
Verlag: Panini; (Februar 2026)
Softcover: 160 Seiten; 20 €
ISBN-13: 9783741646461
Genre: Superhelden
Klappentext
Krieg der Stürme
Storm ist eine mächtige Mutantin, und neuerdings Kriegerin der kosmischen Entität Eternity. Als Avengers-Kollege Iron Man sie bittet, eine gefährliche Wetteranomalie in Brasilien zu untersuchen, reisen Ororo und Maggott in den Regenwald – und werden von mehreren uralten Sturmgöttern angegriffen! Denn am kosmischen Horizont braut sich ein Donnerkrieg zusammen.
Storms gefeierte Soloserie, diesmal mit Gaststars wie Thor, Galactus, Silver Surfer und She-Hulk, tosend in Szene gesetzt von Murewa Ayodele (Ich bin Iron Man), Lucas Werneck (Die unsterblichen X-Men), Luciano Vecchio (Ironheart) und anderen.
Rezension
(Normalerweise stände hier eine Zusammenfassung, aber die Handlung ist so konfus, so dass eine selbstgeschriebene Zusammenfassung niemals so gut sein könnte, wie die auf dem Buchrücken. Respekt gegenüber demjenigen, der diese geschrieben hat, er hat etwas fast unmögliches geschafft.)
Storm – Der kosmische Krieg ist ein Comic. Das lässt sich zumindest gesichert darüber sagen. Aber darüber hinaus?
Es gibt Comics, die sind unheimlich gut und es fällt einem deswegen schwer, genau zu begründen, warum sie es sind. Es gibt Comics, die sind so schlecht, dass kaum dazu etwas einfällt. Und dann gibt es solche Comics wie Storm, bei denen man einfach nicht weiß, was man da gerade eigentlich gelesen hat. Murewa Ayodele legt nach dem ersten guten Band über Storm, nun etwas vor, dass inhaltlich vollkommen zerrissen ist und bei dem eine durchgehende sinnvolle Handlung praktisch nicht auszumachen ist. Das liegt zu Beginn sicher daran, dass dieser eng mit einem Marvel-Event verknüpft ist, das natürlich nicht enthalten ist. Aber anschließend ist das einfach indiskutabel, was dann auf den Seiten passiert. Irgendwie geht es um Eternity, Infinity, One Above All, Galactus taucht auf, ebenso der Silver Surfer und Donnergötter sowieso. Und ein paar andere Superhelden treten auch kurz völlig unmotiviert auf. Warum genau wird nicht immer klar.
Inhaltliche Kohärenz darf sowieso nicht erwartet werden. In einem Moment sitzt Storm im Gefängnis und im nächsten ist sie im All und kämpft zusammen mit anderen Superhelden. Warum die Personen überhaupt alle irgendwo sind, ist nicht nachzuvollziehen. Hier ist einfach alles wild zusammengestellt und einfach bunt. Ganz schlimm sind dann auch noch die Soundwörter, wie "Immortal Head Smash" und Co.. So etwas passte zur 60er-Jahre Batman-Fernsehserie, gehört hier jedoch absolut nicht hin.
Was Murewa Ayodele hier veranstaltet hat nichts mehr mit erzählen zu tun oder mit einer kreativen Neuinterpretation, das ist einfach schlecht. Aber irgendwie passt es zu solchen MCU-Filmen wie The Marvels oder der letzte Ant-Man, die mittlerweile eigentlich auch nur noch bunt sein wollen. Der kosmische Krieg ist ein erzählerischer Offenbarungseid und es ist absolut nicht nachvollziehbar, wie Murewa Ayodele nach einem guten ersten Band so etwas fabrizieren konnte.
Einziger Lichtblick sind die Szenen mit Storm im Gefängnis, darauf hätte aufgebaut werden können, aber das passiert nicht und so quält man sich durch die „Geschichte“.
Die Bilder von Mario Santoro und seinen Mitstreiter sind bunt und das ist schon mal etwas. Ansonsten sind sie visuelles Fastfood. Sie erzählen die „Geschichte“ so weit dies möglich ist und die Action sieht ganz gut aus und ist auch ausreichend übersichtlich. An ihnen liegt es nicht, dass Der kosmische Krieg eine Enttäuschung ist und getrost übersprungen werden kann.
Fazit
Storm - Der kosmische Krieg ist ein Comic mit bunten Bildern. Das ist dann auch schon das Positive, das man zu ihm sagen kann. Murewa Ayodele hatte einen sehr guten Start bei Storm, warum er nun so etwas abliefert, ist ein Rätsel und weiß vermutlich nur er alleine.
Pro & Contra
- Handlungsstränge verlaufen im Nichts
- erzählerischer Offenbarungseid
0 ganz gute Zeichnungen, die aber den Comic nicht retten können
Bewertung:
Handlung: 1/5
Charaktere: 1/5
Zeichnungen: 3,5/5
Lesespaß: 1/5
Preis/Leistung: 1/5
Literatopia-Links zu weiteren Titeln mit Storm: