Philomel the Fake (Logo / Oaen)

philomel fake

Lines (April 2026)
ca. 336 Seiten, 16,00 EUR
ISBN: 978-3-551-63169-5

Genre: Drama, Fantasy


Klappentext

Nachdem Prinzessin Philomel in den kaiserlichen Gärten ein rätselhaftes Buch entdeckt, muss sie erkennen, dass ihr Leben auf einer schrecklichen Lüge beruht! Was zunächst wie ein harmloser Roman wirkt, entpuppt sich als verhängnisvolle Prophezeiung: Schon bald wird die rechtmäßige Prinzessin zurückkehren, während die boshafte Throndiebin Philomel mit dem Tod bestraft wird…!

Kann die falsche Prinzessin ein Schicksal ändern, das bereits geschrieben steht?


Rezension

Prinzessin Philomel denkt sich nichts dabei, als sie ein Buch in den kaiserlichen Gärten findet. Mehr aus Neugierde liest sie darin und ist empört. Dieses Buch scheint die komplette Zukunft zu beschreiben, bis zu dem Tag, an dem sie selbst hingerichtet wird. Sie soll nicht die rechtmäßige Prinzessin sein, diese wird in der Zukunft auftauchen und ihren rechtmäßigen Thron einfordern. Und Philomel soll dafür büßen. Wie kann sich jemand einen solch geschmacklosen Witz erlauben? Allerdings muss sie zugeben, dass niemand sie besonders leiden kann. Immer wieder wird darüber gemunkelt, dass sie der verstorbenen Königin oder ihrem Ehemann kein Stück ähnlich sieht. Außerdem besitzt Philomel keine göttlichen Kräfte, wie es sich eigentlich für die Kaiserfamilie gehört. Ihr Vater will nichts von ihr wissen, als würde er ihr die Schuld am Tod ihrer Mutter geben. Ihre Bediensteten und Leibwächter lästern über sie und meckern nur an ihr herum. Trotzdem kann sie nicht glauben, dass dieses Buch die Zukunft beschreibt.

Doch dann kommt der Gründungstag. Dieser wird von den Priestern vorausgesagt, noch nie hat es an diesem prophezeiten Tag geregnet. Doch genau, wie es auch in dem Buch geschrieben war, schüttet es in diesem Jahr und der Gründungstag muss verschoben werden. Das ist der ausschlaggebende Grund weshalb Philomel doch anfängt zu glauben, dass in dem Buch die Wahrheit steht. Und das würde bedeuten, dass sie sterben wird. Das will sie auf keinen Fall. Daher schmiedet sie einen Plan, wie sie sich retten kann und beschließt sich zu ändern in der Hoffnung, wenigstens noch etwas Zuneigung von ihrem Vater zu erhalten, bevor sie akzeptieren muss, dass er der Vater einer anderen ist.

„Philomel the Fake“ erzählt quasi eine Wiedergeburts-Story ohne eine Wiedergeburt. Dadurch, dass Philomel Kenntnis über die Zukunft erlangt, kann sie ihr aktuelles Leben anpassen und so das Schicksal ändern. Im ersten Band wird vieles nur angedeutet und lässt dich einige Fragen offen. Gerade, wieso man ein scheinbar vertauschtes Kind für diesen Fehler, den offensichtlich andere gemacht haben müssen, so hart bestraft. Aber auch Philomel muss eingestehen, dass sie nicht immer nett zu anderen war und sehr wohl Potential hätte, sich zu ändern. Besonders Philomels Entwicklung ist sehr schön dargestellt. Dank des Buches weiß sie, wer ihr alles schaden wird und so kann sie die richtigen Entscheidungen treffen und die richtigen Fäden ziehen. Eine kleine Portion Glück kommt auch noch dazu, dass es doch auch Menschen gibt, die ihr beistehen und ihr Vater zu den rechten Momenten auftaucht, um das mit zu bekommen, was er auch sollte.

Beim Lesen fängt man an darüber nachzudenken, welche Möglichkeiten es noch gäbe, als zu sterben oder zu fliehen, genauso wie Philomel. Auch lernt man ihren Vater etwas besser kennen, der sehr unter dem Verlust seiner Frau leidet, sowie seiner eigenen Vergangenheit. Es wird auch sehr gut dargestellt, wie die anderen Charaktere sich durch Philomels Wandel verändern und weiterentwickeln können. Es scheint hier auch weitere Schicksale zu geben, die mit der hoffentlich neuen Zukunft, glücklicher werden könnten.

Wie die meisten Manhwa heutzutage ist auch dieser komplett in Farbe gehalten. Die langen Haare und rauschenden Kleider sind sehr gut dargestellt und abwechslungsreich gestaltet. Die Gesichter sind zwar etwas einfach gehalten, sie können dabei aber trotzdem sehr gut die Gefühle transportieren. Die Hintergründe wurden dafür sehr detailliert und ordentlich gestaltet.


Fazit

„Philomel the Fake“ erzählt, wie ein Kind seine schreckliche Zukunft erfährt und alles tut, diese abzuwenden. Fantasy-Liebhaber, die Machtkämpfe und Intrigen mögen, werden hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.


Pro & Contra

+ guter Storyaufbau
+ komplett in Farbe
+ ordentliche Zeichnungen

- noch etwas fragwürdige Erklärung der „Schurkin“

Bewertungsterne4

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 4/5