
Loewe Manga (September 2026)
ca. 200 Seiten, 9,00 EUR
ISBN: 978-3-7432-2712-5
Genre: Action, Adventure, Fantasy
Klappentext
Als die Welt gefriert, entflammt ein Held
Otr wäre gern wie sein Vater: ein tapferer Krieger, der schon in Wallhall weilt. Doch statt eines Schwertes trägt er in der Festung des Kriegsheeres nur den Kochlöffel. Während das Eisreich die Welt verschlingt und Dämonen das Land verheeren, ist Otrs einzige Aufgabe, die Flamme im Lager der Krieger zu hüten. Als die Festung jedoch fällt, erwacht in Otr eine andere Art von Feuer und er steht vor der Wahl: im Schatten bleiben oder zum Helden werden
…
Rezension
Eines Tages kam das Eisreich und fing an immer mehr Gebiete zu überfallen. Und mit ihm kam auch der ewige Winter. Nun ist dieser auch im Waldreich angekommen. Selbst im Sommer fällt Schnee und alles ist gefroren. Das Land wehrt sich gegen das Eisreich, doch die Kälte setzt allen zusätzlich zu. Otr wünscht sich zu helfen, ein genauso tapferer Kriger zu sein, wie sein Vater es war und irgendwann ruhmreich nach Wallhall zu kommen. Doch er ist zu jung und kann deshalb nur als Koch anheuern. Wenigstens so möchte er die Krieger unterstützen und seiner kleinen Schwester Geld nach Hause schicken können. Doch schon an seinem ersten Tag wird die Festung, in der er stationiert ist, angegriffen. Der Kampf ist hart und schnell werden sie vom Eisreich überrannt und fast komplett eingefroren. Nur Otr ist noch übrig. Um wenigstens etwas nützlich zu sein, versucht er zumindest das Feuer der Festung zu schützen, denn solange das Feuer da ist, könnte er die Krieger wieder auftauen. Ohne Rücksicht auf sich selbst, schützt er das Feuer mit seinem Körper. Und plötzlich erwacht ein Feuergeist und steht Otr zur Seite. Kann er nun etwa doch nützlich sein für das Waldreich? Kann er sogar zu einem Helden werden?
„Otr, die Flamme“ spielt in der Zeit der Wikinger, daher wird von Wallhall gesprochen, und ein tapferer Krieger zu sein, scheint das höchste Ziel. Es werden nordische Mythologien verwendet und mit Komponenten der Elementargeister verbunden. Otr muss den typischen Heldenweg bestreiten. Von einem Niemand, der sich Kraft wünscht, erhält er die Mittel und muss dann losziehen, um für diese Kraft würdig zu werden. Dabei wird schnell klar, sein Herz war schon immer stark. Schon im ersten von vier Bänden kommt der Protagonist sehr gut voran, was die Frage aufwirft, was den Leser noch in den folgenden Bänden erwarten wird. Denn erst mal ist der Storyverlauf recht zügig. Obwohl Otr von Anfang an alles verkörpern möchte, was zu einem echten Krieger gehört, hat er das klare Ziel, nicht zu sterben. Auch wenn dann Wallhall auf ihn warten würde, möchte er unbedingt leben und zu seiner Schwester zurückkehren. Fylgja, der Feuergeist, wurde durch Otrs Mut und seine Seele erweckt. Dadurch wirkt sie einerseits wie ein Kind, was passt, weil sie noch nicht lange existiert. Andererseits scheint sie aber sehr viel zu wissen und versteht auch schnell, was um sie herum passiert. Das Eisreich scheint nicht aus Menschen, sondern aus Monstern zu bestehen, wodurch die Darstellung als die absoluten Bösewichte relativ einfach ist.
Die Zeichnungen sind in Ordnung, wirken teilweise aber etwas wild. Auch die massigen, kräftigen Körper der Krieger sind gerne etwas übertrieben. Insgesamt wirkt alles etwas einfach gehalten. Die Monster aus dem Eisreich sind abwechslungsreich gestaltet, beziehen sich aber hauptsächlich auf Andeutungen aus dem Tierreich. Es gibt sehr viele Kämpfe, die insgesamt dynamisch umgesetzt sind. Dabei wird sehr viel mit Speedlines gearbeitet, wodurch die Bilder teilweise etwas überladen wirken.
Fazit
„Otr, die Flamme“ ist ein actionreicher Manga für Fantasy-Fans, die gute und dynamische Kämpfe mögen und eine typische Heldenreise verfolgen möchten.
Pro & Contra
+ Storyaufbau
+ dynamische Kämpfe
+ Charakterentwicklung
o ziemlich schnelle Story-Entwicklung
- teilweise überladene Zeichnungen
Bewertung: ![]()
Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 3,5/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 3/5