
Hayabusa (April 2026)
ca. 224 Seiten, 9,00 EUR
ISBN: 978-3-551-62577-9
Genre: Yaoi
Klappentext
Akira Ichinose ist der Tophost im Club des ROIS – stolz, charismatisch und von allen bewundert. Als der selbstbewusste Neuling Tsukasa ins Team kommt, bringt er Akiras Alltag gehörig durcheinander. Unerschrocken und voller Selbstbewusstsein übernimmt Tsukasa die Rolle von Akiras Assistent – und ordnet sich ihm bereitwillig unter. Zwischen dem stolzen „Master“ und seinem frechen „Hund“ entsteht eine ungewöhnliche Verbindung voller prickelnder Spannung und heimlicher Sehnsucht. Während Tsukasa sich um weit mehr als die üblichen Aufgaben kümmert, beginnt Akira, sich seinen wachsenden Gefühlen zu stellen…
Ein heißer Oneshot über verkehrte Machtverhältnisse, charmante Provokationen und die Entdeckung echter Nähe im Glanz der Nacht!
Rezension
Akira ist der Host Nr. 1 im Club ROIS. Und das weiß er. Daher kommt er auch gerne mal arrogant rüber. Allerdings nur bei denen, die mit ihm zusammenarbeiten. Für seine Kundinnen ist er immer perfekt. Aber da er sonst nicht viel im Griff hat, benötigt er einen fähigen Assistenten. Und den zu finden und zu behalten, scheint für ihn nicht so einfach zu sein. Da scheint der neueste Host, Tsukasa, gerade recht zu kommen. Denn anstatt durch seine Kundinnen Geld zu verdienen, legt er es ihnen aus und baut Schulden auf. Doch durch seine selbstbewusste Art, scheint ihn das überhaupt nicht zu stören. Diese Einstellung gefällt Akira und er beschließt, Tsukasas Schulden zu übernehmen, wenn dieser dafür sein Assistent wird. Und Tsukasa willigt ein.
Von da an behandelt Akira Tsukasa wie seinen Hund und spielt sich als sein Master auf. Doch immer wieder gibt es auch Situationen, in denen Tsukasa die Führung übernimmt, obwohl er Akira weiterhin seinen Master nennt. Denn er bemerkt, dass Akira nicht gut schlafen kann, wenn er alleine ist. Also sorgt er dafür, dass sich sein Master gut entspannen und schlafen kann … Doch das scheint nicht alles zu sein, Tsukasa verbirgt auch ein anderes Ziel. Was wird Akira wohl sagen, wenn er die Wahrheit erfährt?
„Call me Master“ zeigt ein spannendes Spiel, wie die Rollen von Master und Hund immer wieder tauschen können, je nach Blickwinkel. Je nachdem, was sich Tsukasa herausnimmt, hat das Wort „Master“ aus seinem Mund ganz unterschiedliche Bedeutungen. Und auch Akira passt sich den Situationen an, wo er durch welche Worte weiter seine Macht ausspielen kann, egal, wie unterlegen er gerade ist. Und genau damit turnen die beiden sich gegenseitig an. Neben dem Spiel zwischen den beiden kommt noch das große Geheimnis von Tsukasas wirklichen Absichten. Obwohl dieses zwar lange aufgebaut wird, ist die Auflösung letztendlich etwas enttäuschend. Diesen Handlungsstrang hätte man auch weglassen können, das hätte den Lesefluss im Nachgang weniger gestört.
Die Zeichnungen sind sehr gut. Die Emotionen der Charaktere werden gut transportiert und auch in Bewegung sieht alles noch gut aus. Gerade Akiras Wechsel zwischen dem, der das Sagen hat und dem, der sich fallen lässt, sind gut ausgearbeitet.
Fazit
„Call me Master“ spielt mit den unterschiedlichen Positionen und reißt übliche Mauern ein.
Pro & Contra
+ interessante Umsetzung von Master und Hund
+ gutes Zusammenspiel der Charaktere
+ schöne Zeichnungen
- unnötiger Handlungsstrang mit schlechter Auflösung
Bewertung: ![]()
Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3/5