
Verlag: Panini; (April 2026)
Gebundene Ausgabe: 244 Seiten; 29 €
ISBN-13: 9783741648366
Genre: Drama/ Sachbuch
Klappentext
„Hiraeth“ steht für etwas, das einmal war, aber nun nicht mehr ist – und sehr fehlt. Dieses walisische Wort beschreibt ein weitverbreitetes Gefühl: eine tiefe Sehnsucht nach einem Ort, einer Person, einem Zuhause oder einer Zeit, die unwiederbringlich verloren sind. Eine unerreichbare Nostalgie … Was würden wir nicht alles geben, um diese Stimme, dieses Knarren, dieses Schnurren noch einmal zu hören oder diese Wärme noch einmal zu spüren – all das, was uns endgültig verloren gegangen ist.
Auch in ihrem zweiten Band macht Jenny Jinya auf rücksichtsloses Verhalten der Menschen gegenüber Tieren aufmerksam. Viele ihrer Geschichten sind von tiefer Traurigkeit erfüllt und rühren auf schmerzhafte Weise, wecken aber auch Mitgefühl, das vielleicht zu einem bedachteren und verantwortungsvolleren Umgang mit anderen Lebewesen führen kann.
Rezension
Der Tod nimmt den Lebenden vieles, wenn nicht alles und wird meist als Dieb von gemeinsamer Zeit, die man noch gerne mit einem geliebten Menschen oder Tier gehabt hätte, gesehen. Aber er ist längst nicht immer grausam, wenn die Umstände betrachtet werden.
Und genau auf diesen Aspekt des Todes konzentriert sich Jenny Jinya in ihrem Loving Reaper. Erneut erzählt sie kleine Geschichten, in denen meist tragische Tode von Tieren im Mittelpunkt stehen. In diesen tritt der Tod als mitfühlendes Wesen auf, dass den Verstorbenen den Eintritt ins Jenseits erleichtert und sie mit Verständnis begleitet. Er spendet Trost und unterhält sich in kurzen, aber tiefgehenden Gesprächen mit dem Leben, das ebenso immer wieder in den Geschichten auftaucht. Und so ergeben sich facettenreiche Geschichten, die von der Beziehung zwischen Mensch und Natur erzählen. Nicht alle tragisch, manche auch einfach Mut machend, jedoch erzeugen sie beim Lesenden immer eine gewisse Nachdenklichkeit. Herausstechen ganz besonders zwei Geschichte in diesem Band. In der einen erzählt Jenny Jinya von ihrer Hündin Trixi von der sie sich liebevoll verabschiedet und in einer anderen beschäftigt sie sich mit Trauerbewältigung. Hier steht ausnahmsweise kein Tier im Mittelpunkt,sondern wie der Weg der Trauer beschritten werden kann. Beide Geschichten sind wunderbar formuliert und gezeichnet.
Ansonsten gibt es bei den Geschichten immer noch kurze Informationstexte zu den Inhalten, die immer ein wichtiges Plädoyer für das Tierwohl und den Naturschutz sind.
Jenny Jinyas Zeichnungen sind berührend, ihr Stil klar und ideal. Zudem verwendet sie nur selten Farben, nur wenn Leben eine Rolle spielt, wird es farbenfroh. Aber egal ob Tod oder Leben die Hauptrolle spielen und egal ob farbenfroh oder schwarz-weiß, die Zeichnungen strahlen immer eine Atmosphäre aus, in der man sich geborgen fühlt.
Fazit
Auch der zweite Band von Jenny Jinyas Loving Reaper rührt in seiner Betrachtung der Beziehung zwischen Menschen und Tieren teilweise zu Tränen. Selten ist ein Band wie dieser zu finden, der gleichzeitig melancholisch und hoffnungsvoll ist.
Pro & Contra
+ persönliche Geschichten
+ berührend
+ schöne Zeichnungen
Bewertung: ![]()
Charaktere: 4,5/5
Handlung: 4,5/5
Zeichnungen: 4,5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 5/5
Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Jenny Jinya:
Rezension zu Loving Reaper Bd.1
Literatopia-Links zu weiteren Titeln mit Umweltschutzanliegen:
Rezension zu Der wichtigste Comic der Welt
Rezension zu Eva - Klima in der Krise