Es ist: 22-11-2019, 05:33
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The Endgame
Beitrag #1 |

The Endgame
Guten Morgen, falls es hier falsch ist, bitte verschieben. Ich bin noch ziemlich frisch hier und dementsprechend unsicher... 

Zur Geschichte: sie enthält triggernde Inhalte, außerdem Parodieähnliche Inhalte. Ich hoffe, es wird trotzdem gut angenommen. Über Tipps, Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritik würde ich mich sehr freuen. Weitere Teile werden folgen. Viel Spaß beim LesenIcon_smile


1. Kapitel

"Soooophieeeeee!! Wo bist Du denn jetzt schon wieder?? Du kommst jetzt sofort hier her! Wir müssen los zur göttlichen Premiere!"
"Komme sofort!"
Sophie stand zweifelnd vor dem alten, zerbrochenen Spiegel. Unschlüssig, wie man eine Fliege bindet. Seufzend gab sie es auf und ließ sie schief wie sie war. Krawatte und Fliegen binden war nie ihre Stärke. Genervt startete sie einen letzten Versuch, ihre braunen, lockigen Haare ordentlich zusammen zu binden. Doch als Petrus noch lauter nach ihr rief, gab sie auch das auf. Sophie warf einen letzten Blick in ihr Zimmer. Wobei man dass kein Zimmer nennen konnte. Es war eine winzige, dunkle Abstellkammer. Die einzigen Möbel die sie besaß, waren eine durchgelegene Matratze und ein alter Schemel. Als Beleuchtung diente eine Lape, die an der Dachschräge hing. Doch diese flackerte ständig, so dass Sophie sie lieber ausließ, da die dieses Flackern wahnsinnig machte. Immer wenn sie sich in ihrer kleinen Kammer umsah, träumte sie davon wie es wäre frei zu sein. Auszureißen. Ein neues Leben zu beginnen, fern von Folter, Sklaverei und Problemen. Doch dann verwarf sie den Gedanken wieder. Zu groß war die Angst erwischt und hingerichtet zu werden. Petrus brüllte bereits völlig entnervt durch den riesigen Palast nach ihr. So schnell sie könnte, rannte sie durch die Schmalen Gänge zum Hauptpalast. Denn sie wusste, wenn Petrus schlechte Laune hatte, würde es für sie übel enden. Wobei... Ging noch übler überhaupt? Bei dem Gedanken fingen die Narben auf ihren Flügeln an zu pochen. Sie war ein gefallener Engel und wurde hier nur als Sklave gehalten. Sophie wurde hier in erster Linie als Kutscheninstandhalterin genutzt. Aber auch ansonsten musste sie alles erledigen, was sonst keiner tun wollte.
Das einzige Problem: Petrus hielt Sophie unter schrecklichen Bedingungen. Wenn ihm irgendwas nicht passte, wurde sie ausgepeitscht. Sophies Flügel erzählten Bände. Überall Narben und Krusten. Die Federn, die eigentlich weiß sein sollten, waren zu einem stumpfen Grau verwachsen, da ihr keine Pflegemöglichkeiten gegeben wurden.
Auch ihre Hände waren trocken und rissig. Mit dem Gedanken an Petrus' Grausamkeit rannte sie zu ihm.
"Da bist du ja endlich und wie siehst du Denn aus?! Und Du weißt ja. Du bleibst in der Kutsche. Und wenn ich Dich rufe, hörst du auf den Namen James. Bereite uns keine Schande! Du weißt was sonst passiert." Er grinste. Seine Augen funkelten bösartig. "Dieses ist eine wichtige Premiere. Gott schickt extra mich, seinen treusten Begleiter. Eine Versammlung aller Herrscher. Wie göttlich!" Seufzte Petrus und strich sich währenddessen selbstverliebt über die Schulter. Während Petrus Sophie die gleichen Dinge zum gefühlt tausendsenden Mal predigte, tigerte er auf und ab. Sophie beobachtete ihn dabei, wie er sich verhielt. In seinen fast Schwarzen Augen konnte sie tiefen Hass gegen sie gerichtet erkennen. In seiner Stimme schwang eine unüberhörbare Arroganz mit, welche zu seinem Auftreten passte.
"Ja Petrus. Ich werde dort warten. Können wir Nu los? "
"ES HEIßT JA BOSS!" Bellte Petrus.
Unbeeindruckt stapfte Sophie los zur Kutsche und warf den Motor an. Ihre Gedanken gaben keine Ruhe. 》wieso dürfen Gott und Jesus auf dem VERDAMMTEN Golfplatz stehen, wieso darf Petrus wieder auf so eine komische Premiere? Was machen die da überhaupt? Warum muss ich diese Oberdödel dahin fahren? Eigentlich könnte ich in der Zeit so viel Sinnvolles machen...《 sie startete die Kutsche nich bevor Petrus kam. Er beschwerte sich jedesmal lautstark, wenn die Beifahrerkabine nicht perfekt vorgeheizt war. Der alte Diesel röhrte los. Petrus und sein Berater stiegen ein und machten es sich bequem. Die Beifahrerkabine war prächtig ausgestattet mit Vollledersitzen, Massagefunktionen, surroundboxen und vielem mehr. Sophie hatte Wochen gebraucht, um diesen ganzen -in ihren Augen überflüssigen- Krempel einzubauen.
Während der Fahrt amüsierten sich die beiden und tranken edlen Champagner. Die vergoldete Rolex an Petrus' Arm glitzerte in der Abenddämmerung. Als sie ankamen, parkte Sophie die große, schwere Kutsche neben der Veranstaltung. Es war eine begrünte Anlage. Neben dem Eingang standen zwei übergroße Statuen aus Marmor, die an Löwen erinnerten. Der Eingang war großflächig mit Gold verziert und bestand aus Holz. Zu der Tür führten drei Treppenstufen, welche evenfalls aus Marmor bestanden. Überall liefen Götter rum... Sie erkannte Zeus und Thor. Beide in schwarzen oder mitternachtblauen Smokings mit edlen Krawatten. Massen an Besuchern strömten in den Palast.
Sophie wartete 5 Minuten ab. Dann 10 Minuten. Schließlich wurde die von Neugier gepackt. 》Man hört die Stimmen und das Gelächter bis hier hin. Was machen die da? Wie sieht diese Riesenhütte von innen aus? Ob es dort gutes Essen gibt? Ich wüsste zu gerne was da drin passiert.... Aber eigentlich... ich könnte jetzt auch abhauen. Sie würden es eh erst zu spät merken...《 Sie wurde immer hibbeliger, bis sie es nicht mehr aushielt und Ausstieg. Voller Neugier entschied sie sich, ersteinmal alles von außen zu begugtachten.. Vielleicht würde sie noch was interessantes entdecken.Um sie herum war niemand. Mit klopfendem Herzen lief die um den riesigen Palast herum.
Stück für Stück tastete sie die Mauern unter dem Efeu ab, in der Hoffnung, einen versteckten Eingang zu finden, welcher ihr Antworten geben würde.
Tatsächlich ertastete sie einen alten Lieferanteneingang. Mit zitternden Händen drückte Sophie die Holztür auf, welche überraschend leicht nachgab.


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Beitrag #2 |

RE: The Endgame
Hallo Fallenangel, und ein 'Herzliches Willkommen'.

Dein Auszug aus dem größeren Roman, oder Geschichte, ist vom Grundsatz her interessant. Leider haben sich einige Rechtschreib- und Zeichenfehler eingeschlichen. Für die Kürze leider (leider) sehr viele. Ich würde empfehlen, ein RS-Programm nach Abschluss der Schreibarbeiten nochmal drüberschauen zu lassen.

Technische Anmerkungen:
Zitat:"Soooophieeeeee!! Wo bist Du denn jetzt schon wieder?? Du kommst jetzt sofort hier her! Wir müssen los zur göttlichen Premiere!"
Hier sind es zwei Sachen, die ins Auge fallen: Einmal der langgezogene Name. (Meiner Meinung nach würde als Unterstreichung des Schreiens ausreichen, wenn es "SOPHIE" - also groß - geschrieben würde.) Und dann die zwei Fragezeichen. (Eines kann weg.)

Als Beleuchtung diente eine Lape, die an der Dachschräge hing.
Lampe (?)

Zitat:Doch diese flackerte ständig, so dass Sophie sie lieber ausließ, da die dieses Flackern wahnsinnig machte.
Sie (?) Ansonsten unklar, wer/was jetzt gemeint ist.

Zitat:(...), träumte sie davon wie es wäre frei zu sein.
Entweder Komma nach "davon".

Zitat:Doch dann verwarf sie den Gedanken wieder. Zu groß war die Angst erwischt und hingerichtet zu werden. Petrus brüllte bereits völlig entnervt durch den riesigen Palast nach ihr. So schnell sie könnte, rannte sie durch die Schmalen Gänge zum Hauptpalast.
Hier könnte man gut ein, zwei Absätze einbauen.
Beispielsweise so:
Doch dann verwarf sie den Gedanken wieder. Zu groß war die Angst erwischt und hingerichtet zu werden.
Petrus brüllte bereits völlig entnervt durch den riesigen Palast nach ihr.
So schnell sie könnte, rannte sie durch die Schmalen Gänge zum Hauptpalast.

(Beim letzten Satz: Schmale Gänge -> schmale Gänge.)

Zitat:Wobei... Ging noch übler überhaupt?
Leerzeichen zwischen "Wobei" und den drei Punkten.

Zitat:"Da bist du ja endlich und wie siehst du Denn aus?! ..."
Entweder Fragezeichen oder Ausrufezeichen.

Zitat:Du weißt was sonst passiert."

Komma nach "weißt".

Zitat:"Dieses ist eine wichtige Premiere. Gott schickt extra mich, seinen treusten Begleiter. Eine Versammlung aller Herrscher. Wie göttlich!" Seufzte Petrus und strich sich währenddessen selbstverliebt über die Schulter.
Hier sind es mehrere Sachen:
1. "Dieses" - nicht eher "Dies"
2. Die Information im zweiten Satz liest sich wie eine Information an den Leser, die dieser nicht braucht, da er weiß, wer Petrus ist. (Jedenfalls sollte die Information im Allgemeingut anzutreffen sein.)
3. Entweder: "... Wie göttlich!", seufzte Petrus.
    Oder: "... wie göttlich!" Petrus seufzte ...

Zitat:In seinen fast Schwarzen Augen konnte sie tiefen Hass gegen sie gerichtet erkennen.
Schwarze Augen -> schwarze Augen
Ansonsten liest sich der Satz kompliziert. Mir scheint, Du hast ihn von mehreren Seiten angefangen und irgendwann mittendrin den Faden verloren. Warum nicht so?
In seinen fast schwarzen Augen konnte sie den tiefen Hass erkennen, der gegen sie gerichtet war.

Zitat:"ES HEIßT JA BOSS!" Bellte Petrus.
1. Ich finde es wirklich schön, dass Du dem ß eine Chance gibst. Aber als es sich damals in der Kurrent- und Sütterlinschrift entwickelt hatte (aus dem kleinen s und dem kleinen z), hatte niemand daran gedacht, ihn auch als Großbuchstaben zu konstruieren. Daher bleibt bei Großschreibungen nur GROSSSCHREIBUNGEN. (Hier sogar mit drei großen S.)
(Man sieht es auch gerne bei fernöstlichen Körperberührungs- und Wohlfühleinrichtungen: Fussmassage. Eigentlich nur in groß FUSSMASSAGE. Klein Fußmassage. ;Icon_wink

2. Komma nach den abschließenden Anführungsstrichen, da der Satz mit "bellte ..." weitergeht.

Zitat:》wieso dürfen Gott und Jesus auf dem VERDAMMTEN Golfplatz stehen, wieso darf Petrus wieder auf so eine komische Premiere? Was machen die da überhaupt? Warum muss ich diese Oberdödel dahin fahren? Eigentlich könnte ich in der Zeit so viel Sinnvolles machen...《
Anstelle der 'Größer-als-Symbole' würde ich eher dazu tendieren, die Gedanken komplett kursiv zu setzen.

Zitat:surroundboxen und vielem mehr
surroundboxen -> Surroundboxen

Zitat:Sophie wartete 5 Minuten ab. Dann 10 Minuten.
Normalerweise schreibt man die Zahlen bis Zehn aus, erst danach als Zahl.

Inhaltliche Angaben:
Zitat:"Ja Petrus. Ich werde dort warten. Können wir Nu los?"
Es ist eine nicht nachvollziehbare Leichtigkeit in der Sprache des gefallenen Engels. Vor allem nicht, wenn sie - wie eingangs geschildert - eine Sklavin ist, herabwürdigend behandelt wird und sogar Folter ertragen muss.

Es liest sich - wenn man diese Informationen weglässt - eher nach einer leicht humoristisch überspitzten Geschichte mit altbekannten Gesichtern, und/oder Göttern. Das steht aber im Gegensatz zu dem, was Du als Anfangswarnung ausgegeben hast.

Wenn dem so sein sollte, dann würde ich zumindest den - kecken - Unterton in der Sprache von Sophie rausnehmen. So ist sie unglaubwürdig. Leider.

VGD.


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Beitrag #3 |

RE: The Endgame
Danke für die Rückmeldung. Ich habe es überarbeitet, in der Hoffnung alle Fehler gefunden zu haben und dem Charakter mehr Glaubwürdigkeit verleihen zu können.

"SOPHIE! Wo bist Du denn jetzt schon wieder? Du kommst jetzt sofort hier her! Wir müssen los zur göttlichen Premiere!"
Sophie stand zweifelnd vor dem alten, zerbrochenen Spiegel. Unschlüssig, wie man eine Fliege bindet. Seufzend gab sie es auf und ließ sie schief wie sie war. Krawatte und Fliegen binden war nie ihre Stärke. Genervt startete sie einen letzten Versuch, ihre braunen, lockigen Haare ordentlich zusammen zu binden. Doch als Petrus noch lauter nach ihr rief, gab sie auch das auf. Sophie warf einen letzten Blick in ihr Zimmer. Wobei man dass kein Zimmer nennen konnte. Es war eine winzige, dunkle Abstellkammer. Die einzigen Möbel die sie besaß, waren eine durchgelegene Matratze und ein alter Schemel. Als Beleuchtung diente eine Lampe, die an der Dachschräge hing. Doch diese flackerte ständig, so dass Sophie sie lieber ausließ, da sie dieses Flackern wahnsinnig machte. Immer wenn sie sich in ihrer kleinen Kammer umsah, träumte sie davon, wie es wäre frei zu sein. Auszureißen. Ein neues Leben zu beginnen, fern von Folter, Sklaverei und Problemen. Doch dann verwarf sie den Gedanken wieder. Zu groß war die Angst erwischt und hingerichtet zu werden. Petrus brüllte bereits völlig entnervt durch den riesigen Palast nach ihr. So schnell sie könnte, rannte sie durch die schmalen Gänge zum Hauptpalast. Denn sie wusste, wenn Petrus schlechte Laune hatte, würde es für sie übel enden. Wobei ... Ging noch übler überhaupt? Bei dem Gedanken fingen die Narben auf ihren Flügeln an zu pochen. Sie war ein gefallener Engel und wurde hier nur als Sklave gehalten. Sophie wurde hier in erster Linie als Kutscheninstandhalterin genutzt. Aber auch ansonsten musste sie alles erledigen, was sonst keiner tun wollte.
Das einzige Problem: Petrus hielt Sophie unter schrecklichen Bedingungen. Wenn ihm irgendwas nicht passte, wurde sie ausgepeitscht. Sophies Flügel erzählten Bände. Überall Narben und Krusten. Die Federn, die eigentlich weiß sein sollten, waren zu einem stumpfen Grau verwachsen, da ihr keine Pflegemöglichkeiten gegeben wurden.
Auch ihre Hände waren trocken und rissig. Mit dem Gedanken an Petrus' Grausamkeit rannte sie zu ihm.
"Da bist du ja endlich und wie siehst du Denn aus? Und Du weißt ja. Du bleibst in der Kutsche. Und wenn ich Dich rufe, hörst du auf den Namen James. Bereite uns keine Schande! Du weißt, was sonst passiert." Er grinste. Seine Augen funkelten bösartig. "Dies ist eine wichtige Premiere. Gott schickt extra mich, seinen treusten Begleiter. Eine Versammlung aller Herrscher. Wie göttlich!" Seufzte Petrus und strich sich währenddessen selbstverliebt über die Schulter. Während Petrus Sophie die gleichen Dinge zum gefühlt tausendsenden Mal predigte, tigerte er auf und ab. Sophie beobachtete ihn dabei, wie er sich verhielt. In seinen fast schwarzen Augen konnte sie tiefen Hass erkennen, welcher gegen sie gerichtet war. In seiner Stimme schwang eine unüberhörbare Arroganz mit, welche zu seinem Auftreten passte.
"Ja Petrus. Ich werde dort warten. Wie besprochen, die Kutsche wird vorgeheitzt sein, die Luft auf 21,5° C vorgewärmt sein."
"ES HEIßT JA BOSS!" Bellte Petrus.
Unbeeindruckt stapfte Sophie los zur Kutsche und warf den Motor an. Ihre Gedanken gaben keine Ruhe.
wieso dürfen Gott und Jesus auf dem VERDAMMTEN Golfplatz stehen, wieso darf Petrus wieder auf so eine komische Premiere? Was machen die da überhaupt? Warum muss ich diese Oberdödel dahin fahren? Eigentlich könnte ich in der Zeit so viel Sinnvolles machen... 
 sie startete die Kutsche nich bevor Petrus kam. Er beschwerte sich jedesmal lautstark, wenn die Beifahrerkabine nicht perfekt vorgeheizt war. Der alte Diesel röhrte los. Petrus und sein Berater stiegen ein und machten es sich bequem. Die Beifahrerkabine war prächtig ausgestattet mit Vollledersitzen, Massagefunktionen, Surroundboxen und vielem mehr. Sophie hatte Wochen gebraucht, um diesen ganzen -in ihren Augen überflüssigen- Krempel einzubauen.
Während der Fahrt amüsierten sich die beiden und tranken edlen Champagner. Die vergoldete Rolex an Petrus' Arm glitzerte in der Abenddämmerung. Als sie ankamen, parkte Sophie die große, schwere Kutsche neben der Veranstaltung. Es war eine begrünte Anlage. Neben dem Eingang standen zwei übergroße Statuen aus Marmor, die an Löwen erinnerten. Der Eingang war großflächig mit Gold verziert und bestand aus Holz. Zu der Tür führten drei Treppenstufen, welche ebenfalls aus Marmor bestanden. Überall liefen Götter rum... Sie erkannte Zeus und Thor. Beide in schwarzen oder mitternachtblauen Smokings mit edlen Krawatten. Massen an Besuchern strömten in den Palast.
Sophie wartete fünf Minuten ab. Dann zehn Minuten. Schließlich wurde die von Neugier gepackt.
Man hört die Stimmen und das Gelächter bis hier hin. Was machen die da? Wie sieht diese Riesenhütte von innen aus? Ob es dort gutes Essen gibt? Ich wüsste zu gerne was da drin passiert.... Aber eigentlich... ich könnte jetzt auch abhauen. Sie würden es eh erst zu spät merken...
 Sie wurde immer hibbeliger, bis sie es nicht mehr aushielt und Ausstieg. Voller Neugier entschied sie sich, ersteinmal alles von außen zu begugtachten.. Vielleicht würde sie noch was interessantes entdecken. Um sie herum war niemand. Mit klopfendem Herzen lief die um den riesigen Palast herum.
Stück für Stück tastete sie die Mauern unter dem Efeu ab, in der Hoffnung, einen versteckten Eingang zu finden, welcher ihr Antworten geben würde.
Tatsächlich ertastete sie einen alten Lieferanteneingang. Mit zitternden Händen drückte Sophie die Holztür auf, welche überraschend leicht nachgab.


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Beitrag #4 |

RE: The Endgame
Moin,

herzlich willkommen auch von mir! Wenn der Kommentar länger ausfällt, keine Panik, ich tendiere einfach nur zum Schnacken und dazu, jede Kleinigkeit zu kommentieren.



Zitat:Zur Geschichte: sie enthält triggernde Inhalte, außerdem Parodieähnliche Inhalte
Ich finde es echt lobenswert, dass Du Triggerwarnungen schreibst! Sie funktionieren allerdings eigentlich, indem Du die potentiellen Trigger auch angibst, also zum Beispiel "Triggerwarnung: Folter, Tod". Vor Parodien muss man meiner Meinung nach hingegen nicht warnen, aber was sind "parodieähnliche" Inhalte? Mrgreen Entweder verzerrst Du es komisch oder nicht, oder?



Zitat:"Soooophieeeeee!! Wo bist Du denn jetzt schon wieder?? Du kommst jetzt sofort hier her! Wir müssen los zur göttlichen Premiere!"

Ich bin kein großer Anhänger von Lautschrift dieser Art, es liest sich meiner Meinung nach klobig, wenn man nicht gerade einen Kontext wie "S - Ship of Theseus" darum herum hat.
Dann verlinke ich Dir hier mal diesen nützlichen Thread zum Thema Satzzeichen. Ich würde nämlich auch beispielsweise das doppelte Fragezeichen durch ein einzelnes ersetzen.
Als Einstieg klassisch, ich kann vermuten, dass es sich um ein Elternteil handelt, aber im Grunde nur deswegen, weil ich den Einstieg in eine Geschichte etwa dreihunderttausendmal gelesen habe. An Deiner Stelle würde ich tatsächlich ein bisschen mehr Details einbauen, um dem Bild Leben zu geben. Zum Beispiel:
"Sophie, kommst Du jetzt endlich", rief ihre Mutter vom Treppenabsatz her, während ihr Vater undeutlich murmelte, wo 'dieses Kind' denn nun schon wieder hin sei. Ihre Eltern hatten sich bereits die Mäntel angezogen und die Absätze der guten Ausgehschuhe ihrer Mutter machten auf den Stufenmatten dumpfe Geräusche. "Sonst fängt die göttliche Premiere noch ohne uns an."

Ich bin mir nicht ganz sicher, was eine göttliche Premiere ist, aber es macht neugierig.


Zitat:Sophie stand zweifelnd vor dem alten, zerbrochenen Spiegel. Unschlüssig, wie man eine Fliege bindet.
Gibt es einen Grund für den Punkt? Ich würde ihn eigentlich weglassen. Es ist außerdem seltsam, dass der Spiegel zerbrochen ist, ich meine, gibt es da einen Grund für? Ist das gesamte Zimmer ramschig oder ist da sentimentaler Wert bei? Ist Sophie ein Teenager, der in seiner Emophase ist und deshalb passend findet, dass der Spiegel einen Riss hat?


Zitat:Seufzend gab sie es auf und ließ sie schief wie sie war. Krawatte und Fliegen binden war nie ihre Stärke.
Der letzte Satz ist eine Wiederholung, immerhin zeigst Du ja gerade, dass es das nicht ist. Warum geht sie damit eigentlich nicht zu den Rufenden, immerhin scheinen die ja darauf Wert zu legen, dass sie chic aussieht. Ich würde diese Anziehsache sowieso etwas raffen:
"Zweifelnd betrachtete Sophie die Fliege ihrer Reflektion im Spiegel, die schief und zerknüllt von ihrem Hals baumelte. Sie würde es nie lernen, egal wie oft sie es noch versuchte. Also versuchte sie, wenigstens noch ihre braunen Locken ordentlich zusammenzubinden und ging Petrus' Rufen endlich nach."

Es macht auf mich ehrlich gesagt keinen besonders guten Eindruck, wenn die Protagonistin beim ersten Auftritt direkt zweimal aufgibt. Das liegt vielleicht daran, dass Haarebinden und Fliegenknoten jetzt kein Hexenwerk sind. Natürlich muss das nicht jeder können - ich bin gewiss auch kein Krawattenmeister -, aber wie sie damit umgeht, gibt ja auch einen Eindruck. Sie hat die Haare sicher nicht erst seit gestern, also wird sie vermutlich wissen, wie man damit umgeht. Ob sie jetzt einfach ein bisschen Wasser aus der Waschschüssel daraufspritzt und dann einen einfachen Zopf macht, anstatt die Hochsteckfrisur aus Tante Amelies uraltem Modekatalog nachmachen zu wollen, oder frustriert das Glätteisen ausstöpselt, weil das halt nach dem zigsten Versuch immer noch nicht so aussieht, wie sie sich das vorgestellt hat. Und was die Fliege angeht, macht es für mich auch einen Unterschied, ob sie jetzt "Das ist jetzt mein Leben" fährt oder nach zig Versuchen zu Petrus tappst und beschämt sagt:
"Ich krieg's immer noch nicht hin. Uh ..."
Petrus schnalzte abschätzig, als er den Wust sah.
"Hundertmal." Er sah vorwurfsvoll hoch, während er ihr im Handumdrehen eine formvollendete Fliege band. "Ach was, tausendmal hab ich es Dir gezeigt. Ohne mich würdest Du auf diesen Veranstaltungen zum Gespött der Stadt werden."

Das wäre nämlich zum Beispiel auch eine Gelegenheit, ein bisschen Hintergrund zu vermitteln, ohne dass es groß gezwungen wirken muss. Ob sie öfter auf chice Galen geht, ob sie es können müsste, solche Dinge.

Zitat:Wobei man dass kein Zimmer nennen konnte. Es war eine winzige, dunkle Abstellkammer.
Ich beende das Zitat mal schon da, aber es meint im Grunde den gesamten Part der Beschreibung. Beschreibung sollte meiner Meinung nach immer Sinn machen. Zugegeben, Sinn kann auch sein, dass sie Atmosphäre schafft oder man sich eine Umgebung vorstellen kann, aber hier bewirkt sie als Nachteil, dass sie Dynamik und Eile rausnimmt und hat dafür keinen größeren Vorteil als den Ausgestaltungsbonus. Ich würde sie also minimal halten und Details einbauen, wenn es sich ergibt. Du könntest ja auch zum Beispiel vor dem Spiegel schon schreiben, wie sie einen Schritt nach hinten macht, um ihr ganzes Outfit anzugucken, dabei beinahe über die Matratzenkante stolpert und sich den Kopf an der Dachschräge stößt, weil es so klein und eng ist. Oder dass es dunkel ist, weil es Abend wird und sie das Licht nicht einschalten will, und deswegen im Dunkeln die Frisur auch nicht so schlimm aussieht und sie hofft, dass es im Theatersaal (/Oper/etc) ähnlich dunkel ist.


Zitat:Immer wenn sie sich in ihrer kleinen Kammer umsah, träumte sie davon wie es wäre frei zu sein. Auszureißen. Ein neues Leben zu beginnen, fern von Folter, Sklaverei und Problemen.

Wow, das eskaliert aber schnell Icon_ugly  Von Ausgehen zu Folter und Sklaverei? Da wäre ich ... bedächtiger. Nicht nur unbedingt wegen des Themas, sondern weil Du sonst komplett überrumpelst, ohne dass man vorher eine Ahnung hattest.
Sie ist also offenbar eine Sklavin und wird schlecht behandelt? Das lässt sich echt nicht ableiten, vorher. An Deiner Stelle würde ich also sehr viel mehr zeigen, vorher. Der Leser füllt Lücken ja mit dem, was er kennt oder erwartet. In meinem Fall waren das hauptsächlich Geschichten in der echten Welt, die Teenagerprotagonisten haben. Wenn es das nicht ist, solltest Du die Lücken gar nicht erst so aufkommen lassen. Vorschläge:
- Zeige gleich, dass ihr Vorgesetzter oder Herr sie ruft
- Mache deutlich, dass der Umgang, den sie erfährt, auf eine Meister-Sklavin-Beziehung zurückführt und nicht mehrdeutig mit möglicherweise "ungeduldiges Elternteil"
- Zeige ein paar Details von der Umgebung, die dem Leser direkt zeigen, dass er nicht in einer gewohnten Umgebung ist. Cinderella vor dem Ofen, quasi.
- Um Himmels Willen, zeige mehr von Sophies Gefühlen. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich mehr Sorgen um ihr Aussehen macht als darum, auf jeden Fall am besten schon gestern vorbereitet auf der Matte zu stehen, weil sie sonst zur Strafe legal ausgepeitscht wird und kein Essen bekommt!

Zitat:Doch dann verwarf sie den Gedanken wieder. Zu groß war die Angst erwischt und hingerichtet zu werden.
Der Traum nach Freiheiten, geschenkt. Aber ich lese das oft in Fantasy und historischen Geschichten und komme nicht umhin zu denken, dass Sklaven, die ihr Leben lang Sklaverei kennen und vielleicht in dem System aufgewachsen sind, zwar nicht alle einfach alles hinnehmen, aber auch 'realistischere' Träume hätten, vielleicht einen besseren Herren. Oder den Gedanken "Wenn ich Herr/Freigelassener/Freier Bauer wäre ..." Ich frage mich auch, ob sie es als Unrecht sieht. Sklaven haben ja immer eine, hm, Begründung, egal wie unmenschlich die für uns auch scheint. Geburtsrecht/-unrecht zum Beispiel, oder Kriegsgefangenschaft, Schuldsklaverei, Strafe für Verbrechen. Wenn sie zwar Angst hat, einfach wegzulaufen, aber das nur so dasteht, frage ich persönlich mich, wie sie dazu steht. Sieht sie das als göttliches Recht, wie sie geboren wurden? Als persönliches Pech? Schuld von jemandem? Ich glaube, wenn Du schon den Freiheitsgedanken aufbringst, würde ich mir hier wenigstens einen Hinweis wünschen.


Zitat:Petrus brüllte bereits völlig entnervt durch den riesigen Palast nach ihr.
So riesig kann der nicht sein, wenn sie das hört.


Zitat:So schnell sie könnte, rannte sie durch die Schmalen Gänge zum Hauptpalast.
Und schon gar nicht in einem Nebentrakt oder -gebäude, wenn er nicht gerade ein Lautsprechersystem installiert hat.
Kompliment dafür, dass Du im Gegensatz zu anderen daran denkst, dass Diener meist in einem anderen Gebäude oder Gebäudeteil untergebracht sind als die Herren, aber dass er sie so ruft, verlangt eine tierische Stimmkraft von ihm. Wenn sie nicht da ist, wo sie sein soll, schickt er vielleicht auch andere Diener aus, um nach ihr zu suchen. Ich würde erwarten, dass ein Palasthaushalt mit vielen Sklaven mindestens einen Sklavenaufseher hat, der dafür zuständig ist, dass alles rund läuft, vielleicht sogar mehrere Unteraufseher, die potentiell selbst Sklaven sind und für ihre jeweilige Arbeitsgruppe verantwortlich sind.


Zitat:Wobei... Ging noch übler überhaupt? Bei dem Gedanken fingen die Narben auf ihren Flügeln an zu pochen.
Sie war ein gefallener Engel und wurde hier nur als Sklave gehalten.

Und wieder so eine Offenbarung, die mir zu schnell geht. Also kennt sie was anderes? Wie ist die Begründung für Versklavung? Ich meine, ich weiß, was gefallene Engel sind, und die meisten davon sind per se keine Sklaven (es sei denn, man ist Salomon), sondern können ziemlich viel Ärger machen und sind gefürchtet. Ich fürchte, Du musst irgendwie mit dem arbeiten, was der Leser kennt, wenn Du solche Begriffe einwirfst. Wenn wir also nicht an Dämonen oder Lucifer denken sollen, braucht Petrus und/oder seine Gesellschaft einen echt guten Grund/eine gewisse Art und Weise, das zu bewerkstelligen. Ich meine, wenn Du die Engelthematik schon hast ... der Petrus ist nicht gerade dafür bekannt, bestialisch zu sein.

Persönlich bin ich übrigens kein Anhänger von Phantomschmerz gemarterter, aber noch vorhandener Körperteile aufgrund unangenehmer Erinnerungen, die offensichtlich nur dem Leser zeigen sollen, was passiert ist. Statt dem Freiheitspart könntest Du auch ganz praktisch die Angst zeigen, für ihr Vergehen - Unpünktlichkeit - bestraft zu werden, wie sie vielleicht bereits vorher bestraft wurde.


Zitat:Sophie wurde hier in erster Linie als Kutscheninstandhalterin genutzt.
Dann nehme ich Dir die Szene nicht ab.
Sie wartet Kutschen. Ihre Aufgabe ist es also, die Kutschen zu putzen und zu reparieren, instandzuhalten, wenn sie gerade gebraucht wurden und bald gebraucht werden. Wenn ein Ausgang des Herren ansteht, ist ihr Job schon lange vorbei, und eine Fliege braucht sie dafür auch nicht. Selbst wenn sie sonst Mädchen für alles ist. Stell Dir einen Kfz-Mechaniker vor, der arbeitet auch unter anderen Bedingungen als ein Chauffeur. Wenn ihr Herr losfahren will und die Kutsche, das Geschirr oder sonstiges ist kaputt oder dreckig, dann hat sie ein Problem. Und in dem Fall erwarte ich sie frenetisch schrubbend in der Garage, nicht auf ihrem Zimmer. Und selbst wenn sie dann auf dem Anwesen verschütt geht, würde ich kaum von einem Herren erwarten, dass er jedem niederen Sklaven hinterherrennt. Er würde vielleicht das Pendant zu einem Butler rufen, ihm sagen, dass er seine Leute besser unter Kontrolle halten und Sophie sofort herbringen soll, so etwas. Oder eben lösungsorientiert, er interessiert sich vermutlich eher dafür, dass er rasch genug zur Premiere kommt, also entweder ein Provisorium für eine kaputte Kutsche, eine andere Kutsche oder eine Fremdkutsche bereitgestellt wird und die Verantwortlichen dann nach der Heimkehr auf ihre Bestrafung von ihm zu warten haben. Auf jeden Fall würde ich eine Interaktion vor der eigentlichen Bestrafung eher ein paar Stufen in der Kommandokette weiter unten erwarten.



Zitat:Das einzige Problem: Petrus hielt Sophie unter schrecklichen Bedingungen.
Das ist ein sehr legerer Stil. Nicht unbedingt mein Fall, aber ich merke hier einfach mal an, dass es auffällt. Gerade weil das nicht gerade normalerweise unter "Na ja, das einzige Problem an Sklaverei" fällt, zumindest aus Erzählersicht. Ist das ein Problem der Gesellschaft oder deren Gesetze? Darf er das nicht oder finden gerade Debatten darüber statt, ob man gesetzlich regulieren sollte, dass Sklaven nicht mehr so harte Strafen haben sollen? Wie werden gefallene Engel als Sklaven gesehen, oder überhaupt generell?


Zitat:Wenn ihm irgendwas nicht passte, wurde sie ausgepeitscht. Sophies Flügel erzählten Bände. Überall Narben und Krusten. Die Federn, die eigentlich weiß sein sollten, waren zu einem stumpfen Grau verwachsen, da ihr keine Pflegemöglichkeiten gegeben wurden.

Werden Federn grau? Also, dreckig sicher, und wachsen bei Wunden vermutlich nicht überall nach. ... Mausern Engel? Verliert sie aufgrund des Stresses und Mangelernährung Federn?


Zitat:Auch ihre Hände waren trocken und rissig. Mit dem Gedanken an Petrus' Grausamkeit rannte sie zu ihm.

Wenn Du von Grausamkeiten sprichst, wirken trockene Hände, vor allem für jemanden, der hart arbeitet, eher deplatziert. Es gibt schließlich deutlich schlimmere Dinge.


Zitat:"Da bist du ja endlich und wie siehst du Denn aus?! Und Du weißt ja. Du bleibst in der Kutsche. Und wenn ich Dich rufe, hörst du auf den Namen James. Bereite uns keine Schande!

Ich kenne ja Deine Welt da nicht, aber ehrlich gesagt würde ich keinen Kutschenhandwerksgehilfen, Sklave oder nicht, auf eine Gesellschaft mitnehmen, gerade weil sie nicht repräsentativ sind. Einen Kammerjunker vielleicht eher. Und warum nimmt er sie überhaupt mit, wenn sie eh nur in der Kutsche bleiben soll und ihm und seinem Ruf potentiell schadet? Und was ist das mit dem Namen? Will er beim Aussteigen gut hörbar "Und, James, gib den Pferden in der Zwischenzeit nicht zuviel Hafer, davon kriegen sie Durchfall!" über die Schulter rufen? Was soll sie da, die Pferde werden doch eher vom Kutscher und den Stallleuten der Gastgeber versorgt?

Zitat:"Du weißt was sonst passiert." Er grinste.
Okay, Du stellst ihn bösartig dar. Aber hat das irgendeinen Grund? Also, außer dass sie die arme Protagonistin ist?


Zitat:"Dieses ist eine wichtige Premiere. Gott schickt extra mich, seinen treusten Begleiter. Eine Versammlung aller Herrscher. Wie göttlich!" Seufzte Petrus und strich sich währenddessen selbstverliebt über die Schulter.

Ich habe den Satzzeichenkurs ja schon verlinkt, hier bei der wörtlichen Rede und ihren Anhängseln.
Die Stelle hat ein bisschen was von einem "Wie Du weißt, Bob ...", weil Sophie das alles wissen müsste. Hat der Kerl das so nötig, sich gegenüber einem niederen Sklaven zu profilieren?

Zitat:In seiner Stimme schwang eine unüberhörbare Arroganz mit, welche zu seinem Auftreten passte.
Da Du das ja bereits beim Auftreten gezeigt hast, würde ich das hier nicht nochmal erzählen. Das sieht der Leser ja schon

Zitat:"Ja Petrus. Ich werde dort warten. Können wir Nu los? "
Nein, nehme ich ihr nicht ab. Eben hatte sie Angst, misshandelt und hingerichtet zu werden, wir haben sie nur als inkompetent, nicht als störrisch erlebt, und jetzt pampt sie ihren Herren derart an? Wenn das eine Parodie werden soll, musst Du auch alles überzeichnen, aber Charaktere können durchaus konsequent bleiben.


Zitat:Warum muss ich diese Oberdödel dahin fahren? Eigentlich könnte ich in der Zeit so viel Sinnvolles machen...
Wie zum Beispiel ... die Kutsche putzen, die nicht da ist? Du hast bis hierhin nachdrücklich etabliert, dass sie ihre Aufgaben erledigen muss und nichts für sich tun kann, und ihre Aufgaben hat sie bislang echt nicht besonders erledigt. Zumal sie offenbar nicht Kutschen instandhält, sondern Kutscher ist.

Es scheint mir, als hätte plötzlich die Geschichte gewechselt. Zu Beginn noch eher gemäßigt und mit desolatem Eindruck von Sophies Leben, kommt jetzt eine gewollte Komik herein, die mich zumindest aus der Bahn wirft. Zumal es für mich, hm, einen Grund braucht. Ich soll Petrus doof finden und Sophie unfair behandelt. Aber was ist der Punkt? Petrus bemüht sich nur, gemein zu Sophie zu sein und jetzt gibt es den Punkt des Pomp, der zumindest in Richtung Papsttum Gewicht bekommt. Aber Sophie ist keine Christin, eigentlich wissen wir nichtmal, warum sie gefallen ist (wir können vermuten, dass sie zu den Grigori gehörte oder sich aufgrund ihres Stolzes oder Narzissmus gegen Gott und die Menschen erhob) und können deshalb auch nicht einschätzen, ob wir sie nicht auch für einen Verbrecher halten. Im Zweifelsfall ist sie nämlich ein Gegner der Menschen, also der Leser, mit der wir sympathisieren sollen? Sie hat bislang noch nichts getan, was irgendwie groß sympathisch wäre.
Es ist übrigens auch fraglich, wie sie überhaupt Petrus' Sklavin sein kann. Wenn er nicht gerade noch eine Mansion in Hollywood hat, ist er nämlich als Heiliger im Himmel, von wo sie als gefallener Engel vertrieben wurde. Das ist schließlich irgendwie genau die Crux eines gefallenen Engels, der allerdings alles Interesse hätte, Ungerechtigkeit zu erdulden, weil ihn Tugend und Demut zurück in den Himmel bringen kann. Nicht dass sie nicht verbittert sein kann und sich weiter dagegen sträubt, aber ich finde in der Geschichte, auch als Parodie keinen richtigen Halt. Mir fehlen die Motive, es fühlt sich mehr nach namedropping an, und wo Du bekannte Konzepte aufgreifst, verwirren sie mich mehr, weil sie zwar ein bekanntes Schema umkehren wollen, aber ohne weitere Informationen über Deine Interpretation davon dem widersprechen, wie sie in der Geschichte angewendet werden.


Ich werde an dieser Stelle mal abbrechen, weil ich, glaube ich, einige Grundprobleme in Deinem Text sehe, die es sich aus meiner Sicht zuerst anzugehen lohnt, bevor man auf weitere Detailebenen angeht. Da wäre eine unsolide Rechtschreibung und Zeichensetzung, die Du noch einmal durchgehen solltest. Ich möchte Dir keine Nachlässigkeit einwerfen, aber ich denke, eine Rechtschreibüberprüfung könnte Dir schon weiterhelfen. Dann würde ich mir eine einheitliche Herangehensweise an Stil, Humor, Charaktere und die verwendeten Konzepte wünschen, wie ich im Einzelnen ja schon angesprochen habe: Gefallene Engel gegen Himmel(sränge), Sophies Verhalten, Sophies Aufgaben und Petrus' Interessen (entweder möchte er einen sinnvollen Haushalt führen und sich nicht beschämen lassen, oder er hat ein reines Interesse daran, Sophie zu quälen, dann geht das auf diverse Arten, die ihn nicht in Gefahr bringen). Was eigentlich mein Hauptproblem ist, ist dass ich nicht so recht sehe, worauf Deine Parodie abzielen möchte. Kritik an der christlichen Theologie? Kritik an der Kirchenstruktur? Denn bislang liest es sich für mich so, als wölltest Du einfach die Guten als Bösen darstellen, und dann hast Du meiner Meinung nach mit einem gefallenen Engel zwar eine Figur mit Potential zum Missverstandenen Guten(Trademark), aber hast davon bisher rein gar nichts genutzt, sondern Aspekte, deren Sinn sich mir noch nicht richtig erschließt.

Ich will überhaupt nicht ausschließen, dass es bei mir vielleicht einfach nicht ankommt. Bei allem möchte ich Dich ja nicht niedermachen, sondern Dir Feedback geben. Ich hoffe, ich habe Dir dabei etwas Nützliches hinterlassen. Viel Erfolg bei der Überarbeitung!

Liebe Grüße

Trinity

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

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Beitrag #5 |

RE: The Endgame
Hi,  uff, ich muss erst mal verdauen und sortieren. Das war einer meiner ersten Entwürfe, am denen ich noch lange arbeiten muss  ironie: ich arbeite selber als Kfz-Mechatronikerin und kenne daher diese typische Instandhalter Problematik zu gut. (Und ja, rissige Hände können echt zum Problem werden- gibt Narben! Mal abgesehen davon sind meine Hände praktisch nie ganz sauber...) Und wusste einfach nur nicht wie ich das Ganze angehen sollte. Ich werde auf jeden Fall nochmsl überarbeiten müssen schätze ich...


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Beitrag #6 |

RE: The Endgame
Hallo Fallenangel.

Das mit den schmutzigen Fingern kenne ich aus dem Bekanntenkreis (ein Freunde von mir ist auch Mechatroniker, nachdem er als Mechaniker angefangen hatte), und auch von mir selbst. Es wird einfach nicht sauber, und irgendwann frisst es sich unter die Nägel. Und die Risse kommen bei mir vom (beschissenen) Öl.

Aber das nur am Rande.

Zitat:Und wusste einfach nur nicht wie ich das Ganze angehen sollte.

Nun, es ist - und ich denke, das weißt Du - doch etwas merkwürdig: Petrus als Bösewicht, ein Mädchen/junge Frau als Sklavin, bei der man vom Erzählerischen her, sowie von ihren Aussagen und ihren Wertigkeiten, nichts vom Sklavendasein spürt. Da zuckt nichts, da ist keine Angst, auch nicht mit einem Hinweis auf Abgestumpftheit.

Das muss jetzt nicht tragisch sein, solange Du weißt, wie Du das Thema umsetzen willst. Ist es eine Komödie? Eine Tragödie?
Wenn Du mich fragst, ich würde es bitterernst schreiben. So ernst, wie man es nur schreiben kann, mit allen Details, allen Gedanken, einfach alles.
Das heißt nicht, dass da kein Platz für Liebe, für Humor oder kleine Charakterschwächen sein darf - im Gegenteil. Das würde das Ernste sogar noch unterstreichen.

Denn wenn Du schreibst, dass sie ein Sklave ist, dann - bei allem Respekt - schreib das. Dann zeig es. Innerlich, wie äußerlich. Ich als Leser lese es nur, aber das Bild kann sich nicht durch eine Information allein entwickeln. Also, wenn da steht: (Ich übertreibe)
"Hallo. Ich bin ein Sklave von Petrus."
Und mehr nicht, dann habe ich nur diese Information - und ich frage mich:
Ketten? Züchtigung? Penetrationen? Peitschenhiebe, oder doch eher 50 Shades-of-Irgendwas?

Ebenfalls kann man hier auch mit dem Mechatroniker 'spielen': Sie wird gefoltert, zieht sich als Geist zurück. Mechatroniker haben zumeist immer wiederkehrende Arbeiten, wenn man von Fehlersuchen oder Softare-Ubdates mal absieht. Und genau in sowas könnte sie sich ja geflüchtet haben: Sie agiert, so wie Petrus es will, schützt aber durch die "monotone/gleichbleibende" Arbeit ihren Geist, ihr Seelenheil.

Das so als Gedanken von mir noch.

VGD.


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