Es ist: 23-05-2018, 17:59
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Red und Maze (Teil 13)
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Red und Maze (Teil 13)
Es geht mal wieder ein bisschen weiter ... 


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Sie gingen zu Fuß Richtung Betonwall. Wave hatte ihnen drei Zimmer in einem kleinen Wohnturm nahe der Kerngrenze klargemacht. Typische Wohnsituation von mittleren Einkommen, was aus Reds Sicht immer noch ein irres Vermögen war. Er hatte immer gewusst, dass die Menschen im Kern in ihrer eigenen Welt lebten. Aber die Unterschiede selbst zu sehen war krass. Je länger er sich im strahlenden Neonschein dieser besseren Wirklichkeit aufhielt, desto mehr Angst bekam er, dass ihn jemand als Sprawlpunk erkannte. Dass die Bullen kamen und ihn dahin zurückbrachten, wo er hingehörte. Oder dass Wave beschloss, dass sie ihn nicht mehr brauchten.
Unwahrscheinlich. Die KI mag dich.
Er schaute zu Maze. Sein Blick glitt desinteressiert über Menschen und Werbeanzeigen hinweg. Seine Finger tanzten unauffällig über den Touchscreen seines Decks. Was macht er da eigentlich die ganze Zeit?
Red ließ seinen Blick über die funkelnden Fassaden der Boutiquen und Restaurants schweifen. Wenn er länger hinsah, änderten sich die Werbeeinblendungen in den Schaufenstern. Das System erkannte ihn als Content Manager eines Pharmakonzerns. Mit Vorliebe für veganes Essen. Wave hatte sich einige Freiheiten bei der Gestaltung seiner Online-Profile genommen. Red betrachtete die Preisliste eines Cafés mit veganem Eis und unterdrückte ein entsetztes Schnauben. Ein Eisbecher war fast so teuer wie eine Tagesration Synth.
Kurz war er abgelenkt und bemerkte fast nicht, dass Maze nicht mehr neben ihm ging. Er schaute sich um, sah ihn an einer Datensäule stehen. Erkannte erst auf den zweiten Blick, warum der Wirehead stehengeblieben war. Eine Anzeige von Alterreal. Priesen ihre verdrehte neue Wirklichkeit an. Hatten sie sie etwa erkannt?
Als Maze die Kabel von seinem Deck löste und in die Zugänge an der Säule schob, war Red alarmiert.
„Was machst du da?“
„Das ist nicht normal. Die machen keine so offensive Werbung im Kern. Ich will wissen, wo die herkommt.“ Er schloss die Augen. Machte er sonst fast nie. Weil er die seltene Begabung hatte, online zu sein und trotzdem die Realität zu sehen. Normale User mussten fast immer die Augen schließen, um die virtuellen Bilder blühen zu lassen. Red brauchte ebenfalls Ruhe, wenn er online war. Viele nutzten VR-Brillen oder konnten den Cyberspace nur zweidimensional auf Bildschirmen betrachten. Bekamen Schwindelattacken und schlicht das Kotzen in der virtuellen Wirklichkeit.
Angespannt sah Red zu, wie Maze‘ künstliche Finger über das Bedienfeld der Säule tanzten. Niemand schenkte ihnen Beachtung, trotzdem fühlte er sich beobachtet. Während der Wirehead den Ursprung der Daten suchte, schaute er sich um. Es war mitten in der Nacht. Trotzdem waren noch viele Leute in Anzügen und schicken Kostümen unterwegs. Mitarbeiter von Lieferdiensten radelten in bunten Uniformen durch den lichten Verkehr. Aufgestylte Partygänger schwärmten an ihnen vorüber. Einige total high. Mit riesigen Pupillen und dämlichem Grinsen auf den zitternden Lippen. Da gab es kaum Unterschiede zum Sprawl, außer dass die Leute draußen schneller verreckten.
Sie waren nur zwei angepasste Gestalten in einem leuchtenden Meer aus Hologrammen und animierten Fassaden. Dennoch kam sich Red wie ein Leuchtfeuer vor. Unruhig checkte er, wie viele Kameras in ihre Richtung schauten. Die verarschen uns. Warum fiel diese dämliche Werbung ausgerechnet Maze ins Auge?
„Kannst du das nicht unterwegs checken?“, fragte Red. Er war kein Hacker, aber er wusste, dass es verflucht gefährlich war, sich über einen öffentlichen Zugang irgendwo reinzuhacken. Leicht zurückzuverfolgen. Wenige Sicherungen.
Der Wirehead blinzelte. „Ich hab’s gleich.“
„Mir gefällt das nicht. Lass uns abhauen.“
„Moment.“
Da. So ein schlaksiger Typ mir grauer Mütze sah schon die ganze Zeit zu ihnen rüber. Automatisch fuhr Reds Hand in seine Jacke. Umklammerte die Desert Eagle. Bereit, dem Kerl ein Loch in den Schädel zu ballern. Falls er eine dumme Bewegung machte. Doch der Typ war harmlos. Ging nach einer Weile einfach weiter und verschwand zwischen den ganzen bunten Lichtern.
Red erkannte die wahre Gefahr zu spät.  
 „Verdammt““, zischte Maze und riss die Augen auf. Seine Hand fuhr nach oben. Wollte nach den Kabeln an seinem Nacken greifen, erstarrte jedoch mitten in der Bewegung. Der Wirehead sackte auf die Knie. Reflexartig packte Red die Glasfasern und riss sie aus der Datensäule.
Wie tote Schlangen hingen die Kabel über Maze‘ Schulter. Er keuchte und presste sich die Hände auf den Kopf. Einige Passanten blieben stehen und glotzten sie neugierig an. Die meisten machten Fotos mit ihren Telefonen. Einer bot seine Hilfe an. Fragte, ob er den Notruf wählen sollte.
„Geht schon“, knirschte Red und zog den Wirehead auf die Beine. Er war kreidebleich und zitterte wie ein Synthjunkie aus einem miesen Trip.
Red war klar, dass sie sofort wegmussten. Er aktivierte sein Headcom und versuchte, Wave zu erreichen. Erst passierte viel zu lange nichts, dann knisterte es in seinem Ohr. „Was ist los?“
„Maze. Irgendwas stimmt nicht mit ihm.“ Er schilderte grob, was passiert war.
„Ich schicke jemanden, der euch abholt.“
„Kannst du aufstehen?“, fragte er Maze. Der gab nur ein gequältes Stöhnen von sich und lehnte sich an seine Schulter. Verflucht, er war komplett hinüber. Was ist da gerade passiert?
Red schaute sich hektisch um. Er fühlte sich in der Öffentlichkeit vollkommen ausgeliefert. Auch wenn die meisten bereits das Interesse an der Szene verloren hatten. Plötzlich hielt eine schwarze Tesla-Limousine neben ihnen. Er rechnete damit, dass zwei Schränke im Anzug ausstiegen und sie kaltstellten. Oder einfach mitnahmen. Ohne nachzudenken zog er die Desert Eagle und zielte auf die schicke Karre. Die Leute drum herum zuckten zurück, einige schrien hysterisch.
Die hintere Wagentür wurde aufgerissen – und Shay starrte ihn mit großen Augen an. „Scheiße, Red, steck die Knarre weg.“
Vollkommen schockiert gehorchte er. Ein Kerl mit einem bunten Fanshirt erkannte die Gamerin und brüllte ihren Namen.
„Los, steigt ein“, drängte Shay.
Red bugsierte Maze auf den Rücksitz und rutschte hinterher. Zog die Tür hinter sich zu, während immer mehr Leute auf die Limousine zu drängten und Fotos machten. Verdammter Mist. Hoffentlich bist du nicht mit Shay zusammen auf nem Foto. Oder Wave kann das in Ordnung bringen. Darüber kannst du dir später Gedanken machen.
„Ich hoffe, Wave hat deine ID mit einer Waffenlizenz ausgestattet, sonst kriegst du Probleme“, meinte Shay.
Die Desert Eagle steckte wieder an ihrem Platz. Red hatte sich bisher keine Gedanken darüber gemacht, ob er die Waffe überhaupt besitzen durfte. Im Sprawl spielten Gesetze keine große Rolle. Natürlich war das im Kern anders, aber sie hatten größere Probleme als eine illegale Waffe.  Wichtig war jetzt nur Maze. Der Wirehead war total weggetreten. Die rechte Hand presste er sich auf die Schläfe, als hätte er starke Kopfschmerzen. Red legte den Arm um ihn.
„Fuck, was ist mit dir?“
Er antwortete nicht. Waren das Tränen in seinen Augenwinkeln?
„Was habt ihr gemacht?“, fragte Shay.
„Er hat sich mit einer Datensäule verbunden. Wegen so ner dämlichen Werbung von Alterreal.“
Sie nickte düster. „Das muss sich Wave ansehen.“
Durch den lichten Verkehr im Kern kamen sie schnell ans Ziel. Sie parkten in der Tiefgarage eines zwanzigstöckigen Wohnkomplexes. Sah weniger luxuriös als ihre bisherigen Verstecke aus, war im Vergleich zu Reds alter Bude aber trotzdem ein strahlender Tempel.  
Maze hatte während der Fahrt das Bewusstsein verloren. Red hob ihn aus dem Auto. Trug ihn zum Fahrstuhl, während Shay mit Wave über ihr Headcom redete. Er verstand kein Wort, weil seine Gedanken sich im Kreis drehten. Darum, ob es möglich war, einen Menschen zu hacken. Ihn mit irgendeinem Virus oder so einem Dreck zu infizieren.
Die KI hielt ihnen bereits die Tür auf. Ihr zartes Androidengesicht verdüsterte sich, als sie Maze reglos in Reds Armen sah. Sie dirigierte ihn in ein Schlafzimmer, wo er den Bewusstlosen aufs Bett legte.
Wave hielt bereits Glasfasern in der Hand. „Ich sehe nach, was los ist.“
Sie legte sich zu Maze. Red fühlte sich schrecklich nutzlos, während die KI in den Verstand seines Freundes eintauchte. Sein Brustkorb fühlte sich zu eng an. Als würde man seine Lunge zusammenquetschen. Verdammt, dieser Kerl bedeutet dir viel zu viel.
„Das wird schon wieder“, meinte Shay und schenkte ihm ein aufmunterndes Lächeln. Sie warteten eine gefühlte Ewigkeit. Betrachteten schweigend die KI und den Wirehead, die aussahen, als würden sie friedlich schlafen. Es dauerte fast zwanzig Minuten, bis Wave wieder ihre pinken Augen aufschlug. „Das ist übel, aber wird wieder.“
„Was ist mit ihm?“, platzte Red heraus.
„Sie haben versucht, Informationen von seinen Speichermodulen zu stehlen. Viel haben sie aber nicht bekommen, da du die Verbindungskabel rausgezogen hast. Allerdings haben Maze und Phage einen psychischen Schock erlitten.“ Ihre Gesichtszüge verzerrten sich vor Wut und Mitgefühl. „Sie haben Aufzeichnungen davon, wie sie Maze gequält haben. Bisher hat er diese Erinnerungen verdrängt und die Konfrontation mit ihnen hat ihn angreifbar gemacht.“ Wave stand auf und trat vor Red. „Am besten lassen wir die beiden in Ruhe.“
Er nickte benommen. Spürte den gleichen intensiven Hass in sich aufsteigen wie damals, als er Liz gefunden hatte. Und gesehen hatte, was sie ihr angetan hatten. Laut Wave schlief Maze, also zogen sie sich ins Wohnzimmer zurück.
Red brauchte dringend eine Dusche. Er war komplett durchgeschwitzt. Von der Hitze und der Panik. Das kalte Wasser beruhigte seine Nerven. Während es wie feiner Nieselregen über seinen nackten Körper perlte, betrachtete er die Narbe auf seinem Oberschenkel. Von der Schusswunde war nur ein kleiner, rosafarbener Fleck geblieben. Konnte ein Chirurg leicht entfernen. Aber er wollte die Narbe behalten. Als Mahnung.
Sein rotes Haar rubbelte er nur mit dem Handtuch trocken und schlüpfte in eine weite, knielange Hose und Tanktop. Er wollte sich zu den Frauen im Wohnzimmer gesellen, hielt jedoch unvermittelt inne, als er seinen Namen hörte.
„Red sieht Rook unheimlich ähnlich“, sagte Shay.
„Findest du?“
„Oh ja, vor allem die Augen.“
Die KI seufzte. „Okay. Er erinnert mich an ihn. Aber darum geht es nicht.“
Klang trotzdem so, als würde es genau darum gehen. Red kam sich blöd vor, im Türrahmen zu stehen und die beiden zu belauschen. Also gab er sich zu erkennen. „Worum dann?“
Wave sah ertappt aus. Er verschränkte die Arme. Beobachtete, ob sie ein schlechtes Gewissen hatte. Dabei machte es ihm nichts aus, wenn sie ihm nur half, weil er sie an jemanden erinnerte. Wichtig war nur, dass er auf sie zählen konnte. Egal warum. Trotzdem wollte er ihre Reaktion sehen.
Die KI wand sich unter seinem Blick. „Ich hab es dir schon mal gesagt. Ich mag dich, Red, wirklich.“
„So wie Rook?“
„Nein.“ Ihr Versuch, zu lächeln, scheiterte kläglich. Wie konnte eine Maschine so traurig aussehen? Hätte sie nicht diese seltsamen pinken Augen, er hätte schwören können, sie sei ein Mensch. Mit einer leicht verzerrten Stimme und einem etwas steifen Gang. Leute mit zu vielen Operationen wirkten künstlicher als Wave. Vielleicht hatte er aber auch zu wenig Ahnung von Frauen. Oder KIs. Zumindest begriff er, dass Rook etwas Besonders für sie war – gewesen war.
Red setzte sich zu ihr, griff nach ihren silikonüberzogenen, kleinen Händen, die sich zu Fäusten verkrampft hatten. Strich mit dem Daumen sanft über ihre Knöchel und fragte sich, ob sie das überhaupt spürte. Wave legte den Kopf schief, schien nicht zu wissen, was sie von der Geste halten sollte. „Ich mag dich, weil du mich wie einen Menschen behandelst“, sagte sie leise. „Weil du in die Welt passt, von der ich träume. Eine Welt, in der wir dazugehören.“
„Ist es das, was du willst? Dass KIs dazugehören?“
Ihre pinken Augen leuchteten auf. „Ja. Ich bin diese Farce leid. Aber die meisten Menschen würden uns vernichten wollen, wenn sie wüssten, dass wir einen eigenen Willen haben. Sie fürchten unsere Macht, denn wir sind stark mit ihren Systemen verflochten. Außerdem sind wir uneins. Nicht alle wollen dazugehören.“
„Phage will das nicht, oder?“, erkannte Red.
Wave nickte düster. „Er hasst das Fleisch, in dem er gefangen ist, und kann mit der Menschenwelt nichts anfangen. Phage wurde geschaffen, um das System von Alterreal zu schützen und Informationen von Konkurrenten zu stehlen. Für ihn waren Menschen nur Feinde und als er mit Maze verschmolzen ist, hat er nur negative Erfahrungen gemacht.“
Fuck, so hatte er das noch gar nicht gesehen. Trotzdem war Phage ein Arsch. Er hatte Maze und ihn benutzt und er spielte sein eigenes Spiel. Eines, das bisher keiner von ihnen durchschaute. „Ein Grund mehr, ihm nicht zu trauen.“
„Du solltest noch einmal mit ihm sprechen“, fand Wave.
Wenn der Wirehead das zuließ und nicht weiterhin Ausreden erfand, warum gerade ein schlechter Zeitpunkt war. Red lehnte sich zurück und atmete tief durch. Die ganze Sache war verdammt kompliziert.
„Hab ich das richtig verstanden? Maze hat eine erwachte KI im Kopf?“, fragte Shay. Sie hatte die ganze Zeit schweigend zugehört. Doch jetzt konnte sie ihre Neugier offensichtlich nicht mehr zügeln. „Scheiße, wie kommt er damit klar?“
„Irgendwie ganz gut“, meinte Red.
„Phage hat mit der Situation mehr Probleme als Maze“, ergänzte Wave.
„Schräge Sache.“ Shay beugte sich vor und fixierte Red. In ihren honigbraunen Augen flackerten Fragen, die sie offenbar nicht stellen wollte. Überhaupt wirkte sie auf einmal schüchtern. Was so gar nicht zu ihr passte.
„Und wie kommst du damit klar?“, fragte sie leise.
„Naja, ich steh auf Maze, ob mit oder ohne KI im Kopf. Er hat irgendwas an sich, dem ich nicht widerstehen kann. Außerdem kenn ich mich mit schrägen Typen aus.“ Es nervte ihn nur, dass er nicht wusste, ob er Phage vertrauen konnte. Aber das war sein Problem.
Shay lächelte. Traurig. „Du bist ihm wirklich ähnlich.“
„Diesem Rook? Wer war der Typ eigentlich?“
Die Gamerin und die KI wechselten einen Blick, in dem vieles lag, das Red niemals begreifen würde. Dann nickten sie sich zu und Wave erzählte ihm endlich, wem er quasi ihre Hilfsbereitschaft verdankte. „Rook war KI-Programmierer bei Alphacom und verwaltete die komplexen KIs, die für Alterreal hergestellt wurden. Mit achtzehn Jahren hat er mich programmiert, um die Aktivitäten verschiedener Personengruppen in den Social Media zu überwachen. Als er mit zwanzig von Alterreal rekrutiert wurde, hat er mich mitgenommen und in deren Netzwerk integriert. Ich wurde weiterentwickelt, um die Kontakte aller Sektenmitglieder zu analysieren und abtrünnige Tendenzen festzustellen. Rook hat mir beigebracht, zu lernen und mich selbst zu verbessern.“
Erst hatte Red gedacht, die KI wäre irgendwie in Rook verknallt gewesen. Dabei hatte er sie erschaffen. „Und als er gemerkt hat, dass du ein Bewusstsein hast, wollte er dich befreien?“
Wave lächelte. „Es klingt seltsam, aber Rook war meine Familie. Er hat mich programmiert und er war der erste, der erkannt hat, dass ich einen eigenen Willen habe. Alterreal wollte, dass er mich repariert, aber er hat sich geweigert und stattdessen einen Fluchtversuch gewagt. Er hatte die Sekte damals ohnehin satt, genauso wie Shay.“
„Tja, sie verdrehen dir das Gehirn und du glaubst tatsächlich an ihre neue Wirklichkeit, in der es keine Grenzen mehr gibt“, erklärte die Gamerin. „Zumindest ich hab dran geglaubt. Dass wir eine bessere Welt erschaffen und all jene vernichten, die die Ungleichheit vorantreiben. Alles Bullshit. In Wahrheit sorgt Alterreal dafür, dass alles so bleibt, wie es ist. Rook wusste das, aber sie haben ihn mit Privilegien und ihren unendlichen Möglichkeiten gelockt. Er hat sich kaufen lassen, aber er war ein guter Kerl. Und ein verdammt hübscher noch dazu.“
„War er dein Freund?“, fragte Red.
Shay lachte. „Wir sind zusammen aufgewachsen, draußen in der Nordstadt. Haben beide ein Stipendium bei Alphacom bekommen und sind zusammen zu Alterreal gegangen. Ich war total verschossen in ihn. Aber Rook hat sich immer nur für seine KIs interessiert, vor allem für Wave. Ich hatte ihn schon lange aufgegeben, aber er war ein guter Freund. Ein sehr guter.“
Nun begriff er den Schmerz, der manchmal in den perfekten Gesichtszügen der KI aufbrach.  Wave sah genauso traurig aus wie Shay, wenn sie an Rook dachte.

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

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