
Verlag: Panini; (September 2026)
Softcover: 120 Seiten; 16 €
ISBN-13: 9783741650406
Genre: Superhelden
Klappentext
Diebin oder Retterin?
Das Amt des mächtigsten Zauberers im Marvel-Universum ist vakant, und es erhebt sich eine neue Macht, die bereits ist, Traditionen zu trotzen, Regeln zu brechen und einen gewagten neuen Weg einzuschlagen.
Wanda Maximoff war in ihrem Leben schon vieles. Mutter, Avenger und Scarlet Witch. Jetzt muss sie eine neue Rolle ausfüllen: die der Obersten Zauberin. Allerdings ist sie damit nicht allein! Denn jemand sehr Gefährliches soll ebenfalls die Nachfolge von Dr. Strange und Victor von Doom antreten! Ein magisches Duell beginnt.
Autor Steve Orlando und Zeichner Bernard Chang läuten eine neue Ära der Marvel-Magie ein!
Rezension
Wanda Maximoff ist nach Victor von Doom die neue Oberste Zauberin. Anders als ihre Vorgänger wurde sie jedoch nicht von den Vishanti erwählt. Indem sie das Auge von Agamotto und den Schwebemantel gerettet hat, hat sie sich auch den Titel der Obersten Zauberin quasi genommen. Und dieser Umstand führt zu zwei Dingen. Zum einen fordern sie andere mächtige Wesen wie Dormammu heraus und zum anderen beschließen die Vishanti ihre eigene Oberste Zauberin zu ernennen und die ist niemand anderes als Wandas gute Freundin Agatha Harkness. Sie soll Scarlet Witch besiegen und in ihre Schranken verweisen und dabei selbst die unangefochtene Oberste Zauberin sein. Aber der Plan geht nicht so recht auf und die Vishanti machen einen großen Fehler in der gedankenlosen Nutzung ihrer Macht.
Die Ereignisse um Doctor Doom haben das Marvel-Universum kräfitg durcheinander gewirbelt und so ist Wanda Maximoff nun Oberste Zauberin und Steve Orlando ist der Autor ihrer neuen Serie. Und die startet gleich mit einem Kampf zwischen ihr und Dormammu, den sie auf listige Art und Weise besiegt. Der Start gelingt Steve Orlando schon mal gut und auch die Vorstellung ihres Rates ergibt für einen ersten Band einer neuen Serie Sinn und ist gelungen. Und dass die Vishanti nicht mit Scarlet Witch als Inhaberin des Titels der Obersten Zauberin einverstanden sind, ist auch noch gelungen und sorgt für einen nachvollziehbaren Konflikt. Ab da wird es dann jedoch schwierig. Denn die Vishanti verhalten sich nicht wie uralte Wesen, sondern wie Kleinkinder, die sämtliche Vorsicht ablegen und Gefahren einfach so ignorieren. Man mag das Hybris nennen, aber in diesem Zusammenhang ist es einfach dumm und kindisch, was sich auch auf der letzten Seite des Bandes zeigt.
Und auch der Kampf zwischen Agatha Harkness und Wanda Maximoff ergibt zunächst Sinn, wird dann aber von Steve Orlando viel zu sehr in die Länge gezogen und wird mehr und mehr unglaubwürdiger. Denn einerseits will Agatha Wanda besiegen und andererseits ihre Hilfe, wie sich am Ende herausstellt und dieser Widerspruch mag für den Beginn des Kampfes aufgehen, aber später ist genau dies eine unnötige Schwachstelle in der Geschichte, auf die Scarlet Witch sogar noch hinweist.
Es gibt also viel Licht, aber auch so einiges an Schatten, in Scarlet Witches ersten Auftritt als Oberste Zauberin, wozu auch die unnötige Länge der Auseinandersetzung zwischen Wanda und Agatha gehört, die irgendwann einfach nur langweilig ist.
Von den Zeichnungen sieht das teilweise alles recht spektakulär aus. Gerade die Magie wird wunderbar chaotisch und unberechenbar dargestellt. Aber dann gibt es auch wieder richtig konventionelle Darstellungen von Charakteren und im Aufbau der Seiten.
Fazit
Viel Krawall aber wenig Substanz. So ist der erste Band von Scarlet Witch am besten beschrieben. Das liest sich nicht schlecht, bleibt jedoch nur kurz in Erinnerung. Ein paar Dinge legt Steve Orlando für die Zukunft an, das hätte aber auch anders gemacht werden können.
Pro & Contra
+ gelungene Darstellung von Magie
- viel Action, wenig Inhalt
- teils widersprüchlich oder schwer nachvollziehbar
Bewertung: ![]()
Handlung: 3/5
Charaktere: 3/5
Zeichnungen: 3,5/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 3,5/5