Hotel Inhumans (Ao Tajima)

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Carlsen (April 2026)
ca. 200 Seiten, 10,00 EUR
ISBN: 978-3-551-80825-7

Genre: Action, Comedy, Drama


Klappentext

Willkommen im Hotel der Auftragskiller!
Ein exklusives Haus, das keine Wünsche offenlässt: Exquisites Essen, vollkommene Entspannung – und diskrete Sonderdienste wie Waffenbeschaffung und Leichenbeseitigung. Hier sind die Gäste keine gewöhnlichen Menschen, sondern Killer. Ein Concierge, der niemals „Nein“ sagt, erfüllt selbst die gefährlichsten Wünsche.


Rezension

Das Hotel Inhumans bietet seinen Gästen den vollen Service, ohne zu zögern. Die Concierge sagen zu ihren Gästen niemals „Nein“. Neben dem üblichen Service bezüglich Essen und Hotelaufenthalt gibt es aber auch Services wie die Waffenbeschaffung, Leichenbeseitigung oder den Sterbeservice. Und das alles muss auch so sein, denn die Gäste dieses Hotels sind genauso besonders, wie das Hotel selbst. Denn in diesem Hotel übernachten Auftragskiller. Nach getaner Arbeit kommen sie ins Hotel, lassen ihre Kleidung reinigen, können die Waffen wieder aufrüsten und lassen ihre Spuren beseitigen. Außerdem erhalten sie perfekte Alibis für Familien und Angehörige. Aber auch alles andere, was ein Kunde fordern könnte, hat erfüllt zu werden. So kommt Siao Lee das erste Mal in das Hotel Inhumans und verlangt, dass seine kleine Schwester gefunden wird. Selbstverständlich beginnt die Suche. Im Mittelpunkt stehen dabei die beiden Concierge, Sara und Ikuro. Während Sara ihr Arbeitsumfeld voll und ganz akzeptiert, ist es Ikuro, der immer wieder damit hadert. Ist das wirklich das richtige Arbeitsumfeld für ihn? Wie kann er guten Gewissens mit diesen Menschen agieren? Wie können sie überhaupt nachts schlafen bei dem, was sie tun?

„Hotel Inhumans“ beschäftigt sich mit den Fragen, die auch Ikuro beschäftigen. Man sieht hinter die Fassade der Hotelgäste, ihre Beweggründe, ihr Leben. Es wird deutlich, was es mit ihnen macht, dieser Arbeit nachzugehen. Was sie dafür opfern. Auch wenn diese Lebenswahl dabei nicht beschönigt oder gerechtfertigt wird. Der Manga besteht aus einzelnen Kapiteln, die immer wieder von anderen Gästen und ihrer Geschichte handelt. Dabei sind die beiden Concierge, die ihrer Arbeit nachgehen und teilweise die Retter in der Not sind. Doch dabei dürfen sie nie ihre eigene Aufgabe vergessen, oder vergessen, mit Menschen welcher Art sie es zu tun haben. Zumindest in Band 1 (von insgesamt 12 Bänden) wird nicht weiter darauf eingegangen, wieso es ein solches Hotel gibt. Oder wie die beiden Concierge zu ihrer Arbeit kamen. Oder wie es das Hotel schafft, dass keine normalen Gäste bei ihnen aufkreuzen. Es geht einfach nur um die Geschichten der Gäste und die Aufgaben, die die Concierge für diese erledigen.

Ikuro spielt die Stimme der Vernunft und bringt somit etwas Normalität in die doch etwas absurde Welt des Hotel Inhumans. Aber noch erfährt man über die eigentlichen Hauptcharaktere keine Hintergrundinformationen. Und auch wenn Ikuro in jedem Kapitel etwas über ihre Gäste und deren Anforderungen lernt, gibt es zumindest in Band 1 noch keine echte Entwicklung.

Die Zeichnungen sind sauber, wirken aber teilweise etwas einfach. Bewegungen wirken manchmal etwas steif und noch ausbaufähig. Hintergründe und auch die verschiedensten Waffen wurden detailreich gestaltet. Es geht um Auftragskiller, entsprechend wird es auch mal blutig. Die Story ist aber kein Splatter, die Darstellung hält sich in Grenzen und ergibt eine runde Story.


Fazit

„Hotel Inhumans“ bietet eine interessante Idee mit einem Hotel für Auftragskiller - in den folgenden Bänden erfährt man hoffentlich noch mehr über die Hintergründe. 


Pro & Contra

+ unterschiedlichste Hintergrundgeschichten
+ saubere Zeichnungen
+ interessante Idee eines Settings

- einige offene Fragen

Bewertungsterne3.5

Handlung: 4/5
Charaktere: 3,5/5
Zeichnungen: 3,5/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 3/5