ich hoffe, du hast mich trotzdem noch lieb Icon_smile Ist eben typisch Persephone. 

Zitat:Das er wegen dem ganzen Drama den Verstand verloren hat? Das müsstest du aber irgendwie erklären. Immerhin ist er ein gestandener Indianerkrieger und Häuptling, er hat wahrscheinlich schon mehrere Kriege oder Schlachten geschlagen. Weshalb also wirft ihn der Tod seines Todsfeindes (!) und der eines weißen Mädchens so aus der Bahn? Ich würde ja gerne glauben, dass es wegen Katie ist, aber er kennt sie zu wenig. Es wäre geschickter, wenn du das mit seinem Geisteszustand vielleicht weg lässt. Vielleicht entwickelt er eine noch eine Art Gram wegen Yumas Tod und ist deshalb nie wieder fröhlich, oder sowas in der Art.
Alles. Es fing an, dass sein Sohn gestorben ist und in Yuma seine ganzen Hoffnungen lagen. Er hat so eine Art Nervenzusammenbruch und lebt in einer Welt, wo es besser erträglich für ihn ist. Er wäre besser gestorben. Das mit Katie und Sakima gab ihm den Rest. 

Zitat:Und ja ich wäre mit Dixon durchgebrannt, wenn er mich abgeholt hätte.
Dann habe ich mein Ziel erreicht

Zitat:Bei Tom und Taim zeigst du ein bisschen wie es weitergeht, aber bei Dixon und Sina nicht. Deswegen wirkt das Ende so halb offen. Also entweder fügst du zu ihnen auch noch was ein (vielleicht sogar noch eine kleine Szene in der Zukunft) oder du lässt das auch bei Tom und Taim weg, sodass es ein komplett offenes Ende ist. 
Das habe ich bewusst so gewählt, weil ich Dixon nicht in einen netten Mann verwandeln wollte, der jetzt drei Kinder mit Sina kriegt und für immer glücklich ist. Nur weil sie mit ihm weggeht, bedeutet dass nicht automatisch, dass sie auch bei ihm bleibt. Für Tom und Taim ist das Leben damit zu Ende. Für Sina beginnt (schon wieder) ein neues. 

Zitat:Das Lesen und Kommentieren hat mir sehr viel Spaß gemacht, die Mädels und Jungs wachsen einem (fast) sofort ans Herz und es ist auch richtig spannend gewesen. Ich bin immernoch ganz neidisch, dass du es hier echt auf Romanlänge gebracht hast und alles unbeirrt durchgezogen hast.
Mir hat das Schreiben sehr viel Spaß gemacht. Vor allem weil ich schon seit Jahren eine Indianergeschichte schreiben wollte. Vielleicht schreib ich noch eine und neidisch musst du nichts ein. Du hast auch tolle Ideen. 

Vielen herzlichen Dank noch mal für deinen langen Atem

Gruß Persephone

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Beitrag #7 |

RE: Könige der Prärie - 24. Teil
Hallo Persephone,

Deine Geschichte finde ich sehr spannend und schön zu lesen.
Schade , dass Katie, Sakima und Yuma sterben müssen.

Viele Grüße,
Sangkuni


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Beitrag #8 |

RE: Könige der Prärie - 24. Teil
Hallo Sangkuni,

Hast du schon alle 24 Kapitel gelesen?  Icon_shocked Kleiner Tipp fürs Kommentieren: Zieh mal einzelne (Ab-) Sätze raus und sag deine Meinung speziell. Egal ob gut oder schlecht oder was man verbessern kann. Du hälst dich sehr allgemein, das hilft leider wenig, um sich weiter zu entwickeln als Autor und deswegen sind wir ja hier. 

Lies mal Kommentare von den anderen, damit du ein Gefühl dafür bekommst. 

Trotzdem Danke. Bei mir sterben immer alle Prots  Icon_fies 

Gruß Persephone

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Beitrag #9 |

RE: Könige der Prärie - 24. Teil
Hallo Persephone,

neugierig wie ich bin habe ich alle 24 Kapitel gelesen.

Danke für Deinen Rat! Wird gemacht!
Ich fange an bei Kapitel 1.

Grüße,
Sangkuni


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