Es wird dir so leidtun, wenn du erkennst, was ich wegen dir tun musste ...
Doch keine Sorge, ich bereue nichts.
(Klappentext auf der Rückseite)
"You - Du wirst mich lieben" von Caroline Kepnes ist auf einigen Umwegen in meinen Besitz gelangt. Erschienen im Mai, hatte ich es schon mehrfach in der Buchhandlung in die Hand genommen, mit den Klappentext angeschaut und dann doch mit einem Hauch Skepsis wieder zurückgestellt. Die Story an sich klang interessant, aber irgendwie wollte der Funke nicht so richtig überspringen. Und so zogen die Monate ins Land, bis ich schließlich auf der Frankfurter Buchmesse vom Leselurch förmlich zum Regal gezerrt und begleitet von den Worten "Du musst das unbedingt lesen, wenn Du einmal angefangen hast, wirst Du nicht mehr aufhören können, und überhaupt und aaaaaaaah!" mit der Nase drauf gestoßen wurde. Ich ergab mich meinem Schicksal und versprach, mal einen ausgiebigeren Blick reinzuwerfen.
Ein paar Tage nach der Buchmesse erhielt ich dann ein kleines Päckchen - der Inhalt? Natürlich "You - Du wirst mich lieben", was denn auch sonst. Ich habe das Lesen noch ein paar Wochen rausgezögert, weil andere Titel Vorrang hatten oder ich schlichtweg gerade keine Lust auf einen Stalker-Thriller hatte. Letzte Woche konnte ich mich dann aber nicht mehr entziehen, direkt beim Aufwachen lachte es mir entgegen und so habe ich auf dem Weg ins Museum angefangen. Na ja, und was soll ich sagen? Nach dem ersten Kapitel war ich überzeugt, dass meine Skepsis berechtigt war. Mir sagte das Buch gar nicht zu, was vor allem an der Erzählperspektive lag - die Geschichte wird nämlich aus Sicht des Stalkers erzählt. Aber da ich versprochen hatte, dem Buch eine Chance zu geben, und da ich generell offen für neue Dinge bin, habe ich nach Schichtende natürlich weitergelesen. Und weitergelesen. Und weitergelesen.
Der Sog von "You - Du wirst mich lieben" kommt nicht wie bei anderen Thrillern (und wie ich es für gewöhnlich sehr schätze) direkt auf den ersten Seiten zum Einsatz. Tatsächlich muss man ein wenig Geduld mitbringen und ein wenig durchhalten. Genervt ist man zwischendurch zwar immer mal wieder, aber dranzubleiben lohnt sich auf jeden Fall. Auf eine erstaunliche Weise schafft Caroline Kepnes es, den Stalker sympathisch rüberzubringen, während mir die weibliche Hauptrolle, Beck, einfach nur tierisch auf die Eierstöcke gegangen ist. Sobald sie irgendwie persönlich auftauchte, verlor ich kurzzeitig die Lust am Weiterlesen. Da ich aber wusste, dass Joe bald wieder allein ans Sprachrohr kommt, las ich weiter. Und weiter. Und weiter.
Bis das Buch zu Ende war. Und jetzt? Jetzt habe ich Glück, dass im Juni schon der nächste Stalker-Thriller um Joe Goldberg, nämlich "Hidden Bodies - Ich werde dich finden", bei Egmont Ink (ihr dürft mich gerne schon als potentielle Leserin vormerken ;)) erscheinen wird. Mit einer weiblichen Hauptfigur, die man bereits in "You - Du wirst mich lieben" kurz kennengelernt hat und die zumindest bei mir eine große Vorfreude auslöst. Weil sie viel, viel toller ist als Beck ...
Ihr seid neugierig geworden, aber noch nicht so ganz überzeugt? Dann schaut doch mal auf der Verlagsseite vorbei und werft einen Blick in die Leseprobe :)
Dies ist ein Gastbeitrag von Schattenwege.net, der privaten Seite unserer Chefredakteurin Jessica.
«Ziemlich unkreative Diagnose», sage ich nach der obligatorischen Schweigeminunte und wische mir die letzte Träne von der Wange. «Irgendwie hatte ich mir da was Ausgefalleneres erhofft. Ich meine, wenn ich schon was haben muss, dann doch nicht so eine Wald-und-Wiesen-Erkrankung.»
Am Freitagnachmittag traf ich mich unter anderem mit Henning Mützlitz am emons:-Stand, wo er mir seinen neuen Roman „Im Schatten der Hanse“ ausführlich vorstellte. Der Verlag betitelt das Buch als historischen Kriminalroman, Henning dagegen versicherte mir, dass es sich vielmehr um einen Abenteuerroman im historischen Gewand handelt. Einer der Protagonisten ist ein Kaufmannssohn, dessen Vater und ältester Bruder plötzlich versterben und der sich von nun an als Familienoberhaupt behaupten muss. Dabei erwartet ihn eine Hiobsbotschaft nach der anderen, denn der Vater hat Schulden angehäuft und sich mit den falschen Leuten eingelassen. Als Henning erzählte, dass unter anderem Piraten in der Geschichte vorkommen, wurde ich hellhörig und beschloss, dem Roman eine Chance zu geben. Historik ist eigentlich nicht ganz meine Ecke, aber Abenteuerromane schätze ich und so bin ich gespannt, was das vierzehnte Jahrhundert zu bieten hat.
Mit Ann-Kathrin plauderte ich dann ein wenig über die deutsche Kleinverlagsszene, aus der momentan der Papierverzierer-Verlag ein bisschen heraussticht – schlichtweg, weil er seinen Namen sehr ernst nimmt und wirklich wunderschöne Bücher fabriziert. Besonders gefallen mir die sogenannten Smartcover, welche man am ehesten als Paperback mit richtiger Buchbindung bezeichnen könnte (quasi als Hardcover zum Paperback-Preis).
nachdem ich gestern Abend standesgemäß ziemlich stark erkältet von der Buchmesse heimgekehrt bin (wer nicht erkältet war, ist out!), habe ich erst einmal laaaange geschlafen und versuche nun, meine Eindrücke einigermaßen fehlerfrei festzuhalten. Dabei muss ich mich leider auf die Word-Korrekturen verlassen, da der Kopf weh tut und meine Nase davonläuft … aber schön war’s trotzdem. Auch wenn man die Phantastik regelrecht suchen musste. Wer Fantasy, Science-Fiction oder Horror liebt, dem sei ans Herz gelegt, heute auf den 
Im Messetrubel haben 