Es ist: 19-10-2018, 23:55
Es ist: 19-10-2018, 23:55 Hallo, Gast! (Registrieren)


Wie viel steckt von euch in den Charakteren?
Beitrag #1 |

Wie viel steckt von euch in den Charakteren?
Hallo, mein Name ist Aphrodite und ich habe mich eben erst angemeldet.
Ich schreibe gerade, ich will es mein 'Lebenswerk' nennen..

Damit angefangen habe ich als Teenagerin. Ich habe angefangen meine Gedanken und Gefühle (als eine Art Tagebuch) einfach aufzuschreiben. Manchmal habe ich einfach Situationen wiedergegeben.
Ich habe auch angefangen Geschichten auszuschmücken, mir Dinge auszudenken. Gedanken neu zu spinnen.

Ich bin sehr stolz darauf und ich finde es liest sich gut. Allerdings habe ich große Angst davor es jemandem zu zeigen, geschweige denn es zu veröffentlichen. Es trägt viel von mir selbst in sich, auch wenn ich es so überarbeitet habe dass die Protagonistin fiktiv ist..

Was würdet ihr mir raten? Sollte ich es einfach für mich behalten?


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Beitrag #2 |

RE: Wie viel steckt von euch in den Charakteren?
Hallo Aphrodite,

ich habe dein Thema mal hier ins Café verschoben, da es ja ums Schreiben geht Icon_smile ...

Wenn deine Texte einen Tagebuchcharakter haben und du darin deine eigenen Erlebnisse verarbeitest, dann ist das für dich etwas Wunderbares - für andere Leser aber schwer nachzuvollziehen. Allerdings greifen Autoren immer wieder auf eigene Erlebnisse zurück, wobei die Figuren dann fiktiv sind und die Umgebung vielleicht auch.

Mein Vorschlag wäre, wenn du deine Texte teilen willst: Erschaffene neue Figuren, die diese Dinge durchleben, gib ihnen ruhig auch Charaktereigenschaften von dir - aber auch andere, die weniger mit dir zu tun haben. Versuche, richtige Geschichten zu spinnen.

Und vor allem: trau dich einfach! Zeig, was du geschrieben hast, dann weißt du, ob andere es ebenfalls gut finden oder eher nicht - und du siehst, was du vielleicht besser / anders machen musst, damit die Leser Zugang zu deinen Texten finden.

Viele Grüße

- Zack

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

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Beitrag #3 |

RE: Wie viel steckt von euch in den Charakteren?
Mega cool! Ich habe als Teenie kein Tagebuch geführt und nur vereinzelt mal geschrieben ich bereue das. So ein Tagebuch erfüllt ja auch therapeutische Zwecke.

Als du dein Tagebuch geschrieben hast, hast du ja nicht daran gedacht dass du es eventuell eines Tages veröffentlichst. Dadurch ist es ja sehr "ehrlich" und 'extrem'. Du musst dir genau überlegen ob du das öffentlich machen willst. Auch musst du andere Menschen schützen über die du deinem Tagebuch etwas erzählt hast. Familie und Freunde

Gib es doch mal einer Person die dir nahe steht und lass sie es lesen. Dieser Mensch kann dir dann sagen ob die "handlung" nachvollziehbar ist.
Dinge ändern musst du am Ende sowieso


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Beitrag #4 |

RE: Wie viel steckt von euch in den Charakteren?
Hallo zusammen.

Der Titel ist - in Verbindung mit dem Anliegen von Aphrodite - etwas verwirrend. Aber ich würde gerne auf die Frage eingehen, und diese auch gerne erweitern:
Wieviel steckt von anderen Personen in den Charakteren, die man so in Geschichten verbaut?

Wenn ich mir ganz speziell anschaue, was da für Personen bei mir rausgekommen sind, ist mir selbst klar, dass da auch sehr viel von mir drin steckt. Natürlich immer verklärt, immer so verwischt, dass es letztendlich eine ganz andere Persönlichkeit ist. Wobei das mitunter nur zum Teil zutrifft, denn die meisten Charaktere sind tatsächlich eigenständig, schon vor dem ersten Satz im Kopf. Der andere Teil - ich sage mal: Die Statisten/Nebendarsteller - ist es, der dann aus dem eigenen Fundus der Wertigkeiten, der Bewegungen und Beweggründen zusammengestellt wird.

Interessant ist es auch, wenn reale Menschen sich plötzlich in den Fokus rücken und - unwissentlich - entweder eine Vorlage darstellen, oder selbst in die jeweilige Geschichte eingebaut werden.

Am schwierigsten fand ich es bis jetzt, tatsächlich lebende Personen, von denen nur das geschriebene Wort zur Verfügung stand, so exakt wie nur möglich in eine gemeinsame Geschichte zu bringen. Da musste die Umsetzung tatsächlich eins zu eins sein. (Natürlich nur mit positiven Eigenschaften. Also vorwiegend.)

VGD.


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