
Verlag: Panini; (Mai 2026)
Gebundene Ausgabe: 96 Seiten; 29 €
ISBN-13: 978-3-7416-4856-4
Genre: Superhelden
Klappentext
Zwei Welten! Zwei Ikonen! Ein legendäres Comic-Abenteuer!
Das erste Aufeinandertreffen der beiden großen Comic-Helden in einer gigantischen Neuauflage!
Superman und Spider-Man begegnen sich, als ein teuflischer Plan von Lex Luthor und Dr. Octopus die ganze Erde in Gefahr bringt. Ein folgenschweres Missverständnis führt zunächst zum Kampf der Helden gegeneinander. Doch schnell erkennen der Mann aus Stahl und der freundliche Netzspinner, dass sie nur gemeinsam das drohende Unheil abwenden können …
Von den Comic-Ikonen Gerry Conway, Ross Andru und Dick Giordano!
Rezension
In Metropolis kämpft Superman gegen Lex Luthor, der ein Steuermodul für Satelliten gestohlen hat. Natürlich bringt er ihn ins Gefängnis. In New York hingegen muss sich Spider-Man Doctor Octopus bekämpfen und auch dieser landet hinter Gittern. Als die beiden Schurken sich im Gefängnis begegnen, entwickeln sie einen Plan, um die Welt zu erpressen. Das Satellitensystem der Comlabs soll ihnen dabei helfen. Weder Superman noch Spider-Man wissen etwas von dem Gefängnisausbruch der Superschurken und so tappen sie zunächst in die Falle, die für sie bei der Weltnachrichtenkonferenz aufgestellt wurde und die sie aufeinanderhetzt,
Purer Eskapismus ist wohl das, das diesen Comic am Besten beschreibt. Denn er will nur eins: Unterhalten, Spaß machen und beide Helden bestmöglich in Szene setzen.
Bei allem hat der von Gerry Conway geschriebene Comic Erfolg. Die Schurken sind herrlich fies und etwas ungeschickt und Superman und Spider-Man entsprechen dem Bild, das die meisten von ihnen haben dürften. Die Handlung gibt nicht wirklich viel her, dafür konzentriert sie sich viel zu sehr darauf, dass Superman und Spider-Man zu gleichen Teilen zur Geltung kommen. Aber das ist auch egal, der Comic soll Spaß machen und das tut er auch.
Allerdings ist es schon bemerkenswert, dass der Grund, warum die beiden Helden sich kurz gegenseitig bekämpfen, immerhin absolut nachvollziehbar und besser als bei dem Großteil anderer Crossover ist und dies gilt selbst heute noch. Auch wie Spider-Man sich überhaupt mit Superman anlegen kann, ist in der Logik der Welt von Superman und Spider-Man nicht weit hergeholt. Hiermit hat Gerry Conway bereits damals eine kreativere Idee als heutige Autoren sie oft haben.
Generell ist der Comic gut geschrieben, auch wenn er vielleicht auf heutige Leser etwas naiver wirkt und gleichzeitig etwas unschuldiger. Es macht jedoch definitiv Spaß, in diese Zeit der Comicgeschichte einzutauchen.
Die Zeichnungen stammen von Ross Andru und es gibt von ihm gleich reihenweise großartige Splashpages zu bestaunen. Seine Zeichnungen besitzen eine unglaubliche Dynamik, gerade in den Actionszenen. Seine Bilder sind tatsächlich so gut, dass sie auch heute noch im Vergleich, gerade mit modernen Marvelcomics, hervorstechen. Die Handlung ist gut, aber die Zeichnungen sind noch besser.
An Bonusmaterial gibt es leider fast gar nichts. Nur ein Vorwort und eine Seite zum Cover sind enthalten.
Fazit
Superman und Spider-Man treffen aufeinander und das macht einfach Heidenspaß zu lesen. Gerry Conway hat eine einfache und effektive Handlung hierfür entworfen und mit Ross Andru dafür genau den richtigen Zeichner an seiner Seite, der alles in dynamische und tolle Bilder verpackt, die teils, wie das Cover, schon ikonisch geworden sind.
Pro & Contra
+ mehrere Splashpages
+ einfache, aber effektive Handlung
+ macht Spaß zu lesen
+ Lex Luthor und Doctor Octopus sind herrlich fies
Bewertung: ![]()
Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4,5/5
Zeichnungen: 4,5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5