
Verlag: Panini; (Dezember 2025)
Softcover: 104 Seiten; 14 €
ISBN-13: 9783741646171
Genre: Drama
Klappentext
Wo die Schwerter schwingen und die Würfel rollen, dort stellen sich die Helden von Stranger Things schon lange den Monstern, bevor sie ihnen auch an anderen Orten begegneten. Dieses Dungeons & Dragons-Crossover taucht in die Vergangenheit von Eddie Munson ein. Wir erleben seinen Aufstieg zum Dungeon Master des Hellfire Clubs und seine Rekrutierung von Lucas, Dustin und Mike. Wir erhalten brillante Einblicke in die Fantasy-Welten, die unsere Helden gemeinsam erforschen und verstehen, was Pen & Paper Rollenspiele so großartig macht.
Zunächst begegnet die Düsterwald-Gang einer neuen Kampagne ohne Will und Elfie mit Skepsis, aber dann inspiriert sie Eddies Charme, dem Ruf seines Abenteuers zu folgen. In Eddies Erinnerungen an die legendären Kämpfe erfahren wird, wie die ursprüngliche Hellfire-Crew im sozialen Labyrinth der Hawkins High ihren Weg suchte. Wie sie neue Mitglieder fand, um gegen mächtige Monster zu bestehen. Wie sie immer und immer wieder bewies, dass die Gemeinschaft stärker ist als der einzelne Abenteurer.
Eddies schlechter Ruf lässt Lucas um seine Chancen fürchten, ins Basketball-Team aufgenommen zu werden. Aber als die Würfel grausam sind, zeigt sich Eddies wahrer Charakter und er gewinnt den Respekt der Jungs. Eddie Munson läutet ein neues Zeitalter für den Hellfire Club ein und führt Mike, Dustin und Lucas zu ihrem ersten großen Sieg in einem neuen Abenteuer.
Ein actiongeladener Fantasy-Liebesbrief an die Nerds der 1980er-Jahre, die es wagten, die Würfel rollen zu lassen, bevor es cool war! Geschrieben von Jody Houser (Critical Role, Doctor Who) und Eric Campbell (Frank Frazetta`s Dawn Attack) und mit sicherer Hand gezeichnet von Diego Galindo (Stranger Things: Das Grab von Ybwen),
Rezension
1979 kommt Eddie Munson zusammen mit Ronnie frisch an die Hawkins High und sie fühlen sich gleich wieder wie Außenseiter. Dann bekommen sie eine Einladung von Kenny, um bei einem Spiel dabei zu sein, bei dem es darum geht, große Abenteuer zu erleben. Zunächst widerwillig schließt sich Eddie der D&D-Gruppe von Kenny an und ist bald Feuer und Flamme. Er entwickelt sich und wird zu einem Mitspieler, den seine Gruppenmitglieder schätzen.
1985 ist Eddie auf der Suche nach neuen Mitgliedern für den Hellfire-Club. Mittlerweile ist er der Dungeon Master des Clubs und mit Dustin, Mike und Lucas hat er auch gleich die Richtigen gefunden. Aber auch sie zögern zunächst, vor allem Lucas will eigentlich einen Neubeginn an der Hawkins High und hat sich dafür für das Basketballteam beworben. Doch Eddie Munson besitzt eine große Überzeugungskraft und der Hellfire Club begrüßt bald seine neuen Mitglieder.
Jody Houser hat sich bereits einmal in die Welt von Stranger Things und Dungeons & Dragons begeben. Damals gemeinsam mit Jim Zub. Sie schrieben eine Geschichte über die heilenden Kräfte, die dem Rollenspiel innewohnen können, in dem Sinne, das es dabei helfen kann reale Probleme und Schwierigkeiten zu verarbeiten und zu bewältigen. Schon damals erzählten sie im wörtlichen Sinne kein Abenteuer, sondern zeigten die Jungs, wie sie sich über einen gewissen Zeitraum entwickelten.
Genau den gleichen Ansatz verfolgt Jody Houser nun zusammen mit Eric Campbell. Allerdings steht dieses Mal Eddie Munson und sein Weg von seinen Anfangstagen als Rollenspieler hin zum Dungeon Master des Hellfire Club im Mittelpunkt. Diese Rahmenhandlung gibt den beiden Autoren die Möglichkeit, erneut über das Rollenspiel zu sprechen und welch positiven Auswirkungen es auf seine Spieler haben kann. Eddie Munson entwickelt sich im Laufe der Geschichte, wird empathisch und sein innerer, moralischer Kompass manifestiert sich immer mehr. Am Ende ist absolut nachzuvollziehen, warum er auf einem Wohnwagen stehend Master of Puppets von Metallica spielt. Dies kommt nicht aus dem Nichts, sondern hat seine Gründe in seiner Vergangenheit und den Werten, die ihn seit der ersten Runde D&D begleiten.
Zudem zeigt der Comic, was Freundschaft wirklich bedeutet, wie sie sich entwickelt und was eine Gruppe von Menschen erreichen kann, wenn sie zusammenhält. Der Aufstieg von Hellfire ist wirklich ein Liebesbrief an das Rollenspiel und seine Möglichkeiten. Und gleichzeitig gibt es Eddie Munson mehr Charakter, auch wenn dies im Prinzip nicht nötig gewesen wäre.
Diego Galindo hat bereits Das Grab von Ybwen von Stranger Things illustriert und ist somit ein alter Bekannter. Er ist ein verlässlicher Zeichner für die Autoren und stellt sich in den Dienst der Geschichte. Die Charaktere aus der TV-Serie sind gut zu erkennen, obwohl er anfangs etwas braucht Eddie Munson darzustellen. Mit wachsender Haarlänge ist das aber immer weniger ein Problem. Die Ausflüge in die Welt von D&D sehen am Besten aus und die wenige Action, die es dann gibt, inszeniert Diego Galindo ganz ordentlich.
Bonusmaterial gibt es abgesehen von den Covern und Variant-Covern leider nicht.
Fazit
Der Aufstieg von Hellfire ist ein gelungener Comic über Stranger Things, Eddie Munson und das Hobby Rollenspiel. Wer Stranger Things oder D&D mag, kann bedenkenlos zugreifen. Und wer mal etwas über das Hobby und seine Stärken wissen will und warum es so faszinierend ist, ebenso.
Pro & Contra
+ Plädoyer für Freundschaft
+ Eddie Munson steht im Mittelpunkt
+ stellt gut dar, worum es beim Rollenspiel geht
Bewertung: ![]()
Charaktere: 4,5/5
Handlung: 4,5/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 4,5/5
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Rezension zu Stranger Things Bd.6
Rezension zu Stranger Things Bd.7
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Rezension zu Stranger Things – Der Rowdy
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