Dienstag, 15. Oktober 2019

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80 Jahre Marvel: Die 1940er Jahre – Die Fackel vs. Sub-Mariner (Bill Everett, Carl Burgos u.a.)
Geschrieben von Markus
Mittwoch, der 17. April 2019

Verlag: Panini (April 2019)
Gebundene Ausgabe: 236 Seiten; 26 €
ISBN-13: 978-3741611995

Genre: Superhelden


Klappentext

Wir feiern 80 Jahre Marvel Comics – Jahrzehnt für Jahrzehnt.

Den Anfang machen die beiden fliegenden Superstars der Vierziger!

Jim Hammond, die Fackel, und Namor der Sub-Mariner, sind gegensätzlich wie Feuer und Wasser. Folglich liefern sich die zwei Titanen des Goldenen Comic-Zeitalters einige fantastische Kämpfe! Die Grundlagen für ihre ewige Rivalität werden gelegt, als Namor, der sich von den Menschen schlecht behandelt fühlt, New York angreift – und die Fackel ihn aufhalten will. In den Wirren des Zweiten Weltkriegs entschließt sich Namor, durch Überflutung der Erde für Frieden zu sorgen. Schaffen es die Fackel und sein jugendlicher Helfer Toro, Namor davon abzuhalten? Besser wäre es, denn die Nazis greifen an und zwingen die beiden Erzrivalen, ihren Streit beizulegen, um sich gegen den gemeinsamen Feind zu verbünden!

Eine Sammlung von Klassikern aus Marvel Mystery Comics und Human Torch Comics von Comic-Legenden wie Bill Everett, Carl Burgos, John Compton und anderen.


Rezension

Marvel wird 80 Jahre alt und das wird gebührend gefeiert - mit einer mehrere Bände umfassenden Sammlung von Marvelcomics. Dabei werden nicht einfach aus jedem Jahrzehnt Comics von jedem Superhelden ausgewählt, sondern Marvel geht einen etwas anderen Weg, in dem die prägendsten Comics für das entsprechende Jahrzehnt genommen werden. Dadurch kommen zwei Charaktere zu neuen Ehren, die heutzutage entweder vergessen oder selten genutzt werden. Die Rede ist von Jim Hammond, der ursprünglichen Fackel, und Prinz Namor, den Sub-Mariner.
Sie waren die ersten beiden Stars des Marvel-Verlages und standen dementsprechend im Zentrum vieler Geschichten und im Interesse der Leser, die selbstverständlich die beiden Helden aufeinanderprallen sehen wollten. Und so beginnt dieser Band auch mit ihrem ersten Ringen miteinander.

Marvel Mystery Comics 7-10

Prinz Namor fühlt sich von den Menschen verraten und beschließt New York zu erobern und richtet Chaos in der Stadt an. Jim Hammond alias die Fackel versucht ihn aufzuhalten und muss erstmal die Schäden, die dieser angerichtet hat, beseitigen. Betty Dean hingegen versucht die Polizei und die Fackel zu überreden, sie mit Namor reden zu lassen, um ihn zur Vernunft zu bringen. Allerdings sind die auf Konfrontation aus.
Die Geschichte wird zunächst zweimal erzählt, einmal aus der Sicht Namors und einmal aus der der Fackel. Wenn die Zeit der Entstehung berücksichtigt wird, bleibt nur festzustellen, dass diese erste Auseinandersetzung zwischen Prinz Namor und die Fackel richtig gut geschrieben ist. Die Zeichnungen sind natürlich auch der Zeit entsprechend, aber dafür auch sehr gut.

Human Torch 3

In einer Kurzgeschichte streiten sich Namor und die Fackel darum, wer den besseren Zeichner hat. Toro, Helfer und Sidekick der Fackel, versucht zu schlichten und bezeichnet ihr Verhalten treffend als kindisch. Die Geschichte ist zwar kein literarisches Meisterwerk, aber ganz witzig.

Human Torch 5B

Der zweite Weltkrieg hat ebenso Auswirkungen auf die Bewohner der Meere. Aufgrund der Trümmer und Bomben sterben selbst unter Wasser Unschuldige. Namor will dies beenden und beschließt in den Krieg einzugreifen. Unter dem Einfluss von Rathia einer Meeresprinzessin aus der Ostsee verliert er sein Ziel, Frieden zu schaffen, aus den Augen und will nun die Welt erobern und sich zum Herrscher machen. Kein Wunder, dass er dadurch in einen Konflikt mit der Fackel gerät.
Eisberge, die so groß sind, dass sie Länder und Kontinente bedrohen, Kampfschiffe in Walgestalt, Turbinen, mit denen Wasserwirbel überall auf der Welt erzeugt werden können und ganz unverhüllter Patriotismus, alles Dinge mit denen in dieser Art eine Geschichte nur in den Vierzigern ausgestattet werden konnte, zu fantastisch und abstrus sind so manche Einfälle und Vorkommnisse und trotzdem macht all das unheimlich viel Spaß und funktioniert bedeutend besser, als so manch überambitionierte Handlung der heutigen Zeit. Es ist einfach ziemlicher Trash aus heutiger Sicht, aber verdammt guter.

Human Torch 8

Python wird von den Nazis aus Alcatraz befreit und soll für sie die Fackel und den Sub-Mariner töten. Außerdem steht für ihn die Entführung Dr. Hortons an, der einst die Fackel schuf. Er zwingt den Doktor aus der Fackel ein Flammenmonster zu machen, dass er kontrollieren kann. Damit will Python die Invasion der Nazis vorbereiten, aber er hat nicht damit gerechnet, dass Toro und der Sub-Mariner zu ihrem Freund stehen.
Eine weitere Zweite Weltkriegsgeschichte, die von ihrer Grundidee bereits bedeutend besser ist. Der Sub-Mariner und die Fackel sind hier schon so etwas wie Freunde. Python gibt einen guten Schurken ab, in einer Geschichte, die sicherlich keine hohe Literatur ist, aber sehr gut unterhält.

Human Torch 10

Die Nazis versenken immer wieder Konvois der Alliierten. Sie scheinen Informationen aus den USA zu erhalten. Aber wer sie liefert und wie sie aus dem Land gebracht werden, ist ein Rätsel. Die Fackel soll eine U-Bootbesatzung gefangen nehmen und verhören. An Bord des Bootes ist auch Namor, der auf eigene Faust ermittelt, aber zunächst in den Verdacht gerät, ein Spion der Nazis zu sein. Diesen Umstand nutzt er aus und die Fackel und er kommen auf zwei unterschiedlichen Wegen zu den entscheidenden Erkenntnissen.
Die abschließende Geschichte in diesem Band ist ein kleiner Spionagethriller, der gut geschrieben ist. Auch er macht richtig Spaß. Die Darstellung der Deutschen ist in ihrer Zeit verhaftet und muss halt akzeptiert und so betrachtet werden.

Wenig Bonusmaterial ist enthalten, Cover, Skizzen und Werbeanzeigen sind am Ende zu finden.


Fazit

Marvel wird 80 Jahre alt und der erste Jubiläumsband, der sich mit den 40er Jahren beschäftigt, gibt einen guten Einblick in die Comics dieser Zeit. Mit Sicherheit ist dies keine hohe Literatur und mit so manchem kämen die Autoren heute nicht mehr durch, aber die Geschichte machen tatsächlich viel Spaß, teilweise mehr als die aktuellen Veröffentlichungen Marvels.


Pro & Contra

+ macht erstaunlich viel Spaß
+ Zeichnungen für die Zeit gut
+ teilweise unfreiwillig komisch

- nur kleiner redaktioneller Teil

Bewertung:

Charaktere: 3,5/5
Handlung: 3,5/5
Zeichnungen: 3,5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4,5/5


Literatopia-Links zu weiteren Marvel-Anthologien:

Rezension zu Thor – Geschichten aus Asgard
Rezension zu Avengers – Die ruhmreichen Rächer
Rezension zu Captain Marvel - Zwischen den Sternen

Literatopia-Links zu weiteren Titeln zu 80 Jahre Marvel:

Rezension zu 80 Jahre Marvel: Die 60er Jahre
Rezension zu 80 Jahre Marvel: Die 70er Jahre

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, der 24. September 2019
 

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