Batman: Gotham by Gaslight – Eine Liga für Gerechtigkeit (Andy Diggle, Leandro Fernández)

gotham by gaslight eine liga

Verlag: Panini; (Mai 2026)
Softcover: 216 Seiten; 29 €
ISBn-13: 9783741648786

Genre: Superhelden


Klappentext

Die Helden einer neuen Welt

Im Wildwest-Städtchen Smallville führt der ruchlose Lex Luthor grausame Experimente an Menschen durch und baut gewaltige Maschinen aus kryptonischer Technik, die ihm helfen sollen, ein mächtiges Artefakt zu finden. Sheriff Superman und eine neu formierte Gruppe ungewöhnlicher Helden um Batman, Wonder Woman und viele andere stellen sich dem Schurken mit vereinten Kräften entgegen, doch Luthor erweckt eine Macht, die selbst dieser Liga für Gerechtigkeit alles Abverlangt: General Zod!

Eine neue Elseworlds-Saga zum Steampunk- und Comic-Klassiker Gotham by Gaslight, in Szene gesetzt von Andy Diggle (Green Arrow: Das erste Jahr, The Losers) und Leandro Fernandez (Northlanders, Punisher).


Rezension

Lex Luthor ist nach Samllville gekommen, um weiterhin nach kryptonischen Artefakten zu suchen und sie für seine finsteren Zwecke zu missbrauchen. Dabei schreckt er auch nicht vor schrecklichen Experimente mit Menschen zurück. Glücklicherweise lebt in Smallville aber auch ein gewisser Clark Kent und ist dort Sheriff. Und er stellt sich der Gefahr, die von Luthor ausgeht nicht alleine. Denn er gewinnt gleich mehrere neue Verbündete. Unter anderem Batman, Wonder Woman und Constantine und gemeinsam müssen sie dann noch an einem seltsamen Ort gegen einen noch gefährlicheren Gegner als Lex Luthor antreten, der ihnen wirklich alles abverlangt.

Nachdem Brian Augustyn und Mike Mignola 1989 mit Gotham by Gaslight einen viktorianischen Batman und damit den Steampunkt in DCs Superheldenuniversum brachten, hat nun Andy Diggle seit einiger Zeit den Staffelstab übernommen und nach vielen Jahren die Geschichte dieses Batmans weitererzählt. Dabei hat er die Welt des Batman des 19. Jahrhunderts mit Das kryptonische Zeitalter deutlich geöffnet und weitergeführt. Die Steampunkelemente treten noch deutlicher zutage und die Inspirationsquellen wie Edgar Allan Poe, H.P. Lovecraft und Jules Verne treten deutlich hervor. Das wertet Andy Diggles Arbeit an der Reihe aber keineswegs ab. Er weiß, in welcher Erzähltradition er mit seinen Geschichte steht und versucht dies gar nicht erst zu verheimlichen. Vielmehr macht er sich viele Elemente der genannten Autoren zu eigen und bindet sie in seine Welt von Gotham by Gaslight ein.
Und diese Rechnung geht vollkommen auf. In Das Kryptonische Zeitalter musste er noch viele Figuren einführen und Grundlagen legen. Nun hat er von Beginn an alles beisammen und dies nutzt er von der ersten Seite an. Es geht gleich mit Vollgas los und es wird nur selten der Fuß vom Gaspedal genommen. Die Geschichte ist ausreichend komplex um zu unterhalten und die Action an den genau richtigen Stellen platziert. Und dennoch findet Andy Diggle auch immer wieder zur Ruhe und lässt seine Charakter auch außerhalb der Action interagieren und dabei entwickeln sie sich weiter und bekommen deutlich Tiefe. Dies gelingt Andy Diggle, weil er die Charaktere so weit versteht, dass er sie in seiner Welt neu interpretieren und somit ihnen neue Facetten geben kann und sie dennoch sie selbst bleiben. Er verbiegt sie nicht, sondern passt sie nur an. Bestes Beispiel ist hier John Constantine, der wie immer ein absoluter Drecksack ist, und alles tut, um zum Erfolg zu kommen.
Und da sind dann auch noch die kleinen Momente zwischen den Charaktere, die Eine Liga für Gerechtigkeit bereichern und etwas Humor hinzufügen. Gerade das Zusammenspiel zwischen Batman und Superman ist an einer Stelle hervorzuheben, die das Verhältnis zwischen den beiden Verbündeten zusammenfasst und Batmans Fähigkeiten unterstreicht. Eine Liga für Gerechtigkeit ist großes Kino, dass sich von diesem und vielen anderen Dingen inspirieren ließ.

Leandro Fernandez ist weiterhin an der Seite von Andy Diggle und führt die Reihe optisch entsprechend fort. So, dass sie zu den Vorgängern passt, bringt aber auch genug eigene Dinge ein. Gerade bei der Gestaltung der Gegner überzeugt er voll und ganz. Sein Umgang mit Licht und Schatten hat sich noch etwas verbessert und ansonsten arbeitet er detailliert und verleiht den Actionszenen Dynamik.


Fazit

Andy Diggles Fortsetzung von Gotham by Gaslight ist erfrischend anders, ohne das Rad neuerfinden zu wollen. Für Fans und Neuleser lohnt sich der Blick auf jeden Fall, selbst ohne Vorwissen aus den vorherigen Bänden. Mit Sicherheit ist dies derzeit eine der besten Reihen bei den Superheldencomics DCs.


Pro & Contra

+ mehr Charaktere werden eingebunden
+ die kleinen Momente zwischen den Charakteren
+ John Constantine

Bewertung: sterne4.5

Charaktere: 4,5/5
Handlung: 4,5/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 4,5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln zu Gotham by Gaslight:

Rezension zu Batman Collection – Mike Mignola
Rezension zu Gotham by Gaslight – Das kryptonische Zeitalter