Es ist: 27-06-2022, 21:56
Es ist: 27-06-2022, 21:56 Hallo, Gast! (Registrieren)


Im Regen geboren (2)
Beitrag #21 |

RE: Im Regen geboren (2)
Hallo zum Dritten!

Danke dir Icon_smile.

So, nun kennst du also die zweite Hauptfigur dieser Geschichte - Chamäleon. Die beiden sind vertraut, deswegen freut mich, dass du ihn sympathisch findest. Ja, sie hätte sich wohl versichern müssen, aber sowas passiert. Diese vermeintliche Sicherheit, die sich dann ins Gegenteil umkehrt - die Sicherheit, dass es nicht so war, dass das vorherige Sichersein falsch war. Und plötzlich steht man vor einer Pfütze und weiß nicht mehr, ob man drüberspringen kann oder reinfliegt, wenn man die Füße vom Boden löst.
Ja, vielleicht sollte man ihr keinen Vorwurf machen - aber man kann ihr nicht keinen Vorwurf machen, oder? Das sagst du ja selbst. Schließlich ist sie nicht mehr unmündig. Wir werden sehen. Und deine Fragen werden sich beanworten (beantwortet haben). Hoffe ich Icon_smile.

Liebe Grüße,
Libertine

/Edit: LibbiistzublödzumAntworteneinstellen *g

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
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Beitrag #22 |

RE: Im Regen geboren (2)
Hi libbi!^^
Wie angekündigt, komme ich heute dazu, den nächsten Teil zu kommentieren^^ (ich brauch echt immer höchste Konzentration, wenn ich deine Geschichte entschlüsseln will ... das macht wirklich Spaß Mrgreen )

Wie gehts es also weiter? Wie viele neue Fragen wirfst du diesmal auf? Oder klärt sich das Bild langsam?

Zitat:Als der Spielplatz außer Sichtweite war, fiel der Schutz von ihr ab.
Wandern über eine viel befahrene Güterzugstrecke.
Es hängt auf der Kippe ... bin gespannt ...^^

Zitat:Im Bus würden Menschen sein. Menschen sind Leben. Menschen, die sich unterhielten, diskutierten, die nach Bewegung rochen, nicht nach Stillstand. Tote sind Stillstand.
Und sie? Leah steht immer noch dazwischen, weiß immer noch nicht, wohin sie jetzt gehört ... aber die Zeit auf dem Spielplatz hat sie Kräfte sammeln lassen, sie wirkt allein schon dadurch, dass sie so viel ruhiger an die Sache rangeht, gereift, als wäre der Wassersand noch stark in ihr.

Zitat:war es die Strecke ihres Vaters.
Ihr Vater war also Busfahrer. Ob das wohl noch wichtig wird führ die Geschichte?

Zitat:Aber ein Für immer mit Abschied fühlte sich kürzer an als eines ohne.
Schön! Und was für eine irrationale Hoffnung, zu hoffen, sie könnte ihren Vater noch einmal treffen. Irrational, aber sehr passend, sie geht zu einem Ort, den sie mit ihrem Vater in verbindung bringt (der Bus) um Abschied zu nehmen.
Sie ist zwar ruhiger, aber verarbeitet hat sie das Feuer noch lange nicht ...

Zitat:Starrte sie an, als hätte sie eine Pistole gefunden, und versteckte sie hektisch.
Der Satz gefällt mir! Und er zeigt das sie sich schuldig fühlt, sich als Verbrecher sieht. Auch wenn sie immer wieder versucht, dieses Gefühl zu unterdrücken ...

Zitat:Kein geheimer Passagier, nirgendwo ein Schattenlächeln, das sie angezogen hätte, ihr gezeigt hätte, wohin sie gehen sollte.
Doch es reicht nicht, sich einfach in den Bus zu setzten ... das bringt nicht die erhoffte Linderung ... weiter mit ihrem Fehler allein.
Sowohl geheimer Passagier, wie auch Schattenlächeln gefallen mir als Bilder sehr gut^^

Zitat:Fuhr am Spielplatz vorbei, sah Tim bei Emma stehen, schüchtern,
Leben. Aber sie ist duch eine Busfensterscheibe davon getrennt, so nah und doch so fern ... wenn du dir sowas dabei gedacht hast, dann bist du genial und ich fall hier vor dir auf die Knie Mrgreen

Zitat:Dann den Kindergarten, Schuldige in spe.
*g* mich bringt diese Bemerkung zu schmunzeln, obwohl sie aus Leahs sicht nicht lustig gemeint war. Ihre Gedanken kreisen noch immer um das Feuer, um das Verbrechen, auch wenn es nicht mehr so wild, so endgültig lodert. Aber das es noch da ist, machst du hier schön deutlich ...

Zitat:Leah entspannte sich, als sie die vertraute Gestalt erblickte.
Interessant. Es muss ein sehr spezielles Vertrauen sein, denn eigentlich müsste alles was sie "früher" gekannt hatte, sie erinnern ... wer das wohl ist, was er wohl mit ihr zu tun hat? (Chamäleon vielleicht???)

Zitat:„Danke“, schloss er tiefstimmig, als der Bus wieder anfuhr.
Ich bin nicht sicher, wer hier Danke sagt ... schließlich ist dem Busfahrer Beruhigung zu gesprochen worden ... ich denke aber du meinst den Farbbespritzten ... du könntest überlegen, ob du es ein bisschen klarer machst, aber wichtig ist es eigentlich nicht (wahrscheinlich will ich nur auch mal Verbesserungsvorschläge machen, statt die ganze Zeit staunend vor deinem Text zu sitzen Icon_lol )

Zitat:Sie erwiderte ihn, duckte sich innerlich und wusste doch, dass sie für Sekunden geborgen war.
Vielleicht doch eine Begegnung, die ihr helfen kann, auch wenn nicht der Vater gekommen ist.

Zitat:Rechtfertigung in leisen Worten, die mehr bedeuteten als der Lärm auf dem Spielplatz zusammen genommen.
Eine wirklich Vertraute Person, vielleicht das letzte Bindeglied zu ihrem Vater? Aber es hilft oft, zu reden ... statt alleine einen Krieg zu kämpfen.

Zitat:Es war doch Freitag, er hatte Nachtschicht.“ Don-ners-tag!
Sie hat sich im Tag geirrt?Icon_shocked einfach so? Das glaub ich nicht ... da ist noch mehr ...

Zitat:nahmen ein Streichholz heraus und brachen den Zündkopf ab. Zerbröselten ihn.
Toller Satz! Für mich ein Bild dafür, dass sie es langsam aufarbeitet, das Feuer in ihr Schritt für Schritt entschärft, so wie die Feuerkindwaffen.

Zitat:Wie den Moment mit dem Fuß auf der Türschwelle und dem fehlenden Mut in den Fingerspitzen.
hm ... *den Satz intensiv durchdenkt* ... doch das könnte ... ja nach dem sie das Feuer gelegt hat, als sie die Tür zum Zimmer ihres Vaters nicht öffnen kann. Aus Angst es könnte schon zu spät sein? Aus Angst zu sehen, was sie angerichtet hat? (wenn der Vater noch am leben gewesen wäre hätte sie ja geöffnet, sie wartete ja auf ein Lebenszeichen, vielleicht zumindest)
Versteh ich das richtig ... wie den Streichholzkopf zerbröselt sie diesen Moment? Arbeitet ihn ab? Die Begegnung hilft wirklich, aber sollte sie sich so einfach damit abfinden?

Zitat:Chamäleon schaute sie ernst an
Chamäleon ^^

Zitat:Immer in dem Versuch, wieder zurückzukommen in die Welt von vor vierundzwanzig Stunden.
Doch sie findet keinen Weg zurück ... ich glaube das ist ihr am Ende auf dem Spielplatz klar geworden und der Mann hat recht, wenn er sagt, dass sie jetzt nichts mehr daran ändern kann ... doch es ist so schwer das einzusehen, das ist so leicht daher gesagt, für jemanden, der nicht "schuld" ist ...

Zitat:„Nur wir nicht.“
Ich weigere mich zu glauben, dass sie einfach den Tag verwechselt hat und das alles ist ... und da!^^ da ist ein Hinweis (wie ich zumindest glaube) ein kleiner zwar, den ich fast überlesen hätte, aber da ist er und grinst mich jetzt an ... und sie sagt es zu Chamäleon, vermutlich bezieht sie das wir also auf sich und ihn ...
wieso sagt sie das? Hatte er ihr etwa bestätigt, das Donnerstag war? Er wird mir suspekt, verdächtig (und das wo er doch so eine große Hilfe für Leah zu sein scheint) und da ist auch die Bemerkung vom letzten Teil, in der sie Chamäleon erwähnt ... hm ... vielleicht täusche ich mich aber auch gerade gewaltig ...

Zitat:Mutter, Vater, Kind. Hand in Hand in Hand. Aufgeschürfte Knie. Frühsommer. Rosenduft.
Ich würde diese Rückblenden vielleicht kursiv setzten ...^^ das grenzt die "glücklichen" Gedanken von den unglücklichen, die sie momentan hat besser ab.
hm ... sie verbindet schöne Erinnerungen mit Chamäleon ... hat er den Zaun so gestrichen, wie er in ihrer Erinnerung mal war? Als die Mutter noch da war? Eine schöne Kindheisterinnerun? Kein Wunder, dass sie ihn mag.

Zitat:Auf dem Rückspiegel in der Mitte der Frontscheibe sah sie das Gesicht des Busfahrers. Nicht hinterhältig; unsicher.
Schöne Stelle!

Zitat:Warum wusstest du nicht, dass Donnerstag war?“
Er blickte sie fest an. „Warum wusstest du nicht, dass dein Vater Zuhause war?“
Icon_shocked er lenkt ab! Ganz billig mit einer Gegenfrage ... er antwortet einfach nicht!

Zitat:Wie fahrlässig, ein einziges Mal dem selbstzerstörerischen Bedürfnis nachzukommen.
Es war also eine impulsive Tat, aus einem Gefühl heraus (so verstehe ich das selbst zerstörerische Bedürfnis) ... ob sie fasziniert war, von der Macht die sie in den Händen hielt? Feuerkind?

Zitat:„Dass man aus dem Rest das Alte wieder aufbauen kann, meinst du das geht? Dass alles zurückkommt?
Sie hat doch erkannt, dass es nicht geht, deshalb hat sie die Sandtürme umgetreten ...

Zitat:Genug Schauspieltalent für die kleine Bühne in der letzten Reihe eines Linienbusses.
Tolles Bild! Aber ich frage mich ob Leah die einzige Schauspielerin ist, auf dieser Bühne ... Chamäleon ... hm ... der Name passt einmal sehr gut zum Malerberuf wie ich finde (deswegen hat Leah ihm vielleicht diesen Namen gegeben), aber andererseits könnte er auch chamäleon-getarnt sein, etwas verbergen unter dem äußeren Schein ... so würde er seinen Namen wahr machen ...

Zitat:Der Bus hielt, er ging zur Tür und wartete im Ausgang, bis auch Leah sich aufrappelte und ausstieg.
Nächste Szene.

Es wird klarer, ganz, ganz langsam klart es auf, aber noch immer sind Fragen offen, genug Fragen.
Dieser Teil hatte viel Dialog, viel Handlung, Interaktion zwischen den beiden wichtigen Personen dieses Teils ... ich hab versucht genau darauf zu achten, denn der Fokus der Geschichte liegt hierauf (wie mir scheint) ... und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es nicht so ist wie es scheint, das Chamäleon eindeutig etwas verbrigt ...

Toll geschrieben wieder!^^ So fehlerlos und mühelos ... wieder nix ernsthaftes zu meckern ... wieder Schlosstil, aber nicht so verschlüsselt wie in den letzten beiden Teilen ... trotzdem musste man genau hinsehen, sonst überliest man Chamäleons Schattenseite (Scheinbar eine helfende Hand, aber ...) ... schön!
Ich hatte wieder ganz viel Spaß!^^

Bin schon echt gespannt aufs Ende!^^

Liebe Grüße vom Wanderer!

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #23 |

RE: Im Regen geboren (2)
Hallo zum Zweiten!

Auch hier: Vielen Dank für deinen Kommentar und die Mühe, die du mit dem Text machst.
Ja, ich mag das sehr gern.

Zitat:Und sie? Leah steht immer noch dazwischen, weiß immer noch nicht, wohin sie jetzt gehört ... aber die Zeit auf dem Spielplatz hat sie Kräfte sammeln lassen, sie wirkt allein schon dadurch, dass sie so viel ruhiger an die Sache rangeht, gereift, als wäre der Wassersand noch stark in ihr.
Interessant. Wenn ich dran denke, sag ich dir was dazu, wenn du das Ende der Geschichte kennst.
Aber ja, wieviel ändert eine Nacht.

Am Anfang gibst du genau das wieder, was ich gesehen haben wollte. Diese stückweise Verarbeitung, die doch auf einer kindlichen Hoffnung beruht, die sich nicht erfüllt, abseits von Leben und Tod. Todbringerin, die Leben zurückholen möchte, und das nicht kann.

Zitat:Leben. Aber sie ist duch eine Busfensterscheibe davon getrennt, so nah und doch so fern ... wenn du dir sowas dabei gedacht hast, dann bist du genial und ich fall hier vor dir auf die Knie Mrgreen
*Augenbraue hochzieht* Das wäre es ja fast wert ...
Icon_wink
Die Betrachtung aus der Distanz, aus der Ferne, ist gewollt.
Mir war klar, dass dir "Schuldige in spe" gefällt *g.
Zitat:Es muss ein sehr spezielles Vertrauen sein, denn eigentlich müsste alles was sie "früher" gekannt hatte, sie erinnern ... wer das wohl ist, was er wohl mit ihr zu tun hat? (Chamäleon vielleicht???)
*g* Du gehst unglaublich neutral an diese Figur. Eigentlich steht durch den Titel des Teils doch schon fest, wer das ist.
Und ja, vielleicht könnte sie auch mit allem abschließen, dass sie an das Vorher erinnert, aber was bleibt dann? Kurz habe ich darüber nachgedacht, sie an einen Hafen zu schicken, um weit weg zu fahren. Du wirst sehen.
Zitat:Ich bin nicht sicher, wer hier Danke sagt ... schließlich ist dem Busfahrer Beruhigung zu gesprochen worden ... ich denke aber du meinst den Farbbespritzten ... du könntest überlegen, ob du es ein bisschen klarer machst, aber wichtig ist es eigentlich nicht (wahrscheinlich will ich nur auch mal Verbesserungsvorschläge machen, statt die ganze Zeit staunend vor deinem Text zu sitzen Icon_lol )
Du hast Recht, das kommt hier nicht raus. Ich glaube auch, dass Chamäleon gemeint ist. Aber es könnten beide sein.
Zitat:Es war doch Freitag, er hatte Nachtschicht.“ Don-ners-tag!
Sie hat sich im Tag geirrt?Icon_shocked einfach so? Das glaub ich nicht ... da ist noch mehr ...
Mrgreen
Zitat:Toller Satz! Für mich ein Bild dafür, dass sie es langsam aufarbeitet, das Feuer in ihr Schritt für Schritt entschärft, so wie die Feuerkindwaffen.
Oder es ist eine beiläufige, untergründige Reaktion auf die gedankliche Konfrontation. (Was ein Satz *g)
Zitat:Wie den Moment mit dem Fuß auf der Türschwelle und dem fehlenden Mut in den Fingerspitzen.
hm ... *den Satz intensiv durchdenkt* ... doch das könnte ... ja nach dem sie das Feuer gelegt hat, als sie die Tür zum Zimmer ihres Vaters nicht öffnen kann. Aus Angst es könnte schon zu spät sein? Aus Angst zu sehen, was sie angerichtet hat? (...)
Versteh ich das richtig ... wie den Streichholzkopf zerbröselt sie diesen Moment? Arbeitet ihn ab? Die Begegnung hilft wirklich, aber sollte sie sich so einfach damit abfinden?
Du bist gut!
Der Satz ist erklärend später eingeschoben worden, damit man eine Ahnung bekommt. Klingt, als hätte er dir Mühe gemacht (?)
Ja, es geht hier um den Moment vor der Tür, in gewisser Weise zeigt sich ein wesentlicher Charakterzug Leahs.
Zitat:Ich weigere mich zu glauben, dass sie einfach den Tag verwechselt hat und das alles ist ... und da!
*lacht* Dazu möchte ich nichts sagen. Aber ich freue mich sehr über diese Bemerkung.
Zitat:Ich würde diese Rückblenden vielleicht kursiv setzten ...^^ das grenzt die "glücklichen" Gedanken von den unglücklichen, die sie momentan hat besser ab.
Aber gerade das soll ja nicht so sein. Sie ist ganz gefangen für den Moment in der Vergangenheit, alles passiert dort, das Bild, das sie sieht, ist ganz dort. Deswegen fließt das auch so ein. Ich finde dieses Stilmittel unheimlich spannend. Muss man alles kursiv machen, damit der Leser merkt: Das passiert nicht jetzt?
Zitat:Icon_shocked er lenkt ab! Ganz billig mit einer Gegenfrage ... er antwortet einfach nicht![/quotet]
Icon_wink
[quote]Es wird klarer, ganz, ganz langsam klart es auf, aber noch immer sind Fragen offen, genug Fragen.
Hmmm ... was sagt er wohl zum dritten Teil? Klarer? Unklarer?
Zitat:Toll geschrieben wieder!^^ So fehlerlos und mühelos ... wieder nix ernsthaftes zu meckern ... wieder Schlosstil, aber nicht so verschlüsselt wie in den letzten beiden Teilen ... trotzdem musste man genau hinsehen, sonst überliest man Chamäleons Schattenseite (Scheinbar eine helfende Hand, aber ...) ... schön!
*sich verneigt*
Vielen Dank!

Liebe Grüße,
Libertine

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Beitrag #24 |

RE: Im Regen geboren (2)
So, dritter Teil,
Yippieh, auf gehts! (Wie versprochen Icon_wink )


Zitat:Vielleicht würde er noch einmal hier sein, ihr Auf Wiedersehen sagen und an der nächsten Haltestelle durch die Hintertür aussteigen, ihr zuwinken, verschwinden.
- Formell würde ich das "Auf Wiedersehen" durch Apostrophe abheben - einfach, weil es schöner aussieht. Icon_smile

Zitat:Für immer. Aber ein Für immer mit Abschied fühlte sich kürzer an als eines ohne.
- auch hier das "Für immer", damit der Satz sich verständlicher liest.

Zitat:Auf der Frontscheibe des Busses spiegelte sich die Sonne, als er näher kam. Leah stand auf, suchte in den Hosentaschen nach der Fahrkarte, fand eine Schachtel Streichhölzer.
- irgendwie find ich den Satz mit dem Nebensatz am Ende voll cool. "Fand eine Schachte Streichhölzer" Genial. Mrgreen

Zitat: „Leah“, sagte er mit belegter Stimme. „Das mit deinem Vater, das tut mir Leid.“
- Ach, das weiß er schon?? Das ging aber schnell. *find*

Zitat:Seine Lippen öffneten sich tonlos, doch brachten kein weiteres Wort zustande.
- Das "tonlos" doppelt sich irgendwie mit dem Nachsatz. Icon_confused
Ist ja beides dasselbe, oder nicht? Würd es einfach streichen.


Zitat:Der Dialog klang nach Uneinigkeit, Pflichtgefühl wallte zwischen den Worten auf und ebbte ab, als der Mann dem Busfahrer Beruhigung zusprach.
- eher "beruhigend", oder? Beruhigung kann man schlecht zusprechen.

Zitat:„Danke“, schloss er tiefstimmig, als der Bus wieder anfuhr.
Er kam zu Leah, setzte sich neben sie, einen wortlosen Ausdruck im Gesicht.

- was ist denn ein "wortloser" Ausdruck? Meinst du sowas wie undefinierbar? Ausdrücke sind ja immer wortlos.

Zitat:Am Rosengarten waren sie sich begegnet. Sie saß auf einer Bank, er strich den Zaun in einem tiefen Braun.
- Sie hatte auf einer Bank gesessen, er einen Zaun in tiefem Braun gestrichen.


Zitat:Wir haben Sandhäuser zusammen gebaut, meinst du das geht?“ Erwartungsvoll blickte sie in sein Gesicht. „Dass man aus dem Rest das Alte wieder aufbauen kann, meinst du das geht?

- müsste hinter "meinst du" nicht ein Komma?

Zitat:Leah blickte ihn verdutzt an; hier war erst Rosengarten, noch nicht Neumannstraße.
- Kursive Wörter standen bisher für wichtige Dinge, würde daher hier eher Apostrophe nehmen. Sind ja auch Eigennamen.

Cool, ich mag die Geschichte immer mehr, und mancher deiner Konstruktionen sind echt genial. Bin gespannt wie es weitergeht, und was denn nun dahinter steckt. Ach, all diese Fragen.
Icon_jump Icon_jump Icon_jump

Bis gleich. Icon_smile

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
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Beitrag #25 |

RE: Im Regen geboren (2)
Hallo Adsartha,

dankeschön Icon_smile.

Und gleich wieder ran:
Zitat:Formell würde ich das "Auf Wiedersehen" durch Apostrophe abheben - einfach, weil es schöner aussieht.
Wenn ich deine Kommentare beantwortet und bearbeitet habe, stelle ich mal wieder eine neue Version online. Auf Wiedersehen und Für immer stehen in meiner Heimvariante schon kursiv, hab das irgendwie immer verschlampt, online auch zu ändern.
Zitat:Auf der Frontscheibe des Busses spiegelte sich die Sonne, als er näher kam. Leah stand auf, suchte in den Hosentaschen nach der Fahrkarte, fand eine Schachtel Streichhölzer.
- irgendwie find ich den Satz mit dem Nebensatz am Ende voll cool. "Fand eine Schachte Streichhölzer" Genial.
Mrgreen Das hört man immer gern.
Zitat:„Leah“, sagte er mit belegter Stimme. „Das mit deinem Vater, das tut mir Leid.“
- Ach, das weiß er schon?? Das ging aber schnell. *find*
Ja, der Vater ist ja auch Busfahrer und hätte an dem Tag wohl 'ne Schicht fahren müssen. Deswegen wissen seine Kollegen das schon.
Wäre sonst auch komisch, wenn der Busfahrer das schon wüsste *g*
Zitat:- Das "tonlos" doppelt sich irgendwie mit dem Nachsatz. Icon_confused
Ist ja beides dasselbe, oder nicht? Würd es einfach streichen.
Ich schwöre, ich hab mir was dabei gedacht. Aber keine Ahnung, was *g*
Ist gestrichen. (Hach, das schöne "tonlos" ...)
Zitat:Der Dialog klang nach Uneinigkeit, Pflichtgefühl wallte zwischen den Worten auf und ebbte ab, als der Mann dem Busfahrer Beruhigung zusprach.
- eher "beruhigend", oder? Beruhigung kann man schlecht zusprechen.
Nicht? Es ist eher gedacht wie "ihn davon überzeugte, dass Beruhigung besser war als dieses Chaos, das seine Worte veranstalteten"
Ich denk drüber nach.
- Der Dialog klang nach Uneinigkeit, Pflichtgefühl wallte zwischen den Worten auf und ebbte ab, als der Mann den Busfahrer etwas beruhigt hatte.
Zitat:Er kam zu Leah, setzte sich neben sie, einen wortlosen Ausdruck im Gesicht.
- was ist denn ein "wortloser" Ausdruck? Meinst du sowas wie undefinierbar? Ausdrücke sind ja immer wortlos.
Ein Ausdruck, der keine Worte zulässt. Ein Ausdruck, der zeigt, dass er dazu erstmal nichts sagen wird.
Zitat:Am Rosengarten waren sie sich begegnet. Sie saß auf einer Bank, er strich den Zaun in einem tiefen Braun.
- Sie hatte auf einer Bank gesessen, er einen Zaun in tiefem Braun gestrichen.
Formal hast du Recht. Allerdings finde ich das PQP auf Dauer so umständlich / hässlich, dass ich es vom Sinn her in Ordnung fand, nur den ersten Satz in die richtige Zeit zu setzen. Ob man das so machen sollte - keine Ahnung, stört es denn sehr?
Zitat:Cool, ich mag die Geschichte immer mehr, und mancher deiner Konstruktionen sind echt genial.
Cool Mrgreen Schön, dass es dir gefällt.

Liebe Grüße,
Libertine

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Beitrag #26 |

RE: Im Regen geboren (2)
Und auch hier ne kleine Rückmeldung
und ein Danke für die Erläuterungen. Icon_smile


Zitat:
Zitat:Formell würde ich das "Auf Wiedersehen" durch Apostrophe abheben - einfach, weil es schöner aussieht.
Wenn ich deine Kommentare beantwortet und bearbeitet habe, stelle ich mal wieder eine neue Version online. Auf Wiedersehen und Für immer stehen in meiner Heimvariante schon kursiv, hab das irgendwie immer verschlampt, online auch zu ändern.
- Das kenn ich. Icon_wink

Zitat:
Zitat:Der Dialog klang nach Uneinigkeit, Pflichtgefühl wallte zwischen den Worten auf und ebbte ab, als der Mann dem Busfahrer Beruhigung zusprach.
- eher "beruhigend", oder? Beruhigung kann man schlecht zusprechen.
Nicht? Es ist eher gedacht wie "ihn davon überzeugte, dass Beruhigung besser war als dieses Chaos, das seine Worte veranstalteten"
Ich denk drüber nach.
- Der Dialog klang nach Uneinigkeit, Pflichtgefühl wallte zwischen den Worten auf und ebbte ab, als der Mann den Busfahrer etwas beruhigt hatte.
- ja, so klingt es besser. Icon_smile

Zitat:
Zitat:Am Rosengarten waren sie sich begegnet. Sie saß auf einer Bank, er strich den Zaun in einem tiefen Braun.
- Sie hatte auf einer Bank gesessen, er einen Zaun in tiefem Braun gestrichen.
Formal hast du Recht. Allerdings finde ich das PQP auf Dauer so umständlich / hässlich, dass ich es vom Sinn her in Ordnung fand, nur den ersten Satz in die richtige Zeit zu setzen. Ob man das so machen sollte - keine Ahnung, stört es denn sehr?
- nun ja, ich mah PQP auch nicht so sehr, doch hier wären es ja nur zwei Sätze, und stören, hm, eher verwirren, weil man sich ja im zeitlich falschen Rahmen wähnt. Also ich würd es ändern ja, aber letztendlich bleibt es dir überlassen. Icon_smile

LG

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Beitrag #27 |

RE: Im Regen geboren (2)
Und auf zum zweiten Kapitel.

Anmerkungen:
Zitat:Ihre Füße trugen sie bis zur nächsten Bushaltestelle. Im Bus würden Menschen sein. Menschen sind Leben. Menschen, die sich unterhielten, diskutierten, die nach Bewegung rochen, nicht nach Stillstand. Tote sind Stillstand.
Die kursiven Gedankeneinschübe gehen leider unter. (Zusätzliche Stelle, siehe *)
Vorschlag:
Ihre Füße trugen sie bis zur nächsten Bushaltestelle. Im Bus würden Menschen sein.
Menschen sind Leben.
Menschen, die sich unterhielten, diskutierten, die nach Bewegung rochen, nicht nach Stillstand.
Tote sind Stillstand.


Zitat:Außerdem war es die Strecke ihres Vaters. Vielleicht würde er noch einmal hier sein, ihr Auf Wiedersehen sagen und an der nächsten Haltestelle durch die Hintertür aussteigen, ihr zuwinken, verschwinden. Für immer. Aber ein Für immer mit Abschied fühlte sich kürzer an als eines ohne.
Ja, ein 'Für immer mit Abschied' entbehrt jeder Hoffnung, nochmal miteinander zu reden. Sich zu verabschieden.

Zitat:Starrte sie an, als hätte sie eine Pistole gefunden, und versteckte sie hektisch.
Alleine wegen der 'Pistole' kommt bei mir als Leser zusätzlich noch 'Erschrockenheit' auf Leahs Gesicht.

Zitat:„Ich würde ihm Spiegeleier braten, mit viel Speck, weißt du, wie er sie so gern mag.“ Mochte – mochte, mochte, mochte! „Ich hab nicht gewusst, dass er Zuhause ist. Es war doch Freitag, er hatte Nachtschicht.“ Don-ners-tag!
* Wie oben bereits erwähnt - Vorschlag:
„Ich würde ihm Spiegeleier braten, mit viel Speck, weißt du, wie er sie so gern mag.“
Mochte – mochte, mochte, mochte!
„Ich hab nicht gewusst, dass er Zuhause ist. Es war doch Freitag, er hatte Nachtschicht.“
Don-ners-tag!


Zitat:Einen Moment lang richtete sie ihre Augen auf seine, fixierte die abgetragenen Gesichtszüge, fand in ihnen das Vertrauen wieder, das sie hinein gesetzt hatte.
Eine 1 für die 'abgetragenen Gesichtszüge'.

Ja, soweit erstmal - bis gleich unter Nummer 3.

LGD.


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Beitrag #28 |

RE: Im Regen geboren (2)
Hey Dread,

The Show must go on:

Zitat:Die kursiven Gedankeneinschübe gehen leider unter. (Zusätzliche Stelle, siehe *)
Hm, ja. Ich mag nur dieses direkten Übergang, deswegen lasse ich es so, an beiden Stellen. Kann aber verstehen, dass evtl. untergeht. Hoffen wir, es passiert nicht so oft Icon_wink

Es ist spannend, wie schnell man eine Geschichte lesen kann und wie lange es dauert, sie zu schreiben. Hier kannst du fast einen Monat pro Seite rechnen. Umso gespannter bin ich, was unter dem letzten Teil steht.

Liebe Grüße,
Libertine

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Beitrag #29 |

RE: Im Regen geboren (2)
Hallo Libertine, 

Wie von dir gewohnt, geht es spannend weiter  Pro(ich glaub, ich les das heute noch fertig)

Zitat: Menschen, die sich unterhielten, diskutierten, die nach Bewegung rochen, nicht nach Stillstand. Tote sind Stillstand. 
zwischen Stillstand und Tote hätte ich einen Absatz gemacht. Dieser Satz Tote sind Stillstand, würde mehr Gewicht bekommen,

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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Beitrag #30 |

RE: Im Regen geboren (2)
Hallo Libertine, 

Wie von dir gewohnt, geht es spannend weiter  Pro(ich glaub, ich les das heute noch fertig)

Zitat: Menschen, die sich unterhielten, diskutierten, die nach Bewegung rochen, nicht nach Stillstand. Tote sind Stillstand. 
zwischen Stillstand und Tote hätte ich einen Absatz gemacht. Dieser Satz Tote sind Stillstand, würde mehr Gewicht bekommen, wenn er isoliert stünde. 

Zitat:Leah stand auf, suchte in den Hosentaschen nach der Fahrkarte, fand eine Schachtel Streichhölzer. Starrte sie an, als hätte sie eine Pistole gefunden, und versteckte sie hektisch. 
Sie war es also doch....

Mich irritiert, dass der Busfahrer Leah nur mit einer Floskel anspricht, aber nicht aktiv etwas für sie tut. Er müsste doch wissen, dass sie gesucht wird. Warum bietet er ihr keine Hilfe an? Jetzt nicht in dem Sinne, dass er sie irgendwo versteckt aber wenigstens, dass er ihr sagt, sie solle sich stellen und er würde ihr helfen?

Dieser Chamäleon erscheint mir ziemlich zwielichtig. Er fragt Leah nicht, warum sie das Haus angezündet hat, sondern nur,. dass sie sich im Wochentag geirrt hat.

Bin mal gespannt, in wieweit er da involviert ist. 

Viele Grüße Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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