
altraverse (Mai 2026)
ca. 168 Seiten, 5,00 EUR (ab 01.11.2026 7,00 EUR)
ISBN: 978-3-7539-4067-0
Genre: Erotik, Fantasy, Romantik
Klappentext
Gräfin Bylettas Leben ist perfekt: Ihr unbekannter Ehemann kämpft seit acht Jahren im Krieg und sie hat ihre Ruhe und die Freiheit, ihren Geschäften nachzugehen. Doch nun ist der Krieg beendet und Graf Arnald wird zurückkehren. Wie lästig! Als Byletta ihn per Brief um die Scheidung bittet, schlägt er stattdessen eine Wette vor…
Rezension
Byletta Holand ist schockiert, als sie erfährt, dass sie heiraten soll. Doch ihre Eltern lassen ihr da nicht wirklich eine Wahl. Scheinbar hat ihr Zukünftiger keinerlei Anforderungen an ihr Äußeres gestellt, sondern verlangte lediglich eine Frau mit Mumm, stark, mit Nerven aus Stahl – somit passt Byletta perfekt. Und somit ist es beschlossen, sie wird verheiratet. Zu ihrem Glück kämpft ihr Mann aber im Krieg, wodurch sie ihn nie zu Gesicht bekommt. Trotzdem zieht sie in dessen Elternhaus. Ihr gefällt das alles zwar nicht, aber wenigstens kommt sie somit von der Kontrolle ihrer eigenen Eltern los, daher willigt sie ein. Von nun an lebt sie bei ihrem Schwiegervater, dessen Frau und deren kleine Tochter. Grundsätzlich geht es Byletta dort sehr gut, doch ihr Schwiegervater ist schwerer Alkoholiker und lässt seine schlechte Laune an seiner Frau und Tochter aus. Doch Byletta wäre nicht sie selbst, wenn sie dabei tatenlos zusehen würde.
Sie stellt ihren Schwiegervater zur Rede und endet sogar in einem Duell mit ihm. Da sie dieses aber gewinnt, muss er fortan dem Alkohol abschwören – wodurch ihr Leben noch angenehmer wird. Außerdem stellt sie eine Bedingung, sollte ihr Mann vom Krieg zurückkehren, möchte sie ein Scheidungsgesuch an ihn richten. Sie verlangt, dass ihr Schweigervater sie hierbei unterstützt als Belohnung für ihren Sieg. Acht Jahre lang lebt sie in Frieden. Sie hat eine süße kleine Schwester und kann ungehindert ihren eigenen Geschäften nachgehen. Ab und zu unterstützt sie ihren Schwiegervater bei dessen Geschäften. Doch dann erreicht sie die Nachricht, dass der Krieg beendet ist, und ihr Ehemann nach Hause kommt. Natürlich fordert sie direkt das Versprechen ihres Schwiegervaters ein und übersendet ihrem Mann noch an der Front, per Brief, ihr Scheidungsgesuch. Doch sie hätte nicht mit seiner Reaktion darauf gerechnet. Ob sie sich auf seinen Gegenvorschlag einlassen wird? Und ist ihr bewusst, in was sie damit alles einwilligt?
„PS: Ich will die Scheidung!“ zeigt eine starke Frau, die genau weiß, was sie will. Ihr Ehemann dagegen bleibt in Band 1 noch recht undurchsichtig und wirkt fast schon unsympathisch. Die Geschichte verläuft relativ klar, da von vornherein absehbar ist, wohin es laufen wird. Auch wenn der Wett-Vorschlag überraschend kommt. Zwischenzeitlich ist der Wechsel zwischen Gegenwart und der Erzählung, was in den acht Jahren passiert ist, nicht immer direkt deutlich zu erkennen. Aber schnell ist man dann wieder im Lesefluss. Natürlich kann man einige Entscheidungen und Handlungsstränge hinterfragen, es wirkt ab und zu leicht konstruiert.
Byletta hat von Anfang an beschlossen, dass sie nicht verheiratet sein möchte, somit scheint es für sie gar keine Option zu sein, ihren Mann überhaupt mal kennenzulernen. Wieso eine so starke und unabhängige Frau dann nicht in der Lage war, von vorherein die Heirat abzulehnen, wirkt etwas undurchsichtig. Auch werden von ihrer Seite die Bedingungen für die Wette mit ihrem Ehemann sehr spärlich hinterfragt. Fast schon großzügig fordert er weniger ein, als er von seiner Seite könnte. Obwohl er sehr schnell bemerkt, dass das Bild, das er von seiner Frau hatte, nicht zu stimmen scheint, klammert er sich doch immer wieder an die Vorurteile, die in seinem Kopf waren. Es wirkt, als würde er immer wieder vergessen, was er ein paar Seiten vorher erlebt hatte. Trotzdem ist die Story insgesamt ein netter Zeitvertreib ohne zu großen Tiefgang.
Die Zeichnungen sind insgesamt sehr schön und sauber aufgebaut. Auch wenn die Gesichter einfach gehalten sind. Trotzdem können Emotionen gut darin übertragen werden.
Fazit
„PS: Ich will die Scheidung!“ bietet in Band eins noch keine besonderen Überraschungen, aber lässt sich gut lesen und ist eine nette Abwechslung vom Alltag.
Pro & Contra
+ starke Protagonistin
+ klarer Storyverlauf
+ saubere Zeichnungen
+ Emotionen werden transportiert
- teilweise nicht nachvollziehbare Entscheidungen
- wenig Charakterentwicklung
Bewertung: ![]()
Handlung: 2,5/5
Charaktere: 3,5/5
Zeichnungen: 3,5/5
Lesespaß: 3/5
Preis/Leistung: 3/5