
Verlag: Panini; (Juni 2026)
Softcover: 88 Seiten; 9,99 €
ISBN-13: 9783741648977
Genre: Superhelden
Klappentext
Showdown mit Bane
Als knallharter Batman stellt sich Bruce Wayne dem Unheil Gothams kompromisslos in den Weg – bis er es in Form des übermächtigen Bane mit dem personifizierten Bösen zu tun bekommt. Trotz der Unterstützung Catwomans, des Geheimagenten Pennyworth und seines zum Monster gewordenen Freunds Waylon Jones scheint Batman in dem Muskelberg seinen Meister gefunden zu haben, und nun kommt es zum großen Showdown …
Die frenetisch gefeierte Neuerzählung von Batmans Legende, inszeniert von den Comic-Genies Scott Snyder (Batman Metal), Nick Dragotta (East of West) und Daniel Warren Johnson (Wonder Woman: Dead Earth).
Rezension
Bisher war Scott Snyder allein federführend bei Absolute Batman und hat mit dieser Variante Batmans einen Dunklen Ritter präsentiert, der so anders ist, als der in der Hauptrealität des DC-Universums. Sein Batman ist in der Hinsicht geerdeter, dass er kein Multimilliardär ist und sich viel mehr auf seine Fähigkeiten, seinen Mut und seine Leidensfähigkeit verlassen muss. Das heißt allerdings nicht, dass seine Gegner weniger durchgeknallt oder monströs wären, wie sich im fünften Band zu Absolute Batman zeigt, der den Handlungsbogen um Batman und Bane abschließt. Danach kommt noch nicht der Joker, wie angekündigt ins Spiel, sondern zunächst gibt es Daniel Warren Johnsons Beitrag aus dem ersten Annual von Absolute Batman, womit dann Scott Snyder als Autor zum ersten Mal zurücktritt, bevor es dann mit ihm im nächsten Band weitergeht.
Abscheulichkeit
Nachdem Bane seine Freunde angegriffen hat, beschließt Bruce Wayne, die Sache ein für allemal zu klären und fordert ihn zu einem öffentlichen Kampf in einer Arena heraus. Bane geht siegessicher in den Kampf, mit dem Bewusstsein, dass Batman ihn selbst mit dem Venom, dass er sich vermutlich injizieren wird, nicht besiegen kann. Doch Batman hat andere Pläne und die Unterstützung von Catwoman, Waylon und Pennyworth. Und sein Plan ist mehr als radikal.
Auf den ersten Blick sieht das Finale von Abscheulichkeit wie eine einfache, tausendmal gesehene Prügelorgie aus, aber tatsächlich steckt mehr in der Geschichte. Sowohl in Hinsicht auf die Handlung als auch auf die Charaktere. Bane wird überraschenderweise im Verlauf zu einer überaus tragischen Figur, mit der man zwar immer noch nicht Mitleid hat, aber deren Taten plötzlich nachvollziehbarer werden und Batman selbst wird auch noch weiter ausgearbeitet. Insbesondere woher sein unbezähmbarer Wille stammt, wird von Scott Snyder geschickt mit sinnvollen Rückblenden, die gleichzeitig auch Waylon Jones mehr Profil geben, eingearbeitet. Das Finale von Abscheulichkeit hätte erste Schwächen bei Absolute Batman zeigen können, stattdessen bleibt dieser Batman richtig gut und das in jeder Hinsicht und jeder Konsequenz. Auch die Brutalität des Kampfes ist nicht um ihrer selbst willen so extrem, sondern im Rahmen der Geschichte genauso notwendig, schließlich geht es auch um geradezu monströse Experimente.
Ohne Titel
Bruce Wayne will sich neue Waffen bei einem Schwarzmarkthändler besorgen, und bekommt mit, wie sich eine Gruppe von Männern bereit macht, Menschen aus ihren Behausungen im Armenviertel Slaughter Swamp zu vertreiben. Da dort sogar die Polizei korrupt ist und sich den Schlägern anschließt, greift Batman ein und räumt endgültig auf.
Wäre nicht der Anfang und das Ende dieser Geschichte von Daniel Warren Johnson, wäre sein Beitrag charakterlich und inhaltlich sehr dicht an Die Rückkehr des Dunklen Ritters. Glücklicherweise sind da aber diese Klammer mit Bruce´s Vater und Father Peters wodurch Batmans Vorgehen trotz der Kürze noch einigermaßen eingeordnet wird und zeigt, welchen Preis das Leben als Batman von Bruce Wayne fordert.
Bei den Zeichnungen legt Nick Dragotta bei Abscheulichkeit noch eine Schippe drauf und inszeniert Bane noch monströser als er es eh schon getan hat. Ansonsten bleibt bei ihm alles beim Alten. Daniel Warren Johnson hat seinen eigenen Stil, der aber dem von Nick Dragotta nicht nachsteht. Er baut eine bedrohliche, düstere Atmosphäre auf. Bei ihm ist Batman eine Bedrohung aus den Schatten, die übermächtig über den Verbrechern aufragt. Wodurch die Wirkung des letzten Bildes überhaupt erst eine gewisse Wirkung haben kann.
Fazit
Batman und Bane treffen vorerst zum letzten Mal aufeinander und es ist wahrlich ein Kampf der Titanen. Scott Snyder vergisst jedoch nicht, seine Figuren weiterzuentwickeln und gibt ihnen im richtigen Maß Motivation und Hintergrund. Absolute Batman zeigt damit keine Schwäche und ist eindeutig die zu bevorzugende Serie über den Dunklen Ritter.
Pro & Contra
+ Batmans Plan
+ spannend und kompromisslos
+ Charaktere werden weiter ausgearbeitet
Bewertung: ![]()
Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Zeichnungen: 4,5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5
Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Absolute Batman:
Rezension zu Absolute Batman Bd.1
Rezension zu Absolute Batman Bd.2
Rezension zu Absolute Batman Bd.3
Rezension zu Absolute Batman Bd.4