Es ist: 16-11-2019, 22:00
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Auszug aus "Die Gefallenen"
Beitrag #1 |

Auszug aus "Die Gefallenen"
Hallo!
Im folgendem möchte ich euch einen Auszug aus meiner  Geschichte "Die Gefallenen" vorstellen.
Viel Spaß beim lesen.
EntE


Das Licht der Nachmittagssonne schien hell auf die Straße herab, auf den der Konvoi entlangzog. Wind spielte mit den Blättern der Bäume und ließ deren Schatten auf dem Boden tanzen. Klappern von Pferdehufen und dumpfes Stampfen schwerer Armeestiefel erfüllten den sonst so idyllischen und ruhigen Ort. Es waren 30 Soldaten, die sich in mehrere Gruppen aufteilten. Die Spitze der Kolonne bildete eine Vorhut aus fünf Männern, die mit einigem Abstand zu der nachfolgenden Gruppe liefen. Bei dieser handelte es sich um den Kern der Truppe. Vier Soldaten bildeten in Zweierreihen den Anfang, gefolgt von acht Reitern. Dahinter marschierte ein großes Gebilde aus 10 Wachen, die einen Kasten um eine Gruppe von sieben junger Männer und Frauen bildeten, die ungeordnet, teilweise verängstigt in der Mitte liefen. Die Nachhut, die ,genau wie ihr Gegenstück aus fünf Soldaten bestand, lief außer Sichtweite der restlichen Kolonne sehr weit hinten.


Zwei der Männer stachen aus der Gruppe heraus. Es waren zwei der Reiter, die an der Spitze der Gruppe ritten. Der eine, ein älterer Mann, auf dessen Gesicht bereits die ersten Falten zeigten, trug edle Kleidung. Die goldenen Verzierungen waren kunstvoll gearbeitet. An seiner Seite hing eine braune Scheide aus der eine Parierstange samt Griff herausragte. Auch hier deutete das Aussehen auf die Position des Menschen. Links neben ihm ritt ein Mann, der ebenfalls die Uniform der Soldaten trug. Allerdings trug er einen schwarzen Mantel, der leicht im Wind flatterte, und ,statt eines einfachen Kettenhemdes, eine Plattenrüstung.


Was für ein wunderschöner Tag es doch geworden ist, finden Sie nicht auch, Orius?“, meinte der Ältere der beiden. Sein Nachbar nickte zustimmend. „Ja, Herr. Die Sonne ist wirklich herrlich. Dennoch fürchte ich, dass sich der Tag bereits dem Ende zuneigt. Ich möchte nochmal darauf hinweisen, Herr, dass es besser wäre umzukehren und nach Hastat zu ziehen, um dort die Nacht zu verbringen!“ „Nach Hastat zurückkehren?“, fragte der Alte empört, „Das wäre ein gewaltiger Umweg, Captain. Ein Umweg den ich nicht machen will. Der nächste Ort der Reise wird Quars sein, bevor wir wieder zurück nach Tyrias ziehen! Ich weiß nicht, wieso ihr seid Stunden versucht mich von diesem Weg abzubringen!“ „Verzeiht, Herr, doch die Informationen, die meine Späher haben sind vertrauenswürdig und wenn man den Gerüchten der hiesigen Bauern Glauben schenken darf, dann sammeln sich viele Banditen in den Wäldern, die wir gerade erreichen!“ „Pahh! Diesem Bauernpack würde ich nicht ein Wort glauben, wenn man mir dafür Gold geben würde!“, spuckte der Mann aus. „Und was eure Informanten angeht: Auch wenn sie recht haben, ich denke, nein, ich bin mir sicher, dass sich keiner dieser dreckigen Räuber trauen wird den Statthalter von Tyrias und seine Garde anzugreifen. Das wäre ihr Todesurteil, welches ich nur zu gern unterschreiben würde“ Der Alte lachte. Orius blieb still. Er mag recht habe, doch ein Bauer hatte ihm von etwas schlimmeren erzählt, dass dort auf sie warten könnte. Etwas, das nicht davor zurückschreckte sie anzugreifen und zu töten. Vielmehr warteten sie nur darauf. Doch davon erzählte er dem Statthalter nichts. Er wollte sich eine weitere Tirade ersparen oder gar von dem Alten ausgelacht zu werden, dass er dem Gerede traut. Orius wusste, dass er genauso gut gegen eine Wand reden konnte. Sein Nachbar würde nicht auf ihn hören.


Dieser hatte sich mittlerweile auf seinem Pferd umgedreht und schaute nach hinten, vorbei an den restlichen Wachen. Der Statthalter lachte und zeigte mit dem Finger auf die Gruppe junger Männer und Frauen, die umringt von Soldaten liefen. Drei von ihnen führten Packesel mit sich. „Ich liebe so erfolgreiche Reisen, Orius“, sagte er, „Sieh sie dir nur mal an. Ich bin mir sicher die werden mir gute Dienste leisten!“ Orius schaute nur kurz nach hinten. Er hasste diesen Anblick und fürchtete, der Statthalter würde seine Wut in der Situation erkennen. „Gewiss werden sie es, Herr“, sagte er nur. „Verzeiht, doch ich muss zurück reiten. Es ist komisch, warum die Nachhut nicht in Sichtweite ist. Das muss ich mir einmal ansehen!“, entschuldigte sich der Captain. Der Alte nickte. „Machen Sie ihnen Beine, diesen Taugenichtsen“ Orius scherte aus der Formation aus und wendete sein braunes Pferd. Er war froh darüber den Statthalter für einen Moment entfliehen zu können. Zorn staute sich im Körper des Soldaten an, aber das nicht nur auf den Alten, sondern auch auf sich selber. Als Soldat durfte er sich nicht zu stark von seinen Gefühlen leiten lassen und in seiner Position als Captain der Wache schon gar nicht. Das Leben des Statthalters und seiner eigenen Leute lag immerhin in seiner Hand. Dennoch ertappte er sich in letzter Zeit immer öfter, wie er hasserfüllte Gedanken gegen seinen Herrn hegte und ihn am liebsten in sein arrogantes, stolzes Gesicht schlagen würde, als noch einen seiner Befehle entgegen zu nehmen. Statthalter Rekan war ein Mann, der um die Stellung seiner Position wusste, denn nur der König oder seine direkten Gesandten standen in dieser Provinz über ihn. Und der Alte war nicht von der Sorte Mensch, die das einfach unter den Tisch kehren. Im Gegenteil er wusste es geschickt auszunutzen. Orius sah da den Grund, warum er Rekan so hasste. Trotzdem konnte er solchen Gefühlen nicht die Oberhand über sein handeln lassen. Immerhin war es nur sein gutes Recht so zu handeln. Zumindest redete Orius sich das ein. Er schüttelte kurz seinen Kopf, um sich von seinen Gedanken zu lösen. Es war seine Pflicht den Statthalter zu schützen, auch wenn er ihn und seine Taten verabscheute.


Langsam ritt Orius an seinen Männern vorbei. Als er den Kasten passierte, den seine Männer bildeten, blickte er kurz nach links. Seine Leute waren müde, aber sie marschierten eisern diszipliniert weiter, so wie es sein sollte. Doch die Erschöpfung konnten die meisten von ihnen nicht verbergen. Orius sah es in ihren Gesichtern und ihrer Haltung. Er verstand es. Sie waren schon seit gut vier Tagen unterwegs, ohne dabei viele Pausen gemacht zu haben. Der Statthalter hatte einen engen Zeitplan aufgestellt und duldete es nur wenig, wenn davon abgewichen wurde. Aber sehr zum Unglück aller waren sie im Moment etwas hinterher. Eigentlich hätten sie bereits vor Stunden den Wald passiert haben sollen, den sie gerade erst erreicht hatten. Nun würden sie entweder im dunkeln hindurch oder dort Lager aufschlagen. Orius gefielen beide Varianten nicht, doch er konnte nichts dagegen tun. Auch das war die Schuld des Statthalters, durch den sie mehr Zeit als geplant im vorherigen Dorf ihrer Reise verbracht hatten. Orius fluchte leise. Der Mann würde sie noch alle ins Grab bringen, dachte er.


Orius blickte kurz nach links, als er langsam an der Kastenformation vorbeiritt, die seine Männer gebildet hatten. Er sah die Menschen an, die innen liefen. Auf vielen Gesichter konnte er Trauer erkennen, Hoffnungslosigkeit und Unwissen darüber, was jetzt mit ihnen passieren würde. Sie waren der eigentliche Grund der Reise des Statthalters; und ein weiterer warum er diesen Mann so sehr verabscheute. Die Menschen waren keineswegs Verbrecher oder von besonderer Wichtigkeit. Bis vor kurzen waren sie nur einfache Leute gewesen. Die Kinder von Bauern, Schmieden, Hirten. Jetzt waren sie Diener des Statthalters. Sein persönliches Eigentum, wie er sie gerne bezeichnete. Sie waren alle noch jung. Die Wenigsten von ihnen war wohl älter als 20 und Orius vermutete, dass viele dieses Alter gar nicht oder nur knapp überschreiten würden.
Rekan hatte sie alle gekauft. Zwar war Menschenhandel im gesamten Königreich untersagt und der Besitz von Sklaven, nichts anderes waren sie im Grunde, strafbar, aber als Statthalter der Provinz und somit Stellvertreter des Königs verfügte er über die notwendigen Mittel und Wege um seinen Willen durchzusetzen. Deswegen zog er durch die vielen Dörfer seiner Provinz und kaufte dort Kinder armer Familien. Der Statthalter selbst sprach davon den Menschen zu helfen, indem er ihnen eine Last nahm und versprach den Müttern und Vätern sich gut um sie zu kümmern, ihnen ein Dach über den Kopf und Essen zu geben, während sie im Gegenzug für ihn arbeiten sollten. Das schlimme daran war, für manche der Diener stimmte das sogar.


Orius Blick viel auf zwei junge Frauen. Eine weinte bitterlich und konnte kaum laufen, während die andere ihr versuchte zu helfen. Sie zog sie praktisch hinter sich her,um mit den anderen Schritt halten zu können. Orius kannte die zweite Frau. Ihr Name war Lynn. Sie war bereits seid drei Jahren im Dienst des Statthalters. Er war dabei, als Rekan sie geholt hatte und sah sie seitdem öfters im Palast. Allerdings hatte er nur wenig Kontakt mit ihr. Doch immer wenn er sie sah musste er kurz lächeln. Das andere Mädchen, das von Lynn gezogen wurde, war neu. Orius konnte sehen, wie Tränen an ihrem Gesicht herunterliefen. Er hatte Mitleid mit ihr, ihre Trauer war nur mehr als verständlich. Er erinnerte sich daran zurück, wie der Statthalter sie gekauft hatte. Wobei kaufen hier das falsche Wort ist, vielmehr hat er sie sich genommen. Es war nur ein paar Stunden her. Sie kamen gerade in das Dorf Passun. Ein überschaubarer Ort, der an einem kleinen Fluss gelegen und nur von einigen wenigen Familien bewohnt war. Die Bewohner wussten von der Reise des Statthalters und hatten ihm einen freudigen Empfang bereitet. Es gab gutes Essen, Bier und Wein und sogar Musik hatte man gespielt. Wahrscheinlich hatte das gesamte Dorf ihren Vorrat aufgebraucht, nur um so etwas leisten zu können. Nach dem Essen stellte sich Rekan den Familien vor. Es sei ein persönliches Anliegen, hatte er gesagt, dass er wissen wolle, wer die Menschen waren, die in diesem Dorf lebten. Dabei hatte er die junge Frau entdeckt und beschlossen, sie bei sich aufzunehmen. So eine Ehre würde nicht jedem zuteil werden hatte er ihr gesagt. Doch ihr Vater weigerte sich. Er wollte seine Tochter nicht an den Statthalter verkaufen, selbst als dieser ihm das doppelte bot, als er normalerweise zahlen würde. Wütend über die Respektlosigkeit des Vaters befahl Rekan Orius den armen Mann festnehmen zu lassen. Unter den Augen des versammelten Dorfes wurde er in Ketten gelegt und vor den Statthalter geschliffen, während seine Frau und seine beiden Töchter Rekan anflehten ihn zu verschonen. Doch Rekan kannte keine Gnade. Er erhob seinen Stock, den er immer bei sich trug, um seinen Dienern Respekt einzuflößen und setzte dem Mann zu. Schon bald rannte Blut über das Gesicht und den Oberkörper. Nach 20 Schlägen stoppte der Statthalter und befahl einer Wache den am Boden liegenden Mann auf die Knie zu bringen. Er beugte sich langsam zu ihm herab und schlug ihm erneut ein Angebot vor. Zwei Kupfer würde er ihm für seine Tochter bieten. Entweder er nimmt an oder er würde sterben. Der kniende Vater sammelte sich und atmete einen kurzen Moment durch, ehe er dem Statthalter eine Mischung aus Blut und Speiche vor die Füße spuckte. Wutentbrannte schlug Rekan erneut zu, dieses Mal mit seiner Faust. Der Mann fiel zu Boden, woraufhin der Statthalter weiter auf ihn eintrat, bis Orius einschritt um ihn zu beruhigen. Der Mann lag bewusstlos am Boden, als Rekan befahl, ihn umgehend zu exekutieren. Er wäre jetzt tot, wenn sich nicht seine Tochter vor die Füße des Statthalters geworfen und ihn angefleht hätte, ihren Vater zu verschonen. Sie im Austausch für das Leben ihres Vaters, hatte sie ihm gesagt. Ein Angebot, welches der Statthalter mit einem grimmigen Lachen angenommen hatte.
Orius betrachtete noch einmal das weinende Mädchen. Wut mischte sich zu seinem Mitleid. Wut darüber, dass er nichts tun konnte um ihr zu helfen. Nein, er musste sogar noch die Taten des Statthalters unterstützen. Das war seine Aufgabe und seine Pflicht. Das woran er sein Leben gerichtet hatte. Aber in Momenten wie an diesem Tag wünschte er sich manchmal er hätte einen anderen Weg gewählt. Und das kam normalerweise sehr selten vor.


Er musste sich jetzt auf andere Sachen konzentrieren! Es gab jetzt wichtigeres, als sich Gedanken über das Leid anderer zu machen. Er trieb sein Pferd voran, vorbei an den Konvoi zur leeren Straße hin. Nach fünf Minuten war die Nachhut immernoch nicht zu sehen. „Wo bleiben die bloß?“, sagte er zornig zu sich selbst. Der Befehl war klar gewesen, als sie Passun verließen. Die Nachhut sollte immer in Sichtweite bleiben, um auf mögliche Angriffe reagieren zu können. Doch kurz nachdem sie das Dorf verlassen hatten, hatte Orius sie nicht gesehen. Da stimmte etwas nicht. Natürlich hätte er auch einen seiner Soldaten losschicken können, um Meldung über den Verbleib zu erhalten, aber Orius wollte diesen kurzen Moment genießen, in dem er nicht in der Nähe von Rekan war. Orius hielt sein Pferd an und lauschte. Weit entfernt hörte er etwas. Das Geräusch gleichmäßiger Schritte drangen leise an sein Ohr. Die Straße vor ihm machte eine Kurve, also müssen sie dort auf dem Weg marschieren, schloss der Captain daraus. Er nahm die Zügel in die Hand und ritt los. Schnell stellte er fest, das er Recht behalten hatte. Etwa einen halben Kilometer hinter der Biegung liefen seine Männer in Formation. Einer an der Spitze, zwei Reihen mit je zwei Soldaten dahinter. Orius konnte erkennen, das sie zügig voranschritten. Wahrscheinlich waren sie sich bewusst, das sie den Befehl missachtet und die Hauptgruppe aus den Augen verloren hatten und wollten den begangenen Fehler wieder gut machen oder vielmehr nicht noch weiter verschlimmern. Der Captain ritt seinen Leuten entgegen. „Bei den Göttern, wo bleibt ihr?“, rief er zornig als er bei ihnen ankam. „Habe ich meinen Befehl nicht klar genug ausgedrückt? Ihr solltet in Sichtweite bleiben und nicht den halben weg hinter uns!“ Als die Soldaten ihren Captain sahen, blieben sie einen Moment stehen und nahmen Haltung an. „Verzeiht, Herr!“, begann der Mann an der Spitze sich zu entschuldigen, „Wir wurden aufgehalten. Es gab Probleme mit den Bauern in Passun. Doch wir konnten die Situation klären, Herr!“ Orius schaute den Mann kritisch an. „Probleme? Welche Art von Problemen gab es?“, fragte er. „ Die Bauern waren wütend, Herr. Darüber, dass wir dieses Mädchen mitgenommen haben. Kurz nachdem wir hinter euch losmarschiert waren, griffen sie uns an. Aber wie ich bereits sagte, Herr, wir haben die Sache geklärt“ Orius blickte den Soldaten immernoch wütend an. „Tote?“, fragte er ihn nur knapp. Sein Gegenüber schüttelte den Kopf. „Nein, Herr! Keine Toten. Wir haben unsere Knüppel benutzt, um ihnen Verstand einzubläuen.“ Der Mann lachte „Die greifen so schnell keinen von uns mehr an“ Die Miene des Captains lockerte sich ein wenig. 'Wenigstens etwas', dachte er. „Sonstige Verletzungen deiner Männer?“, fragte er den Mann danach. „Keine schlimmen, Herr!“ , antwortete der Soldat „Aber den jungen Duncan hier, der hat was abgekommen. Ich glaube irgendso eine Schlampe hat ihn mit einem Messer erwischt!“ Der Soldat zeigte auf eine junge Wache, der in der zweiten Reihe rechts hinter ihm stand. Orius stieg von seinem Pferd ab und drückte dem Soldaten die Zügel in die Hand. Dann ging er zu dem Jungen, der verletzt war. „Zeig es mir!“, forderte er ihn auf. Dieser legte sein Schild ab und krempelte den blutigen Ärmel seiner Tunika hoch. Darunter verbarg sich ein langer Schnitt. Verkrustetes Blut klebte auf der Haut des Jungen. „Das sieht nicht schlimm aus“, meinte Orius „Kannst du den Arm noch bewegen?“ „N..Nein, Herr. Ich meine Ja, Herr!“ stammelte Duncan nervös. Orius ignorierte das Stottern des jungen Mannes. Das kam oft vor bei jungen Soldaten, die noch viel mit ihren Offizieren gesprochen hatten. Es war ein Zeichen von Angst, den bei vielen konnte ein falsches Wort Konsequenzen für die Soldaten haben. „Na gut“, meinte Orius. „Sobald wir ein Lager für die Nacht aufgeschlagen haben lässt du es reinigen und verbinden, verstanden?“ Duncan nickte. „Gut! Und jetzt setzt euch wieder in Bewegung! Wir haben schon zu viel Zeit vergeudet!“, sagte der Captain in ernstem Ton. Er schwang sich wieder auf sein Pferd und nahm die Zügel von dem Soldaten entgegen. Dann wandte er sich nochmal zu seinen Leuten um und befahl: „Ihr marschiert im Eiltempo zum restlichen Konvoi und nehmt unverzüglich euren Platz ein! Wenn ich wieder da bin, will ich nicht auf euch warten müssen, sondern auf eurem Posten sehen! Ansonsten werdet ihr die gesamte nächste Woche Nachtwache und Latrinendienste haben! Und jetzt los!“ Die Männer salutieren. Als Orius weg ritt konnte er noch den strengen Befehl des vordersten Soldaten hören und wie sich die Truppe in eiliger Bewegung setzte. Er hätte sein Pferd in vollem Galopp zurücklaufen lassen, aber er wollte den Wachen wenigstens die Möglichkeit bieten, seine Anordnung zu erfüllen. Man musste die Bestrafung schließlich nicht erzwingen. So ließ er sein Pferd in einem Trab übergehen, so würde er auch schnell genug bei den anderen ankommen.
Orius Wut über das Verhalten des Statthalters war nach dem Treffen besser geworden. Zwar mochte er es nicht solche Gefühle an seinen Leuten auszulassen, doch die Situation war passend gewesen und als Anführer der Soldaten musste er bei so etwas Härte und Strenge zeigen. Befehlsmissachtung gehört in der Armee bestraft. Die Männer dürfen nicht denken, er wäre schwach geworden, dann würden sie ihren Respekt verlieren und dadurch unweigerlich ihre Disziplin. Disziplin, so hatte es seine Mutter ihm schon immer beigebracht, war die höchste Tugend eines Soldaten. Das und das Vertrauen in die Kameranden und den Anführer. Nur so konnte sie im Kampf bestehen. Beim Gedanken an seine Mutter musste sich Orius unwillkürlich an den Hals greifen. Er holte ein Amulett hervor. Es war aus Silber, aber recht einfach gehalten. Keine Rubine, Saphire oder sonstige Edelsteine. Dennoch war es der wertvollste Besitz des Captains. Etwas, dass er immer bei sich trug. Er betrachtete es kurz. Er hatte seine Mutter schon lange nicht mehr besucht. Sobald sie wieder in Tyrias waren, würde er das nachholen.


Auf dem Weg zurück genoss er die Ruhe, die der Weg ihm bot. Außer dem Geräusch der Hufe seines Pferdes und gelegentliches Vogelgezwitscher war nichts zu hören. Doch als der Konvoi wieder in Sichtweite war, merkte er, dass etwas nicht stimmte. Die Menschen dort bewegten sich nicht mehr. Stattdessen standen seine Leute um etwas herum, doch er konnte nicht erkennen was los war. Auch der Statthalter saß auf seinem Pferd und blickte nach unten. Orius ritt schneller. Als er in der Nähe der Kolonne war, konnte er schon das Schreien und Wehklagen einer Frau ausmachen. Er ließ sein Pferd neben den Statthalter stehenbleiben und schaute in die selbe Richtung nach unten wie er. Dort lag sie, die junge Frau, die vorher von Lynn begleitet worden war, weinend am Boden und hielt sich das Bein. Lynn kniete neben ihr und versuchte verzweifelt sie zu beruhigen. Alle anderen standen regungslos um sie herum. „Was ist passiert, Herr?“, fragte er Rekan. Dieser drehte sich zu ihm herum. „Ah ihr seid wieder zurück!“, sagte er amüsiert. „Es ist nichts weiter passiert. Nur diese Bauernschlampe, die anscheinend umgefallen ist“ Orius ignorierte den Ton des Statthalters, stieg ab und bahnte sich einen Weg zu der jungen Frau. Er kniete sich neben sie und schaute Lynn fragend an. Diese erkannte den Blick des Captains und erklärte hektisch: „Sie ist umgefallen, Herr. Ich glaube sie ist über irgendetwas gestolpert. Ich weiß nicht genau, wie es passiert ist, aber sie sagt sie kann nicht aufstehen!“ Orius nickte und wandte sich zu einem Soldaten hinter ihm. „Zieh ihr den Schuh aus!“, befahl er und deutete auf das Bein, das sich die Verletze hielt. Unter den schmerzerfüllten Lauten der Frau, machte sich der Mann nicht gerade zaghaft ans Werk und hielt kurzen Zeit später den bereits kaputten Lederschuh in der Hand. Der Fuß darunter war blau und stark geschwollen. „Kannst du den Fuß bewegen?“, fragte er sie in einem ruhigen Ton. Diese schüttelte nur den Kopf. 'Verdammt!', dachte Orius und wandte sich zu dem Statthalter. „Herr, so kann sie unmöglich weiterlaufen! Ich fürchte der Fuß ist gebrochen!“ Rekan schaute ihn ernst an. „Dann lassen wir sie hier!“, sagte er. Orius blickte fassunglos in das Gesicht des alten Mannes. „Aber Herr, wenn wir sie hierlassen, wäre das ihr sicherer Tod!“ Der Statthalter kam mit seinem Pferd ein paar Schritte nach vorne. „Gut, dann tötet sie einfach gleich und erspart ihr die Qualen!“ Lynn sprang auf und lief aufgebracht zu Rekan. „Ihr könnt sie doch nicht einfach so..“, weiter kam sich nicht. Der Statthalter holte mit seinem Stab aus und schlug ihr ins Gesicht. „Ich kann und ich werde!“, sagte er zornig „Du kannst gerne mit ihr hierbleiben und das gleiche Schicksal erfahren. Und das wirst du auch, wenn du keinem Respekt gegenüber mir, deinem Herrn, erweist!“ Lynn fiel auf den Boden und hielt ihre rechte Hand auf ihre Wange. Man sah ein kleines Rinnsal Blut durch ihre Finger fließen. Der Statthalter wandte sich an Orius: „Orius! Du selber sagtest mir vorher, dass wir zügig durch diesen Wald sollten. Und man sieht fast die Sonne nicht mehr durch die Blätter der Bäume scheinen. Ich bin nicht bereit wegen so etwas noch mehr Zeit zu verschwenden! Kümmert euch persönlich darum, dass diese Sache aus der Welt geschafft wird und kümmert euch schnell darum. Lasst sie hier oder zeigt etwas Gnade und tötet sie auf der Stelle. Nicht einmal ich habe mehr Verwendung für sie, wenn sie nichtmal richtig laufen kann und keiner unserer Leute kann sich mit solch einer zusätzlichen Belastung quälen. Mir ist es gleich, was ihr mit ihr macht, doch ich werde nicht länger hier warten!“ Mit diesen Worten wendete er sein Pferd und ritt wieder nach vorne die Straße entlang.


Orius bebte vor Zorn. 'Dieser Bastard!', dachte er. Der Captain schaute um sich. Alle Augen waren auf ihn gerichtet, als von der Seite jemand zu ihm kam. Er beugte sich zu ihm hinunter und flüsterte leise: „Soll ich mich um das Problem kümmern, Herr?“ Orius wandte sich zu der Stimme. Sie gehörten seinem Stellvertreter. Er schüttelte langsam den Kopf. „Nein, Marco, du hast den Statthalter ja gehört. Es ist jetzt meine Angelegenheit und ich werde das auch persönlich beenden. Nimm deinen Platz hinter ihm wieder ein! Rekan darf nicht alleine gelassen werden. Nicht hier“ Marco nickte kurz, dass er verstanden habe und stieg wieder auf sein Pferd. Orius stand auf und blickte wieder auf seine Leute sowie die Diener des Statthalters, die immernoch um die weinende Frau standen. „Na wird 's bald!“, brüllte er wütend. „Zurück in eure Formation. Seine Lordschaft ist bereits weitergezogen und ihr steht hier so rum als hättet ihr nichts zu tun! Nehmt anständig Haltung an und dann vorwärts oder muss ich euch erst dazu zwingen!“ Die Soldaten, von denen die meisten ihren Captain noch nie so wütend gesehen hatten, beeilten sich wieder ihre Positionen einzunehmen. Zügig beeilte sich die Kolonne hinter den Pferden vor ihnen her zukommen. Orius stand nun fast alleine da. Zu seinen Füßen lag die verletzte Frau und Lynn, die anscheinend nicht von ihrer Seite weichen wollte. Auf ihrer linken Wange war der blutige Striemen des Stabes zu sehen. „Verschwinde, Lynn! Geh zurück in die Formation! Du hast hier nichts mehr zu suchen!“, sprach der Captain, wobei er versuchte die immernoch angestaute Wut nicht zu sehr vordringen zu lassen. Doch Lynn widersprach: „Nein, Herr! Ich lasse sie hier nicht zurück. Das ist einfach nicht richtig“ Orius schaute die junge Frau ernst an. „Zwing mich nicht dich zu töten. Was soll es bringen, wenn du bei ihr bleibst? Willst du sie den ganzen Weg zurück tragen? Geh zurück in den Kasten, das ist ein Befehl!“ „Aber...“, versuchte Lynn es erneut. Ihre Verzweiflung stand ihr ins Gesicht geschrieben. Doch der zornige Ausdruck im Gesicht des Captains sagte alles. Er würde seine Drohung wahr machen, wenn sie sich weiter widersetze. Orius wollte schon ansetzen sie ein weiteres Mal aufzufordern, aber Lynn kam ihm zuvor. Sie versuchte vergeblich ihre Tränen zu unterdrücken als sie aufstand, sich entschuldigte und loslief um sich den anderen anzuschließen. Orius schaute ihr noch einige Sekunden hinterher. Dann atmete er einmal tief durch und beugte sich zu der Dienerin hinunter. Furcht stand in ihren Augen geschrieben. Der Captain griff mit seinen Armen unter ihre Beine und ihre Schulter und hob sie vom Boden auf. Sie war sehr schlank und somit hatte er keine Probleme sie zu tragen. Er brachte sie ein kleines Stück von der Straße weg in den Wald hinein und lehnte sie gegen einen Baum. Er betrachtete noch einmal ihr aufgequollenes Gesicht. Sie weinte nicht mehr, sondern schluchzte nur noch leise, aber zitterte am ganzen Körper. Als Soldat hatte Orius schon viele Menschen getötet. Männer und Frauen. Aber damals war es etwas anderes, es war Krieg, ein Kampf. Es ging darum zu überleben. Jetzt ging es nur darum einen Mord zu begehen. Einen Mord für jemanden den er wegen seiner Taten missachtete und hasste. Einen Mord an einer Unschuldigen, die nichts für ihre Situation konnte. Die nur ihren Vater beschützen wollte. Es war falsch. Wütend schlug er mit seiner Faust gegen den Baum, sodass die Frau erschrak. Sie schaute ihn mit großen Augen an. „Verdammt!“ ,stieß Orius hervor und schlug erneut gegen den Baum und hinterließ einen kleinen Blutfleck auf der Rinde. Er trat einen Schritt zurück und blickte in das Gesicht der Dienerin.

Wenn du das liebst, was du tust, hast du bereits gewonnen!

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Beitrag #2 |

RE: Auszug aus "Die Gefallenen"
Hallo Ente,
 
ich leg einfach mal los.
 
Zitat:Das Licht der Nachmittagssonne schien hell auf die Straße herab, auf den der Konvoi entlangzog

 Es muss heißen: “auf der der Konvoi …”, weil es sich auf die Straße bezieht.
 
Zitat:Die Spitze der Kolonne bildete eine Vorhut aus fünf Männern, die mit einigem Abstand zu der nachfolgenden Gruppe liefen. Bei dieser handelte es sich um den Kern der Truppe.

 Das klingt etwas merkwürdig, weil für mich ist “Kern” etwas das sich im Inneren befindet, die Vorhut ist aber etwas, was sich vorneweg bewegt. Ich würde den Satz mit dem Kern einfach weglassen. Der klingt so erklärend und ich vermute du gehst später eh noch auf diese Soldaten ein, sodass wir das sowieso erfahren. Icon_wink
 
Zitat:Die Nachhut, die ,genau wie ihr Gegenstück aus fünf Soldaten bestand, …
 
Hier ist dir ein Leerzeichen vor das Komma gerutscht.
 
Zitat:Der eine, ein älterer Mann, auf dessen Gesicht bereits die ersten Falten zeigten, trug edle Kleidung.

 Auf dessen Gesicht sich bereits die ersten Falten zeigten …
 
Zitat:Auch hier deutete das Aussehen auf die Position des Menschen.

 Wieso “auch”, wo hatten wir das denn schonmal? Icon_confused
 
Zitat:… der leicht im Wind flatterte, und ,statt eines einfachen Kettenhemdes, eine Plattenrüstung.

Hier ist dir wieder das Komma verrutscht.

Zitat:Was für ein wunderschöner Tag es doch geworden ist, finden Sie nicht auch, Orius?“, meinte der Ältere der beiden. Sein Nachbar nickte zustimmend. „Ja, Herr. Die Sonne ist wirklich herrlich. Dennoch fürchte ich, dass sich der Tag bereits dem Ende zuneigt. Ich möchte nochmal darauf hinweisen, Herr, dass es besser wäre umzukehren und nach

 Du solltest die Wörtliche Rede jeweils in einer neuen Zeile beginnen. Das hat den Vorteil, dass man sofort merkt, wenn jemand anderes spricht. Also vor dem “Ja, Herr” einen Absatz machen.
 
Zitat:Er mag recht habe, doch ein Bauer hatte ihm von etwas schlimmeren erzählt, dass dort auf sie warten könnte.

 Mein Gefühl meint: “Er mochte recht haben …”

Zitat:dass er dem Gerede traut. Orius wusste, dass er genauso gut gegen eine Wand reden konnte. Sein Nachbar würde nicht auf ihn hören.

traute. “Nachbar” gefällt mir hier irgendwie nicht. Es ist zwar schon klar, dass du es verwendest, weil sie nebeneinander reiten, aber ich würde die Stelle nochmal nutzen, um vielleicht die Positionen klar zu machen, also sowas wie “Vorgesetzter” verwenden, wie auch immer die Bezeichnungen dort sind.

Zitat:Dieser hatte sich mittlerweile auf seinem Pferd umgedreht und schaute nach hinten, vorbei an den restlichen Wachen. Der Statthalter lachte und zeigte mit dem Finger auf die Gruppe junger Männer und Frauen, die umringt von Soldaten liefen.

 Ich möchte diese Stelle gerne als Beispiel verwenden. Du zeigst hier mehre Dinge, die du oben schon beschrieben hast. Nämlich, dass der Statthalter in der Mitte der Kolonne reitet und die Männer und Frauen von den Soldaten umringt sind. Ich finde das könntest du oben weglassen, weil ich den Anfang irgendwie zu voll mit Informationen finde. Hier zeigst du es schön, anstatt es zu erklären. Icon_smile
 
Zitat:der Statthalter würde seine Wut in der Situation erkennen.

 Treffender wäre wohl: “seine Wut über die Situation”
 
Zitat:denn nur der König oder seine direkten Gesandten standen in dieser Provinz über ihn.
 
über ihm
 
Zitat:Als er den Kasten passierte, den seine Männer bildeten, blickte er kurz nach links.

“Kasten” hört sich seltsam an. Wie wäre es mit Quadrat? Oder Pferch? Das würde nochmal betonen, dass es wohl Gefangene sind.
 
Zitat:Nun würden sie entweder im dunkeln hindurch oder dort Lager aufschlagen.

 … oder dort ihr Lager aufschlagen.
 
Zitat:Orius blickte kurz nach links, als er langsam an der Kastenformation vorbeiritt, die seine Männer gebildet hatten
 
Hmm, irgendwie hast du die Formulierung oben fast genauso. Ich dachte kurz ich wäre im Text verrutscht. Dann habe ich überlegt, dass wenn er denselben Weg zurücknimmt, er doch nach rechts schauen müsste, oder? Und wollte er nicht nach der Nachhut schauen? Icon_confused
 
Zitat:Ihr Name war Lynn. Sie war bereits seid drei Jahren im Dienst des Statthalters.

 Warum nimmt er die Dienerin denn mit auf die Reise? Er ist doch unterwegs, um sich sich neue Diener zu kaufen, also braucht er sie nicht unbedint zum bedienen. Ich meine das ist ja Belastung unterwegs, weil er sie ja auch verpflegen muss.
 
Zitat:Unter den Augen des versammelten Dorfes wurde er in Ketten gelegt und vor den Statthalter geschliffen,

 geschleift. Hier ist es auch wieder: Du zeigst hier wunderbar, wie der Statthalter mit seinem Volk umgeht und weshalb Orius wütend auf ihn ist. Das ist hier viel bildlicher, als vorhin, wo du nur über seine Wut gesprochen hast. Du könntest das hier sogar noch ausbauen, wie Orius sich ein wenig sträubt dem Befehl folge zu leisten.
 
Zitat:Schon bald rannte Blut über das Gesicht und den Oberkörper.

 Ich bin mir nicht sicher, ob es so korrekt ist, da es aber komisch klingt ein Vorschlag: “Schon bald begann das Blut über das Gesicht und den Oberkörper zu rinnen”
 
Zitat:ehe er dem Statthalter eine Mischung aus Blut und Speiche vor die Füße spuckte.
 
Speichel
 
Zitat:Doch kurz nachdem sie das Dorf verlassen hatten, hatte Orius sie nicht gesehen.

 Ich würde den Satz ein bisschen erweitern: “Doch schon kurz nachdem sie das Dorf verlassen hatten, hatte Orius sie nicht mehr gesehen.“ Liest sich dann ein bisschen weicher. Aber da stellt sich die Frage, warum er sie nicht schon dann gesucht hat? Schließlich haben sie das Dorf vor Stunden verlassen. Icon_confused
 
Zitat:Das Geräusch gleichmäßiger Schritte drangen leise an sein Ohr.
 
Entweder: “Das Geräusch gleichmäßiger Schritte drang leise an sein Ohr.“ Oder: „Die Geräusche gleichmäßiger Schritte drangen leise an sein Ohr.“
 
Zitat:'Wenigstens etwas', dachte er.

 Vorhin hast du seine Gedanken nicht in die Anführungszeichen gesetzt. Das solltest du einheitlich machen. Alternativ dazu kannst du die Gedanken auch kursiv setzen, dass hebt sich auch immer ganz gut ab.
 
Zitat:… die noch viel mit ihren Offizieren gesprochen hatten.

noch nicht viel
 
Zitat:Orius Wut über das Verhalten des Statthalters war nach dem Treffen besser geworden.
 
Ich weiß nicht, ob “besser geworden” die treffende Formulierung ist. Vielleicht wäre: ”etwas verraucht” besser, oder “war versiegt” irgendetwas das anzeigt, dass er sich etwas beruhigt hat, eben.
 
Zitat:Die Männer dürfen nicht denken,

durften
 
Zitat:„Ihr könnt sie doch nicht einfach so..“, weiter kam sich nicht.

 weiter kam sie nicht
 
Zitat:Und das wirst du auch, wenn du keinem Respekt gegenüber mir, deinem Herrn, erweist!“

 Irgendwie klingt der Satz etwas verdreht. Besser: “Und das wirst du auch, wenn du mir, deinem Herrn, keinen Respekt erweist!“ Es klingt eben besser, wenn der Satz nicht unnötig lang ist, besonderns, wenn jemand wütend ist und spricht, macht er eher kürzere Sätze.  Icon_wink

Das ist jetzt schon ein bisschen fies, dass der Auszug genau an dieser Stelle endet. Icon_panik
 
Also worauf du dringend achten solltest, ist die Rechtschreibung. Manchmal sind es nur kleine Vertipper, die aber manchmal zu einer anderen Bedeutung führen. Ich habe dir schon einige herausgesucht, aber wahrscheinlich nicht alle. Manchmal fehlt auch einfach ein Wort. Hier mein Tipp: Lass den Text mal einen Tag ruhen und schau ihn dir dann nochmal an, bevor du ihn einstellt. Manchmal wird man betriebsblind, wenn man etwas schon tausend mal gelesen hat. Icon_wink
 
Ja nun zum Inhalt: Am Anfang beschreibst du sehr ausdauernd diese Kolonne. Rückblickend würde ich sagen, dass das nicht nötig ist, weil ja Orius später daran vorbeireitet, um seine Nachhut zu suchen und du so noch bessere Gelegenheiten dafür hast, aber auch dafür habe ich dir ein Beispiel finden können. Icon_wink
Ansonsten haben wir hier einen Statthalter der gnadenlos seine Position ausnutzt, um sich fleißig Diener zu  beschaffen und einen Captain, der ihm dabei helfen muss, dem das natürlich aber nicht gefällt. Ja, warum nicht. Das ist zwar noch nichts ungewöhnliches, aber dadurch hast du direkt Konfliktpotenzial und auch Spannung erzeugt. Gerade auch mit der Geschichte mit dem Mädchen. Orius ist mir dadurch symphatisch geworden und ich würde durchaus, seinen weiteren Weg verfolgne wollen. Besonders, weil er ja früher oder später mit Rekan aneinandergeraten muss.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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