
Verlag: Panini; (Juni 2026)
Softcover: 104 Seiten; 16 €
ISBN-13: 9783741649653
Genre: Horror
Klappentext
Das Crossover des Spawn-Universums beginnt hier!
Plague ist auf freiem Fuß und untersteht niemandem: weder dem Himmel noch der Hölle noch Al Simmons. Er hat bereits Angriffe abgewehrt, die minderwertigere Wesen vernichtet hätten, und ist in den Schatten verschwunden, um seinen nächsten Schritt zu planen. Regierungen haben versucht, ihn in eine Waffe zu verwandeln, Verbündete haben versucht, ihn aufzuspüren. Niemanden ist es gelungen, ihn aufzuhalten.
Drei in sich abgeschlossene Geschichten und Teil 1 des ersten Crossovers des Spawn-Universums, geschrieben von Todd McFarlane und Rory McConville (Medieval Spawn), gezeichnet von Dudu Pansica (Power Girl), Yildiray Cinar (Waffe X-Men), Carlo Barberi (Deadpool) und Stephen Segovia (Scorched).
Rezension
Das Spawn-Universum von Todd McFarlane wurde in den letzten Jahren auf deutlich breitere Füße gestellt und mit weiteren Charakteren und Reihen bereichert. Eine davon ist King Spawn, andere Gunslinger Spawn oder Scorched. Und wie es bei Comicuniversen, die aus verschiedenen Reihen bestehen, nun mal so ist, steht jetzt auch ein Crossover an. Dies findet selbstverständlich nicht nur in einer Reihe statt, sondern erstreckt sich in diesem Fall über King Spawn und Gunslinger Spawn. Wer also die ganze Geschichte lesen will, muss also einem weiteren Band greifen.
Was gleich zwei Nachteile hat. Die beiden Kapitel von Plague bedeutet Pest in King Spawn können nicht für sich alleine stehen und Gunslinger Spawn Band 9 erscheint erst Ende Oktober. Bis dahin muss man sich also gedulden.
Zum Ausgleich gibt es gleich drei Kurzgeschichten, die von allem anderen vollkommen losgelöst sind und eine wirklich dunkle Seite Spawns zeigen.
Das Haus
Der Kleinkriminelle Rudy erwacht in einem abbruchreifen Haus. Ebenso sind zwei weitere Männer hier eingesperrt und ein weiterer seltsamer Mann, der gequälter nicht aussehen könnte und ihnen eröffnet, dass sie nie wieder aus diesem Haus herauskommen werden. Denn Spawn hat sie für ihre Sünden dort eingesperrt und es gibt kein Entkommen.
King Spawn startet in diesem Band gleich mit einer sehr starken Kurzgeschichte, die die Bezeichnung Horror wahrlich verdient. Spawn ist hier als unbarmherziger Rächer zu sehen, der keine Gnade kennt und gleichzeitig wird das Thema Spukhaus interessant aufgearbeitet.
Dylan
Ein Dämon ist in den Körper Dylans gefahren und dieser muss jetzt in seinem Kopf gegen ihn kämpfen, bevor sein Bewusstsein ganz verschwindet. Spawn steht ihm dabei zur Seite und treibt ihn an, Belgoz zu stellen, bevor er wieder den Wirt wechseln kann.
Eine etwas andere Exorzismusgeschichte erzählt Dylan. Vor allem das Ende überzeugt dabei, wobei auch der Rest eine düstere Atmosphäre der Hoffnungslosigkeit beschwört, die zu einer solchen Geschichte dazugehört. Sowohl Das Haus als auch Dylan wurden von Dudu Pansica gezeichnet. Dylan ist dabei naturgemäß die visuell interessantere, da sie im Kopf Dylans spielt und dies ihm mehr kreative Möglichkeiten gibt. In beiden Fällen sind die Zeichnungen jedoch detailreich und atmosphärisch.
Der Samen
Drei Gangster fahren zu einer einsamen Hütte im Nirgendwo. Mit dem, das dort auf sie wartet, haben sie jedoch nicht gerechnet.
Der Samen verbindet Gangsterstory mit Horror. Und die Rechnung geht auf. Auch wenn ein Dämon auftaucht, so ist Spawns Tat am Ende doch das wirkliche Grauen. Die Zeichnungen stammen von Yildiray Cinar und sind nicht ganz so gut oder besser nicht so passend, wie die restlichen des Bandes, aber immer noch gut. Beim Vorgänger Das Gespenst waren seine Zeichnungen dagegen ideal.
Die beiden Kapitel zu Plague bedeutet Pest sind ohne den Rest schwer zu bewerten, das enthaltene Kapitel 1 macht zumindest neugierig auf das Crossover, Kapitel 4 kann aber so nicht für sich stehen, auch wenn der Kampf zwischen Spawn und Plague nett anzusehen ist.
Fazit
Wer sich diesen Band King Spawns wegen des Crossovers kauft, wird vermutlich enttäuscht sein, da es noch dauert, bis die fehlenden Kapitel in Gunslinger Spawn erscheinen werden und so erst eine wirkliche Erzählung entsteht. Dafür sind die drei Kurzgeschichten Horror pur und zeigen die Essenz von Spawn. Sie sind kurz, fies und düster. So wie es sein soll.
Pro & Contra
+ fies und düster
+ Horror pur
+ gute Zeichnungen
- die Kapitel des Crossovers können nicht für sich stehen
Bewertung: ![]()
Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5
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