Haruko – Ein Leben für die Tiere (Saku Yamaura)

haruko tiere

Carlsen (Februar 2026)
ca. 176 Seiten, 7,50 EUR
ISBN: 978-3-551-80639-0

Genre: Comedy, Slice of life


Klappentext

Haruko liebt Tiere und will Tierpflegerin werden. Im Hidamari-Zoo bekommt sie ihre große Chance. Doch der Start ist holprig, vor allem mit den scheuen Tieren, die ihr der neue Direktor anvertraut. Mit Herz und Mut wächst Haruko über sich hinaus und entdeckt ihr Talent, auch die schwierigsten Schützlinge zu verstehen.

Intuitiv & mutig – Haruko hat ein Gespür für Tiere!


Rezension

Haruko Miyamoto ist auf der Suche nach einem neuen Job. Bisher hatte sie nicht viel Erfolg im Berufsleben, doch nun will sie ihr Glück im Hidamari-Zoo versuchen. Zu ihrer eigenen Überraschung wird sie sehr schnell eingestellt und kann mit einer ganz neuen Art von Arbeit beginnen, an die sie sich erst mal gewöhnen muss. Sie liebt Tiere, aber schnell wird klar, dieser Job erfordert mehr. Haruko hat einen besonders gut ausgeprägten Geruchssinn, durch den sie sogar Emotionen erschnuppern kann, doch das alleine genügt nicht, um die komplexen Gefühle der Tiere zu verstehen. Schnell bekommt Haruko Probleme durch ihre Schusseligkeit. Besonders, als sie vergisst das Löwengehege richtig zu schließen und der Löwe ausbricht. Haruko ist außer sich als sie erfährt, dass man darüber nachdenkt, den Löwen erschießen zu müssen. Irgendwie muss sie diese Situation doch lösen können …

Zur Strafe bekommt Haruko eine fast unmögliche Aufgabe gestellt. Die Elefantendame Sumire zeigt sich nicht mehr den Besuchern und lässt niemanden an sich heran, seit der alte Direktor nicht mehr da ist. Haruko bekommt drei Monate Zeit, das Verhalten von Sumire zu ändern. Schafft sie es nicht, werden in drei Monaten sowohl Sumire, als auch Haruko aus diesem Zoo entfernt. Haruko ist zwar wild entschlossen, Sumire und damit auch sich selbst zu helfen. Aber sie hat keine Ahnung wie sie das schaffen soll. Und Sumire ist nicht die Einzige, die Hilfe benötigt. Und so muss Haruko jede Menge Neues lernen und die Gefühle der verschiedensten Tiere, aber auch ihrer menschlichen Kollegen verstehen.

„Haruko – Ein Leben für die Tiere“ erzählt eher eine ruhige Geschichte. Es geht nicht um viele Geheimnisse oder Abenteuer, sondern man lernt stückchenweise die verschiedensten Tiere und ihren Charakter kennen. Außerdem geht der Leser zusammen mit Haruko auf eine Reise der Gefühle der Tiere. Haruko muss schnell lernen, dass der Wille, alles besser zu machen, alleine nicht ausreicht. Anfangs wirkt der Direktor wie der Böse, immer nur ans Geld denken, als würden da keine Lebewesen dahinterstehen. Aber Haruko muss erkennen, dass diese erste Einschätzung nicht richtig ist. Ein Zoo ist ein Geschäft und Geld ist nicht unwichtig. Gerade wenn man möchte, dass es allen gut geht, muss man auch Abstriche in Kauf nehmen. Und so gibt es eine Art Charakterentwicklung allein dadurch, dass man die Menschen um Haruko näher kennen lernt. Trotzdem wirkt alles sehr einfach und schlicht. Haruko geht insgesamt sehr naiv an ihren Job heran. Wenn ihr Fehler unterlaufen, tut ihr das zwar leid, aber man hat nur bedingt das Gefühl, dass sie viel daraus lernt. Und teilweise werden die Tiere doch etwas sehr vermenschlicht mit ihren Gefühlen.

Das alles wird von ebenfalls eher einfachen Zeichnungen getragen. Sie sind zwar sehr sauber, aber mit dünnen Strichen angefertigt. Die Gesichter sind schlicht und zeigen nur übertrieben dargestellte Emotionen. Das Hauptaugenmerkt liegt viel mehr auf den Tieren, die mit viel Detaillliebe gezeichnet wurden. Obwohl auch hier wieder teilweise menschliche Gesichtszüge reingemischt wurden.


Fazit

„Haruko – Ein Leben für die Tiere“ ist ein schöner Zeitvertreib für zwischendurch für Tierliebhaber.


Pro & Contra

+ saubere Zeichnungen
+ langsames Kennenlernen der Charaktere
+ seichte Unterhaltung

- einfach gehaltene Story
- schlichte Zeichnungen

Bewertungsterne3

Handlung: 3/5
Charaktere: 3/5
Zeichnungen: 3,5/5
Lesespaß: 3/5
Preis/Leistung: 2,5/5