Der Roman wurde von einer achtköpfigen Jugendjury und per
Online-Abstimmung von zahlreichen Schülerinnen und Schüler aus
Rheinland-Pfalz gekürt. Mehr als 50 Titel hatten Verlage für den
Jugendbuchpreis nominiert. Eine Erwachsenjury stellte aus den
Einsendungen eine Shortlist aus fünf Titeln zusammen, aus der die
Jugendjury dann den Sieger ermittelte.
"Memory Error" handelt von dem 15-jährigen Jordan, der in einer betreuten Jugendwohnung lebt und dort therapeutisch behandelt wird. «Dissoziative Störungen» lautet die Diagnose. Immer wieder muss er erleben, wie er plötzlich an einem beliebigen Ort «aufwacht», ohne zu wissen, wie er dorthin gekommen ist oder was er in der Zwischenzeit getan hat. Doch es braucht Zeit, bis seine Seele diese Fähigkeit wieder loslässt, denn sie war einmal überlebenswichtig: beim Tod der Mutter, beim sexuellen Missbrauch von ihm und seiner Schwester durch den Vater.
T. A. Wegberg wurde in Krefeld geboren und füllte schon als Dreijähriger die
Schulhefte seines großen Bruders mit erfundenen Buchstaben. Bücher
trugen mehr zu seiner Erziehung bei als Eltern und Lehrer, deshalb
studierte er Germanistik und Anglistik und wurde freier Lektor, um den
ganzen Tag lesen zu können. Beim Schreiben verbindet er diesen Input mit
den Themen, die ihn berühren und interessieren: Psychologie,
Jugendkulturen, Freundschaft, Drogen, Theologie, Punk & Independent,
Bewältigungsstrategien, Partys, Sozialarbeit... 2009 erhielt er für
«Memory Error» den Literaturförderpreis des Freien Deutschen
Autorenverbandes sowie für weitere Texte den Rheinsberger Literaturpreis
und den Brandenburgischen Literaturpreis, außerdem gewann er den
Autorenwettbewerb der Berliner Woche. T. A. Wegberg lebt in Berlin und
arbeitet ehrenamtlich als Berater für Jugendliche in Notsituationen.
(Quelle: Rowohlt)