
Verlag: Splitter; (April 2025)
Gebundene Ausgabe: 80 Seiten; 17,95 €
ISBN-13: 978-3-96792-780-1
Genre: Abenteuer/ Fantasy/ Kindercomic
Klappentext
Elfie hat eine sonderbare Einladung erhalten. Sie soll zur Walpurgisnachtfeier auf eine Insel im Marais Poitevin kommen. Jedes Jahr feiern Hexen und Zauberer dort im Moor ein großes Fest. Einen Tag lang können sogar Luna und Magda den Zauber der Magie erleben!
In der ganzen Aufregung bemerkt Elfie jedoch nicht, welche große Gefahr über dem Ort und ihren Liebsten schwebt: Dieses Mal ist sie mehr dann je auf Hilfe angewiesen. Ob ihre Freunde und ihr Origamidrache da wohl ausreichen? Zum Glück lebt im Herzen des Moors die Schutzfee Melusine, und auch die Erinnerung an Elfies Mutter ist dort noch sehr lebendig…
Rezension
Als Elfie abends auf dem Dach des Bücherbusses noch die Sterne beobachtet, erhält sie eine Nachricht von Faustine, selbstverständlich stilgerecht von einer Fledermaus überbracht, die sich dann in Lebkuchen verwandelt, schließlich ist dies Faustines Zauberkraft. In dieser Nachricht wird sie nach Marais Poitevin eingeladen, um dort mit ihren Schwestern die Walpurgisnacht zu verbringen und an einem Zauberturnier teilzunehmen. Im Chateau de la Fresnaie angekommen, warten so einige Überraschungen auf Elfie. Das Schloss ist geradezu zauberhaft, denn Èlodie, Samir und ihr Sohn Balthazar besitzen ebenfalls magische Fähigkeiten, nur Valentin ist aus ihrer Familie keine Hexe. Aber damit noch nicht genug, in der Nacht der Walpurgisnacht wird es ein großes Fest geben, zu dem viele Hexen anreisen und ein Turnier der Junghexen wird ebenso stattfinden. Aber wenn das alles nicht schon aufregend genug wäre, müssen Elfie, Balthazar und Faustine noch ein ganz anderes Abenteuer bestehen, bei dem sie nicht nur ihre Familie retten müssen, sondern gleich das ganze Moor, das unter dem Schutz der Fee Mélusine steht.
Christophe Arlestons, Audrey Alwetts und Mini Ludvins Reihe Elfies Zauberbuch präsentiert immer wieder neue magische Abenteuer, die dennoch fest in unserer Welt verankert sind. Dabei sind die Geschichten nie belehrend, sondern kommen mit einer ungeheuren Leichtigkeit und viel Witz daher. Der Zauber der Walpurgisnacht, der mittlerweile fünfte Band der Reihe, bildet da natürlich keine Ausnahme. Erneut entführen Elfie, ihre Schwestern und Freunde einen in eine geradezu magische Welt. Und dieses Mal sogar mehr denn je. Denn die Walpurgisnacht steht an und damit ein großes Fest der Hexen und Zauberer. Und sowohl das Treffen und den Ort an dem es stattfindet, gestalten die Autoren und Zeichnerin Mini Ludvon voll sprühender Phantasie. Dabei nehmen sie auch weiterhin Bezug auf lokale Legenden und arbeiten sie in ihre Geschichte ein. Dies gelingt ihnen gewohnt gut und die Welt Elfies erweitert sich durch ein paar neue Aspekte. Unter anderem dürfen Elfies Schwestern zum ersten Mal auch Magie wahrnehmen, auch wenn sie dies wieder vergessen werden. Aber auch neue Wesen, wie die Moortrolle tauchen auf und füllen die Welt mit noch mehr Leben.
Audrey Alwett und Christophe Arleston belassen es jedoch nicht bei den magischen Aspekten. Wie in anderen Bänden auch, widmen sie sich auch anderen Themen. Im Falle von Der Zauber der Walpurgisnacht ist es der Umweltschutz und die Bedeutung von Mooren. Dies tun sie auf eine solch bezaubernde Art und Weise, dass es tatsächlich nicht belehrend wirkt, sondern eine spannende Geschichte hergibt, mit tollen Charakteren, etwas Spannung und einer spektakulären Auflösung.
Elfie und ihre Schwestern gewinnen ebenso charakterlich weiterhin an Profil und es gibt mehrere wunderbare Momente, wobei die Szene in der Samir seine magische Fähigkeit für Elfie anwendet, heraussticht und wirklich herzerwärmend ist.
Die Geschichte ist bei Elfies Zauberbuch, so gut sie auch geschrieben ist, jedoch nur die halbe Miete. Die andere Hälfte steuert Mini Ludvin mit ihren tollen Zeichnungen bei. Ihre Bilder sind lebendig, vermitteln Lebensfreude und besitzen eine gewisses Maß an Humor, das die Balance auch in ernsteren Momente hält und damit diese Momente nicht so schwer wirken lässt, ohne sie kaputt zu machen. Ganz besonders stechen bei Der Zauber der Walpurgisnacht die Moortrolle, Elfies Drachin und die Irrlichter hervor. Knuffiger und charmanter kann man diese kaum darstellen. So phantasievoll die Geschichte ist, so phantasievoll sind auch die Zeichnungen.
Fazit
Der Zauber der Walpurgisnacht verzaubert nicht nur Elfie und ihre Freunde sondern auch den Leser. Humor, eine phantasievolle Geschichte und etwas Spannung kommen hier bestens zusammen und dürften gerade junge Leser begeistern und bietet dennoch auch etwas für erwachsene Mitleser.
Pro & Contra
+ kindgerecht und warmherzig
+ bezaubernd
+ Elfies Welt wird erweitert
+ das richtige Maß an Spannung
+ Zeichnungen
Bewertung: ![]()
Charaktere: 4,5/5
Handlung: 5/5
Zeichnungen: 5/5
Humor: 4/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 4/5
Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Elfies Zaubrerbuch:
Rezension zu Elfies Zauberbuch Bd.1 – Die verhexte Insel
Rezension zu Elfies Zauberbuch Bd.2 – Die Sage der Zikaden
Rezension zu Elfies Zauberbuch Bd.3 – Der Lebkuchen-Schlamassel