
altraverse (Juni 2026)
ca. 200 Seiten, 10,00 EUR
ISBN: 978-3-7539-4074-8
Genre: Slice of Life
Klappentext
Wer rasiert, verliert?!
Aya geht in die Eliteklasse 1-A. Hier ist Perfektion Pflicht. Doch eine neue Mitschülerin rasiert sich nicht die Beine! Während Ayas Schwarm Rin mit immer verrückteren Methoden gegen das haarige Problem kämpft, kommen Aya Zweifel an der Schönheitsdiktatur. Schon bald kommt es zum ultimativen Haar-Showdown …
Rezension
Aya geht an die Heikin Education International Highschool, kurz HEI High. An dieser Schule gibt es viele Versager, doch es gibt eine Klasse, die hervorsticht. Die 1-A besteht aus der absoluten Elite, die in allem perfekt ist. Aya selbst ist sehr stolz darauf, Teil dieser Klasse sein zu dürfen. Denn früher war sie immer der ausgeschlossene Nerd, weil sie eine Animeserie liebte und Manga las. Sie wurde ausgelacht und hatte sich für die Highschool ein neues Image aufgebaut. Sie hielt ihre Leidenschaft geheim und achtete penibel darauf, dass ihr Aussehen perfekt war. Und sie hatte damit Erfolg. Endlich gehörte sie dazu und wurde von allen bewundert.
Doch eines Tages kommt eine neue Mitschülerin, Summer, in die Klasse und diese ist alles andere als perfekt. Sie trägt einen Haarreif, der wie aus Ayas Lieblingsanime aussieht, sagt direkt war sie denkt und am Schlimmsten: Ihre Beine sind total haarig! Besonders Rin, der zusammen mit Aya Klassensprecher ist, will das nicht akzeptieren. Für ihn ist Summer ein Angriff auf die Perfektion der Klasse 1-A. Er stiftet Aya dazu an, die Neue auf ihre Beine anzusprechen. Als das aber zu nichts führt, werden seine Mittel immer drastischer. Er schaltet sogar den Klub der verlorenen Seelen ein, um Voodoo zur Hilfe zu nehmen. Doch als er Aya dazu überreden will, die Neue zu bestehlen, geht es für Aya zu weit. Plötzlich öffnet es ihr die Augen, was genau fand sie an Rin eigentlich immer so toll? Und geht sie selbst den richtigen Weg damit, sich zu verleugnen? Und warum sollen sich Mädchen überhaupt die Beine rasieren, nur weil die Gesellschaft das vorschreibt? Und plötzlich geht es nicht mehr um die neue Schülerin, sondern die Gesellschaft wird hinterfragt und die Wende soll in Klasse 1-A starten!
„I don’t Hair – Um ein Haar perfekt“ startet mit einem witzigen kleinen Knick in der Perfektion und endet in der Hinterfragung der kompletten Gesellschaft. Viele werden sich wiederfinden in dieser Geschichte, denn gerade die Frage, muss sich eine Frau die Beine rasieren, wird die letzte Zeit gerne hinterfragt. Immer mehr entscheiden sich gegen die Erwartungshaltung. Und natürlich geht es hier nicht nur um Beinhaare, sondern insgesamt wird gezeigt, wie wichtig es ist, zu sich selbst zu stehen. Man sollte zu sich selbst stehen und sich nicht für andere verbiegen. Man kann damit anecken, aber wenn man die richtigen Menschen findet, kann man so sein, wie man ist. Obwohl Summer das alles auslöst, hat sie selbst nur wenige Auftritte. Vor allem geht es um Aya, die sich selbst verleugnet und lernt, wie falsch das doch ist. Sie findet den Mut zu sich zu stehen und für andere einzustehen. Ihr Gegenspieler ist Rin, der richtig süchtig nach seiner Definition von Perfektion ist. Die Lehrer und die Direktorin spielen eher Nebenfiguren, die Schüler sind es, die den Kampf miteinander ausfechten.
Die Zeichnungen sind eher einfach gehalten. Gewöhnungsbedürftig ist, dass alle Charaktere einen Kreis auf der Nase haben. Bewegungen wirken etwas steif und Emotionen werden nur sehr übertrieben dargestellt. Zeichnungen fallen gerne mal aus ihrem Rahmen heraus, wodurch die Seiten teilweise sehr vollgestopft wirken.
Fazit
„I don’t Hair – Um ein Haar perfekt“ wirft gesellschaftskritische Fragen auf, verpackt in eine lustige Highschool-Geschichte.
Pro & Contra
+ gute Storyidee
+ saubere Zeichnungen
+ gute Entwicklung der Protagonistin
o einfache Zeichnungen
Bewertung: ![]()
Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 3/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 3/5