Es ist: 14-12-2018, 00:40
Es ist: 14-12-2018, 00:40 Hallo, Gast! (Registrieren)


NARENIA / Namibia Der Elfenprinz im Trinkhorn
Beitrag #1 |

NARENIA / Namibia Der Elfenprinz im Trinkhorn
Teil 1



Das weite Gras lag vor ihnen und ein weiteres Dorf nur zwei Tage hinter ihnen. Die Delegation des Reiches Lalenquia war bereits sechs Tage unterwegs. Sie bestand aus den hohen Leibwächtern und sechs Soldaten für den Begleitschutz der Anführer.


Der Prinz der Elfen drehte sich auf seinem Tigreif um und betrachtete die weite Prärie um ihn herum. Doch seine Augen zog es nach Westen zu seiner Heimat, dem Glitzerwald. Er hatte seine Mutter nur ungern allein gelassen. Besonders jetzt, da es Adlern gelungen war biss zum Fluss Lawe zu kommen.


„ Prinz Kairen, ihr bleibt zurück. Was habt ihr, eure Hoheit?“, rief General Pikan. Der junge Elf sah seinen Beschützer an und seufzte. „Meint ihr Graf Cyro wird Mutters Reich angreifen und siegen?“, fragte Kairen seinen Leibwächter.


„Die Adler sind auf Nahrung aus. Selbst wenn sie Lalenquia besiegen, werden sie kaum eine Elfe oder einen Elf töten. Um Königin Eurelana müsst ihr euch keine Sorgen machen. Allerhöchstens euer Bruder könnte in der Schlacht zu Tode kommen. Sollte es einen Angriff und Sieg während unserer Abwesenheit geben, seit ihr die Letzte Hoffnung eures Volkes, mein Prinz.“ , antwortete Pikan.


Kairen musterte seinen Freund nun genauer. Der General trug eine grünes Hemd mit einem Gurt aus Schlingpflanzen um die Brust. Dieser ging von seiner linken Schulter biss zur rechten Hüfte und hielt einen aus Holzgeschnitzten Pfeilköcher auf dem Rücken des Elfen fest. Darin waren Pfeile die von Pigario, dem besten Waffenschnitzer des Glitzerwaldes, gemacht worden waren. Auch ein Bogen lag in seiner Hand. Seine braune kurze Hose trug einen Ledergürtel mit zwei Scheiden an jeder Hüfte. Pikan war ein passabler Schwertkämpfer und kämpfte ausschließlich mit den Erbstücken seines Hauses, den Dolchen „Sil'bla' Bla'ora'gr-ér'wei'ock'asc'ro´t“.


Da das alte Elfisch auf Farben basierte, zwei Dialekte besaß und in seinem Wortlaut sehr langwierig war, hatten die Elfen ihre frühere Verständigung als Schmetterlinge aufgegeben und das Lalenquin entwickelt. Es war nach dem Modell des Zentarik, der Zentauren, geschaffen und wurde nicht mehr zur internen Verständigung benutzt. Tatsächlich gebrauchte das Volk Lalenquias diese Sprache nur noch im Militär oder im Handel. Doch immer noch gaben die Soldaten ihren Waffen im Lalenquin Bezeichnungen. Seit Königin Ablenia´s Ableben war das Wantin, die Sprache der Elfen. Obwohl es einige so wenig wie möglich sprachen. Nur zwei Jahre hatte es sich als Sprache der Elfen gehalten. Denn dann war es von Königin Kleotranis, Eurelanas Mutter verboten worden. Den als die erste Tochter von Prinzessin Eurelana als Kriegsgeisel von Weltenwandlern entführt worden war, hatte man alles was von den Weltenwandlern stammte verboten. So war man vom Wantin auf die Sprache der Einhörner zurückgekommen, da Eurelana nun Königin wurde und eine Tiefe Freundschaft mit Königin Quendana von den Einhörnern hegte. Trotzdem wurde das Wantin zur Verständigung mit anderen Völkern, außer den Einhörnern, weiterhin genutzt.


Wäre Quendana noch am leben müsste Eurelanas Sohn nicht so beschwerlich durch Silintia wandern. Doch leider war der König und die Königin der Einhörner vor 9 Jahren ermordet worden. Nun regierte Arelandos erstes Kind Prinz Pilian das Reich. Doch er war immer noch ein Prinz, denn er durfte sich nicht vor einer Heirat krönen und seine Partnerin war vor 16 Jahren verschwunden.


„Eure Hoheit, ich will ja nicht eilen. Aber der Himmel sieht schlecht aus. Es gibt glaube ich ein Unwetter. Ungefähr sechs Flügelschläge von hier entfernt liegt die Stadt „Aquiuf'wenja“. Wenn wir fliegen, schaffen wir es vielleicht vor Einbruch des Regens.“, rief der Elfenmagier Parkart seinem Herren zu. Der alte Elf trug einen langen weißen Bart und seine Flügel waren silbern. Sein Gewand bestand aus gelb gefärbten Leinenstoff und hatte eine langen Rock. Nur die Magier machten in der Kleidungdtradition des Volkes der Elfen eine Ausnahme. Alle anderen Elfen, selbst die Soldaten trugen ihre Kleidung in grün und braun.


„Gut, besetzt die Tigreife und lasst uns so schnell wie möglich im „Handelshorn“, der größten Händlerstadt der Einhörner einkehren. Dort dürften wir auch unseres Gleichen treffen. Und außerdem können wir dort auf unsere Art speisen und die Nacht verbringen und müssen uns nicht mit kratzigem Stroh begnügen, wie letzte Nacht.“, gab der Sohn der Königin als Antwort.


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #2 |

RE: NARENIA / Namibia Der Elfenprinz im Trinkhorn
Hallo Mephi, 

Da bin ich wieder. Namibia kannst du getrost weglassen, auch wenn du dich dieser Welt bedienst. Es ist ja eine Fantasygeschichte.  Icon_smile

Zitat:Das weite Gras lag vor ihnen und ein weiteres Dorf nur zwei Tage hinter ihnen.
ersetz ein weiteres durch das letzte, das unterstreicht die Tragik. 

Zitat:Besonders jetzt, da es Adlern gelungen war biss zum Fluss Lawe zu kommen. 
bis. Ähm was ist ein Tigreif?

Zitat:Allerhöchstens euer Bruder könnte in der Schlacht zu Tode kommen. 
Das ist ja auch nicht sooo schlimm  Mrgreen

Boah, die ist ja Hammer. Hat alles, was sich mein kleines Mädchenherz von einer Fantasygeschichte erträumt. 

Ich hoffe, da gibt's eine Fortsetzung. 
Ideen hast du schon einmal, schreiben kannst du. Was mich eben stört, auch hier finde ich viele Rechtschreibfehler. Am besten alles durch ein gutes Rechtschreibprogramm laufen lassen. 

Bis zur nächsten Geschichte.

Viele Grüße 

Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



Werkeverzeichnis

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #3 |

RE: NARENIA / Namibia Der Elfenprinz im Trinkhorn
Hallo Mephistoria.
Das war eine kurze, aber interessante Geschichte, die ich lesen durfte und hoffentlich gibt es einen weiteren Teil.


Zitat:Der Prinz der Elfen drehte sich auf seinem Tigreif um und betrachtete die weite Prärie um ihn herum.

Ich würde das "um ihn herum" weglassen, dann liest es sich besser.


Zitat: Es war nach dem Modell des Zentarik, der Zentauren, geschaffen und wurde nicht mehr zur internen Verständigung benutzt.

Das klingt ein wenig verwirrend, wenn du davor geschreiben hast, dass sie es entwickelt haben.
Ich würde schreiben, dass es "allerdings nicht mehr zur internen Verständigung benutzt wurde"

Allgemein fand ich den Abschnitt über Sprachen etwas verwirrend, aber das könnte aucheinfach an mir liegen Icon_lol 


Zitat:die Stadt „Aquiuf'wenja“

Die " kann man weglassen


Zitat:vor Einbruch des Regens.“, rief der Elfenmagier

Lieber anstelle von . ein !

Ich hoffe das hilft ein wenig weiter :D

Ich bin auf den nächsten Teil gespannt, den es hoffentlich geben wird

Liebe Grüße
EntE

Wenn du das liebst, was du tust, hast du bereits gewonnen!

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #4 |

RE: NARENIA / Namibia Der Elfenprinz im Trinkhorn
Moin!

ich bin ein bisschen pingelig, aber ich meine es nicht böse. Ich merke einfach alles an, was mir so auffällt, und Du kannst Dir ganz in Ruhe aussuchen, was Du davon annehmen möchtest.


Zitat:Teil 1


Das solltest Du eher in den Titel schreiben. Wenn Du planst, weitere Teile einzustellen, sollte das Ganze auch in die Fortsetzungen-Kategorie verschoben werden.
Eine Anmerkung zum Titel: Namibia? Es wirkt merkwürdig, wenn ein tatsächlich existierender Staat in einer Fantasywelt erwähnt wird, in der bislang nicht ein Mensch zu sehen ist und auch nichts, was an die namibianische Kultur angelehnt zu sein scheint. Ich meine, ich habe einmal von einem Buch auf Amazon gehört, dass "Die Einhörner Namibias" heißt, aber da habe ich immer vermutet, dass es um Nashörner als den Ursprung von der Legende der Einhörner ging ...


Zitat:Das weite Gras lag vor ihnen und ein weiteres Dorf nur zwei Tage hinter ihnen.


Der erste Satz soll ja Lust auf mehr machen, wirkt hier aber durch die Wortwiederholung etwas repetitiv, finde ich. Wenn Du den Ausblick auf die Grasebene legen willst, könntest Du ihn auch umdrehen: "Das letzte Dorf lag nur zwei Tage hinter ihnen und um sie herum erstreckte sich nichts als wilde Graslandschaft." oder etwas in der Art.
Damit hast Du sozusagen eine Richtung, außerdem den Gegensatz zwischen Besiedelung und Natur noch stärker herausgearbeitet. Ich nehme an, man soll das Gefühl für die Wildnis bekommen?

Zitat:Die Delegation des Reiches Lalenquia war bereits sechs Tage unterwegs. Sie bestand aus den hohen Leibwächtern und sechs Soldaten für den Begleitschutz der Anführer.
"bereits" sechs Tage? Das ist ohne Kontext schwer einzuordnen, aber ich stelle mir vor, dass das nicht besonders viel ist. Reist man auf dem Tierrücken - selbst wenn es fliegt - reist man immer noch meist mit Gepäck, Soldaten mit Rüstungen und Waffen, die schwer sind, und als Delegation vielleicht noch mit diplomatischen Geschenken und dem Komfortbedarf, den eine königliche Reise vielleicht hat. Ist das Reich etwas größer, wird die Hauptstadt vermutlich auch nicht direkt an der Grenze liegen, sondern eher im Landesinneren an einer strategisch günstigen Position, von der man potentiell Wochen bis in andere Riche braucht. Das sind eher Sachen, um die ich mir Gedanken mache, auch wenn ich als Leser eher daran denken sollte, in welcher Mission sie sind, welche ranghohen Leute dabei sind, ob sie königlich-komfortabel reisen, inkognito oder im militärischen Gewaltmarsch?
Viele Zahlen am Anfang, die man vielleicht gar nicht bräuchte, um sich ein Bild zu machen.
Zum Beispiel: "Die Delegation reiste mit leichtem Gepäck und wenigen Hohen Leibwächtern, die sich in Formation um ihre Anführer positioniert hatten. Wenn sie weiterhin so schnell vorankamen, würden sie ihr Ziel in den nächsten Tagen erreichen."
Der letzte Teil ist natürlich aus den Rippen geschneidert, aber ich glaube, es würde sich lohnen, eher auf das Ziel ausgerichtet zu schreiben, um Dynamik hineinzubringen und den Gegensatz zum 'Heimweh' zu erhöhen.



Zitat:Der Prinz der Elfen drehte sich auf seinem Tigreif um und betrachtete die weite Prärie um ihn herum. Doch seine Augen zog es nach Westen zu seiner Heimat, dem Glitzerwald.
Erstmal Kompliment für den Tigreif, denn obwohl ich sowas noch nie zuvor gelesen habe, kann ich mir darunter etwas vorstellen, auch wenn nicht klar wird, ob die fliegen oder irgendwo gelandet sind und rasten.
Aber ich bin etwas Fantasy-müde und deswegen nicht so recht zufrieden mit dem "Prinz der Elfen". Ich weiß, er steht schon im Titel, aber das ist für den Leser ungefähr so aussagekräftig wie Prinz William als Menschenprinzen zu bezeichnen. Es stimmt, sagt uns aber nicht wirklich etwas, oder zumindest nicht genug, um damit mehr anzufangen als ihn uns mit grundlegender humaner Anatomie vorzustellen. Ist es der einzige Elfenprinz? Herrschen seine Oberen über alle Elfen dieser Welt? Gibt es in dieser Welt nur Elfen, und wenn nicht, sind es wenige Enklaven oder die breite Masse? Das musst Du natürlich nicht alles hier beschreiben, aber ich möchte mir mehr vorstellen können als "Ja, hat wohl spitze Ohren". Wie es dasteht, könnte es allerdings ein wörtlicher Titel sein, wie Prince of Wales oder File de France?
Dann stehen Satzteil eins und Satzteil zwei im Gegensatz zueinander. Du meinst es vermutlich als Reihenfolge, aber so, wie es da steht, passt es nicht wirklich. "Getragen von den gleichmäßigen Flügelschlägen seines Tigreif beobachtete der Prinz der Elfen die weite Prärie um sie herum. Er sollte wachsam sein, doch immer wieder ertappte er sich dabei, im Westen die vertrauten Silhouetten seiner Heimat zu suchen."


Zitat:Er hatte seine Mutter nur ungern allein gelassen. Besonders jetzt, da es Adlern gelungen war biss zum Fluss Lawe zu kommen.
Das macht neugierig, sehr gut. Trotzdem finde ich immer was zu kommentieren Icon_ugly  "alleine gelassen" könnte meiner Meinung nach präziser sein, denn wir wissen ja nichts über ihn, seine Familie oder das Reich. Ich nehme zwar an, dass es sich bei seiner Mutter um eine königliche Hoheit, potentiell Regentin handelt, aber seine oder ihre Rolle bleibt im Dunkeln. Alleine im Sinne von "in Befehlsgewalt", weil er eigentlich die Macht innehat? Alleine weil er ein militärischer Befehlshaber oder Berater ist? Alleine weil er gerade flieht und irgendwo Exil sucht, anstatt bei ihr auszuharren? Alleine weil der Elfenstaat grundsätzlich von einem Mutter-Sohn-Duo regiert wird und sie alleine nur beschränkte Verfügungsgewalt hat? Nichts Genaues weiß man nicht. Ähnlich verhält es sich mit dem Fluss. Jeder Name, den der Leser noch nicht kennt, ist erstmal ein Hindernis, das ist in der Fantasy natürlich ein Berufsrisiko, aber man sollte jedesmal abwägen, ob es sich lohnt, um Atmosphäre aufzubauen, weil man die Information später braucht und sie hier gut eingebaut ist, etc. Hier sehe ich diesen Sinn ehrlich gesagt nicht, weil wir nichts über diesen Fluss oder seine strategische Bedeutung erfahren, außer dass es ein Fortschritt für die fremde Armee ist, allerdings ohne jeden Anhaltspunkt.
Im Gegensatz dazu finde ich die Adler ein spannendes Element, weil man so keine Ahnung hat, was damit gemeint ist, sie aber trotzdem hier eine Bedrohung ausstrahlen.
Außerdem Komma nach "gelungen war", und "bis" mit nur einem s


Zitat:„ Prinz Kairen, ihr bleibt zurück. Was habt ihr, eure Hoheit?“, rief General Pikan. Der junge Elf sah seinen Beschützer an und seufzte. „Meint ihr Graf Cyro wird Mutters Reich angreifen und siegen?“, fragte Kairen seinen Leibwächter.
Ein Wort zur Formatierung: Ich finde es generell übersichtlicher, wenn jedem neuen Sprecher mit der wörtlichen Rede eine neue Zeile zuteil wird. Dann kann man die Sprecher besser auseinander halten und es ist für das Auge geordneter.

Dann zur Form instory: Ich weiß, dass es in der Fantasy unheimlich verbreitet ist, aber historisch (und auch noch heutzutage) ist "Prinz/essin [Name]" keine Form der persönlichen Anrede. Adel und seine Ränge haben verschiedene Formen der Anrede, die zudem noch nach Hofordnung variieren können. Die gängige Anrede für einen Prinzen als den männlichen Spross eines herrschenden Hauses wäre "Durchlaucht", aus königlichem Hause "Eure königliche Hoheit", kaiserlich entsprechend "Eure kaiserliche Hoheit", zudem historisch in der dritten Person, wenn man dies denn in die Fantasy übernehmen möchte. In der Fantasy kann man theoretisch machen, was man will, es liest sich für Leute wie mich dennoch in etwa so als würdest Du in einer Gerichtsshow jemanden "Richterin Barbara, ich bin unschuldig!" sagen hören. Schon einmal Kompliment also, weil Du solch eine Anrede überhaupt eingefügt hast!

Ist übrigens der Prinz nicht die ranghöchste Person der Gesandtschaft? Wenn er sie nämlich anführte, würde er nicht so leicht zurückfallen. Nicht nur von sich aus nicht, sondern auch weil Leibwächter und andere Leute, die man anführt, sich an einem zu orientieren pflegen. Würde er langsamer, sollten sich die anderen, zumindest die Leibwächter, seinem Tempo anpassen, sonst machen sie ihren Job schlecht.

Außerdem möchte ich jetzt nur noch mehr wissen, was die Aufgabe dieser Delegation ist, wenn sie nicht nur den Prinzen, sondern auch einen General mit diesem zusammen losschicken. In einem Krieg werden normalerweise alle fähigen Leute gebraucht und der Prinz wird dezidiert von keiner Einheit begleitet, sondern nur einer Leibgarde, die meines Wissens nach selten von einem General angeführt wird. Es wäre natürlich erklärbar, zum Beispiel wenn es sich um einen General AD handelt, der für eine diplomatische Mission reaktiviert wird, um von seinem gelobten Namen und Ruf Gebrauch zu machen oder etwas in der Art. Aber so sieht man halt nichts und es fällt auf. Das, was wir erfahren, nämlich dass offenbar ein Graf in der Opposition ist und möglicherweise einen Angriff plant, wirkt eher eingeschoben und unvermittelt, wie für den Leser. Das könnte man vielleicht anpassen:
"Ist etwas nicht in Ordnung, mein Prinz?", fragte General Pikan. "Eure Hoheit?"
Nur daran bemerkte Prinz Kairen, dass er unwillkürlich langsamer geworden war.
"Ich war nur in Gedanken." Er wandte sich seufzend zu seinem Begleiter um. "Gerade jetzt könnte die Vorhut des Grafen den Lawe überqueren und sich für einen Angriff in Stellung bringen. Werden meines Bruders Reiter reichen, jedes Dorf und jeden Elf dort zu schützen?"




Zitat:„Die Adler sind auf Nahrung aus. Selbst wenn sie Lalenquia besiegen, werden sie kaum eine Elfe oder einen Elf töten. Um Königin Eurelana müsst ihr euch keine Sorgen machen. Allerhöchstens euer Bruder könnte in der Schlacht zu Tode kommen. Sollte es einen Angriff und Sieg während unserer Abwesenheit geben, seit ihr die Letzte Hoffnung eures Volkes, mein Prinz.“ , antwortete Pikan.
"Wie Du weißt, Bob ..."
Es liest sich leider, als wölltest Du möglichst viel Information für den Leser geben, nicht dem Prinzen. Wenn der involviert ist, wie es nunmal klingt, sollte er die Strategien auch kennen und die möglichen Konsequenzen zigfach durchgespielt haben. Mal abgesehen davon, dass "Ach was, höchstens Euer Bruder geht drauf" nicht wirklich beruhigend klingt. Zumal es klingt als würde der Bruder ganz alleine kämpfen, wenn keiner seiner Soldaten zu Tode kommen könnte. Ich meine, gut, dass er damit dessen Regimenter meint, lasse ich durchgehen, immerhin muss ein General strategisch denken. Aber was für eine Gesellschaft ist denn das, dass ein Prinz die Hoffnung ist und die Königin offenbar nur nägelfeilend irgendwo sitzt? Sollte nicht sie dann eingreifen? Selbst wenn sie als Frau grundsätzlich weniger Regierungsrechte hätte als Männer, wäre sie lange nicht die erste Königin, die nach Ausscheiden männlicher Pendants ihren Gegnern für das Land den Arsch aufreißt. Das ist immerhin ihr Job.
Wenn sie eine offene Schlacht erwarten, klingt das ja nach Armee gegen Armee. Das Motiv der Adler hingegen wäre ein klassisches Raubzug-Ding, was zwar auch bekämpft wird, ich hingegen weniger mit Schlachten assoziieren würde. Es sei denn, es meint hier, dass die Armeen bereits länger gegeneinander stehen und den Adlern langsam die Versorgung ausgeht, in dem Fall würde ich das allerdings umformulieren, denn da zieht ja nicht die gesamte Horde los, sondern schickt einzelne Abteilungen ins Umland, um auf dem Weg des geringsten Widerstandes Futter zu erbeuten. Die Frage ist auch, was die Strategie für den Bruder ist. Weiß Kailan, dass der nur die Menschen schützen soll und die räubernden Adler vertreiben? Soll er ihnen auflauern und sich ihnen stellen, um die Felder zu schützen? Das verändert ja je nach Situation dessen Taktik und damit auch das Risiko, das er persönlich eingeht.

"Es werden kleinere Gruppen auf Beutezug sein, in der kurzen Zeit kann er einfach nicht genug Truppen in Stellung gebracht haben", antwortete Pikan im Brustton der Überzeugung. "Euer Bruder wird die Bevölkerung rechtzeitig in die Burgen und Kirchen bringen lassen, sie werden in Sicherheit sein."
"Ich fürchte nicht seine Kompetenz, eher seinen Eifer."
Der General rang sich ein Lächeln ab. "Ich war zugegen, als Ihre königliche Majestät ihm Vorsicht eingeschärft hat. Er wird kein unnötiges Risiko eingehen. Sollte es wider aller Erwarten Probleme geben, ist es allerdings nur umso wichtiger, dass wir schnell vorankommen, Eure Hoheit."


Zitat:Kairen musterte seinen Freund nun genauer. Der General trug eine grünes Hemd mit einem Gurt aus Schlingpflanzen um die Brust.

Das sieht auch wieder sehr nach Input für den Leser aus. Kairen ist seit fast einer Woche mit dem Kerl unterwegs, der wird sich ja jetzt nicht plötzlich umgezogen haben. Ich bin der Meinung, man könnte hier gut selektieren, welche Informationen wirklich zu der Szenerie beitragen und welche überflüssig sind, der Name des Pfeilmachers zum Beispiel. Nichts gegen ein bisschen Beschreibung, aber sie sollte irgendwie Sinn ergeben. Hier gehst Du sehr ins Detail und schweifst sogar in elfische Linguistik ab, nur um ein paar Gimmicks zu beschreiben, die nichtmal zum Einsatz kommen und noch überhaupt nichts mit der Mission oder der Reise zu tun haben. Wenn Du seine Bewaffnung beschreiben willst, könntest Du schreiben, wie er vielleicht in einer gedankenvolle Geste die Scheide berührt oder seinen Bogen in der Hand wendet, als jucke es ihn doch auch in den Fingern, bei der Verteidigung des Landes direkt zu helfen. Oder Du lässt sie direkt zum Einsatz kommen, indem sie rasten und sich gegen wilde Tiere oder Räuber verteidigen müssen. Da ließe sich vielleicht sogar einwerfen, dass es Erbstücke sind, beispielsweise indem er einen abgenommen bekommt und der General oder der Prinz spezifisch ihn nach dem Kampf aufhebt und mit einem kurzen Kommentar dazu einsteckt.
Weitere Klenigkeiten: "bis" mit nur einem s, "holzgeschnitzten" klein, "Pfeilmacher" wäre eher eine Bezeichnung als Waffenschnitzer, zumal diverse Waffen meist von verschiedenen Leuten hergestellt werden. Er könnte ein Armbruster oder Bogenbauer sein (wobei Bogenbauer im Modernen auch den Kunsthandwerker nennt, der Streichinstrumente baut), im Gegensatz zum Waffenschmied.
Außerdem sprichst Du vom General als Schwertkämpfer, gibst ihm aber Dolche. Das ist nicht dasselbe.


Zitat:Da das alte Elfisch auf Farben basierte, zwei Dialekte besaß und in seinem Wortlaut sehr langwierig war, hatten die Elfen ihre frühere Verständigung als Schmetterlinge aufgegeben und das Lalenquin entwickelt.
Wie ich schon sagte, ein sehr infolastiger Teil des Kapitels, dessen Sinn sich mir nicht unbedingt erschließt und mich aus dem Lesefluss raushaut, aber zum Detail.
Was ist "Verständigung als Schmetterlinge"? Schmetterlinge kommunizieren über Duftstoffe und Zurschaustellung ihrer Färbungen, inklusive Aspekten im UV- und Polarisationsbereich, den Wirbelteraugen schlecht bis gar nicht wahrnehmen können. Ich würde das kaum als "altes Elfisch" bezeichnen, was eine wort- oder gestenbasierte Sprache impliziert, zumal sich Dialekte in diesem Sinne wohl kaum bei einer rein auf Körperbemalung oder Ähnlichem basierenden Kommunikation kaum entwickeln. Klar, es kann lokale Besonderheiten geben, die im Fall von Schmetterlingen vermutlich auf regionalen Körpermustern basiert, aber das würde ich in dem Fall anders bezeichnen. Außerdem ist das kein Hinderungsgrund, immerhin haben wir zum Beispiel im Deutschen deutlich mehr als zwei Dialekte und nicht komplett auf eine andere Form der Kommunikation gewechselt, nur durch Staatswesen ein Standarddeutsch entwickelt, außerdem gibt es dann noch Österreichisch und Schweizerdeutsch ... haben Deine Elfen Flügel wie Schmetterlinge? Ich bin enorm verwirrt.

Wenn Du das ausführen willst, würde ich das deutlich umformulieren. Zum Beispiel: "Da die ursprüngliche Verständigung auf Körperbemalung basierte und sich in unzählige regionale Dialekte aufgespalten hatte, war sie zugunsten einer gesprochenen Sprache aufgegeben worden."
Das würde allerdings auch nicht einfach so passieren. Sprachen passen sich Gegebenheiten an, wenn also eine ganz andere Form der Kommunikation genutzt wird (warum, wenn offenbar alle Voraussetzungen für das Sprechen gegeben und auch in der Entwicklung der Farbsprache nicht verkümmert sind?), braucht das einen Grund. Der einfachste und verständlichste wäre der Kontakt mit einer anderen Kultur, die sich via Sprache verständigt. In dem Fall würde ich allerdings auch eher erwarten, dass die Elfen die Sprache der anderen der Einfachheit halber übernehmen und mit der Zeit vielleicht einen eigenen Dialekt entwickeln, der dann meinetwegen Lalenquin genannt werden kann.


Ehrlich gesagt finde ich im folgenen Teil über die Sprache(n) der Elfen nur noch mehr Verwirrendes. Wenn Lalenquin nach Art des Zentarik entwickelt wurde, warum spricht es dann im nächsten Satzteil keiner mehr(!), und warum wird plötzlich wieder als Lalenquin bezeichnet, was nun doch im Militär und Handel(!), was einen sehr großen Teil implizieren würde, offenbar doch aktiv gesprochen wird? Wo kommt Wantin her und wie hängt das zusammen? Wer ist Ablenia? Ist ihr Tod zehn Hahre her oder hundert, und was bedeutet das in Generationen? Warum spricht plötzlich auch keiner mehr Wantin? Wo kommen die Einhörner her und was ist eigentlich los? Weltenwandler aus dem Nichts, wat?
Es ist unglaublich verwirrend, mit vielen neuen Wörtern gespickt und bringt an dieser Stelle eigentlich nichts außer zu erklären, dass die Waffen vom General, die er gerade eh nicht benutzt, einen total schnieken Namen haben. Wenn Du über die Problematik von Sprachen reden möchtest, bitte, dann doch, wenn es aktuell ist. Wenn sie vielleicht Schwierigkeiten mit der Kommunikation haben und ständig wechseln müssen, wenn sie daraus Rückschlüsse darüber ziehen, wo sie gerade sind oder wann die Enklave, die Uralt-Querulantisch spricht, das letzte Mal Kontakt zum Rest der Welt hatte, welche Provinz da gerade versuchsweise vom Reich abfällt und demonstrativ eine verbotene Sprache spricht oder so. Und dann versuchst Du gleichzeitig noch die aktuelle Lage anhand von historischen Entwicklungen in Nebensätzen zu erklären? Das ist ein bisschen viel.


Zitat:Wäre Quendana noch am leben müsste Eurelanas Sohn nicht so beschwerlich durch Silintia wandern. Doch leider war der König und die Königin der Einhörner vor 9 Jahren ermordet worden. Nun regierte Arelandos erstes Kind Prinz Pilian das Reich. Doch er war immer noch ein Prinz, denn er durfte sich nicht vor einer Heirat krönen und seine Partnerin war vor 16 Jahren verschwunden.
Und seine Situation. Das wirkt sehr gequetscht und nach einem Riesen-Rundumschlag, bei dem zumindest ich als Leser Dir kaum folgen konnte. Erst gab es zu wenig Information, um alles einzuordnen, und jetzt versuche ich super viel Informationen zu sortieren und weiß immer noch nicht, warum die da durch die Gegend düsen.
Außerdem würde ich Zahlen im Fließtext ausschreiben, liest sich meiner Meinung nach flüssiger. Wenn Du mich fragst, brauchst Du an dieser Stelle in etwa folgende Informationen wirklich:
- Wie sie gerade kommunizieren (offensichtlich ja verbal, falls sie irgendwo die Sprache wechseln, kannst Du das da erwähnen)
- Welche Stellung der Prinz hat (nicht regierend, Delegationsführer, autorisiert von ... seinem Bruder? Mit welchem Auftrag oder Ziel?)
- Warum einer der höchstrangigen Personen des gesamten Reiches mit einer mickrigen Garde, aber gleich einem General unterwegs ist (Dringlichkeit? Art der Mission? Sonderaufgaben?)
- Wenn Du mehr etablieren willst als "Adler greifen kann, weil sie hungrig sind", dann knapp die aktuelle Situation ("Seit Mordkomplott kein Ponykönig, sondern nur ein unverheirateter Prinz, den deshalb keiner ernst nimmt, und in Folge Instabilität, weil jeder Lokalfürst seine Chance sieht, seinen Einfluss zu vergrößern? Ist der Graf mit seinen Adlern dann vom Einhornreich und sieht die Chance, sich ein bisschen fruchtbares Land von den Elfen einzuverleiben? Müssen wir das alles eigentlich wörtlich nehmen oder werden die nur so genannt, wegen Wappen vielleicht?)



Zitat:"Eure Hoheit, ich will ja nicht eilen. Aber der Himmel sieht schlecht aus. Es gibt glaube ich ein Unwetter. Ungefähr sechs Flügelschläge von hier entfernt liegt die Stadt „Aquiuf'wenja“. Wenn wir fliegen, schaffen wir es vielleicht vor Einbruch des Regens.“, rief der Elfenmagier Parkart seinem Herren zu.
Doch, genau das willst Du, Magier Mrgreen (Meintest Du "drängen"?)
Mehrere Fragen: Warum bemerkt er als einziges unter den offenbar erfahrenen Fliegern, dass sich da offenbar ein Unwetter zusammenbraut? Warum steht der Name der Stadt in Anführungszeichen? Wie krass ist die Flugmuskulatur der Reittiere, dass sie nur sechs Flügelschläge brauchen und die Stadt nicht deutlich sichtbar direkt vor ihnen liegt? Wo kommt der Magier her, gehört der zur Leibgarde? Ist das ein Soldat? Warum schreit er den Prinzen an, wenn sie offenbar doch nicht fliegen? Warum weiß der Prinz nicht wenigstens ungefähr, wo er ist? Woher weiß der Magier so genau, wo die Stadt liegt?
Zum Beispiel:
"Erlaubt mir, Eure Hoheit." Einer der Leibwächter, gekleidet in das gelbe Leinen eines Magiers, schloss dichter zum Prinzen auf. "Ich habe den Himmel beobachtet und alles deutet auf ein baldiges Unwetter. Wir sollten Schutz suchen, bevor das Gewitter losbricht."
Kailen blickte instinktiv auf. Er konnte nur träge Wolkenstrudel über der Prärie entdecken, aber er vertraute den ausgeprägten Sinnen der Magier.
"Also gut", stimmte er zu und rief die Erinnerung an ihre Reiseroute auf. "Wir dürften nicht weit von Aquiuf'wenja entfernt sein. Wenn wir fliegen, schaffen wir es vielleicht sogar vor Einbruch des Regens."

(Auch wenn ich sagen muss, dass die Namen der Stadt und der Dolche beide Stolperfallen sind. Als Leser erwische ich mich dabei, wie ich gar nciht erst versuche, sie ihre Aussprache zu finden, sondern spätestens nach dem zweiten u darüber hinweggehe und später bei potentiell ähnlichen Namen dann diese vielleicht nicht mehr auseinander halten kann. Nun bin ich persönlich jemand, der gerne eingedeutschte Begriffe verwendet, auch als Eigennamen, um dieses Problem zu umgehen, aber selbst ohne so ein Hardliner zu sein, könnte man schauen, ob man nicht charakteristisch klingende Namen entwickelt, die weniger klobig sind.)



Zitat:„Gut, besetzt die Tigreife und lasst uns so schnell wie möglich im „Handelshorn“, der größten Händlerstadt der Einhörner einkehren. Dort dürften wir auch unseres Gleichen treffen. Und außerdem können wir dort auf unsere Art speisen und die Nacht verbringen und müssen uns nicht mit kratzigem Stroh begnügen, wie letzte Nacht.“, gab der Sohn der Königin als Antwort.
Also rasten sie gerade? Dann würde ich mehr davon beschreiben, vielleicht von der Aktivität oder so, denn so habe ich das Gefühl, dass wir langwierige Infos bekommen und der Prinz und seine Begleiter derweil herumsitzen und Löcher in die Luft starren. Das überzeugt mich nicht gerade von der Dringlichkeit seiner Mission.
Dann, "Handelshorn" als Stadt? Ich dachte die wollen in die Stadt Aquiuf'wenja? Und seit wann sind die auf Einhornterritorium? Ich meine, gut, wir haben mitbekommen, dass sie außerhalb des Elfenreiches sind, aber wenn sie in einem wichtigen Reich sind, solltest Du das vielleicht früher erwähnen? Und ob das gefährlich ist oder ob sie geheim da sind und hoffen, dass niemand ihren Überflug bemerkt, oder ob sie jedem Fürsten einzelnd Wegzoll gezahlt haben oder sie besucht haben, weil Diplomaten, etc. Und was das Stroh angeht: Haben die das für ihre Tiere mit? Tigreife klingen nach Fleischfressern, wenn sie einen klassischen Adlerkopf haben, da wäre es ja irgendwie blöd, Stroh mitzunehmen, das man sonst nicht braucht. Strohgefüllte Matratzen sind ein Ding, ja, aber als Prinz und auf Reisen würde ich leichtere und handlichere geflochtene Matten oder gepolsterte Schlafsäcke oder so etwas erwarten, vielleicht wie Tatamimatten?

Alles in allem wirfst Du einige spannende Sachen auf, die gehen für mich allerdings leider etwas unter. Ich verstehe, dass man am Anfang möglichst dem Leser erklären möchte, was vor sich geht, in der Welt, aber an Deiner Stelle würde ich da nochmal überlegen, was für wirklich notwendig ist. Letztlich ist es immer noch eine Szene, das heißt Aktivität, die der Leser verfolgen soll. Eine Taktik, die mir immer geholfen hat, ist am Ende für sich selbst kurz zusammenzufassen, was passiert ist. Hier wäre das in etwa: "Der Prinz und seine Gefährten machen Rast auf einer Prärie und das Wetter wird schlecht, also fliegen sie los." Da kann man dann besser sehen, wenn vielleicht etwas wenig passiert und man die Balance zwischen Geschehen und Information noch anpassen kann.

Sicher stimmen nicht alle meine Kommentare mit dem überein, was Du für Deine Welt vorhast und wie Du sie ausgestalten willst, also bediene Dich bitte frei meiner Anmerkungen und sei ebenso frei darin, sie zu verwerfen, wenn sie nicht passen. Ich kann mir vorstellen, dass es ein sehr interessanter Plot werden kann und ich bin gespannt, wie sie als Delegation in die Stadt kommen, wie sie empfangen werden und was sie überhaupt vorhaben.

Liebe Grüße,
Trinity

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #5 |

RE: NARENIA / Namibia Der Elfenprinz im Trinkhorn
Hallo Mephistoria,

ich hoffe, du fällst jetzt nicht vom Stuhl. Dieser Text ist für mich eigentlich keine Geschichte, denn es passiert ja nichts. Was habt ihr, eure Hoheit? / ich will ja nicht eilen, aber ... / gut, dann weiter.
Das Wesentliche des Textes sind Beschreibungen, die hier den größten Teil einnehmen. Es gibt keinen Konflikt, der zu lösen wäre, keinen Spannungsbogen, keine Wendung oder Handlung.

Außerdem besteht der Text aus einer Anhäufung von Informationen, die keinen Bezug haben und nicht oder nur schwer zu interpretieren sind. Der Leser möchte locker durch einen Text lesen, alles verstehen, auch die Zusammenhänge und nicht über den Sinn grübeln.

"Das weite Gras lag vor ihnen und ein weiteres Dorf nur zwei Tage hinter ihnen".

Gras ist nicht weit, eine Landschaft ist weit oder ausgedehnt. Um ein weiteres Dorf zu erwähnen, muss ein Dorf davor bekannt sein. Besser: Das Dorf lag nun schon zwei Tage hinter ihnen und immer noch erblickte er wogendes Gras, so weit seine Augen zu schauen vermochten

"Die Delegation des Reiches Lalenquia war bereits sechs Tage unterwegs. Sie bestand aus den hohen Leibwächtern und sechs Soldaten für den Begleitschutz der Anführer."

Das ist sprachlich etwas verwirrend. Was ist ein "hoher" Leibwächter? Die Formulierung ist für mich zu schlicht und zu ungenau.
Anführer ist für meinen Geschmack auch zu schlicht. Wer sind sie, wie viele? Außerdem erscheint es mir, dass hier keine Anführer dabei sind, denn die Delegation besteht aus zwei und sechs. Es klingt für mich, als würde man die "Anführer", wer immer das sein mag, erst abholen.


"Der Prinz der Elfen drehte sich auf seinem Tigreif um und betrachtete die weite Prärie um ihn herum. Doch seine Augen zog es nach Westen zu seiner Heimat, dem Glitzerwald. Er hatte seine Mutter nur ungern allein gelassen. Besonders jetzt, da es Adlern gelungen war biss zum Fluss Lawe zu kommen. "

Was ist ein Tigreif, auch wenn ich es vermuten kann, doch wären hier ein paar Randinformationen ganz nett. Du hast eine Geschichte im Kopf, aber du musst dem Leser genug Informationen geben, damit bei ihm ein Bild entsteht. Er kennt die Bilder und die Hintergründe in deinem Kopf nicht.
Auch hapert es hier logisch etwas. Er blickt über die Prärie, aber seine Augen blicken letztendlich nach Westen. Das wiederspricht sich. Was Adler sind, ist nicht klar. Vielleicht greifst du hier etwas aus Filmen auf, aber das muss der Leser nicht kennen. Außerdem Kommafehler und bis/biss.

Warum, wenn die Adler siegen, wird keine Elfe getötet? Das ist unsinnig in einer Schlacht.

Und warum muss ich hier immer nach oben und zurück scrollen? Das ist aufwendig. Habe ich etwas übersehen? Das ist jetzt leider etwas ermüdend und macht es schwer, den gesamten Text zu bearbeiten. Ich lass mir was einfallen.

Liebe Mephistoria, wir fangen alle klein an, das weiß ich aus Erfahrung, denn ich bin schon eine Weile dabei. Meine ersten Texte waren mit Sicherheit auch nicht gerade umwerfend und man lernt nur langsam, da es um hunderte von Informationen über das Schreiben geht. Also immer zäh dranbleiben, denn es macht Spaß.

Die Geschichte hat kein Ziel und keine Aussage. Beschreibungen sind überlastig. Das ist nur bei einem längeren Text machbar. Die Protagonisten haben kein Gesicht. Nichts über ihren Charakter, Gestik, Mimik, Aussehen, außer Kleidung, über ihre Vergangenheit, ihr Gefühlsleben, ihr Denken, ihre Probleme und Ziele. Und ein ellenlanger Abschnitt über Sprachen, was für die Handlung nicht wichtig ist. Konzentrier dich mehr auf Dialoge und Inhalt der Dialoge, lass das andere nebenbei einfließen. Lass sie ein Problem lösen und diskutieren.

Liebe Grüße

ruskoni


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2018 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme