Mein Bodyguard mit Biss (Ichi Kotoko)

bodyguard mit biss

altraverse (August 2026)
ca. 192 Seiten, 7,00 EUR
ISBN: 978-3-7539-4834-8

Genre: Romantik, Slice of life


Klappentext

Suu ist schön, reich – und total einsam. Sie wünscht sich eine normale Schulzeit, doch weil ihr Vater sie abschirmt, findet sie keine Freunde. Da stolpert der attraktive Yuki vor ihr Auto: Ohne Erinnerungen, aber mit spektakulären Martial-Arts-Skills soll er als Bodyguard für Suus Sicherheit sorgen. Doch mit seinem Bad-Boy-Lächeln bringt er ihr Herz in Gefahr …


Rezension

Suu möchte eigentlich nur eine ganz normale Schülerin sein, sie möchte Freunde haben und das Leben genießen. Aber das kann sie alles nicht. Ihr Vater hat viel Geld und als Kind sollte Suu deshalb mal entführt werden. Blöderweise traf es aber nicht sie, sondern ihre Freundin wurde an ihrer Stelle entführt. Seitdem traut sich Suu nicht mehr, Freundschaften aufzubauen. Und ihr Vater lässt sie nun auch nicht mehr aus den Augen. Deshalb wird sie mit dem Auto zur Schule gebracht und abgeholt. Wie soll sie so jemals das normale Leben bekommen, das sie sich so sehr wünscht?

Doch eines Tages auf dem Nachhauseweg läuft ein Junge vor ihr Auto und bricht dort zusammen. Mit letzter Kraft bittet er darum, niemanden zu informieren, daher entscheiden Suu und ihr Fahrer den Jungen erstmal mit nach Hause zu nehmen. Doch als Yuki dort wieder zu sich kommt, hat er keinerlei Erinnerung. Suu entschließt sich, ihn gesund zu pflegen, wofür sich Yuki irgendwie erkenntlich zeigen möchte. Als er Suu fragt, was diese sich wünscht, rutscht ihr heraus, dass sie sich einen Freund wünscht. Sie möchte diese Aussage sofort zurücknehmen, doch Yuki stimmt zu.

Suu ist überglücklich und möchte unbedingt noch mehr für Yuki tun, weshalb sie spontan alleine loszieht, um einzukaufen. Doch sie tut ja nie etwas alleine, weshalb sie sich prompt verläuft. Und natürlich trifft sie direkt auf zwielichtige Typen, die überhaupt keine guten Absichten haben. Sie verfällt in Schockstarre, kann nicht mal um Hilfe rufen, doch da taucht Yuki auf und macht die Typen mit einer Leichtigkeit fertig. So wird klar, er hat Martial-Art-Skills. Suus Vater ist begeistert von dieser Nachricht, immerhin hat Yuki seine geliebte Tochter beschützt, daher stellt er Yuki als ihren Bodyguard ein. Was er dabei aber nicht weiß: wie nah Yuki seinem Schützling in Ausübung ihres Jobs kommt. Und dabei beißt er Suu auch gerne einfach mal, was diese komplett durcheinander bringt.

„Mein Bodyguard mit Biss“ schafft besondere Umstände, weshalb Yuki zu Suus Bodyguard wird. Noch ist aber unklar, wer Yuki eigentlich genau ist oder wie es dazu kam, dass er sein Gedächtnis verloren hat. Auch ist noch nicht klar, ob das mit dem Beißen noch eine Rolle spielen wird … Etwas seltsam ist, dass niemand versucht bei der Polizei nach einer Vermisstenanzeige zu fragen. Immerhin ist Yuki noch Schüler, man sollte doch meinen es gäbe Erziehungsberechtigte, die ihn vermissen. Dass Suu das nicht anstößt, da Yuki darum gebeten hatte, niemanden zu informieren, ist nachvollziehbar. Aber warum sich auch Suus Vater daran hält, ist nur schwer zu verstehen.

Yuki hat eine sehr nette Seite, kann aber auch frech und wild sein. Doch eins ist klar, er versucht wirklich Suu zu helfen, ihren Wunsch zu erfüllen. Sie erlebt endlich, wie es sich anfühlt mit Freunden unterwegs zu sein und nach der Schule normale Dinge zu erleben. Doch Suu verliert zwischenzeitlich auch immer wieder den Mut sich diesen neuen Dingen zu stellen. Zum Glück unterstützt Yuki sie dabei. Und parallel beschützt er sie, wann immer es notwendig ist. Was erschreckend oft der Fall ist. Es wirkt sehr konstruiert, wie Suu immer wieder in solche Situationen kommt. Wenn es jetzt den großen Gegner geben würde, der die Familie immer beobachtet und nur darauf lauert, die reiche Tochter in die Finger zu bekommen, wäre es nachvollziehbar, wieso sie, kaum dass sie alleine ist, in solche Situationen gerät. Aber dass ausgerechnet sie als erstes irgendwelchen dubiosen Typen in die Arme läuft und zufällig genau diese dann erneut trifft, wirkt etwas unrealistisch. Hier hätte man sicher ein nachvollziehbares Setting für die Notwendigkeit eines Bodyguards aufbauen können.Seltsam ist auch, dass scheinbar niemand wirklich wissen will, warum Yuki sich an nichts erinnern kann, besonders ihn scheint das null zu interessieren.

Die Zeichnungen sind sehr sauber und schön. Besonders Yukis zwei Seiten sind deutlich durch seinen Gesichtsausdruck zu unterscheiden. Hintergründe sind spärlich eingesetzt, aber sauber dargestellt.


Fazit

„Mein Bodyguard mit Biss“ ist süß, romantisch und einfach eine schöne Unterhaltung für Zwischendurch.


Pro & Contra

+ schöne Zeichnungen
+ gute Darstellung von Yukis zwei Seiten
+ positive Entwicklung von Suus Alltag

- konstruierte Story
- es werden zu wenige Fragen gestellt

Bewertungsterne4

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 3,5/5