Es ist: 19-08-2018, 16:16
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Dystopie/Cyberpunk-Indonesien (Teil IV bis VI)
Beitrag #1 |

Dystopie/Cyberpunk-Indonesien (Teil IV bis VI)
So geht die Geschichte weiter ... jalan-jalan ...


IV
 
Von seinem Büro in der 34. Etage aus konnte Andrew Wu auf den imposanten Kreisverkehr Bunderan HI hinabblicken, in dessen Zentrum sich die Säule mit den beiden verwitterten Skulpturen befand, die das Monumen Selamat Datang, das Willkommensmonument, darstellten. Ein Mann und eine Frau, den rechten Arm zum Gruße gen Himmel erhoben, den Gezeiten trotzend, die bereits seit mehr als 80 Jahren auf sie niedergingen. Die Säule ruhte ehern inmitten einer gewaltigen Springbrunnenanlage, die das Zentrum der Insel darstellte, um die sich der Kreisverkehr mit seinem steten Strom an Fahrzeugen erstreckte. Wie eine endlose Schlange, die sich durch den Sprawl wand und dabei niemals ermüdete.
Die Firmenzentrale der KerisCombat Inc. lag gegenüber des alteingesessenen, berühmten Hotel Indonesia und den weitaus moderneren Bankentürmen, die Bunderan HI mit ihren spiegelglatten Fassaden und imposanten Hologrammen säumten.

Gelangweilt wandte Andrew den Blick von diesem ermüdenden Schauspiel ab, als sein Konek ihm den Eingang einer neuen Verbindung anzeigte. Vor ihm in der Luft erschien das Abbild seines Sekretärs Achmad. Noch bevor der Mann auch nur ein Wort gesprochen hatte, konnte Andrew an seinem Gesichtsausdruck bereits erkennen, dass es sich um schlechte Nachrichten handelte. Aber nach dem bestätigten Tod von fünf ihrer Mitarbeiter aus dem aktiven Dienst, hatte er auch nicht damit gerechnet, dass er heute noch etwas Erfreuliches zu hören bekommen würde. Andrew hasste es, wenn das passierte. Das Ableben von Aktivposten erforderte immer besonders viel bürokratischen Aufwand. Missmutig schüttete er sich den Rest des mittlerweile nur noch lauwarmen Kaffees in den Rachen und bedeutete Achmad mit einem Nicken, dass er bereit war, die schlechte Nachricht zu empfangen.

„Wir haben Besuch, Mr. Wu. Eine Ibu* Suryono“, teilte ihm der Mann mit, der stets nur so viel sagte, wie unbedingt nötig war.
„POLRI?“, stellte Andrew die einzige Frage, die ihm dazu einfiel, und Achmad brachte ein einzelnes Nicken zustande.
Andrew lehnte sich in seinem Bürosessel zurück und das SmartTech-Material passte sich sofort seiner neuen Sitzhaltung und der gestiegenen Körperspannung an, die sich seiner bemannt hatte. Ungefragt aktivierte der Sessel die Massagefunktion, um sich seiner verspannten Muskulatur anzunehmen. Die Frau verhieß sicherlich nichts Gutes. Es war eine Schande, dass die Regierung sich noch immer nicht dazu hatte durchringen können, KerisCombat die allumfassenden Befugnisse zur Ausübung polizeilicher Gewalt in dem Distrikt zu übertragen, oder besser noch für den gesamten verdammten Sprawl. Die Staatsgewalt war doch überhaupt nicht mehr dazu fähig, ihren Diensten nachzukommen. Ineffizient, ausgehöhlt durch eine erstarrte Bürokratie, die sich wie ein Geschwür immer weiter ausgebreitet hatte, und geplagt durch ständige Budgetkürzungen. Sicherheit war etwas, für das es sich zu zahlen lohnte. Wer mehr zahlte, der durfte eben auch mit dem Gefühl belohnt werden, sicherer leben zu können. Und für all die anderen hatte die KerisCombat Inc. kostengünstige Sondermodelle anzubieten. Es brauchte ja nicht jeder ein Eliteteam zu seiner Sicherheit. Das war doch nichts anderes, als das Geschäft mit Versicherungen. Wer sich keine Versicherung leisten wollte, der musste eben selbst auf dem Schaden sitzenbleiben, wenn denn einmal etwas passierte.  Sicherheit konnte in allen nur möglichen Varianten bei der KerisCombat Inc. minutengenau gebucht und abgerechnet werden. Es war ein modulares System mit vielen Möglichkeiten, das jedem Bedürfnis gerecht wurde. Zumindest war es das, was die PR-Abteilung ihren Kunden bisher sehr erfolgreich verkauft hatte. Und jetzt war ein Klasse-B-Eliteteam ausgelöscht worden. Einfach so. Und es war sein Zuständigkeitsbereich gewesen, in dem dies geschehen war. Andrew spürte bei diesem Gedankengang die Hitze in sich aufsteigen, obwohl sein Büro auf eine angenehme Raumtemperatur herabgekühlt war. Er durfte jetzt nicht die Ruhe verlieren. Nicht jetzt, wo sein Aufstieg so kurz bevorstand.

„Welchen Rang bekleidet unsere geschätzte Besucherin denn?“, informierte er sich bei Achmad. Sein Sekretär hatte die Daten natürlich bereits vorbereitet. Ohne etwas zu sagen, übersandte er ihm die Akte, die sich sofort in einem weiteren Datenfenster vor seinen Augen öffnete. Über alle ihnen bekannten Offiziere der POLRI hatte der Konzern wohlweislich Akten anlegen lassen. Information war neben modernster Waffentechnologie ihr wichtigstes Instrument.
Chief Inspector Tika Suryono, 34 Jahre, Bareskrim, die Criminal Investigation Agency der POLRI, las er das Datenfenster, überflog den Rest der Informationen, die die Analyseabteilung über die Frau zusammengestellte hatte, aber nur und konzentrierte sich stattdessen lieber auf das Bildmaterial. In den meisten Menschen konnte Andrew lesen wie in einem Buch. Menschen waren schließlich sein Geschäft. Nachdem er Achmad dazu angewiesen hatte, Suryono gebührend zu empfangen, widmete er sich wieder der Akte. Es gab einige Holo-Bilder und auch Video- und Audiomaterial. Wenige Minuten später und gestützt durch seine diversen Analyseprogramme hatte sich Andrew bereits ein Bild von seiner neuen Gegenspielerin gemacht. Es würde ein interessanter Tanz werden. Suryono war keine klassische Schönheit, aber durchaus in ihrer eigenwilligen Art äußerst attraktiv. Sie hatte zudem eine hübsche Figur. Sie war intelligent, entstammte einer konservativen javanischen Familie, wie Andrew vermutete, und ihr Privatleben war vermutlich nicht gerade das, was man als besonders aufregend oder abwechslungsreich bezeichnen konnte. Eine gefährliche Kombination. Sie war ein Mensch, der für seinen Job lebte. Und sie war gut in ihrem Job, bewegte sich aber ständig in einer Art Drahtseilakt, da es Leute, vornehmlich Männer, über ihr gab, die sie gerne ganz weit unten gesehen hätten. Irgendwo, auf einem unbedeutenden Posten. Im Urwald von Papua, zum Beispiel. Mitten ins Nest der Sezessionisten und ihrer Sprengstoffanschläge gegen Regierungsgebäude und Konzernanlagen.

Andrew speicherte sich alle Erkenntnisse, die er gewinnen konnte, überprüfte den Sitz seines SmartBusinessanzugs auf Korrektheit und wappnete sich innerlich für einen langen und anstrengenden Arbeitstag. Wie die meisten Mischlinge, galt er mit seiner eher spitzen Nase und der helleren Haut unter Indonesiern als äußerst gutaussehend, was sich unter anderem daran zeigte, dass viele Stars aus der Medienbranche ebenfalls Mischlinge waren. Andrew glaubte nicht, dass das bei Suryono viel Eindruck machen würde, aber Andrew hatte die Erfahrung gemacht, dass kein Mensch, weder Frau noch Mann, dazu in der Lage war, das Aussehen und Erscheinungsbild des Gegenübers grundsätzlich zu ignorieren. Er würde es also zuerst mit seinem Charme probieren. Einen Versuch war es immerhin wert. Und seine hochwertigen Analyseprogramme würden ihm dabei helfen, Suryonos Mikromimik zu entschlüsseln und hinter die kühlen Augen dieser Frau zu blicken.
 
 
V
 
Samayanti schlug die Augen auf. Sofort griff sie an ihr Handgelenk, aber ihr Konek war nicht dort, wo sie es normalerweise trug. Irritiert blickte sie auf die schmale Fläche ihrer Haut, die geringfügig heller war als der Rest. Sie fühlte sich nackt, als sie das Fehlen des Geräts bemerkte. Und ihr war heiß. Sie spürte den Schweiß, der ihr auf der Stirn stand und auf ihrer Haut hinabrann. Es war schwül. Plötzlich fiel ihr das Atmen schwer. Als sie neben sich die Stimme einer Frau hörte, die fast ausdruckslos sprach, zuckte sie erschrocken zusammen.

„Der Patient ist erwacht“, hörte sie die Stimme sagen. Dann spürte sie das Sensorpad, das man an ihr befestigt hatte und das zu einer MedTech-Einheit gehörte, die neben ihr stand. Samayanti hatte noch niemals zuvor ein so altes Gerät direkt aus der Nähe gesehen. Wo war sie hier überhaupt? Und viel wichtiger noch, wie war sie nur hierhergekommen?

Der Raum, in dem sie lag, war nicht sehr groß. Sie selbst lag auf einer alten Matratze, die ohne Bett oder ähnliches direkt auf dem gekachelten Boden ruhte. Außer ihrer Schlafstatt standen da noch ein offensichtlich nicht funktionierender Ventilator und ein Ungetüm von einem Fernseher auf einer Art Hocker abgestellt. Ein 2D-Gerät, wie sie vermutete, aber sicher war sie sich nicht, denn sie hatte schon lange keinen Fernseher mehr gesehen. So etwas besaßen die Leute einfach nicht mehr, denn das Konek konnte all das, was Fernseher, Computer und Telefon aus der Generation zuvor hatten bewerkstelligen können, und noch einiges mehr. Und es war nicht größer als eine Armbanduhr – die man heutzutage auch nur noch trug, weil es schick war. Einmal mehr vermisste sie deshalb ihr Konek. Sie musste es wohl verloren haben. Aber weshalb? Und wo? Sie konnte sich einfach an nichts mehr erinnern.

Plötzlich erschien das Mädchen in der Türöffnung. Samayanti schätzte es auf 12 oder 13, aber vielleicht war es auch jünger und es war nur die Erfahrung, die es ausstrahlte und es älter machte, als es eigentlich war. Zuerst blicke das Mädchen, das ein etwas zu weites und bereits verblichenes, rot-weißes Unisex-T-Shirt und eine kurze Hose trug, sie nur an und sagte nichts. Dann schien es sich Mut zu fassen, betrat den Raum, kniete sich vor sie hin und blickte auf ihre Hand. Samayanti, die vermutete, was das Mädchen nun erwartete, hob ihre Hand leicht an. Sofort griff das Mädchen, noch immer stumm, danach, küsste sie und hob sie an ihre Stirn. Wohlerzogen, dachte Samayanti und lächelte.

„Wie heißt du?“, fragte sie das Mädchen.
„Ich heiße Siti, Ibu“, antwortete es.
„Ein schöner Name.“
„Danke, Ibu.“ Das Mädchen schien sich zu freuen.
„Ich heiße Samayanti“, stellte sie sich dem Mädchen vor. Siti schaute erstaunt. Einen solchen Namen schien sie noch nicht gehört zu haben. Wie aus einem Märchen.
„Wo bin ich hier?“, fragte Samayanti weiter und ließ ihren Blick wieder kurz durch den Raum schweifen.
„Bei mir zu Hause.“
„Bitte … bitte erzähl mir, wie ich hierhergekommen bin. Ich … kann mich nicht mehr erinnern“, bat sie das Mädchen und Siti schien kurz zu überlegen, wo sie anfangen sollte. Zuerst stockten ihre Worte ein wenig, doch dann wurde sie sicherer und der Redeschwall kam nur so aus ihr hervor. Siti erzählte ihr davon, dass sie und ihr kleiner Bruder, Kadek, sie gefunden hatten. Hier in der Nähe, in einer Gasse nahe des Kanals. Mit Blut besudelt, die Kleidung zerschlissen. Samayantis Herz begann sofort zu rasen. Sie versuchte, die Ruhe zu bewahren. Mit pochendem Herzen blickte sie an sich herab. Erst jetzt fiel ihr auf, dass sie nicht mehr ihre Sachen trug. Das Shirt und die lockere Trainingshose, die sie nun anhatte, hatte sie noch nie zuvor gesehen.
Siti bemerkte ihren Blick.
„Ihre Sachen sind in der Wäsche. Sie sind voll Blut.“ Bei dem Wort „Blut“ stotterte das Mädchen kurz verunsichert.
Samayanti setzte sich auf. Sie wollte nicht mehr liegen.
„Hast du mich ganz alleine hierher gebracht?“, fragte sie ungläubig.
Siti schüttelte den Kopf. „Ich hatte Hilfe. Pak Guo hat mir geholfen. Er ist blind. Ich habe ihm gesagt, meine Tante sei gestürzt und bewusstlos und ich müsse sie schnell zum Haus zurückbringen, um sie an das MedTech anzuschließen. Er hat mir sofort geholfen. Er ist … .“ Siti brach ab.
„Hat Pak Guo keine Fragen gestellt?“
Siti schüttelte wieder den Kopf.
„Er ist nicht so … klug“, versuchte Siti etwas zu erklären, das sie anscheinend nur ungerne aussprach. Dieser Pak Guo schien ein guter Freund zu sein. Sie wollte ihn nicht schlecht machen.
„Ist schon gut, Siti. Ich verstehe. Was hast du dann gemacht?“, fragte Samayanti weiter.
„Es tut mir leid“, fuhr Siti fort und senkte den Blick.
„Bitte erzähle einfach, was du gemacht hast. Du hast alles richtig gemacht. Es gibt nichts, wofür du dich schämen müsstest. Du bist ein tapferes Mädchen, und ich danke dir dafür“, sprach Samayanti auf das Mädchen ein und meinte es auch so. Sie legte Siti ihre Hand auf die Schulter, was diese zuerst zusammenzucken ließ, dann aber zum Lächeln brachte. Sie schien stolz auf das zu sein, was sie geleistet hatte.
„Ich musste ja schauen, ob Sie verletzt sind. Deshalb habe ich Sie … ausgezogen. Aber nur das Kleid, mehr nicht“, fügte sie noch schnell hinzu. Samayanti konnte nicht anders und musste trotz dieser bizarren Situaton, in der sie sich wiedergefunden hatte, lachen. Siti schaute zuerst ein wenig verunsichert, doch dann lachte sie auch.
„Das muss ganz schön schwer gewesen sein“, stellte Samayanti anerkennend fest.
„Ja, das war es. Zuerst wollte ich das MedTech nach draußen bringen, aber dann kam mir die Idee mit Pak Guo“, berichtete Siti weiter und schien sich langsam auch etwas mehr zu entspannen.
Samayanti lächelte sie an.
„Das war eine gute Idee“, pflichtete sie dem Mädchen bei, während sie innerlich über den Gedanken schauderte, dort draußen herumgelegen zu haben. Sie kniff die Augen zusammen. Schweiß war hineingelangt. Mit der Handfläche griff sie sich instinktiv an die Stirn, um den Schweiß wegzuwischen. Sie hatte schon lange nicht mehr so sehr geschwitzt. In der Welt, in der sie lebte, war das nicht nötig.
Siti war ein aufmerksames Mädchen. Ihr Blick folgte Samayantis Hand und wandte sich dann in die andere Richtung, wo der Ventilator stand.
„Ich hatte ihn angemacht, aber manchmal hört er einfach auf. Ist kaputt und funktioniert nicht richtig“, entschuldigte sich Siti.
„Schon gut. Ich bin nur diese Hitze nicht so gewöhnt, aber das wird schon gehen.“

Siti wirkte erleichtert. Dann stand sie auf, ohne etwas zu sagen, und kam kurze Zeit später wieder in den Raum zurück. Sie trug ein kleines Tablett aus zerbeultem Blech, auf dem sie es irgendwie schaffte, zwei gefüllte Becher zu balancieren. Sie kniete sich wieder neben die Matratze, verbarg ihre nackten Füße dadurch hinter sich, da es ihr vermutlich unangenehm war, wenn Samayanti sie sah.
„Bitte“, sagte Siti und bot Samayanti das Wasser an.
„Vielen Dank“, bedankte Samayanti sich, nahm den Becher und trank. Erst jetzt spürte sie, wie durstig sie eigentlich gewesen war. Ohne den Becher abzusetzen, trank sie das kühle Nass und fühlte sich gleich viel besser. Siti hatte Klumpen zerbrochenen Eises in das Wasser geschüttet. Sicherlich teuer, dachte Samayanti und spürte Scham darüber, dass sie diesem armen Mädchen so zur Last fiel. Sie sollte einfach aufstehen und nach Hause gehen. Sie musste sich anstrengen, doch dann fiel ihr wieder ein, wo sie wohnte. Es konnte ja nicht allzu weit sein. Und dennoch fürchtete sie sich. Sie wusste nicht, was geschehen war. Und da sie sich an nichts erinnern konnte, fühlte sie sich diesem hilfsbereiten Mädchen stärker verbunden, als es sonst sicherlich der Fall gewesen wäre.

Da ihr die Stille anscheinend unangenehm war, sprach Siti nach einiger Zeit einfach weiter.
„Ich habe keine Verletzung gesehen und das MedTech hat mir alles genau erklärt, was ich machen muss und welche Werte ok sind und so.“
„Darf ich den Bericht einmal sehen?“, fragte Samayanti und konnte ihre Neugierde kaum unterdrücken. Das Gerät war schon alt, ein Produkt der NoSakit* Corp., wie Samayanti an dem fast nicht mehr zu erkennenden Logo des Konzerns ausmachen konnte. Aber vielleicht hatte es ja trotzdem irgendetwas herausgefunden, was Aufschluss über ihre Lage brachte. Siti aktivierte das Display und der Bericht erschien. Das Gerät hatte alle relevanten Biofunktionen überprüft. Sie erfreute sich bester Gesundheit. Allerdings befanden sich in ihr auch Rückstände einer Substanz, die das MedTech nicht identifizieren konnte. Samayanti bekam Kopfschmerzen. Was hatte dies nun wieder zu bedeuten? Ihre letzte Partynacht war am Freitag gewesen. Natürlich hatte sie Drogen genommen, aber sie nahm grundsätzlich nichts, das sie nicht kannte. Und das waren alles Substanzen, die selbst das alte NoSakit-Gerät hätte identifizieren können.
Dann fiel ihr noch etwas anderes ein.
„Siti, hast du vielleicht mein Konek bei mir gefunden? Ich vermisse es.“
Siti schüttelte den Kopf.
„Nein, leider nicht. Vielleicht liegt es am Kanalufer. Aber da ist viel Müll. Sie können aber meins benutzen. Und wir können es auch orten mit meinem“, schlug Siti sogleich vor.

Samayanti musste eingestehen, dass dieses Mädchen viel besser in der Welt zurecht zu kommen schien, als sie selbst. Es tat das, was getan werden musste. Dazu gehörte eine Menge Mut. Als Samayanti erneut an ihr Zuhause dachte, konnte sie es nicht verhindern, dabei auch an ihren Vater zu denken und an das ausgedünnte Band zwischen ihnen, nur noch zusammengehalten durch das gemeinsame Blut, das in ihrer beider Adern strömte. Die Lügen und Heucheleien, die ihr Vater mit in das Haus gebracht hatte, seit er in der Politik immer weiter aufgestiegen war, hatten die Beziehung zwischen ihnen vergiftet. Samayanti wollte von alldem nichts mehr wissen. Es erdrückte sie und machte sie rastlos in ihrem eigenen Haus, in dem sie sich ohnehin schon einsam fühlte. Aber er war ihr Vater und sie sein einziges Kind. Sie war zum Gehorsam und Respekt gegenüber ihren Eltern erzogen. Doch ihr Wille war stärker als diese Prägung. In dieser Hinsicht war sie ihrem Vater vielleicht sogar ähnlich. Und sie hatte Worte in den Mund genommen, auf die ihr Vater ihr keine Antwort mehr gegeben hatte. Mehr noch hatte er so getan, als seien diese Worte niemals ausgesprochen worden. Dinge, die nicht rechtens sind, existieren auch nicht – ganz so, wie es das javanische Ideal vorsah. Nasi sudah menjadi bubur, dachte sie dabei verbittert an das alte Sprichwort. Wenn der Reis einmal zu Brei geworden war, dann war es so. Man konnte es nicht wieder rückgängig machen. Ganz egal, wie sehr ihr Vater auch so tat, als seien die Worte niemals in die Realität außerhalb ihrer Gedanken entlassen worden.

Samayanti seufzte. Siti senkte den Blick. Sie musste die plötzliche Anspannung gespürt haben, die von Samayanti Besitz ergriffen hatte.
„Bitte hilf mir, mein Konek zu finden“, bat sie das Mädchen. Froh, wieder eine Aufgabe zu haben, holte Siti ihr eigenes Konek hervor. Es war ein kleines, pinkfarbenes Gerät in der Form einer Blume. Fast schon liebevoll strich das Mädchen darüber. Samayanti konnte es ihr nachempfinden, derart nackt, wie sie sich ohne ihr eigenes fühlte. Und doch hatte sie wohl keine derart persönliche Bindung dazu. Sollte es kaputt gehen, würde sie sich ein neues kaufen. Doch für Siti war das keine Option.

Siti holte eine Brille hervor und reichte sie Samayanti, erkannte dann aber ihren Irrtum und lächelte verlegen. Mit einem dankenden Nicken nahm Samayanti das Gerät an sich und stellte eine Verbindung zu ihren Kontaktlinsen her. Siti hatte den Zugriff auf das Gerät bereits freigestellt. Samayanti wählte den Suchdienst an und fokussierte ihn in ihrem Blickfeld. Mit raschen Bewegungen ihrer Augen steuerte sie die Funktion und gab die ID ihres Konek in das Suchfenster ein.
>> Biometrische Identifizierung nicht möglich >>, teilte ihr das Gerät mit. Sitis Konek war damit nicht ausgestattet.
>> Identifizierung durch PersID und Stimmmuster <<, wählte sie stattdessen.
Samayanti folgte den Anweisungen und sprach dann deutlich: „Radèn* Samayanti Raharjo“.
Neben sich hörte sie Siti keuchen. Als sie das Mädchen anblickte, war jegliche Farbe aus Sitis Gesicht verschwunden.
 
 
VI
 
Gemächlich schob sich Tikas Wagen durch den zähen Morgenverkehr, der nach Pusat, dem zentralen Distrikt des Sprawl, floss. Ein Meer aus Rollern umschwirrte ihren Wagen wie eine Meute auf der Flucht befindlicher Cicak*, zwängte sich zwischen die nur langsam vorankommenden größeren Fahrzeuge hindurch, jede Lücke ausnutzend, um schneller vorwärtszukommen. Das zentrale Verkehrskontrollsystem leitete die Verkehrsströme so gut es ging, aber noch war kein Expertensystem entwickelt worden, das es mit dem Chaos des Verkehrs in Jabo hätte aufnehmen können. Das Straßennetz war einfach völlig unzureichend. Bereits vor einigen Jahrzehnten hatten man mit dem massiven Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs begonnen – viel zu spät allerdings. Schon damals hatte die Infrastruktur der Stadt kurz vor ihrem Zusammenbruch gestanden. Eine radikale Beschränkung der Neuzulassungen durch entsprechende gesetzliche Hürden, so wie sie es im gänzlich von den Konzernen beherrschten Singapur schon seit langem durchgezogen hatten, hätte vielleicht den Verkehrsinfarkt noch stoppen können. Doch solche Maßnahmen waren politisch unbeliebt. Der Sprawl-Bewohner war mobil, und das war er schon immer gewesen. Man fürchtete um Wählerstimmen.

Selbst Kinder fuhren in den Gassen ihrer kampung, den dorfähnlichen Siedlungen, die sich noch immer in weiten Teilen Jabos wie die Kerne im Fleisch der Frucht verteilten, mit Rollern durch die Gegend. Selbst modernste Sicherheitstechnologie und eine damit einhergehende Gesetzgebung konnten das nicht verhindern. Eine lückenlose Kontrolle war einfach nicht möglich. Indonesier waren sehr einfallsreich, wenn es um das Finden von Lücken ging. Und auch das war schon immer so gewesen.

Tika gähnte. Vor ihr war der Verkehr vollends zum Erliegen gekommen. An der Seite der Straße, mit ihren schwarz und gelb gestrichenen, massiven Bordsteinen, die selbst die wagemutigen Verkehrsteilnehmer davon abhielten, die Straße auf die ohnehin nur spärlich vorhandenen Gehwege auszuweiten, entdeckte sie die kaki-lima-Händler, fahrende Garküchen aus der alten Zeit, die von ihren Besitzern an den Straßenrändern entlang geschoben wurden und Soto, Sate, Mie oder andere Gaumenfreuden zu einem geringen Preis anboten. Die einfachen, alten Karren mit der einzelnen Radachse und dem Zuggeschirr, das wie ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit anmutete, waren bunt bemalt und blinkten durch nachträglich aufgerüstete animierte Werbebanner und Hologramme. Ihre Wirkung verfehlten sie zumindest bei Tika nicht, der sofort anfing der Magen zu knurren.

Tika fuhr an den Rand der Straße und stoppte ihren Wagen. Sofort wurde gehupt, doch die Empörung verklang schnell, als das Hologramm der POLRI über ihrem Wagen erschien. Sie schaltete es nur selten an, da sie es bevorzugte möglichst anonym unterwegs zu sein. So anonym es eben heutzutage möglich war. Tika schnappte sich ihre kleine Handtasche und stieg aus, spazierte die letzten Meter durch die brütende Hitze zu den kaki-lima-Händlern am Straßenrand. Die Rangabzeichen ihrer Uniform hatte sie bereits zuvor abgeschaltet. Sie wollte keine Sonderbehandlung.

Der Chef der Garküche war ein älterer Mann mit wettergegerbter, faltiger Haut, der ein ausgeblichenes einfaches Batik-Hemd und eine zerschlissene, dünne graue Stoffhose trug. Er grüßte sie freundlich mit einem „Selamat pagi, Bu!“ und sie erwiderte den Gruß ebenso höflich und setzte sich dann auf einen der Plastikhocker, die der Mann vor seiner fahrenden Küche auf die Straße gestellt hatte.
„Sate ayam, Bu?“, fragte er sie.
Tika nickte nur. Der Mann machte sich sofort an die Arbeit. Der Duft der Erdnusssauce ließ Tika bereits jetzt das Wasser im Mund zusammenlaufen. Sie nahm sich eine Flasche Wasser aus der kleinen Kühltruhe, die neben der aufgebockten Garküche stand, hob sie an, um dem Mann anzuzeigen, dass sie sich das Wasser genommen hatte. Und sofort nahm das omong kosong, das leere Geschwätz, seinen Anfang. Indonesier konnten über die belanglosesten Dinge stundenlang diskutieren. Sie liebten nichts mehr, als sich über alles, aber auch wirklich alles, den Mund fusselig zu reden. Und war es auch noch so bedeutungslos. Reden um des Redens willen. Tika war da anders, aber sie gab die zu erwartenden Antworten und ein oder zweimal stimmte sie sogar der Höflichkeit halber kurz in das Lachen des Mannes ein, der ihr dann endlich die Sate-Spieße reichte, welche sie trotz der unerträglichen Hitze mit großem Genuss verzehrte. Der lächerlich geringe Betrag wurde nach ihrer Bestätigung von ihrem Konek an das Gerät des Mannes übertragen. Der bargeldlose Transaktionsverkehr hatte mittlerweile selbst die Unterschicht des Sprawl erreicht.

Als sie wieder in ihrem Wagen saß, ließ der Temperaturunterschied sie frösteln. Also gut, weiter geht’s. Geschlagene zwei Stunden später erreichte sie den großen Kreisverkehr Bundera HI. Tika hatte die Steuerung ihres Einsatzwagens soeben dem Expertensystems der KerisCombat Inc. übertragen, damit dieses ihr Fahrzeug zu einer freien Parkbuchte in der Tiefgarage des Konzerngebäudes lenkte, als das Aufblinken des POLRI-Datenfensters bemerkte, das sie noch immer geöffnet, aber an die Peripherie ihrer Wahrnehmung verschoben hatte. Sie holte es in ihren Fokus zurück und ging rasch die Aktualisierungen durch, die sich während ihrer Fahrt durch das Verkehrschaos des Sprawl ereignet hatten. Die Analyse des Kris war abgeschlossen. Wie zu erwarten, hatte man am Griff des Dolches die Fingerabdrücke des Abgeordneten selbst gefunden. Aber nicht nur das – auch diejenigen Samayantis, der Tochter des Abgeordneten. Tika hielt kurz den Atem an. Warum sollten sich die Fingerabdrücke Samayantis auf dem Kris befinden? Für gewöhnlich ruhte der Kris einer Familie hübsch eingerahmt an der Wand. Er wurde nur selten herausgenommen und dann auch nur vom Familienoberhaupt. Überhaupt interessierten sich die jungen Leute aus Samayantis Generation kaum noch für diese alten Traditionen. Tika selbst hatte den Kris ihrer eigenen Familie noch niemals berührt.

Hatte Samayanti ihren eigenen Vater auf diese an ein Ritual erinnernde Art und Weise umgebracht? Aber welches Motiv hätte sie haben können? Aber selbst wenn, eine junge Frau ohne militärische Kampferfahrung hätte es niemals mit dem Klasse-B-Eliteteam der KerisCombat Inc. aufnehmen können, sogar im Falle eines möglichen Überraschungsangriffs. Welches seltsame Spiel wurde hier gespielt? Sie musste unbedingt schnellstmöglich an die Überwachungsdaten der Enklave gelangen. Der Fall würde in den Medien große Wellen schlagen. Schon jetzt fluteten Berichte ohne jede stichhaltige Information das Netz, blinkten bei all jenen Menschen im Sehfeld auf, die sich ‚politische Nachrichten‘, ‚ungeklärte Verbrechen im Sprawl‘, ‚brandaktuelle Neuigkeiten‘ oder ähnliche Suchparameter auf ihren Konek eingestellt hatten. Natürlich konnte keine dieser Berichterstattungen zu diesem Zeitpunkt irgendetwas Handfestes vorweisen, denn niemand außer der POLRI wusste bisher, was genau im Anwesen passiert war. Aber es war nur eine Frage der Zeit, bis eine der Mikrodrohnen der Cyberspace Community sich Zugang zum Anwesen verschafft hatte. Spätestens beim Abtransport der Leichen, der in Kürze stattfinden würde, würden die ersten sensationsheischenden Aufnahmen die Feeds der Koneks füllen. Und dann war das omong kosong vorprogrammiert, nur dass es sich hierbei um leeres Geschwätz über einen hochrangigen Politiker des Landes handelte, dessen Tochter spurlos verschwunden war.

Missmutig überflog sie noch einmal den Rest der Daten, die AIPTU Chang ins Netzwerk gestellt hatte. Samayantis Konek war in der Jalan Jaksa geortet worden. Von ihr fehlte jede Spur. Auch ihr Onkel, Abgeordneter Rachmanto, war bereits informiert, wusste über den Verbleib seiner Nichte aber gleichfalls nichts auszusagen. Der Mann würde nach dem grausigen Mord an seinem Bruder nun auch noch andere Sorgen haben. Rachmanto konnte ihr Druck machen. Sie kannte seine politischen Absichten nicht gut genug, um den Mann einschätzen zu können. Raharjo und Rachmanto waren beide Mitglieder des MPR, galten als Wortführer, als einflussreiche Persönlichkeiten, die Abstimmungen entscheiden konnten. Und jetzt war Raharjo tot.

Aus einer intuitiven Laune heraus, ließ Tika sich von ihrem Konek eine Zusammenstellung aller bevorstehender Parlamentssitzungen und der entsprechenden Sitzungsthemen herausfiltern, während sie ihren Wagen verließ und dem in ihrem Sichtfeld erschienenen Personaprogramm der KerisCombat Inc. zu ihrer Verabredung folgte. Das Personaprogramm behandelte sie besonders höflich, denn das System hatte ihren Rang gescannt. Tika schnaubte verächtlich. Sie hätte ihn doch wieder abstellen sollen, so wie bei dem Sate-Verkäufer. Aber hier, in der Höhle des Löwen, war das undenkbar. Ihr Rang war das Einzige, das sie davor bewahrte, nicht für wichtig genommen zu werden.


...
* Bu (Kurzform für "Ibu") = Höfliche Anrede gegenüber Frauen (wörtlich "Mutter")
* sakit = Indonesisch für "krank"
* Radèn = javanischer Adelstitel

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Beitrag #2 |

RE: Dystopie/Cyberpunk-Indonesien (Teil IV bis VI)
Hey Garuda,

schön, dass es gleich Nachschub gibt Icon_wink


Zitat:die das Monumen Selamat Datang


da fehlt ein t bei Momument - und ich würde das Wort ganz weglassen, weil du das Selamat Datang danach als Willkommensmonument bezeichnest


Zitat:dass er heute noch etwas Erfreuliches würde zu hören bekommen


liest sich etwas umständlich, würde das "würde" ans Ende des Satzes setzen


Zitat:für das es zu zahlen sich lohnte


besser: für das es sich zu zahlen lohnte


Zitat:die sie gerne ganz weit weg gesehen hätten


statt "weg" würde ich "unten" schreiben

Und schön, dass man über einen Nebencharakter etwas mehr über Tika erfährt Icon_wink ... die Infos passen auch zu dem Bild, das man bereits von ihr hat.

Zitat:dass viele Stars aus der Medienbranche gleichfalls Mischlinge waren

ebenfalls


Zitat:Andrew glaubte nicht, dass das bei Suryono viel Eindruck machen würde, aber Andrew hatte die Erfahrung gemacht


das zweite Andrew durch "er" ersetzen

Zitat:Natürlich hatte sie Drogen genommen


natürlich! Icon_ugly


Zitat:aber sie nahm grundsätzlich nichts, dass sie nicht kannt


dass = das

Der Teil mir Samayanti und Siti hat mir gut gefallen, da er viel vom einfachen Leben der ärmeren Schichten offenbart und gleichzeitig den Kontrast zur Welt der Wohlhabenden aufzeigt. Die Schere ist so weit auseinander gedriftet, dass Samayanti der Aufenthalt bei Siti wie eine Reise in die Vergagenheit vorkommt ...


Zitat:Sie liebten nichts mehr, als sich über alles, aber auch wirklich alles, den Mund fusselig zu reden

Sympathisch  Mrgreen 

Bei Tika passiert erst mal nicht so viel, aber das ist auch noch nicht so wichtig, stattdessen lernen wir die Welt etwas besser kennen und das schnelle Essen an einer mehr oder weniger schäbigen Imbissbude gehört nun mal zum Cyberpunk Icon_wink ... nebenbei flechtest du einige Details über die Welt ein, sodass man sich jetzt schon ein gutes Bild machen kann.

Hin und wieder hast du Nebensätze drin, die es nicht braucht und die den Text künstlich strecken. Beim Überarbeiten würde ich mal schauen, was du vielleicht weglassen kannst, um dem Text etwas mehr Tempo zu geben. Wie im letzten Kommentar gesagt, ich mag deinen Stil, auch wenn er ungewöhnlich ruhig für das Genre daherkommt, aber so manchen Nebensatz kannst du ruhig in die Tonne kloppen Icon_smile

Bis hoffentlich bald

Viele Grüße

- Zack

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

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Beitrag #3 |

RE: Dystopie/Cyberpunk-Indonesien (Teil IV bis VI)
Hallo Zack,

danke für deinen Kommentar und die Verbesserungsvorschläge! Ich werde alle übernehmen, nur beim ersten muss ich widersprechen. Der Name des Monuments lautet „Monumen Selamat Datang“. Deshalb kann ich das erste Wort nicht einfach weglassen. „Monumen“ bedeutet „Monument“ auf Indonesisch. Es ist immer Namensbestandteil; zumindest bei allen Monumenten, die mir jetzt so einfallen.

Was das Tempo angeht: Ich möchte bewusst nicht so schnell erzählen, auch wenn das für das Genre ungewöhnlich sein mag. Aber das mit den Nebensätzen schaue ich mir trotzdem mal an, das lohnt sich sicher 
Die Versionen, die ich hier einstelle, sind ja immer die Erstversionen und von mir noch nicht überarbeitet worden.

Viele Grüße
Garuda

PS: Sorry, falls hier Fehler sein sollten, ich tippe selten auf dem iPad. Ist deshalb für mich sehr ungewohnt.

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