Es ist: 19-08-2018, 16:16
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Red und Maze (Teil 14)
Beitrag #1 |

Red und Maze (Teil 14)
Das Thema Rook hatte Wave ziemlich runtergezogen. Sie war regelrecht geflüchtet,  wollte mit Shay Besorgungen machen. Red nutzte die Zeit, um mit seinem Huawei ein bisschen im Netz abzuhängen. Das leuchtende, kühle Blau des Cyberspace erinnerte ihn an Maze‘ Augen, auch wenn sie dunkler waren. Aber genauso unwirklich und tief.
In einem Anfall von Masochismus rief er die Webpräsenz von Alterreal auf. Las sich ihre verdrehten Texte durch, mit denen sie Liz geködert hatten. Er redete sich ein, dass er den Feind besser kennenlernen wollte. Irgendetwas tun, statt darauf zu warten, dass Maze aufwachte und ihm erklärte, was passiert war.
In der neuen Wirklichkeit der Sekte gab es keine Grenzen. Nicht zwischen dem Kern und dem Sprawl. Und auch nicht zwischen der Realität und ihrem virtuellen Abglanz. Liz hatte von diesem Utopia geschwärmt. Sie hatte fest daran geglaubt, dass das, was sie im Cyberspace erschufen, real werden konnte. Red hatte viel zu spät bemerkt, wie verzweifelt sie gewesen war. Denn eigentlich war seine Schwester viel zu klug gewesen, um diesen ganzen Dreck zu glauben. Und viel zu stark. Wie oft hatte sie ihn davor bewahrt, an einem Drogencocktail zu verrecken?
Warum quälst du dich mit diesem Scheiß? Red atmete tief durch und steckte aus. Schaltete den Fernseher ein und zappte eine Weile durch die Programme. Sah einer blonden Asiatin beim Kochen zu und fragte sich, ob die, die sich die Zutaten leisten konnten, überhaupt selbst kochten. Liz hatte ab und zu für ihn gekocht. Meistens Nudeln mit irgendwelchen Fertigsoßen. Oder Pfannkuchen mit Sirup. Damals hatte er selten Hunger gehabt. Zu viel Synth. Aber er hatte trotzdem gegessen.
Verflucht, du denkst schon wieder an sie. Red blickte Richtung Schlafzimmer. Zeit, nach Maze zu sehen. Dieses Mal würde er alles besser machen.
Er war überrascht, als er den Wirehead auf dem Bett sitzen sah. Wach. Die linke Hand auf seinem Deck, der Blick leer. Aber hast du etwas anderes erwartet? Maze machte das Gleiche wie immer. So tun, als wäre nichts gewesen.
„Hey.“ Red setzte sich zu ihm. Suchte in seinem Gesicht nach einer Regung. Wave hatte von einem Schock gesprochen. Das musste man ihm doch ansehen.  
Doch Maze blinzelte nur. „Hey.“ Gesprächig wie immer.
Red griff nach seiner rechten Hand, fuhr mit dem Daumen über die warme Haut. „Was ist da passiert? An der Datensäule?“
„Hab mich überschätzt.“ Immerhin hatte er den Anstand, zerknirscht auszusehen. „Aber ich hab die Infos, die ich wollte.“
Schön. Trotzdem war es bescheuert, sich durch einen öffentlichen Zugang zu hacken. Das wusste sogar Red. „Was für Infos?“
Maze wich seinem Blick aus. „Erklär ich dir später.“
Verflucht, der bekam die Zähne ja gar nicht mehr auseinander. „Das war scheiße gefährlich man, ich dachte, die haben dir das Hirn gegrillt oder so. Und du sitzt hier seelenruhig und sagst, erklär ich dir später?!“
„Ja.“
Die Wut darüber, dass sein Freund mauerte, peitschte seinen Puls auf. Sie kannten sich erst kurz, hatten aber schon viel durchgestanden. Höchste Zeit, dass der Wirehead auspackte. Oder die KI in seinem Kopf. „Ich will mit Phage reden“, raunte Red düster. „Keine Ausreden mehr.“
Er sah Maze ins Gesicht. Sah, dass er kurz erschrak, ehe die Maske aus Gleichgültigkeit wieder perfekt saß. Langsam schüttelte er den Kopf. „Kein guter Zeitpunkt.“
„Klar, es ist nie ein guter Zeitpunkt! Wo ist dein verdammtes Problem? Hast du Angst, Phage könnte mir etwas erzählen, was ich nicht wissen soll?“ Er war laut geworden. Verdammt. Mühsam senkte er die Stimme. „Vertraust du mir nicht?“
„Doch.“ Das kam schnell. Der Wirehead scannte sein Gesicht. Red blieb hart, starrte ihm trotzig in die künstlichen Augen. Die Mauer aus Eis bröckelte und schließlich seufzte Maze. „Na schön, ich sag dir, was mein Problem ist. Letztes Mal hat Phage auf deine Erinnerungen zugegriffen. Keine Ahnung, wie das funktioniert. Bisher hat sich niemand mit einem Cyborg wie mir verbunden. Zumindest weiß ich nichts davon. Jedenfalls will Phage tiefer graben und er will unsere Erinnerungen teilen. Da gibt’s vieles, was du lieber nicht sehen solltest. Ich trau ihm nicht, okay?“
Wow, ganz schön viele Worte für jemanden, der auf fast alles mit irritierender Gleichgültigkeit reagierte. Red kam Decans Warnung in den Sinn. Du öffnest ihnen die Tür zu deinem Gehirn. In dem Punkt hatte der miese Penner also die Wahrheit gesagt. Deswegen hatte er diese schrägen Bilder gesehen, als sie sich damals verbunden hatten. Erinnerungen, die sein Herz schmerzhaft aus dem Takt brachten. Aber er hatte auch Erinnerungen von Maze gesehen.
Er rutschte näher und lehnte seine Stirn gegen die des Wireheads. „Ich trau ihm auch nicht.“ Ihre Lippen waren nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. „Aber ich hab nichts zu verbergen. Soll er in meinem Kopf graben. Vielleicht kapiert er so, dass ich‘s ernst meine.“
Red spürte seinen warmen Atem auf den Lippen. Widerstand dem Drang, sich vorzubeugen, und ihn zu küssen. Zog sich stattdessen zurück und versuchte, seine Ablehnung mit seinem Blick zu brechen. Komm schon. Ich muss wissen, woran ich bin.
In Maze‘ Gesicht arbeitete es. So viele Emotionen hatte Red noch nie darin gesehen. Abneigung. Sorge. Sehnsucht. „Verdammt. Auf deine Verantwortung.“
Der Wirehead drückte sich an ihm vorbei. Angelte nach seiner zerschlissenen Jacke, kramte den Kabelsalat aus ihren Taschen. Zwischen den transparenten Glasfasern wirkte das schwarze Verbindungskabel fremd und unheimlich. Red überließ es Maze, ihm die Platinkuppen in seine Headbuchse zu drücken. Das Kribbeln in seinem Nacken breitete sich bis in seine Fingerspitzen aus. Er ließ sich aufs Bett sinken, wartete darauf, aus der Realität gerissen zu werden. Auf das Gefühl, zu fallen.
Red schloss die Augen. Ein kalter, stechender Schmerz zuckte durch seine Nervenbahnen. Sein Puls stolperte, als das gleißende Blau sein Bewusstsein flutete. Bilder flackerten durch seinen Geist. Liz und ihr zerbrochener Blick. Die Hämatome an ihrem Hals. Ihr bezauberndes Lächeln. Damals, als sie noch zur Schule gegangen war. Ihre wütenden Augen, wenn er überdosiert hatte.
 Er drängte sie beiseite. Versuchte, sich auf die Bilder von Maze zu konzentrieren. Auf die Fragmente, die in seine Gedanken sickerten. Er sah zwei filigrane Roboterarme, die eine helle Silikonschicht auf das kunstvolle Geflecht aus Metall und Kabeln zogen, das Maze‘ Arm ersetzte. Häuserschluchten flogen an ihm vorüber, wurden mit jedem Schritt dunkler. Menschenmassen wogten über regennasse Straßen, während er mit den Schatten verschmolz.
Die Erinnerungsfetzen wirbelten erst haltlos durch seinen Geist und stabilisierten sich dann. Red fand sich in einem dunkel gekachelten Operationsraum wieder. Ein Typ mit tätowiertem Gesicht beugte sich über ihn. Asiatische Gesichtszüge. Ein bedrohliches Grinsen. Das grelle Kunstlicht brach sich in einer silbernen Klinge. Sein Herz krampfte. Er hörte ein hässliches Knacken, als das Katana ihm die Hand abschlug. Der Schmerz explodierte in seinem Kopf. Er hörte sich schreien, aber es war nicht seine Stimme. Ein eiskalter Sog zerrte ihn in die Dunkelheit, während viel zu viel warmes Blut über einen Metalltisch rann.
„Mit der Hand haben sie angefangen.“
Reds Gedanken klarten auf und er erkannte Maze. Und Phage. Immer noch blond und dem Wirehead trotzdem so ähnlich. Das Bild um sie herum war eingefroren und der Tätowierte verschwunden. Zurück blieb nur die Blutlache auf dem Boden. Und die abgeschlagene Hand, die blutig und bleich auf dem Metalltisch lag.
Red wandte verstört den Blick ab. „Du … ihr wart bei vollem Bewusstsein.“ Natürlich waren sie das. Verdammt.
„Jedes Mal, wenn sie Teile dieses Körpers zerstörten“, bestätigte Phage. „Jedes Mal haben sie Maze fast verbluten lassen. Um mich herauszutreiben. Ich habe gefühlt, dass wir sterben. Beide. Doch ich konnte das Fleisch nicht verlassen. Letztlich haben sie ihn gerettet, um mich zu behalten.“
Red schauderte. „Du hast mir das mit Absicht gezeigt.“ Will er dich etwa damit manipulieren? Er hatte sich doch längst entschieden, Maze zu helfen. Für ihn zu kämpfen.  
Phage lächelte. „Interessant, wie sich unsere Erinnerungen überlagern. Ich konnte auch deine sehen. Du hast Liz sehr geliebt. Aber du warst kein guter Bruder.“
Nein, das war er wirklich nicht gewesen.
„Hör auf damit“, knurrte Maze.
„Schon okay“, meinte Red. „Du hast mich ja gewarnt.“ Er betrachtete Phage. Die grünen Augen passten nicht zu ihm. Das ganze menschliche Aussehen passte nicht zu ihm. „Falls du es noch nicht gecheckt hast, ich bin auf deiner Seite. Zumindest wenn es darum geht, Maze aus der Schusslinie zu halten.“
Die KI legte ihren virtuellen Kopf schief. „Du willst das wirklich durchziehen? Ohne Gegenleistung?“
„Darum geht’s dir also? Nein, keine Gegenleistung. Ich hab jetzt schon mehr, als ich je zu hoffen wagte.“
Maze schien irritiert. „Wie meinst du das?“
„Ohne dich hätte ich kein Ziel und wäre wohl längst bei einem bescheuerten Racheakt draufgegangen oder an einer Überdosis verreckt.“ So realistisch war er inzwischen. „Mit dir zusammen hab ich wenigstens die Chance, diese Wichser da zu treffen, wo es weh tut. Und vielleicht überleben wir diesen ganzen Mist sogar.“
Red spürte, wie sich in der Realität eine kalte Hand in seine schob.
„Vielleicht“, sagte Maze.
Die Umgebung wandelte sich zu einem schicken Apartment. Vor der schrägen Fassade blühten die Lichter der Stadt in Gold- und Blautönen. Unter dem dunklen Glas stand ein Bett. Überzogen mit dunkelblauen Laken. Der Raum wurde jedoch von einer Wand aus Bildschirmen dominiert, vor der ein einzelner, schwarzer Sessel stand.
„Hier habe ich Phage heruntergeladen und in mir versteckt“, erklärte Maze. „Kurz danach haben sie uns gekriegt.“
Seine Worte wurden lebendig. Red sah, wie Securities in dunkler Uniform den Raum stürmten. Gebellte Befehle hallten durch den Raum. Der Wirehead sprang auf, wurde gepackt und zu Boden gerissen. Wurde ins Gesicht geschlagen. Instinktiv ging Red dazwischen, doch die Typen lösten sich in Luft auf. Das alles war nicht echt. Er fragte sich, ob das Maze‘ oder Phages Erinnerung war.
„Was zur Hölle habt ihr Alterreal geklaut?“
„Maze hat mich gestohlen“, erklärte die KI. „Ich habe die Sicherheitssysteme des internen Alterrealnetzwerks programmiert und kenne jede Hintertür. Außerdem haben wir Daten gesammelt über die Mitglieder des Inneren Kreises und kennen die wahren Identitäten aller sogenannten Meister. Grund genug, um Maze zu töten. Aber eine komplexe KI wie mich kann man nicht einfach ersetzen, also haben sie nach einem Weg gesucht, Maze zu vernichten und mich zu erhalten.“
Red war fassungslos und richtete seinen Blick auf Maze. Auf sein virtuelles Ich. „Warum bist du so weit gegangen?“
„Ich habe meine Fähigkeiten überschätzt. Dachte, sie kriegen mich nicht. Als ich begonnen habe zu zweifeln, war mir klar, dass ich die Sekte verlassen musste. Ich wollte nicht ohne Druckmittel gehen. Und ich wollte Phage nicht zurücklassen. Ohne ihn wäre ich niemals an gewisse Informationen gelangt.“
„Leider ist unser Verhältnis kompliziert geworden, seit wir dich kennen“, bemerkte Phage. „Maze hat Geheimnisse vor mir. Außerdem will er nicht, dass dir etwas zustößt. Er will so vieles, was vorher irrelevant war.“
„War doch deine Idee, einen Verrückten wie mich aufzugabeln“, meinte Red. „Um die Drecksarbeit zu machen.“
„Dein Überleben war damals noch irrelevant.“
„Und jetzt kalkulierst du das ein? Zu freundlich.“ Was für ein eiskalter Freak. Diese KI war nicht annähernd so sensibel wie Wave. Falls Phage überhaupt zu so etwas wie Empathie in der Lage war. Angst schien er zu kennen, Hass ebenfalls. Aber konnte er verstehen, was Red für Maze empfand?
Da sind schon mal Klartext redeten, fragte er: „Na schön, dann mal raus mit der Sprache. Was ist an der Datensäule passiert?“
„Alterreal hat Phage ein Angebot gemacht“, sagte Maze. „Angeblich haben sie einen Weg gefunden, ihn aus meinem Kopf zu holen, und angeblich würden sie mich danach gehen lassen.“
Red war alarmiert. „Das ist doch Schwachsinn!“
„Sie bluffen“, bestätigte Phage.
„Und sie haben uns daran erinnert, was passiert, wenn wir nicht kooperieren“, ergänzte Maze. „Das war … etwas zu viel für uns.“
Das war eine harmlose Umschreibung für seinen Zusammenbruch. Red starrte das virtuelle Abbild seines Freundes an. Auch wenn es unmöglich war, in dem Gesicht eines Avatars zu lesen, glaubte er zu erkennen, dass Maze Angst hatte. Angst davor, dass die KI auf den Deal einging. In Reds Hirn arbeitete es. „Das erklärt nicht, warum du so bescheuert warst, einen öffentlichen Zugang für einen Hack zu nutzen.“
Der Wirehead lächelte schief. „Ich hatte schon eine Weile den Verdacht, dass Alterreal Kontakt zu Phage sucht. Sagen wir einfach, es war ein Test und ich habe die Gelegenheit genutzt, um Chrome eine gut versteckte Nachricht zu schicken. Ohne ihre Hilfe kann ich sie nämlich nicht finden.“
„Das war trotzdem wahnsinnig bescheuert“, fand Red. Verflucht, er hatte gedacht, sie hätten Maze gehackt oder sowas. Er wäre fast ausgerastet, so wie damals, als Liz ihm davongelaufen war.
„Maze glaubt, dass ich ihn verraten könnte“, sagte Phage.
Red schluckte. „Und, könntest du?“
„Seine Unversehrtheit ist mir wichtig. Und deine auch.“ Oha. „Ich weiß aber nicht, ob meine Sympathie für dich von mir selbst oder von Maze kommt.“
Phage betrachtete seinen Avatar als könnte er so verstehen, warum er Red mochte. Das hatte er zumindest gerade gesagt. Wenn auch seltsam ausgedrückt. Und er hatte bestätigt, was Maze bereits öfters angedeutet hatte: Ihre Gedanken und Gefühle – falls sie KI welche hatte – überlagerten sich.
Zu gerne hätte er die Chance genutzt und Phage ausgefragt, doch Maze kappte wieder einmal die Verbindung. Begründung: „Kopfschmerzen.“
Dieses Mal glitt Red beinahe sanft in die Realität zurück. Er blinzelte in die Düsternis des Schlafzimmers und spürte den warmen und teils kalten Körper des Wireheads an seiner Seite. Ihre Arme und Beine hatten sich miteinander verknotet. Red erwartete, dass Maze sich von ihm distanzieren würde. Dass sein Blick ins Leere glitt und er verkündete, dass sie später weiterreden würden. Was so viel bedeutete wie: Lass mich in Ruhe.
Doch sein Freund klammerte sich an ihn. Verbarg das Gesicht in seiner Halsbeuge. Red bemerkte, dass er schwer atmete. Als würde er gegen etwas ankämpfen. War er zu weit gegangen?
„Was ist los?“, fragte er leise und strich ihm unbeholfen durchs Haar.
„Mein Kopf schmerzt“, wiederholte Maze. Es dauerte eine Weile, bis er weitersprach. „Da sind zu viele Eindrücke in meinem Geist. In unserem Geist. Ich weiß nicht mehr, wo ich aufhöre und Phage anfängt. Trotzdem weiß ich nicht, ob wir dasselbe wollen.“
Zum ersten Mal spürte er, wie belastend die Situation für ihn war. Seine gleichgültige Fassade hatte Risse bekommen und Red fühlte dennoch Erleichterung. Auch wenn es ihm leid tat, dass es ihm schlecht ging. Aber das zeigte, dass er noch da war. Dass er nach wie vor ein Mensch war. Ein Mensch, für den Red durch alle Kreise der Hölle marschieren würde.

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

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Beitrag #2 |

RE: Red und Maze (Teil 14)
Hallo Zack, 

Gut erholt aus dem Urlaub. Leider konnte ich mich währenddessen Literatopia nicht so widmen, wie ich es gerne getan hätte.  Icon_nosmile . Ich muss sagen, deine Geschichte geht echt spannend weiter und langsam setzen sich die einzelnen Puzzleteile auch zusammen. Damit schimmert immer wieder dein persönlicher Stil durch und auch die Romantik kommt nicht zu kurz. Allerdings ohne Kitsch und Pathos.

Zitat:In der neuen Wirklichkeit der Sekte gab es keine Grenzen. Nicht zwischen dem Kern und dem Sprawl. Und auch nicht zwischen der Realität und ihrem virtuellen Abglanz. Liz hatte von diesem Utopia geschwärmt. 
Das scheint so ein alter Wunsch der Menschheit zu sein. Zumindest für die weniger Privilegierten. Ich bin immer wieder fasziniert davon, auf welche Art und Weise man das darstellen kann.

Zitat:as grelle Kunstlicht brach sich in einer silbernen Klinge. Sein Herz krampfte. Er hörte ein hässliches Knacken, als das Katana ihm die Hand abschlug. Der Schmerz explodierte in seinem Kopf. 
Das tut selbst mir weh  Icon_panik

Zitat:„Mit dir zusammen hab ich wenigstens die Chance, diese Wichser da zu treffen, wo es weh tut. Und vielleicht überleben wir diesen ganzen Mist sogar.“
Es ist immer so eine Beziehung zu dritt  Icon_confused

Zitat:„Leider ist unser Verhältnis kompliziert geworden, seit wir dich kennen“, bemerkte Phage. „Maze hat Geheimnisse vor mir. Außerdem will er nicht, dass dir etwas zustößt. Er will so vieles, was vorher irrelevant war.“
Wie geht das, wenn er in seinem Kopf ist? Steht Phage eigentlich auf Maze?

Zitat:Seine gleichgültige Fassade hatte Risse bekommen und Red fühlte dennoch Erleichterung.
Bin mal gespannt, wie Maze wirklich ist, ohne seine Maske. 

Wahrscheinlich wirst du dich beschweren, dass ich nicht genug gemeckert habe  Mrgreen. Aber ich finde es perfekt geschrieben und freue mich auf den nächsten Teil.

Liebe Grüße Persephone

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Beitrag #3 |

RE: Red und Maze (Teil 14)
Hallo again Icon_wink


Zitat:Es ist immer so eine Beziehung zu dritt  


Naja, Maze und Phage teilen sich nun mal einen Körper, wobei ich nicht sagen würde, dass Red und Phage wirklich eine Beziehung haben ...


Zitat:Wie geht das, wenn er in seinem Kopf ist? Steht Phage eigentlich auf Maze?

Phage ist ja nicht direkt in Maze' Gehirn, sondern in seiner Hardware, auch wenn es Überschneidungen gibt - sie teilen sehr vieles, aber nicht alles. Da sie sich schon eine Weile in der Situation befinden, haben beide Wege gefunden, Geheimnisse zu haben.

Und nein, Phage steht nicht auf Maze Icon_wink ... ihr Verhältnis beruhrt eher auf einem Bündnis gegen einen gemeinsamen Feind und der erzwungenen Gemeinschaft, wobei Phage den menschlichen Körper unbedingt verlassen will. Maze war das bisher nicht so wichtig ...

Momentan häng ich etwas fest, gucke zu viel Fußball Icon_wink ... und habe zu viele Überstunden. Hoffe, ich hab bald wieder mehr Zeit und Muse.

Viele Grüße

- Zack

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Beitrag #4 |

RE: Red und Maze (Teil 14)
Hallo nochmal,

Zitat:
Zitat: schrieb:Es ist immer so eine Beziehung zu dritt  


Naja, Maze und Phage teilen sich nun mal einen Körper, wobei ich nicht sagen würde, dass Red und Phage wirklich eine Beziehung haben ...
Nicht wirklich eine Beziehung im klassischen Sinne, aber die beiden sind ja irgendwie nie allein, weil Phage immer mitmischt irgendwo.

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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Beitrag #5 |

RE: Red und Maze (Teil 14)
Hallo Zack,

dieses Kapitel finde ich am schönsten. Maze gibt seine Fassade auf, Phage wird zur Person, hach... auch die unterschiedlichen Aufgaben der beiden KIs werden jetzt überdeutlich. Wave sollte Menschen verstehen, Phage sollte Menschen abwehren. Auch wenn sie Bewusstsein entwickelt haben, können sie kaum aus ihren programmierten Mustern raus. Herrlich zu lesen!

Ein paar Stellen, die mir aufgefallen sind:

(08-06-2018, 22:26)Zack schrieb: Red überließ es Maze, ihm die Platinkuppen in seine Headbuchse zu drücken.
Platin an Glasfaser, schon wieder, also nee, da kommt doch kein Licht durch.

(08-06-2018, 22:26)Zack schrieb: Ihre Gedanken und Gefühle – falls sie KI welche hatte – überlagerten sich.
Vertipper.

(08-06-2018, 22:26)Zack schrieb: Er fragte sich, ob das Maze‘ oder Phages Erinnerung war.
Guter Punkt. Soweit ich das verstehe, haben beide diese Erinnerung. Es dürfte Phages erste Erinnerung als Mensch sein, sowie Maze' letzte als heiler Mensch. Kein Wunder, dass Phage das Menschsein hasst, wenn es so anfing.

(08-06-2018, 22:26)Zack schrieb: „Leider ist unser Verhältnis kompliziert geworden, seit wir dich kennen“, bemerkte Phage.
Sorry, Fehler meines Hirns ... ich musste hierbei an eine Gesichtswasser-Reklame aus den 90ern denken. Da sagte ein Pickel zum anderen: "Mein Mensch hat sich verliebt! Eigentlich hab ich gar nichts dagegen, aber seitdem will er mich loswerden..."
Das nur am Rande, damit auch du was zu lachen hast. Mrgreen

Viele Grüße
coco, die jetzt aber wirklich weiter codieren muss


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Beitrag #6 |

RE: Red und Maze (Teil 14)
Hey coco,

freut mich, dass dir gerade dieses Kapitel gefällt - ich war mir beim Schreiben doch etwas unsicher, ob das alles so rüberkommt, wie gewünscht. Scheinbar ist es mir doch ganz passabel gelungen Icon_smile

@Gesichtswasser-Reklame: Die kenne ich auch noch ^^ ... aber Maze will Phage nicht loswerden, keine Sorge, auch wenn er jetzt wieder mehr auf seine eigenen Bedürfnisse schaut.

Danke für deine Kommentare, jetzt fühle ich mich wieder motiviert, weiter zu schreiben (wenn endlich mal Zeit ist ^^)

Viele Grüße

- Zack

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