
Verlag: Panini; (November 2025)
Softcover: 112 Seiten; 15 €
ISBN-13:
Genre: Fantasy/ Abenteuer
Klappentext
Hordak und Skeletor
In einer von Wissenschaft geprägten Welt träumt der junge Zauberlehrling Keldor davon, mithilfe seiner Magie eines Tages Grayskull und das gesamte Universum zu beherrschen – und somit die Prophezeiung zu erfüllen. Auch der brutale Eroberer Hordak wird von einer Vorhersage über die Zukunft angetrieben. Als der Kriegsherr der Horde in Keldors Leben tritt und ihn unter seine Fittiche nimmt, verschmelzen ihre Schicksale. Und so beginnt letztlich die Legende von He-Mans späterem Erzfeind Skeletor!
Ein neuer Comic zu Netflix´ Animations-Highlight mit den Masters of the Universe – geschrieben von deren Machern Tim Sheridan, Rob David und Ted Biaselli (Masters of the Universe: Revolution), mit Zeichnungen von Daniel HDR (Smallville: Season Eleven).
Rezension
Der junge Keldor wächst an einem Ort auf, an dem Magie verboten ist und alles mithilfe der Wissenschaft gelöst wird.. Ausgebildet von seiner Mutter entsteht in ihm das Verlangen nach mehr. Und dann trifft er auf Hordak, den Anführer der Horde, die nach der Macht im Universum strebt. Keldor hat zudem eine Prophezeiung zu erfüllen und sein Abstieg in das Böse und sein Weg Skeletor zu werden, beginnt.
Seit einigen Jahren ist es fast schon Pflicht, alles in einer Geschichte zu erklären. Am Besten darf nichts ein Geheimnis bleiben. Das gilt vor allem auch für die Antagonisten einer Geschichte, deren Motivation idealerweise bis ins Kleinste erklärt werden sollte. Dies ist zwar nicht unbedingt und von Haus aus schlecht, ist jedoch bei genauerem Hinsehen vollkommen unnötig. Oder besser gesagt, allzu oft wird übers Ziel hinaus geschossen. Sicher ist es ganz nett zu wissen, was einen Antagonisten motiviert und was sein Ziel ist, aber wenn ein Blick zurück auf seine Geschichte nicht wirklich etwas zur Geschichte beitragen kann, ist dieser Blick eigentlich vollkommen überflüssig und ist dann nur da, um einen Pflichtpunkt abzuhaken. Häufig endet dieser Ansatz in vollkommen Klischees, die dann noch der Geschichte schaden können. Dies geschah im gewissen Maße bei Star Wars mit Darth Vader, der einiges an Bedrohlichkeit einbüßte, nachdem man den kleinen Anakin sah und wer er eigentlich ist. Und dies gilt leider auch für Masters of the Universe. Skeletor, der eigentlich die Personifizierung des Bösen ist, bekommt mit Revolution nun eine eigene, ausgebaute Hintergrundgeschichte und so, wie sie von Tim Sheridan, Rob David und Ted Biaselli geschrieben wurde, schadet sie Skeletor unheimlich. Denn was hier auf den Seiten präsentiert wird, ist nicht ein potentiell, mächtiger Magier, der durch Macht verführt wurde, sondern im Kern ein naiver Idiot, der noch einfacher manipuliert werden kann als ein Anakin Skywalker. Das ist eines Sekletors unwürdig. Zwar versuchen die Autoren das Ganze noch etwas abzumildern, in denen sie zeigen, dass Keldor nicht immer ganz auf Hordak hört, aber diese Momente gehen einfach im Rest unter. Das Ende setzt dem dann noch die Krone auf, in dem gezeigt wird, dass Skeletor absolut nicht weiß, wer er eigentlich ist. Er wird reduziert auf einen bloßen Befehlsempfänger, der sich für wichtiger hält, als er ist. Denn auch das tun die Autoren Skeletor an. Er besitzt genau genommen keinen eigenen Willen und tut im Prinzip, was Hordak und seine Mutter wollen. Revolution ist ein Musterbeispiel dafür, warum es manchmal einfach schlauer ist, seine Bösewichte so sein zu lassen, wie sie sind und keine ausführliche Erklärung für ihr Verhalten zu schaffen.
Daniel HDRs Zeichnungen sind ein kleiner Lichtblick. Die Figuren sehen aus, wie sie aussehen sollen und haben durchaus ausreichend ausdrucksstarke Gesichter. Auch die Actionsequenzen sehen ordentlich aus, so dass auf dieser Seite wenigstens kein Grund besteht, sich zu beschweren.
Fazit
Masters of the Universe – Revolution liefert eine überflüssige Hintergrundgeschichte, die noch dazu vor Klischees trieft und nicht wirklich etwas zum Universum der Masters of the Universe beiträgt. Nicht jede Figur muss erklärt werden und dieser Comic zeigt dies sehr gut.
Pro & Contra
+ Zeichnungen
- Klischees
- Skeletor wirkt wie ein naiver Idiot und ist zu leicht zu manipulieren
Bewertung: ![]()
Handlung: 2/5
Charaktere: 2/5
Zeichnungen: 3,5/5
Lesespaß: 2/5
Preis/Leistung: 2/5